Dein Nachhaltiges Zero Waste Silvester 2019

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Wie jedes Jahr, steht uns am 31.12. der größte Feuerwerks-Wahnsinn des Jahres bevor. Doch laute Böller, Feinstaub in der Luft und Müllberge auf den Straßen sind schon lange nicht mehr zeitgemäß. Um ehrlich zu sein, haben wir die Böllerei an Silvester noch nie gemocht und „die tollste Party des Jahres“ in der Vergangenheit oft als die „schlimmste Party des Jahres“ in Erinnerung, deshalb möchten wir dir heute ein paar Gründe ans Herz legen, weshalb es absolut Sinn macht, den Silvester Abend nachhaltiger zu gestalten und dir gleichzeitig ein paar Tipps geben, wie du dieses Jahr ein Zero Waste Silvester verbringen kannst.

5 Gründe – wieso du dein Silvester dieses Jahr nachhaltiger gestalten solltest

Dass das jährliche Feuerwerk an Silvester nicht unbedingt gesundheitsfördernd, sondern eher schädlich ist, dürfte inzwischen allseits bekannt sein, dennoch möchten wir dir heute ein paar konkrete Zahlen und Fakten aufzeigen, die illustrieren, was eigentlich wirklich alles hinter der Knallerei am 31.12. steckt.

1. Konsum & Kosten:

Bereits in der Weihnachtszeit, angeführt vom „Schwarzen Freitag“ Ende November, stürzen sich die Deutschen genüsslich in den Konsum von Weihnachtsgeschenken, Deko-Artikeln und gegen Jahresende von Feuerwerkskörpern und das nicht zu knapp.
Zwischen 100 und 150 Millionen Euro investieren die Deutschen zum Jahreswechsel in ihr Feuerwerk [1: Umweltbundesamt].
Würden diese 150 Millionen Euro stattdessen für das Pflanzen von Bäumen innerhalb des Projektes Plant-My-Tree verwendet, dann wäre es möglich 12,5 Millionen Bäume zu pflanzen.

2. Umwelt- & Tierbelastung:

Wer von euch Haustiere hat, wird wissen, wie sehr unsere vierbeinigen Freunde an Silvester unter dem Lärm der Böller leiden. Während ihr dafür sorgen könnt, dass es euren Tieren zu Hause an diesem Abend so gut wie möglich geht, so sehr leiden jedoch auch unsere Wildtiere in Parks, menschnahen Waldgebieten und Zoos. Da sie ein deutlich empfindsameres Gehör haben, als der Mensch, ist der Böller-Lärm für sie also viel schlimmer, als für uns Menschen, so können zum Beispiel starke Explosionen von Böllern ihren Orientierungssinn beeinträchtigen oder Schockzustände auslösen. [2 NABU]
Wenn du also ein großes Herz für Tiere hast, dann empfiehlt es sich wirklich dieses Jahr auf Feuerwerk zu verzichten, um mit positivem Beispiel voran zugehen.
Leider bleibt es nicht bei der Lärmbelastung durch Feuerwerkskörper, denn auch rund     4 500 Tonnen Feinstaub werden am 31.12. in die Luft gepulvert, was wiederum etwa 15,5% der jährlich im Straßenverkehr freigesetzten Menge an Feinstaub entspricht. [3 Umweltbundesamt]
An EINEM Abend. Wahnsinn oder? Doch das ist leider immer noch nicht alles, was wir unserer Umwelt an diesem Abend an Schlechtem antun. Die zurückbleibenden Verpackungen bzw. Böllerreste enthalten Chemikalien, die, wenn sie vom Regen- oder Schmelzwasser weggespült werden unsere Böden und unser Grundwasser verschmutzen. [4 NABU]

3. Gesundheitsgefährdung:

Wenn Feuerwerkskörper mit ihrem Feinstaub und den enthaltenen Chemikalien für unsere Umwelt schädlich sind, dann haben sie auf die menschliche Gesundheit ebenfalls keine gute Wirkung. Das Einatmen von Feinstaub beispielsweise hat eine Reihe verschiedener Auswirkungen, die von kurzfristigen Beeinträchtigungen der Atemwege bis zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen reichen. Von den Verletzungen, die sich Menschen jedes Jahr an Silvester zuziehen ganz zu schweigen.
Verbrennungen, Hörschäden oder Augenverletzungen sind am 31.12. in der Notaufnahme Spitzenreiter. [5 Umweltbundesamt]
Wie viele Menschen langfristig gesundheitliche Schäden durch die im Feuerwerk enthaltenen Stoffe, wie z.B. Metallsalzverbindungen, davontragen, wird kaum erforscht und ist weitgehend unbekannt.

4. Ausbeutung in der Produktion

China ist weltweit der größte Produzent von Feuerwerkskörpern, dicht gefolgt von Indien. In beiden Ländern, werden in den Produktionsstätten Kinder beschäftigt, die wiederum lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind, da kaum Sicherheitsbestimmungen existieren oder missachtet werden. Abgesehen von zahlreichen Unfällen, die aufgrund der fehlenden Sicherheitskontrollen geschehen, ist auch der gesundheitliche Allgemeinzustand der Fabrikarbeiter sehr schlecht. Jeder 9. leidet unter Asthma, Tuberkulose oder anderen Atemwegserkrankungen, die durch den direkten Kontakt mit chemischen Substanzen wie Schwefel, Schwarz- und Aluminium-Pulver entstehen. [6 Utopia]

5. Zero Waste Silvester? – Müll am Neujahrstag

Neben der hohen Feinstaubbelastung am Neujahrstag, bleiben auch Unmengen an Verpackungsmüll sowie Böller- und Raketenreste als hässliche Überbleibsel der rauschenden Silvesternacht auf unseren Straßen zurück. 350 Kubikmeter Müll sammelte die Berliner Stadtreinigung am 1.1.2019 ein. [7 bz berlin] Bei einer Tonnen-Größe von 120l, füllt dieser Müll rund 2 900 Mülltonnen.
Zwar droht den Müll-Verursachern in einigen Städten ein hohes Bußgeld von bis zu 100 000€ , wenn sie ihren Müll nicht selbst beseitigen, dennoch lassen sich Müllverursacher in der Silvesternacht nicht so leicht ermitteln, sodass es hier oft an der Umsetzung der Bußgeldregelung scheitert. [8 Stadt Leipzig]

5 Tipps – wie du dein Silvester nachhaltiger gestalten kannst

Nachdem wir dir nun allerhand Gründe genannt haben, weshalb du an Silvester unbedingt auf Feuerwerk verzichten solltest, geben wir dir in diesem Teil des Artikels nun einen positiven Ausblick darauf, wie du deinen Silvesterabend nachhaltiger oder sogar Zero Waste gestalten kannst.

1. Verzicht auf Feuerwerk

Zero Waste Silvester feiern in böllerfreien Stadtgebieten

Tipp Nummer 1 – der Verzicht auf Feuerwerk, liegt ja nun sicherlich auf der Hand, nachdem wir dir ausführlich die negativen Auswirkungen von Böllern & Co. am Silvesterabend geschildert haben. Aber wie lässt sich dieses Vorhaben am besten umsetzen und welche Alternativen zu Feuerwerkskörpern gibt es? Tatsächlich verbieten inzwischen einige deutsche Städte in bestimmten Zonen das private Knallen und Böllern an Silvester, sodass du mancherorts einen entspannten Abend mit weniger Lärm- und Feinstaubbelastung verbringen kannst. Anbei eine kleine Liste deutscher Städte, in denen Gebiete eingerichtet wurden, wo privates Feuerwerk inzwischen verboten ist:

  • Augsburg
  • Bamberg
  • Berlin
  • Braunschweig
  • Dortmund
  • Düsseldorf
  • Freising
  • Fürth
  • Göttingen
  • Hamburg
  • Hannover
  • Ingolstadt
  • Karlsruhe
  • Köln
  • Landshut
  • Lüneburg
  • München
  • Nürnberg
  • Passau
  • Stuttgart
  • Timmendorfer Strand
  • Wiesbaden
  • Würzburg
Feuerwerk Alternativen Zero Waste Silvester
© Schaloko

Alternativen zum Feuerwerk

Kennst du den eigentlichen Grund, weshalb wir an Silvester Unmengen an Feuerwerkskörpern lautkrachend in die Luft schießen? Genau! Unsere Tradition geht auf heidnische Bräuche zurück,  die Silvesternacht war gefürchtet und die Menschen versuchten die Geister und die Dunkelheit, mit viel Lärm, Feuer und Licht zu vertreiben. Basierend auf diesem Brauchtum, fallen uns gleich zahlreiche Feuerwerksalternativen ein, die um einiges nachhaltiger sind, als Feuerwerkskörper.
So kann zum Beispiel eine Feuertonne im Garten die dunkle Nacht erhellen und als Ort zum Verbrennen von vorher geschriebenen Wunschzetteln fürs neue Jahr genutzt werden. In Regionen, wo du dich über weißes Silvester mit Schnee freuen kannst, bietet es sich an, kleine Schneehöhlen zu bauen und diese mit Kerzen zu füllen. Für Kinder kannst du handliche Krachmacher selber herstellen, um die bösen Geister zu vertreiben. Nutzen kannst du dafür alte Blechdosen, die du anschließend mit rohen Erbsen oder Bohnen füllst, um sie zu Rasseln umzufunktionieren. Auch ein Laternen- oder Fackelumzug ist eine tolle Alternative zum Feuerwerk, um Mitternachts das neue Jahr freudig zu begrüßen.

