Geld Sparen mit Zero Waste – Teil 2

In unserem Magazin-Artikel „Mit Zero Waste Geld Sparen – Teil 1“ ging es in erster Linie darum, wie du im Hinblick auf Lebensmittel Geld sparen kannst. Das Thema Geld Sparen mit Zero Waste lässt sich jedoch noch auf weitere Lebensbereiche ausweiten, beispielsweise Kleidung, Bücher, Einrichtungsgegenstände und überhaupt alle Dinge, die du konsumierst und genau darum soll es in unserem zweiten Teil dieser Artikel Reihe gehen.

Second Hand: Gebraucht einkaufen

Die Idee ist nicht neu. Im Gegenteil, jedoch war es lange Zeit vor allem bei Kleidung verpöhnt gebraucht einzukaufen. Glücklicherweise hat sich diese weitverbreitete Meinung durch Vintage- und Retro-Trends in den vergangenen Jahren etwas gelockert, sodass es nun sogar trendy und äußerst beliebt ist auf Flohmärkten nach gebrauchten Schätzen Ausschau zu halten. Online-Plattformen, wie ebay, Kleiderkreisel usw. haben ihren Teil dazu beigetragen, dass Second Hand Shopping wieder beliebter wurde.
Das Prinzip des gebraucht Kaufens lässt sich auf so gut wie alle Lebensbereiche ausweiten. Speziell Bücher lassen sich wunderbar gebraucht kaufen, richtige Adressen sind hierfür ebaykleinanzeigen, medimops oder rebuy.
Aber auch bei Technikgegenständen jeglicher Art kann der Erwerb gebrauchter Ware sinnvoll sein, um viel Geld zu sparen. Oftmals wurden technische Gegenstände nur spärlich verwendet und werden dann erneut online über Plattformen wie ebaykleinanzeigen zum Verkauf angeboten mit drastisch reduzierten Preisen im Vergleich zum neuwertigen Produkt und sogar vorhandener Garantie bzw. Kassenzettel. Hier lohnt es sich jedenfalls die Augen über einen längeren Zeitraum gezielt offen zu halten und im richtigen Moment zuzuschlagen, anstatt blind einfach ein neuwertiges Gerät zu kaufen.

Selber machen statt kaufen

Wie du vielleicht schon gesehen hast, haben wir euch bereits einige Rezepte vorgestellt, mit denen du Alltagsdinge ganz einfach selbst herstellen kannst. Vielleicht ist dir dabei auch aufgefallen, dass die meisten Zutaten sehr günstig sind.  
 
Indem du Dinge wie Haushaltsreiniger und Co. selber machst, kannst du ebenfalls sehr viel Geld sparen. 
 
Denn anstatt 2-4 Euro für einen Reiniger (,der nur ein paar  Wochen oder Monate hält) auszugeben, kaufst du dir einen kleinen Vorrat an Grundzutaten (,die alle sehr günstig zu haben sind) und kannst daraus dann (,je nachdem wie viel du kaufst) Reiniger für Monate oder Jahre herstellen.  Nebenbei schonst du die Umwelt, weil du kaum bis gar kein Verpackungsmaterial verbrauchst und keine giftigen Chemikalien benutzt.

Diese Grundzutaten sind: Soda, Natron, Citronensäure, Essig und Kernseife (vorzugsweise ohne Palmöl und Glycerin). Wer mag kann auch noch ätherische Öle kaufen. 
 
Mit diesen 5 Hausmitteln kannst du wirklich alles im Haus reinigen, du brauchst keine Chemiekeulen o.Ä. mehr!   

Und bei einigen Dingen, kannst du sogar auf diese Zutaten verzichten, indem du z.B. Efeu benutzt.  Daraus kannst du, unter anderem, einfach und schnell Waschmittel, Spüli und Glasreiniger herst
ellen. Efeu wächst meist überall und du kannst ihn kostenlos sammeln.
Wie du mit Efeu wäscht, verraten wir dir bald in einem weiteren Magazin-Artikel.


Wir hoffen, dass wir dir nochmal ein paar Ideen geben konnten, wie du in Zukunft Geld sparen und dabei die Umwelt schonen kannst.  

Foto: Rawpixel

Mit Zero Waste Geld Sparen – Teil 1

Als ich mich das erste Mal mit dem Thema Zero Waste beschäftigte, wusste ich nicht, dass man mit Zero Waste Geld sparen kann. Im Gegenteil, ich war besorgt, dass am Ende des Monats zu wenig Geld übrig sei und ich meinen Lebensstandard enorm einschränken müsste, damit ich Zero Waste leben kann. Dabei handelt es sich hierbei lediglich um ein weitverbreitetes Klischée, dass das Leben als Zero Wasteler teurer ist, wieso an dieser These nichts dran ist, lest ihr in unserem heutigen Artikel.

Wie genau und wodurch kann ich mit Zero Waste Geld sparen?

Der erste Schritt ist tatsächlich weniger Konsum.
Die zwei ersten Ansätze des Zero Waste Lebensstils sind refuse und reduce – auf gut Deutsch also ablehnen und reduzieren. Das bedeutet etwas pauschaler gesprochen, den eigenen Konsum (also, wie viel und was wir kaufen) zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen.

