Dein Nachhaltiges Zero Waste Silvester 2019

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Wie jedes Jahr, steht uns am 31.12. der größte Feuerwerks-Wahnsinn des Jahres bevor. Doch laute Böller, Feinstaub in der Luft und Müllberge auf den Straßen sind schon lange nicht mehr zeitgemäß. Um ehrlich zu sein, haben wir die Böllerei an Silvester noch nie gemocht und „die tollste Party des Jahres“ in der Vergangenheit oft als die „schlimmste Party des Jahres“ in Erinnerung, deshalb möchten wir dir heute ein paar Gründe ans Herz legen, weshalb es absolut Sinn macht, den Silvester Abend nachhaltiger zu gestalten und dir gleichzeitig ein paar Tipps geben, wie du dieses Jahr ein Zero Waste Silvester verbringen kannst.

5 Gründe – wieso du dein Silvester dieses Jahr nachhaltiger gestalten solltest

Dass das jährliche Feuerwerk an Silvester nicht unbedingt gesundheitsfördernd, sondern eher schädlich ist, dürfte inzwischen allseits bekannt sein, dennoch möchten wir dir heute ein paar konkrete Zahlen und Fakten aufzeigen, die illustrieren, was eigentlich wirklich alles hinter der Knallerei am 31.12. steckt.

1. Konsum & Kosten:

Bereits in der Weihnachtszeit, angeführt vom „Schwarzen Freitag“ Ende November, stürzen sich die Deutschen genüsslich in den Konsum von Weihnachtsgeschenken, Deko-Artikeln und gegen Jahresende von Feuerwerkskörpern und das nicht zu knapp.
Zwischen 100 und 150 Millionen Euro investieren die Deutschen zum Jahreswechsel in ihr Feuerwerk [1: Umweltbundesamt].
Würden diese 150 Millionen Euro stattdessen für das Pflanzen von Bäumen innerhalb des Projektes Plant-My-Tree verwendet, dann wäre es möglich 12,5 Millionen Bäume zu pflanzen.

2. Umwelt- & Tierbelastung:

Wer von euch Haustiere hat, wird wissen, wie sehr unsere vierbeinigen Freunde an Silvester unter dem Lärm der Böller leiden. Während ihr dafür sorgen könnt, dass es euren Tieren zu Hause an diesem Abend so gut wie möglich geht, so sehr leiden jedoch auch unsere Wildtiere in Parks, menschnahen Waldgebieten und Zoos. Da sie ein deutlich empfindsameres Gehör haben, als der Mensch, ist der Böller-Lärm für sie also viel schlimmer, als für uns Menschen, so können zum Beispiel starke Explosionen von Böllern ihren Orientierungssinn beeinträchtigen oder Schockzustände auslösen. [2 NABU]
Wenn du also ein großes Herz für Tiere hast, dann empfiehlt es sich wirklich dieses Jahr auf Feuerwerk zu verzichten, um mit positivem Beispiel voran zugehen.
Leider bleibt es nicht bei der Lärmbelastung durch Feuerwerkskörper, denn auch rund     4 500 Tonnen Feinstaub werden am 31.12. in die Luft gepulvert, was wiederum etwa 15,5% der jährlich im Straßenverkehr freigesetzten Menge an Feinstaub entspricht. [3 Umweltbundesamt]
An EINEM Abend. Wahnsinn oder? Doch das ist leider immer noch nicht alles, was wir unserer Umwelt an diesem Abend an Schlechtem antun. Die zurückbleibenden Verpackungen bzw. Böllerreste enthalten Chemikalien, die, wenn sie vom Regen- oder Schmelzwasser weggespült werden unsere Böden und unser Grundwasser verschmutzen. [4 NABU]

3. Gesundheitsgefährdung:

Wenn Feuerwerkskörper mit ihrem Feinstaub und den enthaltenen Chemikalien für unsere Umwelt schädlich sind, dann haben sie auf die menschliche Gesundheit ebenfalls keine gute Wirkung. Das Einatmen von Feinstaub beispielsweise hat eine Reihe verschiedener Auswirkungen, die von kurzfristigen Beeinträchtigungen der Atemwege bis zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen reichen. Von den Verletzungen, die sich Menschen jedes Jahr an Silvester zuziehen ganz zu schweigen.
Verbrennungen, Hörschäden oder Augenverletzungen sind am 31.12. in der Notaufnahme Spitzenreiter. [5 Umweltbundesamt]
Wie viele Menschen langfristig gesundheitliche Schäden durch die im Feuerwerk enthaltenen Stoffe, wie z.B. Metallsalzverbindungen, davontragen, wird kaum erforscht und ist weitgehend unbekannt.