Nutze dein Geld anderweitig

Du verzichtest also dieses Jahr bewusst auf Feuerwerkskörper, sodass du automatisch ein wenig Geld für tolle Projekte übrig hast? Es gibt so viele Aktionen oder Initiativen, denen du dich anschließen kannst und bei denen dein Geld besser angelegt ist, als in einem Einkaufskorb voller Böller.
Beispielsweise rief der Tourismusverband Mecklenburg Vorpommern in den letzten Jahren mit der Aktion „Bäume statt Böller“ zum Kauf von „Waldaktien“ auf, um in den Klimaschutz und die Umweltbildung zu investieren. Eine tolle Idee, die du auch für dich selbst in deinem Garten umsetzen kannst, pflanze am Silvesterabend gemäß dem Motto „Blüten statt Böller“ ein paar Blumenzwiebeln, sodass du dein ganz persönliches Blütenfeuerwerk dann im Frühling erleben kannst.

2. Selbermachen statt Kaufen

Dein nächster Schritt in Richtung nachhaltigem Zero Waste Silvester ist auf jeden Fall der Verzicht auf gekauftes Party-Zubehör, denn vieles davon kannst du ganz einfach selber machen.

DIY „Knallbonbons“

Deine Gäste kannst du dieses Jahr mit selbsgemachten Silvester-Accessoires überraschen. Die traditionellen Knallbonbons, lassen sich nämlich in „nicht-knallender-Form“ ganz leicht selbst herstellen. Was du benötigst:

  • Leere Klopapierrollen
  • Papier für außen, bspw. Zeitungspapier
  • Bänder zum Zuschnüren (z.B. aus alten Stoffresten)
  • Füllmaterial (Laub-Konfetti, Zettel mit schönen Sprüchen, etc.)

Ökokonfetti aus Laub

Zum Befüllen deiner Knallbonbons wunderbar geeignet ist „Ökokonfetti“ aus Laub. Einfach getrocknete Blätter vom Laubbaum aus dem Garten mit dem Locher zu Konfetti verarbeiten und fertig ist dein Ökokonfetti, welches dann sogar biologisch abbaubar ist.

Neujahrs-Orakel – Wachsgießen / Kaffeesatzlesen und DIY Glückskekse statt Bleigießen

Statt gesundheitsschädlichem Bleigießen, empfehlen wir dir Wachsgießen oder Kaffeesatzlesen, um bei deiner Silvester-Party trotzdem in die Zukunft blicken zu können. Für das Wachsgießen, eignen sich besonders gut alte Kerzenreste, die du einfach auf einem Löffel über einer Kerze erwärmst und dann einfach in ein Schälchen mit kaltem Wasser tropfen lässt, so wie beim Bleigießen normalerweise auch.  Wenn du gern bäckst, dann kannst du für deine Silvester-Gäste auch ganz individuelle Glückskekse backen. Ein tolles veganes Glückskeksrezept findest du auf bio-blog.de.

© cottonbro

3. Zero Waste Silvester Party ausrichten

Wenn du dieses Jahr der Gastgeber für die Silvesterparty in deinem Freundeskreis bist, dann versuch dich doch einmal daran, diese so Zero Waste wie möglich auszurichten. Wir haben auch hier wieder einige tolle Tipps für dich:

BYO Geschirr

Etabliere die Regel für deine Gäste à la „bring your own dishes“. Jeder deiner Gäste sollte also sein eigenes Geschirr mitbringen und im Anschluss an die Party auch wieder mitnehmen, um unnötigen Papiertellerbergen vorzubeugen  und dir einen Haufen Abwasch zu ersparen.

Veganes Essen & regional, saisonal

Könntest du dir vorstellen dieses Jahr bei der Wahl deines Silvester-Menüs mal auf Fleisch zu verzichten oder es sogar ganz vegan zu kochen? Viele tolle vegane Rezepte von fingerfood über Fondues bis hin zu Buffets findest du auf veganblatt.com, mit denen du deine Gäste begeistern wirst. Wichtig beim Einkauf deiner Zutaten ist es wie immer darauf zu achten, dass du möglich regional und saisonal kaufst. Jetzt im Winter bietet sich natürlich Wintergemüse wie Wurzeln und Kohl an, einen genauen Überblick findest du im Saisonkalender von regional-saisonal.de.

Sekt

Sicherlich darf bei einer Silvester-Party der Sekt nicht fehlen. Wenn möglich, dann schau auch hier, ob du regionale Alternativen zum herkömmlichen Supermarkt-Sekt mit Plastikkorken vielleicht von einem Winzer aus deiner Region bekommen kannst. Denn, so paradox es auch klingen mag, die Verwendung von echten Korken aus Kork, sichert den Lebensraum von zahlreichen Tierarten in Portugal. Kork wird nämlich aus der Rinde der portugiesischen Korkeiche gewonnen. Die Korkeichenwälder bieten vor allem Vögeln einen sicheren Lebensraum. Die Nutzung von Kork in der Flaschenproduktion sichert also langfristig die nachhaltige Bewirtschaftung der Korkeichenwälder und erhält diese damit. [7 NABU]
Achtest du bei deiner Sekt oder Weinauswahl also auf echte Korken, kannst du unserer Umwelt dadurch doppelt etwas gutes tun.
Die Korken und Korkenkörbchen kann man anschließend wunderbar zum Basteln verwenden.
Als alkoholfreie Sektalternative, die du auch noch selbermachen kannst, empfehlen wir dir Kombucha, der ist jedoch Geschmackssache, entweder du liebst ihn oder du hasst ihn. Zahlreiche tolle Kombucha-Rezepte findest du auf fairment.de.

Nutze so viel Wiederverwendbares, wie möglich

Bei der Deko, den Servietten und auch anderen Partyutensilien, wie Strohhalmen, kannst du auf wiederverwendbare Artikel zurückgreifen, wie Glas- oder Aluminiumstrohhalme, Stoffservietten und Stoffgirlanden.

Reste an Gäste bzw. Foodsharing

Alles, was an Essen übrig bleibt, kannst du deinen Gästen mit nach Hause geben, wenn du ihnen vorab ankündigst, dass sie doch sicherheitshalber ein Transportgefäß mitbringen sollen.
Wenn zu viel übrig bleibt oder deine Gäste die Essensreste nicht mitnehmen wollen, dann ist Foodsharing eine wunderbare Möglichkeit um das Wegwerfen von Essen zu verhindern.

4. Entspannter Abend statt rauschende Party

Für alle, die es lieber gemütlich mögen, empfiehlt sich ein entspannter Silvester-Abend ohne großen Party-Trubel. Wie wäre es denn mit einem entspannten Wellness-Abend gemeinsam mit deinem Partner, an dem ihr euch gegenseitig massiert und verwöhnt?
Wenn du eher auf Aktivität, als Gemütlichkeit schwörst, dann ist eine winterliche Wanderung in der Natur sicher das Richtige für dich, im Idealfall kannst du dich im Anschluss in einer Sauna oder einem warmen Kachelofen aufwärmen. Es gibt noch so viele Möglichkeiten, wie du deinen Silvesterabend anders, als mit einer großen Party verbringen kannst. Hast du selber noch tolle Ideen? Dann hinterlasse uns gern ein Kommentar.

5. Zero Waste Silvester – Grüne Vorsätze fürs neue Jahr fassen

Jedes Jahr aufs Neue fassen wir an Silvester gute Vorsätze fürs neue Jahr, von denen wir, wenn überhaupt nur die Hälfte einhalten. Du hast noch keine guten Vorsätze für 2020? Vielleicht können wir dich mit den folgenden Ideen ein wenig inspirieren und vielleicht, vielleicht, setzt du einen dieser grünen Vorsätze im neuen Jahr, ja tatsächlich um?

  1. Zu einem Ökostromanbieter wechseln
  2. Leitungswasser trinken
  3. Weniger Fleisch essen
  4. Weniger heizen
  5. Den eigenen CO2-Abdruck reduzieren
  6. Plastikmüll reduzieren
  7. Regional & saisonal essen
  8. Mehr verzichten oder selber machen statt kaufen

In diesem Sinne wünschen wir euch eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten, nachhaltigen Rutsch ins Jahr 2020!

again. - nachhaltige Mode

Nachhaltig und sexy – die Zukunft unserer Mode

Gastbeitrag: Johannes Schramm von again.

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Ich freue mich auf die Zukunft. Zwar schreitet der Klimawandel voran und unsere Erde erwärmt sich immer stärker, trotzdem bin ich gespannt, welche Lösungen wir finden, um diese Entwicklung aufzuhalten. Unsere Wirtschaft muss sich weiterentwickeln und Innovationen auf den Markt bringen, die eine Veränderung bewirken.

Für die Modebranche gründe ich den concept-store again. in Leipzig.
again. verfolgt das Ziel unseren Modekonsum ganzheitlich nachhaltig zu gestalten. Wir vermieten angesagte, ökofair produzierte Kleidung und bauen somit die sharing economy aus und vertreten eine Zero Waste Philosophie.

Eins ist uns klar: der Modemarkt ist übersättigt und der Verkauf von konventionell produzierter Kleidung verstärkt Umwelt- und Sozialprobleme. Es wird nur möglich sein die Zukunft positiv zu gestalten, wenn sich zusehends mehr nachhaltige Angebote auf dem Markt etablieren.