Unsere Gesellschaft lebt im Überfluss, dieser kommt allerdings nur zustande weil Menschen dafür in anderen Ländern schuften, leiden und oft auch sterben.
Dazu kommt noch, dass in vielen Produkten neben dem Leid von Tier und Mensch auch oft Fette, Konservierungsstoffe, Chemikalien und andere Stoffe enthalten sind, die unserem Körper langfristig schaden können. Oft sind diese vor allem in verpackten Produkten zu finden.

Die Konsumfalle: wir kaufen zu viel und zu oft

Durch Werbung, schöne Verpackungen, Preisnachlässe und Co. werden wir animiert immer mehr zu kaufen. Auch Gratisproben & Co. sind oft sinnlos und aufwändig verpackt und somit echte Müllschleudern.

Uns wird eingeredet, wir müssten Bedürfnisse erfüllen, von denen wir vorher nicht mal wussten. Hinter nahezu jedem tollen Angebot steckt ein Industriezweig, der sich vor allem um eines kümmert: seinen eigenen Profit. Und durch geschicktes Marketing, geben wir beim allwöchentlichen Einkauf dann eben gerne mal mehr aus, weil uns noch ein paar tolle neue Produkte ins Auge gesprungen sind.  

Man gönnt sich ja sonst nichts, richtig? Und das denken wir uns mehrere Dutzend Mal pro Monat.
Da kommt dann doch ziemlich schnell viel unnötiger Müll zusammen.

Der Konsumfalle entgehen und mit Zero Waste Geld sparen

Doch wir haben die Möglichkeit, all diese Produkte abzulehnen bzw. zu reduzieren, wenn wir uns selbst eine Strategie zurechtlegen. Beispielsweise indem wir lernen, Dinge selber zu machen, Zeit als hohen Wert zu betrachten und lieber tauschen oder gebraucht, anstatt etwas neu zu kaufen.

Wenn wir uns also entscheiden, wieder zu einer natürlicheren Lebensweise zurück zu kommen, kann jeder von uns einiges an Geld sparen. Wir wissen, dass es eine große Umstellung ist, gerade unser Konsumverhalten wird von klein auf extrem geprägt. Doch es ist nicht unmöglich und es macht auch Spaß, sich bewusst damit auseinanderzusetzen, wie man sich selbst zu einem gesünderen, müllärmeren UND nachhaltigeren Leben verhelfen kann.

Geh raus – deine Stadt ist essbar

Um uns herum wachsen immer eine Fülle an Lebensmitteln, die wir im Grunde einfach nur sehen und einsammeln müssen, um sie zu nutzen. Auch in Städten gibt es viele Pflanzen, die Früchte tragen, Pilze, Kräuter und Nüsse, die wir ernten können. Was du alles direkt in deiner Nähe finden kannst, erfährst du  bei Mundraub.org.

So kannst du dir sparen, teure und oftmals verpackte Lebensmittel mit Zauberwirkung zu kaufen, denn sie gibt es, in ähnlicher Form, schon direkt vor deiner Haustür.

Weniger/keine Tierprodukte & regional sowie saisonal Einkaufen

Am Essen soll man nicht sparen heißt es, und dem stimmen wir mit einer kleinen Einschränkung zu: Es ist auch möglich sich wirklich gut zu versorgen, und dennoch den Geldbeutel ein wenig zu schonen.

Auch beim wöchentlichen Einkauf kannst du Geld und Verpackungen sparen und zwar, indem du auf saisonale und regionale Produkte zurückgreifst. Diese werden oftmals unverpackt und auf Wochenmärkten angeboten. Durch den geringen Transportweg weisen sie auch relativ geringe CO2 Emissionen auf. Außerdem kannst du so regionale Bauern oder Unternehmen unterstützen.

Eine weitere Möglichkeit weniger Müll zu produzieren und die Umwelt zu schonen ist, so viele pflanzliche, unbearbeitete Lebensmittel wie möglich zu essen. D.h. je weniger Fleisch, Milchprodukte und Eier wir essen, desto besser ist es für die Umwelt. Denn allein für z.B. ein Kilo Rindfleisch  werden ca 15.000 l Wasser benötigt und ca. 2,6 kg Futtermittel.  Auch im Preisvergleich ist hochwertiges Fleisch deutlich teurer, als dieselbe Menge an Obst/Gemüse, Getreide und Co.

Übrigens, wann welches Lebensmittel bei uns in Deutschland  Saison hat erfährst du durch sogenannte Saisonkalender. Dafür gibt es z.B. die kostenlose App „GrünZeit“.
So wird es super einfach für dich herauszufinden, welche Lebensmittel gerade besonders nachhaltig zu bekommen sind.

 

Viele weitere tolle Tipps, wie du mit Zero Waste Geld sparen kannst, findest du nächste Woche in unserem Teil 2 unserer Reihe „Mit Zero Waste Geld sparen“.

Photo: Maja Petric von Unsplash

 

 

Zero Waste Küche – So vermeidest du Lebensmittelverschwendung

Laut der Verbraucherzentrale, werden jedes Jahr 11 Mio. Tonnen Lebensmittel allein in Deutschland weggeworfen. Zu dieser Verschwendung tragen alle bei, die Hersteller, Landwirtschaft, der Handel und die Verbraucher. Jeder von uns kann also etwas für oder gegen diese unglaubliche Verschwendung tun, in dem wir eine Zero Waste Küche anstreben.