4. Ausbeutung in der Produktion

China ist weltweit der größte Produzent von Feuerwerkskörpern, dicht gefolgt von Indien. In beiden Ländern, werden in den Produktionsstätten Kinder beschäftigt, die wiederum lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind, da kaum Sicherheitsbestimmungen existieren oder missachtet werden. Abgesehen von zahlreichen Unfällen, die aufgrund der fehlenden Sicherheitskontrollen geschehen, ist auch der gesundheitliche Allgemeinzustand der Fabrikarbeiter sehr schlecht. Jeder 9. leidet unter Asthma, Tuberkulose oder anderen Atemwegserkrankungen, die durch den direkten Kontakt mit chemischen Substanzen wie Schwefel, Schwarz- und Aluminium-Pulver entstehen. [6 Utopia]

5. Zero Waste Silvester? – Müll am Neujahrstag

Neben der hohen Feinstaubbelastung am Neujahrstag, bleiben auch Unmengen an Verpackungsmüll sowie Böller- und Raketenreste als hässliche Überbleibsel der rauschenden Silvesternacht auf unseren Straßen zurück. 350 Kubikmeter Müll sammelte die Berliner Stadtreinigung am 1.1.2019 ein. [7 bz berlin] Bei einer Tonnen-Größe von 120l, füllt dieser Müll rund 2 900 Mülltonnen.
Zwar droht den Müll-Verursachern in einigen Städten ein hohes Bußgeld von bis zu 100 000€ , wenn sie ihren Müll nicht selbst beseitigen, dennoch lassen sich Müllverursacher in der Silvesternacht nicht so leicht ermitteln, sodass es hier oft an der Umsetzung der Bußgeldregelung scheitert. [8 Stadt Leipzig]

5 Tipps – wie du dein Silvester nachhaltiger gestalten kannst

Nachdem wir dir nun allerhand Gründe genannt haben, weshalb du an Silvester unbedingt auf Feuerwerk verzichten solltest, geben wir dir in diesem Teil des Artikels nun einen positiven Ausblick darauf, wie du deinen Silvesterabend nachhaltiger oder sogar Zero Waste gestalten kannst.

1. Verzicht auf Feuerwerk

Zero Waste Silvester feiern in böllerfreien Stadtgebieten

Tipp Nummer 1 – der Verzicht auf Feuerwerk, liegt ja nun sicherlich auf der Hand, nachdem wir dir ausführlich die negativen Auswirkungen von Böllern & Co. am Silvesterabend geschildert haben. Aber wie lässt sich dieses Vorhaben am besten umsetzen und welche Alternativen zu Feuerwerkskörpern gibt es? Tatsächlich verbieten inzwischen einige deutsche Städte in bestimmten Zonen das private Knallen und Böllern an Silvester, sodass du mancherorts einen entspannten Abend mit weniger Lärm- und Feinstaubbelastung verbringen kannst. Anbei eine kleine Liste deutscher Städte, in denen Gebiete eingerichtet wurden, wo privates Feuerwerk inzwischen verboten ist:

  • Augsburg
  • Bamberg
  • Berlin
  • Braunschweig
  • Dortmund
  • Düsseldorf
  • Freising
  • Fürth
  • Göttingen
  • Hamburg
  • Hannover
  • Ingolstadt
  • Karlsruhe
  • Köln
  • Landshut
  • Lüneburg
  • München
  • Nürnberg
  • Passau
  • Stuttgart
  • Timmendorfer Strand
  • Wiesbaden
  • Würzburg
Feuerwerk Alternativen Zero Waste Silvester
© Schaloko

Alternativen zum Feuerwerk

Kennst du den eigentlichen Grund, weshalb wir an Silvester Unmengen an Feuerwerkskörpern lautkrachend in die Luft schießen? Genau! Unsere Tradition geht auf heidnische Bräuche zurück,  die Silvesternacht war gefürchtet und die Menschen versuchten die Geister und die Dunkelheit, mit viel Lärm, Feuer und Licht zu vertreiben. Basierend auf diesem Brauchtum, fallen uns gleich zahlreiche Feuerwerksalternativen ein, die um einiges nachhaltiger sind, als Feuerwerkskörper.
So kann zum Beispiel eine Feuertonne im Garten die dunkle Nacht erhellen und als Ort zum Verbrennen von vorher geschriebenen Wunschzetteln fürs neue Jahr genutzt werden. In Regionen, wo du dich über weißes Silvester mit Schnee freuen kannst, bietet es sich an, kleine Schneehöhlen zu bauen und diese mit Kerzen zu füllen. Für Kinder kannst du handliche Krachmacher selber herstellen, um die bösen Geister zu vertreiben. Nutzen kannst du dafür alte Blechdosen, die du anschließend mit rohen Erbsen oder Bohnen füllst, um sie zu Rasseln umzufunktionieren. Auch ein Laternen- oder Fackelumzug ist eine tolle Alternative zum Feuerwerk, um Mitternachts das neue Jahr freudig zu begrüßen.