Wie Modekonsum heute aussieht und welche Auswirkungen das hat

Schauen wir uns den Bereich Mode an. 60 neue Kleidungsstücke kauft jede/r Deutsche im Jahr.[1] Vier mal werden sie durchschnittlich getragen, 20 Prozent sogar nie.[2] Die Zahlen sind bedenklich, denn die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Produktion von Kleidung sind gravierend:

again. - vermietet nachhaltige Mode
© Birk Possecker
  • Die Herstellung von zehn Jeans benötigt 272kg CO2 und damit genau soviel wie ein Flug von Berlin nach München.[3] Die Treibhausgas-Emissionen der Textilproduktion sind höher, als die der Luft -und Schifffahrt zusammen.[4] Von 2011-2030 wächst dieser Ausstoß voraussichtlich um 60 Prozent.[5]
  • Die Modeindustrie verbraucht außerdem 10 Prozent des industriell genutzten Wassers weltweit.[6] Dieser Wert wird sich bis 2030 um 50 Prozent erhöhen.[7]
  • 5,7 Prozent aller Pestizide wurden 2014 in der Modeindustrie verbraucht.[8] Für den Anbau und die Produktion eines T-Shirts aus Baumwolle (200g) werden ca. 185g Chemikalien verwendet.[9]
  • Die tatsächlich gezahlten Löhne von Textilarbeiter*innen liegen oftmals unter dem Mindestlohn. Dabei deckt selbst dieser nicht einmal die Lebenshaltungskosten. In Bangladesch gilt ein Mindestlohn von 85€, der tatsächliche Lohn von Befragten lag bei 46€. Ein existenzsichernder Lohn würde 173€ betragen.[10]
  • Zwischen 2012-2017 starben mindestens 1601 Textilarbeiter*innen.[11] Ca. 1,4 Millionen Verletzungen gibt es in Fabriken pro Jahr.[12]
again. - vermietet nachhaltige Mode
© Birk Possecker

Mittlerweile existieren unzählige Dokumentarfilme, die die Produktion von Kleidung thematisieren. Sie alle erzählen eine Geschichte – die von Armut, Ungerechtigkeit, ökologischen Katastrophen. Dass Kleidung so schnell neu gekauft und gleichzeitig so selten getragen wird maximiert den Wahnsinn der sozial unverträglichen, ökologisch vernichtenden Produktion noch. Doch wer trägt dafür die Verantwortung? Können wir als Verbraucher etwas gegen Fast-Fashion tun? Oder werden schnelllebige Trends nur produziert um unsere Nachfrage nach billiger Kleidung zu bedienen?

Die Frage der Verantwortung – Unternehmen vs. Verbraucher

Das Bewusstsein um die Themen faire Löhne, gerechte Arbeitsbedingungen und den Klimawandel ist vorhanden. Der Kaufanteil von nachhaltiger Kleidung wird trotzdem nur auf 4-5 Prozent geschätzt.[13] Es scheint als ob lieber weiter billig und schnell neue Mode gekauft wird ohne auf die verheerenden Folgen zu achten. Oft sind die Orte der sozialen und ökologischen Katastrophen im Moment der Kaufentscheidung zu weit weg. Der Drang nach Neuem, das Verlangen nach kurzlebigen Trends und dem ständigen Sich-Neu-Erfinden lässt uns oft vergessen wofür wir unser Geld ausgeben. Jede*r von uns trifft im Moment des Kaufs eine aktive Entscheidung – für gerechte Löhne und eine ökologische Produktion oder für Armut und ökologische Schäden.  

again. - zero waste fashion
© Birk Possecker

Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Denn auf der anderen Seite bietet uns die Fast-Fashion-Industrie ein völlig veraltetes Geschäftsmodell und trägt damit zu Umweltzerstörung, Ressourcenverschwendung und massiver sozialer Ungerechtigkeit bei. Während der Markt mit Kleidung übersättigt ist, werden immer schneller neue Trends erfunden und Kollektionen entworfen mit dem Ziel, noch mehr Kleidung zu verkaufen und den Umsatz zu steigern. Allein zwischen 2000-2015 hat sich die Bekleidungsproduktion auf 100 Milliarden Stück[14] mehr als verdoppelt.[15] Produziert und angeboten wird Kleidung so günstig, wie möglich – damit wir davon so viel, wie möglich kaufen können. Oftmals geht das einher mit ungerechten Löhnen, unsicheren Arbeitsbedingungen und ökologischen Schäden. Wir werden mit einem zutiefst unnachhaltigem Angebot konfrontiert. Und je mehr Kleidung wir kaufen, desto seltener können wir sie im Schnitt tragen. Die eingesetzten Ressourcen in der Produktion lohnen sich kaum. Außerdem findet ein vollständiges Recycling bei weniger als einem Prozent aller Kleidungsstücke statt und so entstehen riesige Mengen an Müll.[16] Die Modeindustrie muss endlich einen Weg finden diese negativen Folgen ihres Handelns zu bekämpfen. Das geht nur mit neuen innovativen Geschäftsmodellen, die unseren Konsum nachhaltig umgestalten.

Nachhaltige Mode – Was wir tun können

Wir alle sind also gefragt Mode nachhaltig und zukunftsfähig zu machen. Unser Drang nach schöner Kleidung und neuen Outfits ist aber im Moment kaum mit dem Angebot, dass die Modeindustrie uns bietet, zu vereinen. Wie können wir es also schaffen unsere liebsten Outfits zu tragen und bei Bedarf auch mal etwas Neues zu holen? Wie können wir unsere Individualität ausdrücken mit einzigartigen Styles und mit einem guten Gewissen?

Es gibt einige Möglichkeiten zu handeln. An erster Stelle steht der bewusste Umgang mit Kleidung. Wir müssen lernen zu verstehen, welche Arbeit in einem Kleidungsstück steckt und woher die Materialien stammen. Nur wenn wir die Hintergründe der Produktion kennen, können wir entscheiden, was wir wirklich kaufen wollen.

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© Birk Possecker

Stichwort kaufen. Kleidung neu zu kaufen darf allgemein stärker hinterfragt werden. Brauche ich wirklich den neuen Sweater? Kann ich mit meinen Freund*innen eine Kleidertauschparty veranstalten? Gibt es das Teil nicht auch second-hand? Kann ich es vielleicht sogar irgendwo mieten? Und wenn ein Neukauf nötig ist, dann das nächste mal lieber aus ökofairer Produktion.

Angebote für nachhaltige Mode nutzen – und fördern

Es ist zwar nicht immer leicht Kleidung nachhaltig zu konsumieren. Doch wir können unser Bewusstsein dafür schärfen. Im zweiten Schritt folgt dann die Wahl der Konsumform. Hier gibt es immer mehr nachhaltige Angebote. Vom Online-Shop Avocadostore über Stores wie Greenality und Loveco hin zu den Mietangeboten der Kleiderei, stay awhile und RE-NT hat sich viel getan. Es sind inzwischen unzählige Brands zu finden, die nicht nur fair und ökologisch nachhaltig produzieren, sondern auch unglaublich heiße Mode designen.

Wenn du also in Zukunft Lust auf etwas neues hast, dann schau mal nach, ob du das nicht auch nachhaltig bekommst. Damit setzt du ein Zeichen gegen Fast Fashion und förderst nachhaltige Angebote. Und garantiert wirst du dabei etwas Tolles finden.

Das Mietkonzept für nachhaltige Mode von again. – fair und innovativ

An Herz legen kann ich dir jedenfalls das Angebot von again. Hier bekommst du echte Highlights, kannst sie austauschen und dir Neues holen, wann immer du möchtest. Du musst deine Kleidung nicht mehr kaufen und trägst trotzdem immer das perfekte Outfit. again. ist dein großer, wunderschöner Kleiderschrank, der dir immer offen steht. Du teilst dir die Kleidung mit anderen Menschen. Das sorgt für eine Verlängerung der Lebensdauer der Kleidung und schont damit die Ressourcen der Umwelt. Und du kannst dir die schönsten Teile aussuchen und mit Herz und Stolz tragen solange du möchtest. Mit einem guten Gewissen, und dem Bewusstsein nachhaltigste*r Fashionista der Stadt zu sein. Das ist „the future of fashion“.

Wir brauchen in Zukunft mehr solcher Angebote – damit die Produktion von Kleidung endlich sozial und ökologisch gerecht abläuft. Ziel muss es sein, Kleidung so lange wie möglich zu tragen und damit weniger Müll zu produzieren. Langfristig ist es notwendig Kleidung in Kreisläufen zu halten und immer wieder zu recyceln. So werden die eingesetzten Ressourcen in der Produktion minimiert und ganz nebenbei entsteht im besten Fall: Zero Waste.


[1] McKinsey & Company (2016), Style that’s sustainable: A new fast- fashion formula. Von Nathalie Remy, Eveline Speelman, and Steven Swartz, October 2016
[2] Enorm Magazin, 02/2018, S. 83
[3] Christliche Initiative Romero, Fast Fashion, Teil 3: Die Folgen in Zahlen, (2019), Zugriff am 03.12.2019
[4] Ellen MacArthur Foundation, A new textiles economy: Redesigning fashion’s future, (2017), 3, Zugriff am 03.12.2019
[5] Global Fashion Agenda & The Boston Consulting Group, Pulse of the Fashion Industry, (2017), 10, Zugriff am 18.03.2019
[6] Schätzung und Berechnung von Common Objective in Bezug auf Daten von AQUASTAT 2010, Measuring Fashion‘s Ecological Footprint, (08. Juni 2018), Zugriff am 18.03.2019
[7] Global Fashion Agenda & The Boston Consulting Group (2017), op. cit.
[8] Common Objective, “Measuring Fashion‘s Ecological Footprint“, (08. Juni 2018), Zugriff am 18.03.2019, Basierend auf Pesticide Action Network UK, “Is Cotton Conquering its Chemical Addiction. A review of pesticide use in global cotton production.“ (Oktober 2017), Zugriff am 18.03.2019
[9] Christliche Initiative Romero (2019), op. cit.
[10] Christliche Initiative Romero (2019), op. cit.
[11] Christliche Initiative Romero (2019), op. cit.
[12] Common Objective, „Death, Injury and Health in the Fashion Industry”, (o. J.), Zugriff am 18.03.2019, Basierend auf Global Fashion Agenda & The Boston Consulting Group, „Pulse of the Fashion Industry“, (2017), Zugriff am 18.03.2019
[13] Deutschlandfunk Nova, Nachhaltige Mode: Anspruch und Kaufverhalten klaffen auseinander, (2019), Zugriff am 03.12.2019, .
[14] McKinsey & Company, (2016), op. cit.
[15] Greenpeace, Konsumkollaps durch Fast Fashion, (2017), Zugriff am 05.12.2019
[16] Ellen McArthur Foundation, (2017), op. cit.

Zero Waste Weihnachten

Zero Waste Weihnachten – geht das?