Lebensmittelverschwendung in der Landwirtschaft – Zur Nachernte gehen

Dass Lebensmittel weggeworfen werden, fängt teilweise schon auf dem Feld bzw. in der Produktion an. Obst und Gemüse wird auf dem Acker liegen gelassen, weil es zu groß/klein/krumm etc. ist.

Als Verbraucher kann man hier etwas tun, indem man z.B. zur Nachernte geht. D.h. dass man das, was liegen bleibt aufsammelt und selber verwendet. Bevor man das tut, sollte man aber unbedingt den Bauern fragen!

Wenn man keine Bauern in der Nähe hat, kann man auch Obst/Gemüse bei etepetete bestellen, dieses Unternehmen verkauft Lebensmittel, die aufgrund kleiner Normmängel nicht in den regulären Verkauf eingeführt werden. Ein grpßer Pluspunkt: die Produkte sind hauptsächlich regional und in höchster Bioqualität!

Zero Waste Küche – warum du Lebensmittelverschwendung vermeiden solltest

Doch wieso überhaupt darauf achten? Was wir oft vergessen, ist, dass wenn wir z.B. einen Apfel wegwerfen nicht nur der Apfel verloren geht, sondern auch andere Ressourcen, z.B. Wasser und Land.

Bei tierischen Produkten, ist das noch gravierender, da hier auch noch Futtermittel dazukommen, die auch wieder Ressourcen verbraucht haben. Genau, um das zu verhindern, dass Unmengen an Ressourcen verschwendet werden, macht es Sinn, den eigenen Lebensmittelkonsum zu hinterfragen und ggf. anzupassen. D.h., dass man sich wirklich genau überlegt, was man braucht und nicht mehr einkauft als nötig. Dasselbe ist es beim Kochen. Wir bereiten oft zu viel zu und die Reste werden selten komplett verwendet, da sie oft im Kühlschrank vergessen werden und dort vergammeln. Neben dem bewussteren Einkaufen, kann man auch beim Kochen selbst viel tun. Viele wissen z.B. nicht, dass man beim Brokkoli auch den Strunk mitessen kann, oder dass man die Endstücke, die man von der Zwiebel, Möhre und Co. abschneidet, in der Gefriertruhe aufbewahren und später daraus Gemüsebrühe kochen kann.

Was steckt wirklich hinter dem Mindesthaltbarkeitsdatum?

Ein weiterer, wichtiger Punkt: das MHD, dieses Datum ist nur eine Richtlinie und oft sind Lebensmittel bedeutend länger haltbar, als das MHD vermuten lässt. Hier heißt es: Immer der Nase nach! Wenn etwas vergammelt riecht oder schimmelig ist, sollte man es selbstverständlich nicht mehr essen. Doch wenn nichts dergleichen auffällt, sind die Lebensmittel durchaus noch genießbar. Beispielsweise das Unternehmen sirplus rettet Lebensmittel, deren Verfallsdatum eigentlich überschritten ist vor der Mülltonne und führt sie dem Kreislauf wieder zu.

Du siehst also, es gibt viele Möglichkeiten, weniger Lebensmittel wegzuwerfen und Ressourcen zu sparen.

Hast du selbst noch Tipps, wie wir Lebensmittelverschwendung vermeiden können? Dann schreib uns gern ein Kommentar!

DIY Zero Waste Waschmittel

Nachhaltiges Zero Waste Waschmittel selbermachen

Heute ist Waschtag bei uns! Für Körper und Haare haben wir euch nun schon müllarme Alternativen vorgestellt. In unserer Zero Waste Checkliste fürs Badezimmer findest du außerdem nochmal einen Überblick über Zero Waste Alternativen im Bad.

Aber wie wäscht man am besten Zero Waste seine Kleidung?

Dafür ist folgendes DIY Zero Waste Waschmittel Rezept bestens geeignet:

Es ist leicht herzustellen, schont die Umwelt, kostet wenig und riecht so, wie du es haben möchtest.

Zutaten:

  • 30gr Kernseife
  • 4 EL Waschsoda
  • 2l heißes Wasser
  • 10 Tropfen ätherisches Öl

 

Zubereitungssschritte

Fange am besten damit an die Kernseife zu raspeln.
Vermische dann einfach all die tockenen Zutaten, gieße heißes Wasser drüber und rühre dann so lange, bis sich alles aufgelöst hat. Nach 2 h ruhen können auch noch ätherische Öle hinzugefügt werden. Dann kommt alles in ein Gefäß deiner Wahl und fertig ist dein persönliches Waschmittel.

Nicht wundern, falls die Masse nach dem Abkühlen etwas Geleeartig ist. Schüttel einfach den Behälter, in den du das Waschmittel gefüllt hast und es sieht wieder aus, wie das Flüssigwaschmittel, das man so kennt.

Was gibt es noch zu beachten mit deinem DIY Zero Waste Waschmittel?

Wichtig zu beachten ist, dass man dieses Waschmittel nicht für Seide oder Wolle benutzen sollte.
Für diese Wäsche kann man ein Seifen/Wassergemisch herstellen (beides zusammen kochen, bis alles aufgelöst ist). Im Anschluss wird dieses mit Brennspiritus versetzt und fertig ist das Feinwaschmittel.
Zutaten hierfür:

  • 50 g Kernseife
  • 250ml Wasser
  • 100ml Brennspiritus

Gibt es auch DIY Zero Waste Weichspüler?