Nutze dein Geld anderweitig

Du verzichtest also dieses Jahr bewusst auf Feuerwerkskörper, sodass du automatisch ein wenig Geld für tolle Projekte übrig hast? Es gibt so viele Aktionen oder Initiativen, denen du dich anschließen kannst und bei denen dein Geld besser angelegt ist, als in einem Einkaufskorb voller Böller.
Beispielsweise rief der Tourismusverband Mecklenburg Vorpommern in den letzten Jahren mit der Aktion „Bäume statt Böller“ zum Kauf von „Waldaktien“ auf, um in den Klimaschutz und die Umweltbildung zu investieren. Eine tolle Idee, die du auch für dich selbst in deinem Garten umsetzen kannst, pflanze am Silvesterabend gemäß dem Motto „Blüten statt Böller“ ein paar Blumenzwiebeln, sodass du dein ganz persönliches Blütenfeuerwerk dann im Frühling erleben kannst.

2. Selbermachen statt Kaufen

Dein nächster Schritt in Richtung nachhaltigem Zero Waste Silvester ist auf jeden Fall der Verzicht auf gekauftes Party-Zubehör, denn vieles davon kannst du ganz einfach selber machen.

DIY „Knallbonbons“

Deine Gäste kannst du dieses Jahr mit selbsgemachten Silvester-Accessoires überraschen. Die traditionellen Knallbonbons, lassen sich nämlich in „nicht-knallender-Form“ ganz leicht selbst herstellen. Was du benötigst:

  • Leere Klopapierrollen
  • Papier für außen, bspw. Zeitungspapier
  • Bänder zum Zuschnüren (z.B. aus alten Stoffresten)
  • Füllmaterial (Laub-Konfetti, Zettel mit schönen Sprüchen, etc.)

Ökokonfetti aus Laub

Zum Befüllen deiner Knallbonbons wunderbar geeignet ist „Ökokonfetti“ aus Laub. Einfach getrocknete Blätter vom Laubbaum aus dem Garten mit dem Locher zu Konfetti verarbeiten und fertig ist dein Ökokonfetti, welches dann sogar biologisch abbaubar ist.

Neujahrs-Orakel – Wachsgießen / Kaffeesatzlesen und DIY Glückskekse statt Bleigießen

Statt gesundheitsschädlichem Bleigießen, empfehlen wir dir Wachsgießen oder Kaffeesatzlesen, um bei deiner Silvester-Party trotzdem in die Zukunft blicken zu können. Für das Wachsgießen, eignen sich besonders gut alte Kerzenreste, die du einfach auf einem Löffel über einer Kerze erwärmst und dann einfach in ein Schälchen mit kaltem Wasser tropfen lässt, so wie beim Bleigießen normalerweise auch.  Wenn du gern bäckst, dann kannst du für deine Silvester-Gäste auch ganz individuelle Glückskekse backen. Ein tolles veganes Glückskeksrezept findest du auf bio-blog.de.

© cottonbro

3. Zero Waste Silvester Party ausrichten

Wenn du dieses Jahr der Gastgeber für die Silvesterparty in deinem Freundeskreis bist, dann versuch dich doch einmal daran, diese so Zero Waste wie möglich auszurichten. Wir haben auch hier wieder einige tolle Tipps für dich:

BYO Geschirr

Etabliere die Regel für deine Gäste à la „bring your own dishes“. Jeder deiner Gäste sollte also sein eigenes Geschirr mitbringen und im Anschluss an die Party auch wieder mitnehmen, um unnötigen Papiertellerbergen vorzubeugen  und dir einen Haufen Abwasch zu ersparen.

Veganes Essen & regional, saisonal

Könntest du dir vorstellen dieses Jahr bei der Wahl deines Silvester-Menüs mal auf Fleisch zu verzichten oder es sogar ganz vegan zu kochen? Viele tolle vegane Rezepte von fingerfood über Fondues bis hin zu Buffets findest du auf veganblatt.com, mit denen du deine Gäste begeistern wirst. Wichtig beim Einkauf deiner Zutaten ist es wie immer darauf zu achten, dass du möglich regional und saisonal kaufst. Jetzt im Winter bietet sich natürlich Wintergemüse wie Wurzeln und Kohl an, einen genauen Überblick findest du im Saisonkalender von regional-saisonal.de.