Weihnachten, kommt alle Jahre wieder und bringt leider nicht immer nur schöne Gefühle mit sich. Denn gerade wenn man selbst versucht einen nachhaltigeren Lebensweg zu gehen, kann man in dieser Zeit besonders bei Familie und Co. vermehrt auf Widerstand treffen.
Zero Waste Weihnachten? Geht das überhaupt und was sind die wichtigsten Dinge auf, die du achten kannst?

Wie du dem Konsumwahnsinn an Weihnachten liebevoll entgegenwirken kannst, um ein Stück weiter in Richtung Zero Waste Weihnachten zu rücken und vielleicht sogar das ein oder andere Familienmitglied vom nachhaltigen Lebensstil mitzubegeistern, liest du in unserem heutigen Artikel.

Inspirieren statt Missionieren –
Unsere Zero Waste Weihnachten – Tipps

Bevor es losgeht, möchten wir noch ein paar Worte über derlei Tipps und, was vielleicht der ein oder andere Mensch jetzt erwarten könnte, verlieren:
Grundsätzlich gilt: Jeder Mensch ist unendlich individuell, genauso wie jede Familie.

Wir können folgende Dinge nicht für dich tun:

1. Jede nur erdenkliche Möglichkeit aufzählen für ein Zero Waste Weihnachten.
2. Eine allgemeingültige Lösung vorstellen, mit der du deine Familie überzeugst, ebenfalls ein nachhaltigeres Weihnachten zu verbringen, denn die gibt es nicht.

Was wir aber stattdessen tun können ist:

1. Dir Ideen geben, was du tun kannst und dir zeigen, wo du noch mehr davon findest
(Bsp.: Mygreenhomemag , Pinterest etc.)
2. Dir von unseren Erfahrungen berichten.
3. Dir die Möglichkeit geben, dich in unserer Instagram-Community mit Anderen auszutauschen und dort auch deine eigenen Ideen zu teilen.

Ein Grundsatz, den wir an Weihnachten (und auch im Rest des Jahres) verfolgen ist: Inspirieren statt Missionieren. Indem wir vorleben, was wir für richtig halten und auf Nachfrage auch offen darüber sprechen, konnten wir schon die eine oder andere Person in unserem Umfeld zum Nachdenken anregen.
Natürlich sprechen wir manche Dinge auch mal direkt an, ohne erst extra danach gefragt zu werden, aber wir versuchen dies immer möglichst freundlich zu tun, um unser Gegenüber langsam für das Thema Nachhaltigkeit zu öffnen.

Zero Waste Weihnachtsgeschenke – Was soll ich mir wünschen?

Wenn dieses Jahr wieder die Frage nach den Geschenken kommt, haben wir folgende 1. Idee für dich: Überlege dir schon vorher, welche nachhaltigen Dinge dir Freude bereiten würden, wünsche dir diese und erklär auch gleich noch, wieso du gerade diese gerne haben möchtest.
Am besten verwendest du bei deiner Erklärung sogenannte „Ich-Sätze“, damit sich dein Gegenüber nicht von dir belehrt fühlt.

Bsp.: „Ich wünsche mir dieses Jahr ein Buch, wie man Haushaltsreiniger selber macht, weil ich gerne weniger Chemikalien in meinem Haushalt verwenden würde.“ Oder „Ich wünsche mir eine Brotbox aus Edelstahl weil, darin mein Brot nicht mehr den Geschmack des Plastiks annimmt.“

Aber bleiben wir mal bei dem Thema: Welche nachhaltigen Dinge kann ich mir zu meinem Zero Waste Weihnachten wünschen und wie bringe ich das meiner Familie bei?
Diese Frage ist zum Einen eigentlich sehr einfach, zum Anderen auch gar nicht so leicht zu beantworten, denn sie ist extrem individuell!

1. Überlege dir: Was brauchst du?
Vielleicht bist du erst Zero Waste Anfänger*in, dann fehlen dir vielleicht ein paar Dinge zur Grundauststattung, die du gerne hättest. Mach dir davon eine Liste und suche dann in deiner Umgebung oder online nach Produkten, die dir zusagen. (Bsp.: Haarwaschseife/festes Shampoo, Edelstahldosen/-strohhalme, einen nachhaltigen Kalender, ein Buch zum Thema ZW etc.)

Falls du diesbezüglich schon alles hast, wünsche dir Zeit! Mein Papa hat sich dieses Jahr genau das von mir gewünscht, indem er sagte: „Das Einzige, was ich mir von dir wünsche, ist ein Tag mit dir, egal ob wir Bummeln gehen, was Essen oder in die Sauna, ich möchte einfach Zeit mit dir verbringen.“ Wenn du das so sagst, dann geht wahrscheinlich den meisten Menschen das Herz auf. Mir ging es zumindest so. :)

Es macht wirklich Sinn genau zu recherchieren, welches Produkt du haben möchtest, denn so ist es auch für deine Verwandten leichter dem nachzukommen, wenn sie genaue Vorgaben haben.

2. Formuliere deinen Wunsch nachvollziehbar
Am Besten formulierst du deinen Wunsch so, dass die schenkende Person auch gut nachvollziehen kann, wieso dir dieser Wunsch wichtig ist: „Ich wünsche mir dieses Jahr ein Buch wie man Haushaltsreiniger selber macht, weil ich gerne weniger Chemikalien in meinem Haushalt verwenden würde.“

3. Thema Süßigkeiten
Manche Verwandte möchten unbedingt auch etwas Süßes schenken. Du kannst sie dann entweder bitten, etwas selbst zu machen und dir in einer hübschen Dose zu schenken (die kannst du im Zweifelsfall auch weiterverschenken, oder du suchst nachhaltige Süßigkeiten raus, die dir schmecken und von denen du ihnen vorschwärmst. :)
Bsp.: „Oh man diese Schokolade aus unserem Unverpackt Laden ist so lecker! Wenn du mir was Süßes schenken willst, dann bitte nur noch die, die ist einfach so gut!“ (Es gibt übrigens auch Schokolade, die in kompostierbare Folie verpackt ist. Nicht die beste Lösung aber besser als einzeln eingeschweißte Süßigkeiten oder ähnliches allemal.

4. Die Verpackung
Du kannst auch immer nochmal ganz klar sagen, dass du dir wünschst, dass deine Geschenke, nicht in Plastik eingepackt werden, da du gelesen hast, dass das sehr ungesund ist, weil das Plastik auch in unseren Körper gelangt. (Natürlich gibt es noch mehr Argumente wie den Umweltaspekt, aber von dem fühlen sich viele einfach nicht so sehr betroffen)

Je nachdem, wie offen deine Familie ist, kannst du natürlich noch viel mehr sagen, wie z.B. dass deine Geschenke auch gern 2nd Hand sein dürfen, bitte möglichst regional produziert oder vegan sein sollten. Überleg dir einfach, was dir besonders wichtig ist und teile das deiner Familie auch auf freundliche Weise mit.

Auch wenn wir wissen, dass es immer Menschen geben wird, die auf den zu Beschenkenden keine Rücksicht nehmen wollen, wir hoffen, dass dir diese 4 Punkte etwas helfen konnten und du damit wirklich nur die Dinge bekommst, die du dir wünschst.

Zero Waste Weihnachtsgeschenke
© Luzie Liz

Zero Waste Weihnachtsgeschenke – Was schenke ich meiner Familie und Freunden?

Sicher ist es dir auch wichtig, dass die Geschenke für deine Liebsten so Zero Waste, wie möglich sind und du ihnen dadurch gleichzeitig einen nachhaltigeren Lebensstil liebevoll vermitteln kannst.
Auch hier gibt es natürlich wieder unglaublich viele Möglichkeiten, abhängig von Alter, Vorlieben, Bedürfnissen, Umgebung, dem eigenen Budget und Co., deshalb halten wir diese Tipps auch sehr allgemein.

1. Zeit schenken:
Für uns persönlich ist Zeit immer das schönste Geschenk. Das kann ein Kinobesuch, ein Picknick, ein Saunaabend, gemeinsam Kochen oder Ähnliches sein.
Wenn du nicht ganz mit „leeren Händen“ dastehen möchtest, kannst du passend zum Thema auch noch etwas Nachhaltiges dazu schenken.
Entscheidest du dich zum Beispiel für einen gemeinsamen Kochabend als Geschenk, könntest du eine selbstgemachte Gewürzmischung in einem hübschen Glas verschenken. Für ein gemeinsames Picknick mit Freunden, könnte ein Edelstahlbehälter/-flasche für die Snacks eine tolle Geschenkidee sein.

2. Was wird wirklich benötigt? – das perfekt zugeschnittene Geschenk
Wenn du doch lieber etwas Materielles und Nachhaltiges schenken willst, solltest du dir vorher immer erstmal überlegen, was diese Person WIRKLICH gebrauchen könnte und welche nachhaltige Alternative dafür gut geeignet wäre. Wenn der zu Beschenkende gern Cocktailparties veranstaltet, sind sicherlich einige Glas-/Edelstahlstrohhalme, sowie nachhaltig produzierte Zutaten für die Cocktails ein wunderbares Geschenk.

3. Second Hand Verschenken
Für die Kleinsten etwas zu finden, ist es wahrscheinlich noch am Einfachsten, denn hier gibt es tolle Bücher, Kleidung, CDs, DVDs etc., die du 2nd Hand  kaufen kannst. (Auch zum Thema Nachhaltigkeit gibt es schöne Kinderbücher z.B. „Plastian – der kleine Fisch“)

4. Wissen Verschenken
Allgemein kannst du natürlich auch immer Bücher oder DVDs zu dem Thema Nachhaltigkeit schenken. Hier kann es aber schnell passieren, dass sich die beschenkte Person belehrt fühlt und sich das jeweilige Geschenk dann überhaupt nicht mehr ansieht. Es macht also Sinn, hier wirklich mit Bedacht auszuwählen.

