Mikroplastik – eine unsichtbare Gefahr?

Zero Waste Lifestyle im Badezimmer

Diese Woche zeigen wir dir Alternativen und Rezepte fürs Bad, die du leicht umsetzen kannst.
Doch zuvor ein wenig Theorie.

Ein wichtiger Punkt, an den wir oft nicht denken, ist, dass Plastik nicht nur in Verpackungen vorkommt sondern auch IN vielen Produkten, als Mikroplastik.

Was ist Mikroplastik eigentlich?

Mikroplastik sind Kunststoffe, die kleiner als 5mm sind.
Zum einen werden sie explizit hergestellt, um z.B. in Kosmetika wie Mascara, Seife, Zahnpasta und Co. (als Schleifmittel, Füllmittel etc.) verwendet zu werden, zum anderen entsteht Mikroplastik auch beim Zerfall größerer Kunststoffteile, durch Witterung wie Sonneneinstrahlung, Wasser und Co.

Wie gefährlich ist Mikroplastik wirklich?

Beide Formen bleiben über Jahrzehnte im Meer und verbreiten sich dort.
Ein großer Irrglaube ist dabei, dass nach ein paar Hundert Jahren Plastik zersetzt wird, im Sinne von dann ist Mikroplastik „nicht mehr schädlich“. Dem ist aber, aller Wahrscheinlichkeit nach, leider nicht so. Plastik wird lediglich immer kleiner (aufgrund von Witterung etc.) verschwindet aber nie ganz. Deshalb ist es auch so unendlich wichtig, dass wir unsere Plastikproduktion soweit reduzieren, wie nur irgend möglich.


Ein weiterer wichtiger Punkt: Je kleiner Plastik ist, desto höher ist die Anzahl der betroffenen Tiere, die es mit ihrer Nahrung aufnehmen. Dadurch verhungern viele Lebewesen, da ihre Mägen nicht zwischen Nahrung und Plastik unterschieden können.

Wie kann ich meinen Plastikverbrauch im Badezimmer verringern?

Eine Möglichkeit den eigenen Plastikverbrauch zu reduzieren sind z.B. bestimmte Kosmetikprodukte zu meiden.
Über unser Abwasser gelangt das Miktoplastik in die lokalen Kläranlagen, welche diese kleinen Partikel nicht filtern können. Dadurch gelangen diese in Flüsse und Meere und führen so Zu einer globalen Verschmutzung.

Der BUND hat einen Einkaufsratgeber zusammengestellt, die dir verschiedene Kunststoffe sowie ihre Abkürzungen zusammenfasst, die du nach Möglichkeit vermeiden solltest.

Indem du deine Kosmetikartikel selbst herstellst, kannst du ebenfalls Mikroplastik im Badezimmer vermeiden.
Wir haben für dich beispielsweise ein Rezept für Zahnpasta in unserem Magazin veröffentlicht.
In unserem Katalog findest du ebenfalls Marken, die ihre Kosmetikprodukte lediglich aus natürlichen Zutaten herstellen.

Außerdem kannst du dich in unserem Artikel über Mikroplastik beim Wäsche Waschen darüber informieren, wie du beim Waschen deiner Kleidung verhindern kannst, dass Mikroplastikpartikel in unsere Gewässer gelangen.

Wir wünschen dir einen wunderschönen Tag!
Dein @zero_waste_deutschland Team

Photo: Catia Matos / Pexels

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