Sekt

Sicherlich darf bei einer Silvester-Party der Sekt nicht fehlen. Wenn möglich, dann schau auch hier, ob du regionale Alternativen zum herkömmlichen Supermarkt-Sekt mit Plastikkorken vielleicht von einem Winzer aus deiner Region bekommen kannst. Denn, so paradox es auch klingen mag, die Verwendung von echten Korken aus Kork, sichert den Lebensraum von zahlreichen Tierarten in Portugal. Kork wird nämlich aus der Rinde der portugiesischen Korkeiche gewonnen. Die Korkeichenwälder bieten vor allem Vögeln einen sicheren Lebensraum. Die Nutzung von Kork in der Flaschenproduktion sichert also langfristig die nachhaltige Bewirtschaftung der Korkeichenwälder und erhält diese damit. [7 NABU]
Achtest du bei deiner Sekt oder Weinauswahl also auf echte Korken, kannst du unserer Umwelt dadurch doppelt etwas gutes tun.
Die Korken und Korkenkörbchen kann man anschließend wunderbar zum Basteln verwenden.
Als alkoholfreie Sektalternative, die du auch noch selbermachen kannst, empfehlen wir dir Kombucha, der ist jedoch Geschmackssache, entweder du liebst ihn oder du hasst ihn. Zahlreiche tolle Kombucha-Rezepte findest du auf fairment.de.

Nutze so viel Wiederverwendbares, wie möglich

Bei der Deko, den Servietten und auch anderen Partyutensilien, wie Strohhalmen, kannst du auf wiederverwendbare Artikel zurückgreifen, wie Glas- oder Aluminiumstrohhalme, Stoffservietten und Stoffgirlanden.

Reste an Gäste bzw. Foodsharing

Alles, was an Essen übrig bleibt, kannst du deinen Gästen mit nach Hause geben, wenn du ihnen vorab ankündigst, dass sie doch sicherheitshalber ein Transportgefäß mitbringen sollen.
Wenn zu viel übrig bleibt oder deine Gäste die Essensreste nicht mitnehmen wollen, dann ist Foodsharing eine wunderbare Möglichkeit um das Wegwerfen von Essen zu verhindern.

4. Entspannter Abend statt rauschende Party

Für alle, die es lieber gemütlich mögen, empfiehlt sich ein entspannter Silvester-Abend ohne großen Party-Trubel. Wie wäre es denn mit einem entspannten Wellness-Abend gemeinsam mit deinem Partner, an dem ihr euch gegenseitig massiert und verwöhnt?
Wenn du eher auf Aktivität, als Gemütlichkeit schwörst, dann ist eine winterliche Wanderung in der Natur sicher das Richtige für dich, im Idealfall kannst du dich im Anschluss in einer Sauna oder einem warmen Kachelofen aufwärmen. Es gibt noch so viele Möglichkeiten, wie du deinen Silvesterabend anders, als mit einer großen Party verbringen kannst. Hast du selber noch tolle Ideen? Dann hinterlasse uns gern ein Kommentar.

5. Zero Waste Silvester – Grüne Vorsätze fürs neue Jahr fassen

Jedes Jahr aufs Neue fassen wir an Silvester gute Vorsätze fürs neue Jahr, von denen wir, wenn überhaupt nur die Hälfte einhalten. Du hast noch keine guten Vorsätze für 2020? Vielleicht können wir dich mit den folgenden Ideen ein wenig inspirieren und vielleicht, vielleicht, setzt du einen dieser grünen Vorsätze im neuen Jahr, ja tatsächlich um?

  1. Zu einem Ökostromanbieter wechseln
  2. Leitungswasser trinken
  3. Weniger Fleisch essen
  4. Weniger heizen
  5. Den eigenen CO2-Abdruck reduzieren
  6. Plastikmüll reduzieren
  7. Regional & saisonal essen
  8. Mehr verzichten oder selber machen statt kaufen

In diesem Sinne wünschen wir euch eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten, nachhaltigen Rutsch ins Jahr 2020!

again. - nachhaltige Mode

Nachhaltig und sexy – die Zukunft unserer Mode

Gastbeitrag: Johannes Schramm von again.

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Ich freue mich auf die Zukunft. Zwar schreitet der Klimawandel voran und unsere Erde erwärmt sich immer stärker, trotzdem bin ich gespannt, welche Lösungen wir finden, um diese Entwicklung aufzuhalten. Unsere Wirtschaft muss sich weiterentwickeln und Innovationen auf den Markt bringen, die eine Veränderung bewirken.

Für die Modebranche gründe ich den concept-store again. in Leipzig.
again. verfolgt das Ziel unseren Modekonsum ganzheitlich nachhaltig zu gestalten. Wir vermieten angesagte, ökofair produzierte Kleidung und bauen somit die sharing economy aus und vertreten eine Zero Waste Philosophie.