Als Weichspüler kannst du einfach einen guten Schuss Tafelessig verwenden. Keine Sorge, genauso wie bei den Haaren riecht auch die Wäsche nach dem trocken nicht danach.

Einfach mit Natron Waschen

Wer es ganz einfach haben möchte kann auch einfach 4-8 EL (je nach Härtegrad des Wassers) Natron in die Wäsche geben. Dessen Reinigungskraft reicht für leicht bis mäßig stark verschmutzte Wäsche auch aus.

Was ist dein Favorit beim Waschmittel und hast du evt. sogar schon Erfahrungen gemacht mit selbst Hergestelltem? Wir freuen uns auf deinen Bericht, schreib uns gern ein Kommentar.

Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer

Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer

Als ich begann mich mit Zero Waste auseinander zu setzen, war ich erschrocken, wie viel Plastik sich in meinem Badezimmer befand. Dabei ist es so einfach all diese bösen Plastikverpackungen komplett aus dem Bad zu verbannen. Welche Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer es gibt, stellen wir dir im Folgenden gern näher vor.

 

(Dieser Beitrag enthält Werbung durch sogenannte Affiliate Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, wenn du mehr über Affiliate Links auf unserer Webseite erfahren möchtest kannst du unter „Was sind Affiliate Links?“ nachlesen.)

Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer – Bambuszahnbürste statt Plastikzahnbürste

Ein Bild, das mir bis heute nicht aus dem Kopf geht, sind Plastikzahnbürsten, die in Mitten von anderen Plastikteilchen wie ausgespuckt, vom Ozean, am Strand in der Sonne liegen. Kurz darauf bin ich also losgezogen und habe mir meine erste Bambuszahnbürste von HYDROPHIL gekauft und bin nun seit langem sehr zufrieden damit.
Auch wenn die Borsten immer noch aus Nylon bestehen, ist es grundsätzlich ein großer Schritt in die richtige Richtung, den wir jedem nur ans Herz legen können.

 

Rasierhobel Alternative für Einwegrasierer

Einwegrasierer Adieu – plastikfreies Rasieren mit dem Rasierhobel

Der Rasierer ist wohl einer der Gegenstände, die man in so ziemlich jedem Haushalt findet. Sowohl Männer als auch Frauen benutzen ihn.
Meistens finden dann allerdings doch nur die Einwegrasierer, die man nach einem Mal benutzen wegschmeißt, Verwendung. Selbst wenn man einen mit auswechselbarer Klinge benutzt, sind diese doch unverhältnismäßig teuer und auch wieder mit Plastik umgeben, das nicht recyclebar ist.
Die einfachste, und tatsächlich auch günstigste, Lösung ist der Rasierhobel (siehe Bild). Und auch wenn der Name erstmal etwas grausam klingt, ist das wirklich eine unglaublich tolle Erfindung, die sich auch bei uns sehr bewährt hat!
Rasierhobel kosten zwischen 20 bis 40 EUR, bestehen zu 100% aus rostfreiem Edelstahl und werden mit einer Rasierklinge versehen, welche bis zu zwei Monate genutzt werden kann. (Nach unserer eigenen Erfahrung)
Nachkaufen muss man nur (knapp einmal im Jahr) die Klingen, welche es für ein paar Euro, in Pappe verpackt, zu kaufen gibt.

Mit einem Rasierhobel hat man also einen Rasierer, der ein Leben lang halten kann und keine Schadstoffe hinterlässt, welcher Rasierer kann das schon von sich behaupten?
Dazu kommt noch, dass die Klingen bedeutend schärfer sind als die von herkömmlichen Rasierern, sodass die Haut weniger gereizt wird.
Man kann mit dieser Alternative also enorm viel Plastikmüll einsparen und seiner Haut etwas Gutes tun!

Sicherlich ist die Anwendung zu Beginn eine Gewöhnungssache, aber auch dafür gibt es auf Youtube wunderbare Tutorials.

Das einfachste Deo der Welt – Natron

Selbstverständlich gibt es die unterschiedlichsten DIY Rezepte für Zero Waste Deos mit denen du dir dein eigenes Deo mischen kannst, doch so kompliziert musst du es dir garnicht machen.
Genau genommen brauchst du nämlich nur eine Zutat und das ist: Natron!
Verblüffend, aber es funktioniert. Man nimmt einfach ein bisschen Natronpulver zwischen den Fingerspitzen auf und tupft es sich auf die Achselhöhlen.
Tada – kein unangenehmer Schweißgeruch hat mehr eine Chance!  Ja es kann so einfach sein!
Das Einzige, was du beachten solltest ist, dass Natron nicht auf frisch rasierter haut aufgetragen werden sollte. Sonst wirst du mit unangenehmen Reizungen gestraft.

Wenn du Düfte magst, gibt es natürlich unzählige Naturkosmetik Deos, die ebenso wirksam sind. Einige, von denen wir selbst überzeugt sind, haben wir in unserem Produkt-Katalog für dich gelistet, zum Beispiel die Deocreme von Nelumbo Naturkosmetik, Lamazuna oder Wolkenseifen.