5. Zero Waste Weihnachtsgeschenke selber machen
Du kannst übrigens auch deiner gesamten Familie eine nachhaltige Freude machen, indem du z.B. das Festtagsessen übernimmst und es nachhaltig gestaltest. Auch das Selbermachen von Geschenken bietet dir unglaublich viele Möglichkeiten deine Liebsten nachhaltig zu Beschenken. Selbstgemachte Bienenwachstücher, die sie in der Küche als Ersatz für Frischhaltefolie verwenden können, ist nur eine von tausenden Ideen, die du umsetzen kannst.

6. Für einen guten Zweck Spenden
Inzwischen gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten statt eines Materiellen Geschenks, gezielt Geldspenden für gemeinnützige Organisationen zu verschenken. Ist der zu Beschenkende beispielsweise sehr tierlieb, kannst du zum Beispiel eine Tierpatenschaft verschenken. Aber auch Aufforstungsprojekte, bei denen du Bäume verschenken kannst oder Spenden für Organisationen, die sich mit der Reinigung unserer Ozeane auseinandersetzen, sind tolle Ideen, um deine Liebsten nachhaltig zu beschenken.

Falls du noch mehr Zero Waste Weihnachtsgeschenk-Ideen hast, schreib sie gerne unten in die Kommentare!

Zero Waste Geschenkverpackungen

Zero Waste Weihnachtsgeschenkverpackungen

Wenn du dann alle deine Zero Waste Weihnachtsgeschenke beisammen hast, stellt sich natürlich die Frage, wie werden die Geschenke nun verpackt ohne unnötig Müll zu produzieren?

Hier gibt es wieder unzählige Möglichkeiten, von denen wir dir gern 5 vorstellen möchten. Wenn du noch eine besonders schöne Idee hast, schreib sie gerne in die Kommentare!

1. Zeitungspapier – das sieht besonders aus, ist mehr oder weniger kostenlos und passt selbst um das größte Geschenk

2. Stoffreste – funktioniert im Grunde genauso, wie das Zeitungspapier und kann sogar immer wieder verwendet werden.

3. Hals-/Geschirrtücher – das macht nur Sinn, wenn der Beschenkte da noch einen Mangel hat oder leidenschaftlich Halstücher trägt ;)

4. Alte Kinderzeichnungen – diesen Tipp haben wir von einer unserer treuen Instagram FollowerInnen erhalten, oft bringen Kinder im Laufe ihrer Kindergartenzeit sehr viele Kunstwerke mit, die auf Dauer nur verstauben, so bekommen sie nochmal einen schönen Sinn.

5. Baumwollsäckchen – der Vorteil an diesen ist, dass man sie auch immer wiederverwenden kann, im Zweifelsfall auch beim Einkaufen.

Wenn du einen der Tipps zu Weihnachten umsetzt, schick uns gern ein Foto davon! Wir freuen uns immer, wenn wir sehen, dass unsere Ideen auch umgesetzt werden. :)

Zero_waste_Weihnachtsbaum
© Irina Iriser

Zero Waste Weihnachtsbaum, Adventskranz & Deko

Eine häufige Frage, die im letzten Jahr in unserer Instagram Community aufkam, war auch, wie du Weihnachtsbaum, Adventskranz und Deko nachhaltig gestalten kann.

Grundsätzlich müssen wir leider sagen, echte Weihnachtsbäume sind, wenn sie nur für ein paar Wochen in der Wohnung stehen, um danach entsorgt zu werden, nicht wirklich nachhaltig. Denn hier wird ein Baum großgezogen, nur um gefällt zu werden.
Zum Glück gibt es auch wieder zahlreiche Alternativen, die du für dein Zero Waste Weihnachten nutzen kannst.
Vor kurzem erreichte uns der Hinweis auf ein wunderbares StartUp aus dem Raum Leipzig und Dresden: Baumkind bietet lebende Weihnachtsbäume im Topf an, die nach dem Weihnachtsfest wieder abgeholt und zur Aufforstung genutzt werden.

Aber es gibt noch mehr Möglichkeiten: Vom selbstgemachten Baum aus Holz von @rooferdaddy, über einen Filzbaum, den du an die Tür hängen kannst, gibt es nahezu alles, was man sich (nicht) vorstellen kann.
Damit du die für dich perfekte Alternative findest, empfehlen wir dir mal DIY Weihnachtsbaum/Christmastree bei Pinterest einzugeben.
Dasselbe kannst du übrigens auch für Adventskränze, -kalender oder Deko machen. :)

Was wir uns allerdings auch gefragt haben, als wir eure Nachrichten gelesen haben: Kauft ihr jedes Jahr neue Deko?
Vielleicht ist das der erste Schritt zu einer nachhaltigeren Gestaltung deiner weihnachtlichen Wohnung: Das verwenden, was schon da ist und nicht erst neue Weihnachtsdeko kaufen.

Bei Deko, kannst du auch viele schöne Dinge aus der Natur nutzen, wie z.B. Holz, Tannenzapfen, Nüsse etc.

Hast du Lust uns von deinem diesjährigen nachhaltigen Weihnachts-DIY-Projekt zu berichten? Wir freuen uns über deine Kommentare.

Zero Waste in der Schule

Zero Waste in der Schule, in der Uni oder im Büro

Passend zum Schulanfang findest du hier Tipps wie du Zero Waste in der Schule umsetzen kannst. Aber auch für Studenten und Angestellte in Büros, haben wir ein paar Tipps zusammengetragen, auf die ihr gespannt sein könnt.

Nachhaltige Schreibsachen

Wir haben euch letzte Woche gefragt, wofür ihr besonders Alternativen in der Schule benötigt. Und was macht ihr in der Schule am meisten? Schlaf…- NEIN ! ;) Natürlich, „Schreiben“.

Zero Waste Schule

In Schule und der Uni, aber manchmal auch im Büro, müssen wir jeden Tag viel schreiben und das verbraucht einiges an Papier. Es gibt, zwei Möglichkeiten, die dir diesbezüglich helfen können, weniger Müll zu produzieren und auch in der Schule auf Zero Waste zu achten.

  1. Auf einem Tablett schreiben.
    Mittlerweile gibt es viele gute Tabletts, dazugehörige Stifte und Apps, die dir das handschriftliche Notizen machen so einfach ermöglichen wie mit Papier. Nebenbei hast du oft auch noch andere Möglichkeiten, um deine Notizen gut zu organisieren und du sparst dir schweres Tragen von Skripten, Arbeitsblättern und Co.
    Natürlich heißt, das nicht, dass sich jetzt jeder ein nagelneues Tablett oder einen Laptop kaufen soll, im Gegenteil, oft gibt es ja im Haushalt schon eins und wenn nicht, gibt es viele gebrauchte Geräte.
    Auch, was die Energiebilanz angeht, sparst du Einiges, denn, wo bei Papier, das Waschen und Aufbereiten, Transportieren dazu kommt, musst du das Tablett nur regelmäßig aufladen (am besten natürlich mit Ökostrom) werden. Uns ist natürlich bewusst, dass auch hier Ressourcen verbraucht werden, doch ganz ohne geht es leider nicht.

    2. Schreiben auf Recyclingpapier
    Wer mit dem Schreiben auf einem Gerät nichts anfangen kann oder es nicht verwenden darf (z.B. in der Schule), kann auch weiterhin bei Papier bleiben, hier ist die nachhaltigste Form das Recyclingpapier, so müssen keine Bäume gefällt werden und auch nach dem Benutzen kannst du es wieder dem Recyclingkreislauf zuführen.
    Besonders wichtig ist auch, dein Papier sinnvoll zu verwenden. Das bedeutet nicht, dass du nur noch winzig schreiben sollst, sondern eher, dass du immer Vorder- und Rückseite verwendest. Dasselbe gilt natürlich auch für Karteikarten.

Nicht so nachhaltig wiederum, aus unserer Sicht, ist das Laminieren von Papier. Zwar kannst du dieses immer wieder verwenden, aber am Ende fällt hier auf Dauer wieder Plastikmüll an, der der Umwelt langfristig schadet und nicht einmal gut recyclebar ist, aufgrund der Verschmelzung von Papier und Plastik.

Was ist denn deine bevorzugte Art um Dinge aufzuschreiben?
Für mich (Inga) ist es mein Handy für Notizen unterwegs, aber auch vor allem Recyclingpapier aufgrund der Haptik.

Im Studium ist das Tablett meine Wahl Nr. 1 insbesondere für Skripte, da ich mir so das Ausdrucken und Schleppen sparen und direkt auf dem Gerät Notizen und Markierungen vornehmen kann.

Nachhaltige Füller/Kugelschreiber

Eine weitere Frage, die ihr uns oft gestellt habt ist:

Wie kann ich Kugelschreiber ersetzen und wie bekomme ich meinen Füller nachhaltiger?

Frage aus der Zero Waste Community

Das Schöne ist, wir haben für beide Fragen dieselbe Antwort. :)

Sie lautet: Tintenkonverter
Ein Tintenkonverter ist eine nachfüllbare Patrone, die du ganz einfach mit einem Tintenfass wieder neu befüllen kannst, so kann sie immer wieder verwendet werden.

Auch eine Möglichkeit ist, eine leere Patrone mit einer Spritze aufzufüllen, das sollten Kinder aber niemals alleine machen!
Tintenkonverter und Tintenfässer gibt es in vielen gut sortierten Schreibwarenläden und natürlich auch online.
Und für alle, die gerne einen Kugelschreiber verwenden und jetzt noch nicht so ganz den Bezug zum Tintenkonverter sehen: Es gibt mittlerweile auch einige Tintenroller, die man mit Patronen bestücken kann aber genauso angenehm übers Papier gleiten wie ein Kugelschreiber.

Woher bekomme ich nachhaltige Schreibwaren?