Eins ist uns klar: der Modemarkt ist übersättigt und der Verkauf von konventionell produzierter Kleidung verstärkt Umwelt- und Sozialprobleme. Es wird nur möglich sein die Zukunft positiv zu gestalten, wenn sich zusehends mehr nachhaltige Angebote auf dem Markt etablieren.

Wie Modekonsum heute aussieht und welche Auswirkungen das hat

Schauen wir uns den Bereich Mode an. 60 neue Kleidungsstücke kauft jede/r Deutsche im Jahr.[1] Vier mal werden sie durchschnittlich getragen, 20 Prozent sogar nie.[2] Die Zahlen sind bedenklich, denn die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Produktion von Kleidung sind gravierend:

again. - vermietet nachhaltige Mode
© Birk Possecker
  • Die Herstellung von zehn Jeans benötigt 272kg CO2 und damit genau soviel wie ein Flug von Berlin nach München.[3] Die Treibhausgas-Emissionen der Textilproduktion sind höher, als die der Luft -und Schifffahrt zusammen.[4] Von 2011-2030 wächst dieser Ausstoß voraussichtlich um 60 Prozent.[5]
  • Die Modeindustrie verbraucht außerdem 10 Prozent des industriell genutzten Wassers weltweit.[6] Dieser Wert wird sich bis 2030 um 50 Prozent erhöhen.[7]
  • 5,7 Prozent aller Pestizide wurden 2014 in der Modeindustrie verbraucht.[8] Für den Anbau und die Produktion eines T-Shirts aus Baumwolle (200g) werden ca. 185g Chemikalien verwendet.[9]
  • Die tatsächlich gezahlten Löhne von Textilarbeiter*innen liegen oftmals unter dem Mindestlohn. Dabei deckt selbst dieser nicht einmal die Lebenshaltungskosten. In Bangladesch gilt ein Mindestlohn von 85€, der tatsächliche Lohn von Befragten lag bei 46€. Ein existenzsichernder Lohn würde 173€ betragen.[10]
  • Zwischen 2012-2017 starben mindestens 1601 Textilarbeiter*innen.[11] Ca. 1,4 Millionen Verletzungen gibt es in Fabriken pro Jahr.[12]
again. - vermietet nachhaltige Mode
© Birk Possecker

Mittlerweile existieren unzählige Dokumentarfilme, die die Produktion von Kleidung thematisieren. Sie alle erzählen eine Geschichte – die von Armut, Ungerechtigkeit, ökologischen Katastrophen. Dass Kleidung so schnell neu gekauft und gleichzeitig so selten getragen wird maximiert den Wahnsinn der sozial unverträglichen, ökologisch vernichtenden Produktion noch. Doch wer trägt dafür die Verantwortung? Können wir als Verbraucher etwas gegen Fast-Fashion tun? Oder werden schnelllebige Trends nur produziert um unsere Nachfrage nach billiger Kleidung zu bedienen?

Die Frage der Verantwortung – Unternehmen vs. Verbraucher

Das Bewusstsein um die Themen faire Löhne, gerechte Arbeitsbedingungen und den Klimawandel ist vorhanden. Der Kaufanteil von nachhaltiger Kleidung wird trotzdem nur auf 4-5 Prozent geschätzt.[13] Es scheint als ob lieber weiter billig und schnell neue Mode gekauft wird ohne auf die verheerenden Folgen zu achten. Oft sind die Orte der sozialen und ökologischen Katastrophen im Moment der Kaufentscheidung zu weit weg. Der Drang nach Neuem, das Verlangen nach kurzlebigen Trends und dem ständigen Sich-Neu-Erfinden lässt uns oft vergessen wofür wir unser Geld ausgeben. Jede*r von uns trifft im Moment des Kaufs eine aktive Entscheidung – für gerechte Löhne und eine ökologische Produktion oder für Armut und ökologische Schäden.  

again. - zero waste fashion
© Birk Possecker

Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Denn auf der anderen Seite bietet uns die Fast-Fashion-Industrie ein völlig veraltetes Geschäftsmodell und trägt damit zu Umweltzerstörung, Ressourcenverschwendung und massiver sozialer Ungerechtigkeit bei. Während der Markt mit Kleidung übersättigt ist, werden immer schneller neue Trends erfunden und Kollektionen entworfen mit dem Ziel, noch mehr Kleidung zu verkaufen und den Umsatz zu steigern. Allein zwischen 2000-2015 hat sich die Bekleidungsproduktion auf 100 Milliarden Stück[14] mehr als verdoppelt.[15] Produziert und angeboten wird Kleidung so günstig, wie möglich – damit wir davon so viel, wie möglich kaufen können. Oftmals geht das einher mit ungerechten Löhnen, unsicheren Arbeitsbedingungen und ökologischen Schäden. Wir werden mit einem zutiefst unnachhaltigem Angebot konfrontiert. Und je mehr Kleidung wir kaufen, desto seltener können wir sie im Schnitt tragen. Die eingesetzten Ressourcen in der Produktion lohnen sich kaum. Außerdem findet ein vollständiges Recycling bei weniger als einem Prozent aller Kleidungsstücke statt und so entstehen riesige Mengen an Müll.[16] Die Modeindustrie muss endlich einen Weg finden diese negativen Folgen ihres Handelns zu bekämpfen. Das geht nur mit neuen innovativen Geschäftsmodellen, die unseren Konsum nachhaltig umgestalten.