Back to the roots – Seife statt Duschbad in Plastikflaschen

Früher war (all)es besser! Ein Satz, dem man sicherlich nicht uneingeschränkt zustimmen kann.
Bei folgendem Tipp für Zero Waste Alternativen im Badezimmer allerdings schon.

Und zwar heißt es: Back to the roots! Das bedeutet in diesem Fall: Zurück zu fester Seife und Seifensäckchen.
Feste Seife ist schon lange nicht mehr uncool, denn es gibt sie in mindestens genauso vielen verschiedenen Geruchsrichtungen sowie für die verschiedensten Hauttypen, genau wie ihre flüssigen Vertreter.Der Vorteil bei fester Seife liegt allerdings auf der Hand: Bedeutend weniger Verpackungsmüll und oft auch bessere Inhaltsstoffe! Außerdem kann man sie ohne Probleme bis auf den letzten Rest verbrauchen (anders als bei den Flaschen die man erst Tage über Kopf stehen lassen oder ausspülen muss).
Wenn überhaupt wird feste Seife in Papier eingepackt, ganz selten in Plastik (und das sind meistens auch die Marken, deren Inhaltststoffe und Herstellungsprozesse nicht so berauschend sind.)Welche Seife man nehmen möchte, ist jedem selbst überlassen. Genauso wie bei Flüssigseife heißt es, probieren geht über studieren. Allerdings empfehlen wir eher Seife aus dem Reformhaus/Biomarkt/Unverpackt Laden eures Vertrauens, da hier oft ein besonderes Augenmerk auf die Herstellung und Inhaltstoffe gelegt wird.
Oft werden diese Seifen auch in Deutschland hergestellt, sind vegan, bio und/oder fair gehandelt.Um auch wirklich das Beste aus deiner festen Seife herausholen zu können, empfehlen wir zudem ein Sisal Säckchen zu benutzen.
Es peelt nicht nur ganz sanft die Haut, sondern es hilft auch zuverlässig jedes Seifenstück zur Gänze zu verbrauchen. Dieses Säckchen bekommt ihr z.B. in eurem Unverpackt Laden oder auch im Online Shop von Original Unverpackt (dort bekommt ihr übrigens auch viele verschiedene Seifensorten). (unbezahlte Werbung)

Zero Waste Alternativen im Badezimmer Menstruationstasse

Die beste Entscheidung – Menstruationstasse statt Tampon

Auch im Bereich Hygieneartikel fällt im Bad einiges an Müll an, und zwar geht es um unsere Mensturation.
Nicht das beliebteste Thema, doch definitiv ein Wichtiges auch in Bezug auf Müll und Gesundheit.
Wenn man sich nicht gerade dafür entscheidet alles frei laufen zu lassen, benutzt man als Frau entweder Binden oder Tampons.
Beides ist gesundheitlich mehr oder weniger bedenklich da sich in Tampons teilweise fiese Bakterien sammeln können und auch Binden durch ihre Plastikbeschichtung das Vermehren von Bakterien begünstigen.
(Dasselbe gilt übrigens auch für Slipeinlagen und Unterwäsche mit hohem Polyesteranteil)

Neben diesem Aspekt zählt für uns natürlich auch insbesondere der Müllfaktor. Tampons sind immer einzeln eingeschweißt und auch Binden kommen nicht ohne Verpackungen aus. Doch auch dafür gibt es Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer.
Eine gute Alternative bieten beispielsweise dafür sogenannte Menstruationstassen* und waschbare Stoffbinden*/Slipeinlagen.  Zwar sind beide Varianten in der Anschaffung etwas teurer lohnen sich aber auf Dauer definitiv, da man sowohl sich selbst als auch der Umwelt etwas Gutes tut.
Wem eine müllfreie Tamponalternative lieber ist, der kann die naturbelassenen Menstruationsschwämmchen* von Kulmine ausprobieren.
Es gibt viele verschiedene Anbieter für diese Menstruationstassen und Stoffbinden, manche engagieren sich auch noch in einem sozialen Projekt, welches Mädchen in Entwicklungsländern eine Menstruationstasse/Stoffbinde pro Kauf spendet. (Dazu gehören z.B. Ecofemme und Rubycup)
Bei den Menstruationstassen sollte sich jede Frau vorher individuell kundig machen, da es verschiedene Größen und Formen gibt.
So oder so, mit diesen Alternativen tut man sowohl sich selbst als auch der Umwelt etwas Gutes und kann sicher die eigene Periode durchleben, ohne Sorge um verschmutze Unterwäsche und einen wachsenden Müllberg zu haben.

 

Kennt ihr noch mehr Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer, von denen wir unbedingt berichten sollten? Dann schreibt uns ein Kommentar.

 

Mikroplastik – eine unsichtbare Gefahr?

Zero Waste Lifestyle im Badezimmer

Diese Woche zeigen wir dir Alternativen und Rezepte fürs Bad, die du leicht umsetzen kannst.
Doch zuvor ein wenig Theorie.

Ein wichtiger Punkt, an den wir oft nicht denken, ist, dass Plastik nicht nur in Verpackungen vorkommt sondern auch IN vielen Produkten, als Mikroplastik.

Was ist Mikroplastik eigentlich?