Da wir nicht auf alles Einzeln eingehen können, nennen wir dir im Allgemeinen Anlaufstellen für nachhaltige Schreibartikel. Hier eine kleine Liste mit möglichen Online-Shops:

1. Schreibzeug von Mit Ecken und Kanten
Hier bekommst du Einiges für die Schule Hefte, Kalender etc. alles leicht unperfekte Produkte, die einwandfrei nutzbar sind, aber nicht verkauft werden können.

2. memo.de eine Webseite, die komplett auf nachhaltige Büroartikel ausgelegt ist. Hier findest du wirklich alles. Allerdings Achtung: Nicht alles ist 100% müllfrei und du hast eine große Auswahl zwischen verschiedenen Produkten, die die verschiedensten Nachhaltigkeitsaspekte bedienen. Zu jedem Produkt gibt es auch eine Übersicht, was genau dieses nachhaltig macht, sodass du dort gute Anhaltspunkte findest.

Und noch ein kleiner Hinweis:
Auch wenn Papier eine schlechtere Ökobilanz als Plastik hat in Bezug auf den Energieverbrauch, es ist dennoch besser Recyclingpapier zu verwenden (z.B. bei Heftumschlägen, Ordnern etc.), als Plastik zu kaufen. Denn Plastik bleibt der Welt ewig mit all seinen negativen Aspekten erhalten.

Klassen-T-Shirts nachhaltig Drucken

nachhaltige Mode Wijld

Pro-Tipp für die Abschlussklassen, die T-Shits bedrucken wollen:
Viele Abschlussklassen und Co. brauchen einheitliche Kleidung, die sie repräsentieren kann.
Oft werden dafür billige Shirts und Co. bedruckt, die weder sozial noch ökologisch nachhaltig sind. wijld macht das anders.

Ihre Produkte werden nicht nur fair und komplett in der EU produziert, sondern sie sind auch nachhaltiger als Baumwoll/Polyester Textilien, da sie aus einem anderen Material bestehen – nämlich Holz.

Bevor du jetzt Sorge hast, dass dafür alle Wälder der EU gerodet werden:
So ist es nicht!
Es wird immer mehr gepflanzt, als abgebaut. Das Holz stammt aus zertifizierter nachhaltiger Forstwirtschaft in Österreich und Deutschland.
Die Produkte zeichnen sich durch enorme Robustheit/Langlebigkeit und gleichzeitig angenehmen Tragekomfort aus.
Weiterhin wirken sie atmungsaktiv und antibakteriell (vermindern also unangenehme Gerüche).
Und im Vergleich zu Baumwoll-Tshirts, spart man mit einem wijld Shirt 1000l Wasser, 150ml Chemikalien und 600g CO2.

Solltest du also mal überlegen Shirts und Co. für euch bedrucken zu lassen, ist wijld definitv eine nachhaltige Anlaufstelle.

Hast du noch Tipps, um deinen Schulalltag nachhaltiger zu gestalten? Dann schreib es in die Kommentare damit wir alle etwas davon haben.

1 Jahr Zero-Waste-Deutschland.de

Vor einem Jahr begann alles

Am 23.07.2018 starteten Hanna und Ich „Zero Waste Deutschland“, mit der Intention mehr Menschen kostenlosen Zugang zum Thema Zero Waste zu geben, sodass wir ihnen Zeit und Rechereaufwand ersparen können.

Wir wollten zeigen, dass ein müll-ärmeres Leben günstiger und leichter sein kann.

Wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie der Account durch die Decke ging und auch die Webseite, die wenige Wochen später online ging, ist bis heute gut besucht.

Veränderungen bei Zero Waste Deutschland

Heute ist Hanna zwar, aus persönlichen Gründen nicht mehr bei ZWD, doch ohne Sie hätte es dieses Projekt niemals gegeben! Denn Sie war es, die die Idee mit der Plattform hatte, die es Menschen erleichtern sollte in das ZW- Leben einzusteigen.

Jetzt bin ich, Inga, zwar erstmal alleine, aber dennoch hochmotiviert, und bestrebt Zero Waste Deutschland noch Informativer für dich und andere Menschen zu gestalten.

Ich plane weitere E-Books, Workshops und auch noch regelmäßigere Artikel hier auf der Webseite. Du darfst also gespannt sein.

Wenn viele Menschen, viele kleine Dinge tun …

Ich bin so glücklich darüber, dass hier eine Community entstanden ist, die in den allermeisten Fällen konstruktiv und wertschätzend ist.

Das ist, leider, nicht selbstverständlich und umso dankbarer bin ich, dass ZWD eine Möglichkeit bietet zum angstfreien Austausch!

An dieser Stelle, erneut, ein riesiges Dankeschön an jede*n Einzelne*n!

3 Dinge

Zur Feier des Tages gibt es heute auch 3 Neuigkeiten/Überraschungen.

  1. für dich als Teil der Community
  2. für die Welt, unser Zuhause
  3. für Zero Waste Deutschland selbst

No. 1 ZWD Community auf Slack

Ab heute gibt es die Möglichkeit dich mit anderen aus der ZWD Community zu vernetzen und zwar über die Webseite/App Slack.

Dort kannst du dich mit anderen austauschen, zu bestimmten Themen Ideen und Tipps teilen und lokal andere Zero Waste Interessierte finden.

Denn du bist nicht allein!

So geht’s:
Folge dem Link und du wirst zur Anmeldung weitergeleitet.

Die Anmeldung funktioniert am PC oder via App (Slack) und benötigt lediglich deinen Namen und eine Mail Adresse.

No. 2 ZWD ist klimaneutral!

PCs, Instagram oder Zugreisen für Vorträge und Co. – all das ist notwendig für die Arbeit von Zero Waste Deutschland aber verursacht dennoch CO2.

Dem soll jetzt entgegengewirkt werden.

Deshalb spendet ZWD ab jetzt jedes Quartal mindestens 50€ an Organisationen, die etwas gegen die menschengemachten CO2 Emissionen tun.

Neben der Nutzung von Ökostrom (wenn möglich), ist das eine weitere Möglichkeit die Welt durch die Arbeit von ZWD zu entlasten.

Es ist ganz klar, dass Kompensieren von CO2, macht entstandenen Schaden nicht ungeschehen, doch zumindest wirkt es dem Ganzen etwas entgegen und es werden sinnvolle Projekte unterstützt, die die Welt besser machen.

Solltest du noch andere Ideen haben, wie Zero Waste Deutschland den eigenen CO2 Fußabdruck reduzieren oder ausgleichen kann, dann schreib das gerne in die Kommentare!

Die 1. Spende ging übrigens an atmosfair.de, wodurch über 2100 kg CO2 kompensiert wurden.

Wenn du noch andere unterstützenswerte Organisationen kennst, teile sie gerne mit mir! :)

No.3 ZWD will mehr tun!

Und damit das unabhängig von Kooperationen und Co. funktioniert kannst du ab heute Zero Waste Deutschland auch finanziell unterstützen via Steady.

Natürlich auf freiwilliger Basis!

Diese Spendenseite ist dafür da, dass ZWD weiterhin so viel Content produzieren und langfristig auch Menschen (fair bezahlt) als Unterstützung dazu holen kann.

Damit noch mehr wertvolle Inhalte so vielen Menschen wie möglich kostenlos zugänglich gemacht werden können.

Denn Nachhaltigkeit und der Schutz unserer Lebensgrundlage betrifft uns alle und nicht nur die, die es sich leisten können.

Wenn du also möchtest, kannst du ab jetzt deine Unterstützung auch auf diesem Weg zukommen lassen.

Alle Infos und wieso ich diesen Weg gewählt habe, findest du auf unserem Steadyprofil.

Und hier kannst du ZWD direkt unterstützen.

Und zum Schluss:

D A N K E

für jede Nachricht, jeden konstruktiven Kommentar und jede Art von Unterstützung, durch das Teilen/Liken der Beiträge von Zero Waste Deutschland.

Gemeinsam können wir so viel bewirken und einen positiven Unterschied machen!

Ich freue mich auf das nächste Jahr!

Inga

von Zero Waste Deutschland

Zero Waste Festival Guide

Ihr habt uns einiges gefragt zum Thema, wie man Müll vermeiden kann auf einem Festival und deswegen findest du in diesem Artikel praktische Informationen rund um das Thema: Zero Waste Festival
Ganz unten sind noch ein paar nachhaltige Festivals verlinkt die du dir ansehen kannst.

Dieser Artikel enthält Werbung, da einige der gezeigten Produkte PR-Samples sind. Diese sind mit einem * markiert.

Grundsätzlich gilt:

Zelte, Kleidung, Campingausstattung etc. immer ausleihen oder Second Hand kaufen und wieder mitnehmen  um sie wiederzuverwenden.

Für den Rest haben wir hier noch mehr Tipps:

Zero Waste Essen auf dem Festival

Fangen wir doch direkt einmal mit dem vielleicht Wichtigsten an, dem Essen. 😋 
Natürlich ist die Umsetzbarkeit der folgenden Tipps auch immer etwas von den Festivals (und ihrer Dauer) abhängig. Was für dich bzw. das Event deiner Wahl am besten geeignet ist findest du auch leicht heraus, indem du dir die FAQ des jeweiligen Festivals online ansiehst.

Uns ist bewusst, dass nicht alles davon extrem gesund ist, doch das ist bei Festivals auch nicht unbedingt der Anspruch, oder? ;)

Los geht’s mit den Tipps: 

1. Vorgeschnittenes Brot und süße Aufstriche – Beides hält sich auch ohne Kühlschrank mehrere Tage. Das Brot kann man in einem Baumwollbeutel aufbewahren. Wenn du noch eine zweite Stoffschicht (z.B. eienn Pulli) drumrum legst, wird es auch nicht so schnell hart. 