Nachhaltige Mode – Was wir tun können

Wir alle sind also gefragt Mode nachhaltig und zukunftsfähig zu machen. Unser Drang nach schöner Kleidung und neuen Outfits ist aber im Moment kaum mit dem Angebot, dass die Modeindustrie uns bietet, zu vereinen. Wie können wir es also schaffen unsere liebsten Outfits zu tragen und bei Bedarf auch mal etwas Neues zu holen? Wie können wir unsere Individualität ausdrücken mit einzigartigen Styles und mit einem guten Gewissen?

Es gibt einige Möglichkeiten zu handeln. An erster Stelle steht der bewusste Umgang mit Kleidung. Wir müssen lernen zu verstehen, welche Arbeit in einem Kleidungsstück steckt und woher die Materialien stammen. Nur wenn wir die Hintergründe der Produktion kennen, können wir entscheiden, was wir wirklich kaufen wollen.

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© Birk Possecker

Stichwort kaufen. Kleidung neu zu kaufen darf allgemein stärker hinterfragt werden. Brauche ich wirklich den neuen Sweater? Kann ich mit meinen Freund*innen eine Kleidertauschparty veranstalten? Gibt es das Teil nicht auch second-hand? Kann ich es vielleicht sogar irgendwo mieten? Und wenn ein Neukauf nötig ist, dann das nächste mal lieber aus ökofairer Produktion.

Angebote für nachhaltige Mode nutzen – und fördern

Es ist zwar nicht immer leicht Kleidung nachhaltig zu konsumieren. Doch wir können unser Bewusstsein dafür schärfen. Im zweiten Schritt folgt dann die Wahl der Konsumform. Hier gibt es immer mehr nachhaltige Angebote. Vom Online-Shop Avocadostore über Stores wie Greenality und Loveco hin zu den Mietangeboten der Kleiderei, stay awhile und RE-NT hat sich viel getan. Es sind inzwischen unzählige Brands zu finden, die nicht nur fair und ökologisch nachhaltig produzieren, sondern auch unglaublich heiße Mode designen.

Wenn du also in Zukunft Lust auf etwas neues hast, dann schau mal nach, ob du das nicht auch nachhaltig bekommst. Damit setzt du ein Zeichen gegen Fast Fashion und förderst nachhaltige Angebote. Und garantiert wirst du dabei etwas Tolles finden.

Das Mietkonzept für nachhaltige Mode von again. – fair und innovativ

An Herz legen kann ich dir jedenfalls das Angebot von again. Hier bekommst du echte Highlights, kannst sie austauschen und dir Neues holen, wann immer du möchtest. Du musst deine Kleidung nicht mehr kaufen und trägst trotzdem immer das perfekte Outfit. again. ist dein großer, wunderschöner Kleiderschrank, der dir immer offen steht. Du teilst dir die Kleidung mit anderen Menschen. Das sorgt für eine Verlängerung der Lebensdauer der Kleidung und schont damit die Ressourcen der Umwelt. Und du kannst dir die schönsten Teile aussuchen und mit Herz und Stolz tragen solange du möchtest. Mit einem guten Gewissen, und dem Bewusstsein nachhaltigste*r Fashionista der Stadt zu sein. Das ist „the future of fashion“.

Wir brauchen in Zukunft mehr solcher Angebote – damit die Produktion von Kleidung endlich sozial und ökologisch gerecht abläuft. Ziel muss es sein, Kleidung so lange wie möglich zu tragen und damit weniger Müll zu produzieren. Langfristig ist es notwendig Kleidung in Kreisläufen zu halten und immer wieder zu recyceln. So werden die eingesetzten Ressourcen in der Produktion minimiert und ganz nebenbei entsteht im besten Fall: Zero Waste.