Mikroplastik sind Kunststoffe, die kleiner als 5mm sind.
Zum einen werden sie explizit hergestellt, um z.B. in Kosmetika wie Mascara, Seife, Zahnpasta und Co. (als Schleifmittel, Füllmittel etc.) verwendet zu werden, zum anderen entsteht Mikroplastik auch beim Zerfall größerer Kunststoffteile, durch Witterung wie Sonneneinstrahlung, Wasser und Co.

Wie gefährlich ist Mikroplastik wirklich?

Beide Formen bleiben über Jahrzehnte im Meer und verbreiten sich dort.
Ein großer Irrglaube ist dabei, dass nach ein paar Hundert Jahren Plastik zersetzt wird, im Sinne von dann ist Mikroplastik „nicht mehr schädlich“. Dem ist aber, aller Wahrscheinlichkeit nach, leider nicht so. Plastik wird lediglich immer kleiner (aufgrund von Witterung etc.) verschwindet aber nie ganz. Deshalb ist es auch so unendlich wichtig, dass wir unsere Plastikproduktion soweit reduzieren, wie nur irgend möglich.


Ein weiterer wichtiger Punkt: Je kleiner Plastik ist, desto höher ist die Anzahl der betroffenen Tiere, die es mit ihrer Nahrung aufnehmen. Dadurch verhungern viele Lebewesen, da ihre Mägen nicht zwischen Nahrung und Plastik unterschieden können.

Wie kann ich meinen Plastikverbrauch im Badezimmer verringern?

Eine Möglichkeit den eigenen Plastikverbrauch zu reduzieren sind z.B. bestimmte Kosmetikprodukte zu meiden.
Über unser Abwasser gelangt das Miktoplastik in die lokalen Kläranlagen, welche diese kleinen Partikel nicht filtern können. Dadurch gelangen diese in Flüsse und Meere und führen so Zu einer globalen Verschmutzung.

Der BUND hat einen Einkaufsratgeber zusammengestellt, die dir verschiedene Kunststoffe sowie ihre Abkürzungen zusammenfasst, die du nach Möglichkeit vermeiden solltest.

Indem du deine Kosmetikartikel selbst herstellst, kannst du ebenfalls Mikroplastik im Badezimmer vermeiden.
Wir haben für dich beispielsweise ein Rezept für Zahnpasta in unserem Magazin veröffentlicht.
In unserem Katalog findest du ebenfalls Marken, die ihre Kosmetikprodukte lediglich aus natürlichen Zutaten herstellen.

Außerdem kannst du dich in unserem Artikel über Mikroplastik beim Wäsche Waschen darüber informieren, wie du beim Waschen deiner Kleidung verhindern kannst, dass Mikroplastikpartikel in unsere Gewässer gelangen.

Wir wünschen dir einen wunderschönen Tag!
Dein @zero_waste_deutschland Team

Photo: Catia Matos / Pexels

DIY Zahnpasta Rezept Zero Waste

DIY Zahnpasta Rezept – Zahncreme selbst herstellen

Hast du schon einmal selbst Zahnpasta hergestellt?

Unser Rezept für deine erste DIY Zahnpasta dauert gerade mal 5 Minuten und die Zutaten sind auch nicht besonders schwer zu bekommen.

Natron in Großpackungen kann man z.b. bei originalunverpackt online kaufen oder direkt in deinem Unverpacktladen.
Falls du planst viele deiner Hausmittel selbst zu machen, macht das Sinn.

Natürlich gibt es viele verschiedene Rezepte für DIY Zahnpasta. Dieses hier ist allerdings Ingas Lieblingsrezept.

Wenn du das Rezept ausprobierst teile es gerne mit uns auf Instagram, indem du @zero_waste_deutschland unter dem entsprechenden Bild markierst.

Schreib uns auch gern ein Kommentar ob und wenn ja welche weiteren Rezepte dich interessieren würden!

 

Zutaten:

2 EL Kokosöl

1 EL Natron

1 TL Xylithol

15-20 Tropfen Pfefferminzöl

Am besten verwendest du das Kokosöl für deine DIY Zahnpasta, wenn es Zimmertemperatur hat. Dann kannst du alle Zutaten vermischen und verühren, bis sie cremig sind.

Da Kokosöl als Grundlage für die Zahnpasta fungiert und sehr temperaturempfindlich ist, solltest du die Zahnpasta in den Sommermonaten besser im Kühlschrank aufbewahren, damit sie nicht zu flüssig ist bei der Anwendung.

Frohes Rühren!

Dein @zero_waste_deutschland Team ?

Essen wir Plastik? – Mikroplastik im Hausstaub rieselt unbemerkt auf unser Essen

Mikroplastik im Hausstaub? Jeder von uns nimmt bis zu 68 415 Mikroplastikpartikel pro Jahr während der Mahlzeiten zu Hause zu sich.

Als regelrechter Putzmuffel zögerte ich bisher Staubsaugen und Wohnung Putzen solange wie möglich heraus und sah mich vor allem erst dann dazu gezwungen, wenn sich Besuch ankündigte.

Hätte ich ahnen können, dass ich dem Hausstaub bald den Kampf ansagen würde?

Eigentlich schon, denn überraschend ist es nicht, dass eine Studie  der schottischen Heriot-Watt University nun bestätigte, was ich hätte ahnen können, nämlich, dass 90% des getesteten Hausstaubs giftige Chemikalien und eine hohe Konzentration an Mikroplastikpartikeln enthielt.