2. Couscous und Gemüse – Couscous lässt sich mit heißem Wasser extrem schnell zubereiten und Gemüse wie Paprika, Tomaten und Co. kann man roh dazu schnippeln.  
Tipp: Den trockenen Couscous schon vorher mit Gewürzen, Salz und Pfeffer vermischen. Transportieren kannst du ihn in allem was dicht ist. ;) (Behälter kannst du dir auch von Freunden/Familie leihen) 

3. Gerettete Fertiggerichte (z.B. von SIRPLUS*) da hast du zwar auch Müll, sparst aber Ressourcen, da diese Lebensmittel sonst, samt Verpackung, im Abfall gelandet wären 

4. Zum Snacken – Gemüse und Obst, dass sich ein paar Tage hält, die kann man auch ohne Probleme aufs Festivalgelände nehmen (Paprika, Tomaten, Äpfel, Bananen etc.) 

5. Zum Snacken – Nüsse und lose Süßigkeiten (die nicht schmelzen), gibt es im Unverpacktladen oder auch bei mein.muesli.laden. Tipp: die kann man einfach in kleinen Zuziehbeuteln oder Brotdosen transportieren und so auch mit aufs Festivalgelände nehmen.  

6. Wiederverwendbare Behälter aus Edelstahl o. Plastik für das Essen vom Foodtruck (hier unbedingt erkundigen, welche Materialien erlaubt sind), oder die Speisen auf die Hand nehmen (wenn möglich) 

7. Besteck selber mitbringen, z.B. aus der eigenen Besteckschublade, einen Göffel oder auch aus Holz 

Du siehst also, es ist gar nicht so schwer müllarm auf einem Festival zu essen. :)

Müllfreie Getränke auf Festivals – umsetzbar oder schwierig? 

Wir denken auch hier kommt es wieder ein bisschen auf das Festival an, in den jeweiligen FAQs deines Festivals erfährst du online auch einfach, was erlaubt ist und was nicht. 
Dennoch haben wir ein paar Tipps, die sicherlich vielerorts umsetzbar sind. 
 
1. Eine eigene Flasche (Aus Edelstahl, Glas oder auch Plastik, je nachdem, was erlaubt ist) 

2. Ein eigener Becher (gibt es auch mit Haken, sodass man sie am Gürtel o.Ä. befestigen kann – wie so etwas aussehen kann findest du heraus wenn du online einmal nach Campingbecher suchst) So kannst du Plastikbecher vermeiden wenn du dir vor Ort Getränke kaufst. 

3. Ein eigener Wassertank – zwar sind sie oft aus Plastik, doch man kann sie immer wiederverwenden. Wassertanks, die mehrere Liter Wasser aufnehmen können, kann man leicht im Zelt aufbewahren und auch beim Festival auffüllen. Vielleicht kennst du ja auch jemanden, der dir so einen Tank ausleiht. 

4, Bierfässer statt Bierdosen – Wer in der Gruppe das Festival unsicher macht, und nicht auf Bier verzichten will, kann mit einem Bierfass nicht nur Geld sonder auch Müll sparen. #sharingiscaring
Die meisten großen Bierfässer sind Pfandbehälter die sich im Gastronomiebedarf wieder zurück bringen lassen. So Spart man die ganzen Dosen und ist der King auf dem Gelände, denn: Wer kommt sonst noch mit Bierfass aufs Festival?
 
Wichtig ist, wie so oft, bevor du etwas neues kaufst, schau doch erst einmal, ob du das jeweilige nicht bereits hast oder dir ausleihen kannst. Auch gebraucht bekommt man viele Dinge, damit sparst du Geld und Ressourcen. 
 
Wenn du selbst auch noch Tipps hast wie man Getränkemüll vermeiden kann auf Festivals schreib sie gerne in die Kommentare.

Zero Waste Festival Glitzer

Glitzer kann man sehr gut als Make Up Ersatz einsetzen! Aber:
er besteht oft aus Kunststoff und landet als Mikroplastik im (Grund)wasser das möchten wir natürlich nicht (ganz zu schweigen davon, ob du wirklich Plastik auf deiner Haut und ggf. sogar in deinen Augen haben möchtest). Die ganz einfache nachhaltige und plastikfreie Alternative ist der auf Zellulose  basierende Glitzer von nature glitz*
Perfekt zum Start in die Festival Saison möchten wir dir damit ein kleines Start Up Produkt vorstellen, dass wir gerne unterstützen und super zu Festivals passt🙂  
Und zwar handelt es sich um den wundervollen Glitzer von
nature glitz* 💫  
Genauso wie uns ist es den beiden Gründerinnen Tamara und Susanna wichtig, auf das große Plastikproblem in unserer Welt aufmerksam zu machen und Nachhaltigkeit ist dabei ihr höchstes Gebot 😊💚 Im Gegensatz zu anderen Glitzer Herstellern ist dieses Produkt zu 100% biologisch abbaubar, wird in Deutschland hergestellt und ist vegan. Der Hauptbestandteil des Glitters ist Zellulose, welches sich ohne weiteres kompostieren lässt. Verpackt ist er in einem Schraubglas, das bedeutet, auch hier wird kein Plastik benötigt. 💪  
Getestet haben wir den Glitzer natürlich auch schon, und was sollen wir sagen? Er hält super gut mit Aloe Vera Gel, strahlt in aller Pracht. Nach dem Festival bekommt man ihn auch schnell wieder ab, indem man ihn mit Wasser abwäscht 💧.  

Mit ihm kannst du also dein Festivalerlebnis noch ein wenig strahlender und bunter machen.

Sex und Zero Waste

Ja, ganz ehrlich, wir wissen alle was auf Festivals passieren kann egal ob geplant oder nicht ;)  
 
Und auch wenn hier Müll entsteht, unserer Meinung nach hört der Zero Waste Gedanke auf, wenn es um die eigene Sicherheit und die von anderen geht. 
Deshalb sagen wir grundsätzlich ja zu Kondomen, doch das heißt ja nicht, dass man dieses Thema nicht auch nachhaltiger gestalten kann. 
 
Das ist auch der Grund, wieso wir dir hier auch ein weiteres Mal die nachhaltigen Kondome von @Einhorn Kondome und Fair squared empfehlen möchten.

Diese sind vegan, fair und teilweise sogar in Deutschland hergestellt. Wenn du noch mehr über ihre Nachhaltigkeit erfahren willst, schau unbedingt einmal auf den jeweiligen Webseiten vorbei, besonders Einhorn Kondome hat ein wirklich wunderschönes Schaubild darüber veröffentlicht. 
 
Und ganz wichtig: Nein heißt nein und überreden ist auch doof, also macht es wie die Schweden und achtet auf das gegenseitige Einverstädnnis. 
Denn am Ende soll ein Festival, und alles was dabei passiert, jedem in schöner Erinnerung bleiben. Oder nicht? 

Nachhaltige Pflaster für das Festival Medizinköfferchen

Was tun, wenn man sich verletzt? 
Genauso wie beim Thema Sex ist auch Wundversorgung ein Thema, bei dem der müllfreie Gedanke in den Hintergrund rücken darf.  
Doch ebenso ist es möglich solche Situationen etwas nachhaltiger zu gestalten (je nach Grad der Verletzung)
So kannst du z.B. bei der Wahl deiner Pflaster auch nachhaltiger sein indem du z.B. die veganen, fairen und biologisch abbaubaren von Patch* verwendest.

Diese Pflaster bestehen aus Bio-Bambus und ihr Klebefilm aus natürlichem PSA und auch ihre Umverpackung ist nachhaltiger hergestellt, aus Reispapier und Biokunsstoff. 

Wenn es also um kleine Schrammen und Schnitte geht sind sie eine gute Wahl – ebenso, wie der Wunde genug Luft zu lassen, nicht alles muss sofort abgeklebt werden. 
Vielleicht hast du ja auch noch Tipps zum Thema Wundversorgung auf Festivals und Co.? Wenn ja, dann teile sie gerne mit uns, in den Kommentaren.

Ein paar nachhaltige Festivals

Hier wollen wir mal anfangen eine Sammlung mit den themenspezifischen Zero Waste Festivals geben. Diese Liste ist höchstwahrscheinlich nicht vollständig, also falls du noch ein Festival hast was besonders nachhaltig oder sogar komplett Müllfrei ist, melde dich gern!

Wundaplunda
Fairstival
Foodsharing-Festival

Du kennst noch weitere Tipps und Ideen hast wie man Festivalaufenthalte müllfrei und nachhaltig gestalten kann? Dann schreib sie wie immer gerne in die Kommentare!

Atlantic City Hotel Bremerhaven

Grün reisen und dabei Lebensmittel retten, so kann das gehen am Beispiel des ATLANTIC Hotel Sail City (Anzeige)

Auf Instagram haben wir es schon manches Mal angesprochen, reisen geht auch in nachhaltig und grün. Heute möchten wir dir eine Möglichkeit dazu genauer vorstellen.

Wie du vielleicht schon weißt, mittlerweile gibt es die verschiedensten nachhaltigen Angebote für schöne Unterkünfte und das ATLANTIC Hotel Sail City in Bremerhaven ist eins davon.
Das Hotel hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, bis 2020 vollkommen klimaneutral zu sein.

Doch fangen wir am Anfang an, wieso waren wir überhaupt in Bremerhaven?

Vom Resteessen und was es damit auf sich hat

Gemeinsam mit United Against Waste, hat uns das ATLANTIC Hotel Sail City eingeladen an ihrem 3. Resteessen teilzunehmen.

Das ist ein Event, bei dem eine Gesellschaft von knapp 60 Personen mit leckeren Gerichten verköstigt wird, welche überwiegend aus Lebensmittelüberproduktion entstanden sind.
Heraus kamen dabei unter anderem Kartoffelchips (aus Schalen), Karottenessenz (aus den Möhrenstumpen) und Sorbet mit Obstsalat (welcher vom Frühstücksbuffet bereits vorbereitet wurde).

Alles in allem eine super leckere Angelegenheit, die deutlich gemacht hat, dass auch „Lebensmittelreste“ sehr lecker verwertet werden können.
(Dieses Event kann man übrigens auch für Firmenveranstaltungen oder privat buchen.)