[1] McKinsey & Company (2016), Style that’s sustainable: A new fast- fashion formula. Von Nathalie Remy, Eveline Speelman, and Steven Swartz, October 2016
[2] Enorm Magazin, 02/2018, S. 83
[3] Christliche Initiative Romero, Fast Fashion, Teil 3: Die Folgen in Zahlen, (2019), Zugriff am 03.12.2019
[4] Ellen MacArthur Foundation, A new textiles economy: Redesigning fashion’s future, (2017), 3, Zugriff am 03.12.2019
[5] Global Fashion Agenda & The Boston Consulting Group, Pulse of the Fashion Industry, (2017), 10, Zugriff am 18.03.2019
[6] Schätzung und Berechnung von Common Objective in Bezug auf Daten von AQUASTAT 2010, Measuring Fashion‘s Ecological Footprint, (08. Juni 2018), Zugriff am 18.03.2019
[7] Global Fashion Agenda & The Boston Consulting Group (2017), op. cit.
[8] Common Objective, “Measuring Fashion‘s Ecological Footprint“, (08. Juni 2018), Zugriff am 18.03.2019, Basierend auf Pesticide Action Network UK, “Is Cotton Conquering its Chemical Addiction. A review of pesticide use in global cotton production.“ (Oktober 2017), Zugriff am 18.03.2019
[9] Christliche Initiative Romero (2019), op. cit.
[10] Christliche Initiative Romero (2019), op. cit.
[11] Christliche Initiative Romero (2019), op. cit.
[12] Common Objective, „Death, Injury and Health in the Fashion Industry”, (o. J.), Zugriff am 18.03.2019, Basierend auf Global Fashion Agenda & The Boston Consulting Group, „Pulse of the Fashion Industry“, (2017), Zugriff am 18.03.2019
[13] Deutschlandfunk Nova, Nachhaltige Mode: Anspruch und Kaufverhalten klaffen auseinander, (2019), Zugriff am 03.12.2019, .
[14] McKinsey & Company, (2016), op. cit.
[15] Greenpeace, Konsumkollaps durch Fast Fashion, (2017), Zugriff am 05.12.2019
[16] Ellen McArthur Foundation, (2017), op. cit.

Zero Waste Weihnachten

Zero Waste Weihnachten – geht das?

Weihnachten, kommt alle Jahre wieder und bringt leider nicht immer nur schöne Gefühle mit sich. Denn gerade wenn man selbst versucht einen nachhaltigeren Lebensweg zu gehen, kann man in dieser Zeit besonders bei Familie und Co. vermehrt auf Widerstand treffen.
Zero Waste Weihnachten? Geht das überhaupt und was sind die wichtigsten Dinge auf, die du achten kannst?

Wie du dem Konsumwahnsinn an Weihnachten liebevoll entgegenwirken kannst, um ein Stück weiter in Richtung Zero Waste Weihnachten zu rücken und vielleicht sogar das ein oder andere Familienmitglied vom nachhaltigen Lebensstil mitzubegeistern, liest du in unserem heutigen Artikel.

Inspirieren statt Missionieren –
Unsere Zero Waste Weihnachten – Tipps

Bevor es losgeht, möchten wir noch ein paar Worte über derlei Tipps und, was vielleicht der ein oder andere Mensch jetzt erwarten könnte, verlieren:
Grundsätzlich gilt: Jeder Mensch ist unendlich individuell, genauso wie jede Familie.

Wir können folgende Dinge nicht für dich tun:

1. Jede nur erdenkliche Möglichkeit aufzählen für ein Zero Waste Weihnachten.
2. Eine allgemeingültige Lösung vorstellen, mit der du deine Familie überzeugst, ebenfalls ein nachhaltigeres Weihnachten zu verbringen, denn die gibt es nicht.

Was wir aber stattdessen tun können ist:

1. Dir Ideen geben, was du tun kannst und dir zeigen, wo du noch mehr davon findest
(Bsp.: Mygreenhomemag , Pinterest etc.)
2. Dir von unseren Erfahrungen berichten.
3. Dir die Möglichkeit geben, dich in unserer Instagram-Community mit Anderen auszutauschen und dort auch deine eigenen Ideen zu teilen.

Ein Grundsatz, den wir an Weihnachten (und auch im Rest des Jahres) verfolgen ist: Inspirieren statt Missionieren. Indem wir vorleben, was wir für richtig halten und auf Nachfrage auch offen darüber sprechen, konnten wir schon die eine oder andere Person in unserem Umfeld zum Nachdenken anregen.
Natürlich sprechen wir manche Dinge auch mal direkt an, ohne erst extra danach gefragt zu werden, aber wir versuchen dies immer möglichst freundlich zu tun, um unser Gegenüber langsam für das Thema Nachhaltigkeit zu öffnen.

Zero Waste Weihnachtsgeschenke – Was soll ich mir wünschen?