Plastik ist also,  mittlerweile überall und das Schlimmste daran: wir essen Plastik, ohne es zu bemerken.

Wir essen Mikroplastik aus dem Hausstaub

Die Varianten, wie wir Plastik zu uns nehmen, sind vielfältig und reichen von Chemikalien wie Acetaldehyd aus PET-Flaschen,  über Mikroplastik in unserer Nahrungskette, beispielsweise im Fisch oder Meersalz, bis zum mit Plastikpartikeln verseuchtem Hausstaub, der auf unser Abendessen rieselt. Wissenschaftler der schottischen Heriot-Watt University fanden heraus, dass jede Mahlzeit im Durchschnitt mehr als 100 Mikroplastik Partikel enthält.

Sie verglichen ebenfalls die Mikroplastikkonzentration von Muscheln, mit der in einem ganz normalem Abendessen, indem sie Staubfallen neben den Tellern platzierten. Nach 20 Minuten wurden in den Staubfallen bereits 114 Plastikpartikel gefunden, in jeder Muschel hingegen weniger als 2 Mikroplastikpartikel. Eine verstörende Vorstellung, dass in einer Muschel, die direkt aus unseren mit Plastik verseuchten Ozeanen stammt, dennoch weniger Plastik gefunden wird, als in der Luft, die uns täglich umgibt, die wir auch atmen, findet ihr nicht?

Ted Henry, Hauptautor der Studie und Professor für Umwelt Toxikologie an der Heriot-Watt University, bestätigt: ”Diese Resultate können für manche Leute, die eine höhere Konzentration von Mikroplastik in Meeresfrüchten, als im Hausstaub erwarten, überraschend sein.

Die Forscher schätzen unseren jährlichen Mikroplastikkonsum durch Hausstaub auf 13 731 bis 68 415 Mikroplastikpartikel.

Woher kommen diese Plastikpartikel im Hausstaub überhaupt?

Als Quelle für Mikroplastik im Staub identifizierten die Wissenschaftler synthetische Stoffe sowie weiche Möbelstücke, die sich mit der Zeit zersetzen und anschließend mit dem Hausstaub vermischen. Unsere Billigkleidung und mit Plastik beschichteten Möbel sind also schuld am ganzen Dilemma.

Zwar wurde noch nicht ausreichend auf dem Gebiet geforscht, um wissenschaftlich fundierte Aussagen über die Auswirkungen von Mikroplastik im Körper treffen zu können, aber ich glaube, wir wissen alle, dass Plastik keineswegs gut für unseren Körper sein kann.

Was können wir also tun, um Mikroplastik im Hausstaub zu vermeiden?

Um das Problem bei der Wurzel zu packen, ist der Verzicht auf synthetische Fasern und der Umstieg auf natürliche Stoffe zu empfehlen, denn hier kann man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und so ebenfalls Mikroplastik im Waschwasser vermeiden.

Allen, die vielleicht ohnehin gerade umziehen, fällt es bestimmt nicht schwer das beschichtete Billigregal mit einer Alternative aus Echtholz zu ersetzen. Es ist wie mit allen Umstellungen im Zero Waste Bereich: Stück für Stück und ohne sich selbst unter Druck zu setzen.

Wer Mikroplastik im Hausstaub ohne neue Möbel oder neue Kleidung den Kampf ansagen will, der sollte regelmäßig den Staubsauger schwingen, um dem Ganzen wenigstens ein bisschen entgegen zu wirken.

In diesem Sinne: frohes Putzen euch allen! Ich bin dann jetzt erstmal Staubsaugen.

Quelle: sciencedirect.com
Photo: pixabay.com

Unsere Kleidung landet im Meer: Mikroplastikfasern in den Ozeanen können, wir sie vermeiden?

Noch katastrophaler als die Millionen Mikroplastik-Partikel, die mittlerweile in den Weltmeeren schwimmen, sind die künstlichen Fasern aus den Stoffen unserer Jacken, Hosen und Lieblings-T-Shirts. Zahllose Mikroplastikfasern aus unserer Kleidung gelangen täglich über unser Waschmaschinen-Abwasser in die Ozeane. Doch wie können wir Mikroplastikfasern vermeiden?

 

In Zeiten von schnelllebiger Mode zum Schleuderpreis aus Stoffen wie Polyester, Nylon, Viskose und Elasthan, lösen sich jedes Mal, wenn wir unsere Kleidung waschen, synthetische Fasern aus unserer Kleidung und gelangen ins Abwasser, später unsere Flüsse und schließlich in die Ozeane.