Was ist das Problem mit weggeworfenen Lebensmitteln?

Hier ein paar Fakten:

  • jährlich landen weltweit 1,3 Milliarden Tonnen auf dem Müll

Menge an verpackten Lebensmitteln in Deutschland…

  • 800.000 Tonnen verpackte Lebensmittel wandern in Deutschland ungeöffnet/unberührt in den Müll 
  • pro Kopf werden in Europa durchschnittlich 105 kg Lebensmittel im Jahr weggeworfen
  • zum Vergleich: in Süd- und Südostasien sind es nur knapp 7 kg p.P./Jahr
  • 48 % der weggeworfenen Lebensmittel sind Obst/Gemüse
  • 70 % der befragten Haushalte planen nicht, was sie in der nächsten Woche kochen möchten bevor sie einkaufen
  • dabei könnten 50% der weggeworfenen Lebensmittel vermieden werden, wenn die Konsument*innen ihre Einkäufe besser Planen und im Anschluss angemessen lagern würden
  • so könnten im Jahr um die 300€ p.P/Jahr gespart werden

Die Zahlen beruhen auf Angaben der Ernährungs-und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Save Food-Studie des FolienherstellersCofresco und des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).

Was das Hotel noch zu bieten hat   

Nicht nur bei diesem Event setzt sich das ATLANTIC Hotel Sail City gegen die Verschwendung von Lebensmitteln ein.

Gemeinsam mit United Against Waste, haben sie es auch geschafft die Quote in Bezug auf Essen, welches im Hotelbetrieb weggeworfen werden muss, deutlich zu reduzieren! 

So gibt es aktuell anstatt durchschnittlich 136 g pro Person und Gericht nur noch zwischen 70-81 g Tellerrücklauf (Essen, das in der Tonne landet).
Das erreichen sie z.B. durch kleinere Portionen und einem Frühstücksbüffet, dass so strukturiert ist, dass die noch nicht verwendeten Lebensmittel auch später noch verkocht werden können – so wie es dann auch bei unserem Resteessen der Fall war. Für ein Hotel, das immer gut kalkulieren muss, zwischen Ressourcenschonung und einem zufriedenen Gast, ist das wirklich eine sehr gute Veränderung.
Hier findet ihr noch weitere Maßnahmen zur Verbesserung durch das Green Sail-Konzept.

Gut zu wissen: Gerade was die kleinen Portionen und das gute Planen von Essen angeht, kannst du auch bei dir zu Hause einiges gegen Verschwendung tun! Denn besonders bewusster Konsum verhindert oft das Wegwerfen von Lebensmitteln.

Es gibt aber noch mehr, was das ATLANTIC Hotel Sail City zu einer grünen Alternative macht:

So bezieht das Hotel z.B. 100% Ökostrom, bietet digitale Zeitschriften an (anstatt Printmedien), einen grünen Service, reduziert die Lebensmittelverschwendung am Büffet, hat die Hotelinternen Papierabfälle durch Digitalisierung stark reduzieren können und noch vieles mehr.

Das Ganze funktioniert vor allem deshalb so gut, weil alle Mitarbeiter gut informiert und entsprechend ausgebildet werden.

Alles in allem verfolgt das Hotel ein ganzheitliches Konzept, dabei sind sie noch nicht perfekt, doch deutlich ist, dass sich das Hotel immer weiter zu noch weniger Müll und noch mehr Umweltfreundlichkeit entwickelt.


Und was gibt es da noch außer ein grünes Hotel?

Doch wieso überhaupt nach Bremerhaven reisen?

Neben dem Hotel, welches direkt an der Weser liegt und somit eine wunderschöne Aussicht mitbringt gibt es noch eine andere besondere Attraktion die uns begeistert hat – das Klima Haus Bremerhaven 8° Ost.

Auf 5000 qm kannst du die verschiedenen Klimazonen unserer Welt auf vielfältige Art und Weise erleben. Anders als in gewöhnlichen Museen, bietet das Klima Haus Bremerhaven 8° Ost eine interaktive Landschaft mit vielen kleinen und großen Dingen die zum Staunen anregen. Hier kannst du die einzelnen Zonen wirklich mit Haut und Haar erleben (und das ist nicht untertrieben!)

Von wechselnden Temperaturen und Luftfeuchtigkeit über Miniaturfeeling im hohen Gras wird unheimlich viel geboten. Nebenbei wird man auf sanfte Weise über den Klimawandel aufgeklärt und erfährt wie die Menschen in anderen Klimagebieten leben und mit den bisherigen Auswirkungen unserer sich verändernden Welt umgehen.

Das ganze Haus zu besichtigen braucht mindestens einen Tag, besser zwei, wenn man wirklich alle Eindrücke wahrnehmen möchte – und ja, auch für die Kleinen kann das ein wirklich spannendes Erlebnis sein!

Noch ein paar abschließende Worte

…zum Hotel.

Natürlich gab es auch ein paar Dinge, die nicht ganz unseren persönlichen Zero Waste Vorstellungen entsprachen. Doch wie der Hoteldirektor Tim Oberdieck treffend gesagt hat: „Man darf auch mal scheitern.“

Es muss nicht immer alles sofort 100% perfekt sein, wichtig ist, dass man sich stets weiter entwickelt, konstruktiv mit Feedback umgeht und das Ziel im Blick behält – langfristig ein rundum nachhaltiges Hotel zu sein.

Und dafür, so finden wir, befindet sich das ATLANTIC Hotel Sail City bereits auf einem sehr guten Weg.

Wenn du also demnächst mal wieder ein Wochenende oder ein paar Tage ausspannen möchtest, könnte Bremerhaven ein möglicher Zielort sein, für uns ist auf jeden Fall klar, wir kommen wieder! Schon allein, weil wir uns nochmal ausführlich Zeit für das Klima Haus Bremerhaven 8° Ost nehmen möchten. Besonders tolle Angebote gibt es Dank der „Ab in den Norden“ – Aktion der ATLANTIC Hotels und ist ja vielleicht sogar eine grüne Alternative für den Sommerurlaub bzw. den Wochenendtrip.

PS.: Wenn du noch mehr lesen willst zu diesem Thema, dann schau auch einmal bei Jenni von Mehralsgrünzeug vorbei, sie war mit Inga vor Ort und hat auf ihrem Blog auch ausführlich berichtet von dem Erlebnis.

Zero Waste Kids - weltweit erste Zero Waste Zeichentrickserie

The Zero Waste Kids – Weltweit erste Zero Waste Zeichentrickserie

Zero Waste bald als Serie im Fernsehen?

Das könnte bald Wirklichkeit werden, denn das aktuelle Projekt des französischen Animationsstudios SUPERPROD, soll die erste Zeichentrickserie weltweit über Zero Waste werden – The Zero Waste Kids.

Begonnen hat alles im Jahr 2014, als sich die „Famille(presque) ZéroDéchet“ (die fast Zero Waste Familie) dazu entschloss, ihr Zero Waste Abenteuer zu beginnen. Sie schafften es, ihren gesamten Müll auf ein Vorratsglas pro Jahr zu verringern. Doch ihre Geschichte geht noch weiter, sie veröffentlichten im März 2016 das Buch „La FamillepresqueZéroDéchet“ (Die fast Zero Waste Familie) und anschließend im November 2016 das Kinderbuch „LesZenfants (presque) ZéroDéchet“(Die (fast) Zero Waste Kinder) mit Tipps für Zero Waste mit Kindern. Carole Brin, Produzentin von SUPERPROD und persönliche Zero Wastelerin, entwickelte die Idee, dieses Kinderbuch in eine Zeichentrickserie für Kinder von 6-10 Jahren zu verwandeln.

Geplant sind 52 Folgen mit viel Humor, einer riesigen Portion an Selbstironie und dennoch wissenschaftlich geprüften Inhalten. Hauptcharaktere sind die zwei Kinder der Familie, Mali und Dia. Die beiden treffen in den Episoden auf verschiedene Zero Waste Probleme,  für die sie dann mit Hilfe von  drei Superhelden, Slipman, Kompostman und Greengirl eine Lösung finden. Aber das ist noch lange nicht alles. Ziel der Serie ist es, dem Konsumenten äußerst lehrreiche aber vor allem auch interaktive Inhalte zur Verfügung zu stellen,  so stehen außerdem 52 thematisch auf den Episoden basierende live Tutorien auf dem Plan, die dazu anregen Zero Waste in die Praxis umzusetzen (z.B. selbstgemachte Zahnpasta, dein selbstgemachter Snack, deine Zero Waste Geburtstagsparty uvm.). Diese entstehen in Mitarbeit von Zero Waste Initiativen weltweit. Als Partner hat die Zero Waste Kids Serie ZERO WASTE FRANCE, für die es selbstverständlich war, das Projekt zu unterstützen, „weil es die erste Zeichentrickserie ist, die Kinder für Zero Waste sensibilisiert.“

Doch um all dies möglich zu machen, benötigt SUPERPROD momentan den Zuspruch von möglichst vielen Menschen weltweit. Mitte Januar startete ihre Crowdfunding Kampagne, um die erste Basis der Serie zu schaffen und vor allem, um zu beweisen, dass diese Serie nötig und gewollt ist. Denn die Message der Serie ist schlicht und einfach: Jeder kann ein Zero Waste Hero sein!
Selbstverständlich wird SUPERPROD alle Einnahmen dieser Serie ökologischen Zwecken widmen: beispielsweise in Form von Spenden an Vereine, die im Sinne der Ökologie handeln. Wir finden es ist eine tolle Sache und unterstützen dieses Projekt sehr gern. Wenn auch du SUPERPROD bei der Finanzierung der weltweit ersten Zero Waste Zeichentrickserie unterstützen willst, dann schau doch mal auf Ulule und ihrer Crowdfunding Kampagne vorbei, die noch bis zum 7. März laufen wird.