Mikroplastikfasern zum Abendessen: Wie Plastik zurück auf unsere Teller gelangt

Zahlreiche Studien ermittelten, dass Mikroplastikfasern den Großteil der in Ozeanen, Flüssen und Seen befindlichen Mikroplastik ausmachen. Als Quelle dieses Übels, wurde ohne Zweifel unsere Kleidung aus synthetischen Stoffen identifiziert. Mikroplastikfasern, wie ihr Name bereits andeutet, sind so klein, sogar kleiner als rote Blutkörperchen, dass sie problemlos durch Kläranlagenfilter schwimmen und so ungebremst in unsere Wasserläufe gelangen können. Anders als natürliche Fasern, wie Baumwolle oder Wolle, sind Mikroplastikfasern nicht biologisch abbaubar und tendieren dazu sich chemische Giftstoffen, zum Beispiel Pestizide aus dem Abwasser aufzunehmen. Forscher stellten außerdem gesundheitliche Probleme bei Mikroorganismen, wie Plankton, die Mikrofasern mit der Nahrung aufnahmen, fest. Diese kranken Mikroorganismen wiederum dienen Fischen als Nahrungsquelle, sodass sich all die Mikroplastikfasern, beinahe unbemerkt zurück auf unseren Teller schmuggeln. In Fischen und Muscheln stellten die Wissenschaftler erschreckend hohe Zahlen von Mikrofasern fest.

Was können wir dagegen tun, dass Mikrofasern aus unserer Kleidung ins Wasser gelangt?

Inzwischen gibt es Unternehmen deren Produkte uns Möglichkeiten bieten Mikroplastikfasern zu vermeiden oder wenigstens ihre Menge zu reduzieren, die mit unserer Wäsche in die Wasserläufe gerät zu beeinflussen.

Guppy Friend: Wäschesack gegen Mikrofasern

Guppy-Friend, ein Wäschesack aus feinem Nylon-Netz, wurde explizit dafür designt, um die Fasern, die sich aus unseren Stoffen lösen aufzufangen und zu verhindern, dass diese ins Abwasser geraten. Er bietet der Kleidung zusätzlich Schutz vor dem Abrieb von Mikroplastikfasern, durch die raue Oberfläche der Wäschetrommel.

 

Mikroplastikfasern auffangen, wie Korallen: Cora Ball

Die Erfinder aus den USA vom Cora Ball haben sich an der Natur und Korallen orientiert und einen Ball entwickelt, der Mikroplastikfasern in der Waschmaschine auffängt. Er besteht aus 100% recyceltem und hitzebeständigem Plastik. Bis zu 35% der entstehenden Mikrofasern pro Waschladung verfangen sich im Coral Ball und werden darin, je nach Menge nach der Wäsche sichtbar. Manchmal dauert es mehrere Wäschen, bis Fussel zu sehen sind.

Ein Filter für die Waschmaschine ist längst fällig: PlanetCare Filter

Dennoch stellte ich mir die Frage, ob nicht Filter für die komplette Waschmaschine oder gar Klärwerke noch sinnvoller wären und stieß dabei auf folgenden Waschmaschinenfilter:
den PlanetCare Filter, einen Filter für Waschmaschinen, der über 80% der Mikrofasern aus der Waschladung filtern kann. Zur Zeit befindet sich das Produkt noch in der Launch-Phase und ist für den Verbraucher noch nicht erhältlich.

Kleidung verantwortungsbewusster auswählen – mehr natürliche Fasern tragen

Aber müsste nicht eigentlich das Problem bei der Wurzel gepackt werden und grundsätzlich die Bekleidungshersteller mit einem Verzicht auf künstliche Fasern in unserer Kleidung reagieren? Bisher gibt es wenig Initiativen oder Reaktionen bekannter Bekleidungshersteller auf das weltbekannte Problem um Mikrofasern in unseren Gewässern.
Es empfiehlt sich also als Konsument wieder mal selbst aktiv zu werden und beim Kauf neuer oder gebrauchter Kleidung auf deren Zusammensetzung zu achten.
Viele nachhaltige Bekleidungsmarken bieten Kleidung aus natürlichen Fasern an, die unproblematisch für unsere Wasserläufe sind.
Vorsicht ist auch bei Kleidung aus recycletem Plastik geboten, wie es von vielen grünen Marken zur Herstellung von Mode verwendet wird. Zwar ist deren Intention der Müllreduzierung sehr löblich, allerdings spült man mit solcher Kleidung ebenso Mikrofasern ins Abwasser.

Was wir sonst noch tun können: Art des Waschmittels ist entscheidend

Wissenschaftler des MERMAIDS Projekts haben herausgefunden, dass auch das Waschmittel Einfluss auf den Abrieb der Mikrofasern beim Waschgang hat. So führt Pulver-Waschmittel beispielsweise zu mehr Mikrofasern im Abwasser, als sein flüssiges Equivalent. Ebenso begünstigt ein langer Waschgang bei hoher Temperatur das Entstehen von Mikrofasern im Wasser. Der Einsatz von Weichspüler und spezielle Feinwaschmittel hingegen reduzieren die Freisetzung der Fasern. Außerdem solltest die Waschmaschine bis zum Maximum gefüllt werden.

Mikrofasern vermeiden: Alle Tipps auf einen Blick.

  1. Flüssigwaschmittel statt Pulver verwenden
  2. Waschmaschine bis zum Maximum befüllen
  3. Lange und heiße Wäschen vermeiden
  4. Weichspüler verwenden
  5. Guppyfriend/Cora Ball/Waschmaschinen Filter verwenden
  6. Keine synthetische Kleidung mehr kaufen

 

Quellen: https://oceancleanwash.org/solutions/
Photo:

Hinweis: Alle in diesem Beitrag erwähnten Produkte empfehlen wir aus eigener Überzeugung heraus. Wir haben keinerlei Vergütung für das Verfassen dieses Beitrags erhalten.