Wenn dieses Jahr wieder die Frage nach den Geschenken kommt, haben wir folgende 1. Idee für dich: Überlege dir schon vorher, welche nachhaltigen Dinge dir Freude bereiten würden, wünsche dir diese und erklär auch gleich noch, wieso du gerade diese gerne haben möchtest.
Am besten verwendest du bei deiner Erklärung sogenannte „Ich-Sätze“, damit sich dein Gegenüber nicht von dir belehrt fühlt.

Bsp.: „Ich wünsche mir dieses Jahr ein Buch, wie man Haushaltsreiniger selber macht, weil ich gerne weniger Chemikalien in meinem Haushalt verwenden würde.“ Oder „Ich wünsche mir eine Brotbox aus Edelstahl weil, darin mein Brot nicht mehr den Geschmack des Plastiks annimmt.“

Aber bleiben wir mal bei dem Thema: Welche nachhaltigen Dinge kann ich mir zu meinem Zero Waste Weihnachten wünschen und wie bringe ich das meiner Familie bei?
Diese Frage ist zum Einen eigentlich sehr einfach, zum Anderen auch gar nicht so leicht zu beantworten, denn sie ist extrem individuell!

1. Überlege dir: Was brauchst du?
Vielleicht bist du erst Zero Waste Anfänger*in, dann fehlen dir vielleicht ein paar Dinge zur Grundauststattung, die du gerne hättest. Mach dir davon eine Liste und suche dann in deiner Umgebung oder online nach Produkten, die dir zusagen. (Bsp.: Haarwaschseife/festes Shampoo, Edelstahldosen/-strohhalme, einen nachhaltigen Kalender, ein Buch zum Thema ZW etc.)

Falls du diesbezüglich schon alles hast, wünsche dir Zeit! Mein Papa hat sich dieses Jahr genau das von mir gewünscht, indem er sagte: „Das Einzige, was ich mir von dir wünsche, ist ein Tag mit dir, egal ob wir Bummeln gehen, was Essen oder in die Sauna, ich möchte einfach Zeit mit dir verbringen.“ Wenn du das so sagst, dann geht wahrscheinlich den meisten Menschen das Herz auf. Mir ging es zumindest so. :)

Es macht wirklich Sinn genau zu recherchieren, welches Produkt du haben möchtest, denn so ist es auch für deine Verwandten leichter dem nachzukommen, wenn sie genaue Vorgaben haben.

2. Formuliere deinen Wunsch nachvollziehbar
Am Besten formulierst du deinen Wunsch so, dass die schenkende Person auch gut nachvollziehen kann, wieso dir dieser Wunsch wichtig ist: „Ich wünsche mir dieses Jahr ein Buch wie man Haushaltsreiniger selber macht, weil ich gerne weniger Chemikalien in meinem Haushalt verwenden würde.“

3. Thema Süßigkeiten
Manche Verwandte möchten unbedingt auch etwas Süßes schenken. Du kannst sie dann entweder bitten, etwas selbst zu machen und dir in einer hübschen Dose zu schenken (die kannst du im Zweifelsfall auch weiterverschenken, oder du suchst nachhaltige Süßigkeiten raus, die dir schmecken und von denen du ihnen vorschwärmst. :)
Bsp.: „Oh man diese Schokolade aus unserem Unverpackt Laden ist so lecker! Wenn du mir was Süßes schenken willst, dann bitte nur noch die, die ist einfach so gut!“ (Es gibt übrigens auch Schokolade, die in kompostierbare Folie verpackt ist. Nicht die beste Lösung aber besser als einzeln eingeschweißte Süßigkeiten oder ähnliches allemal.

4. Die Verpackung
Du kannst auch immer nochmal ganz klar sagen, dass du dir wünschst, dass deine Geschenke, nicht in Plastik eingepackt werden, da du gelesen hast, dass das sehr ungesund ist, weil das Plastik auch in unseren Körper gelangt. (Natürlich gibt es noch mehr Argumente wie den Umweltaspekt, aber von dem fühlen sich viele einfach nicht so sehr betroffen)

Je nachdem, wie offen deine Familie ist, kannst du natürlich noch viel mehr sagen, wie z.B. dass deine Geschenke auch gern 2nd Hand sein dürfen, bitte möglichst regional produziert oder vegan sein sollten. Überleg dir einfach, was dir besonders wichtig ist und teile das deiner Familie auch auf freundliche Weise mit.

Auch wenn wir wissen, dass es immer Menschen geben wird, die auf den zu Beschenkenden keine Rücksicht nehmen wollen, wir hoffen, dass dir diese 4 Punkte etwas helfen konnten und du damit wirklich nur die Dinge bekommst, die du dir wünschst.

Zero Waste Weihnachtsgeschenke
© Luzie Liz

Zero Waste Weihnachtsgeschenke – Was schenke ich meiner Familie und Freunden?

Sicher ist es dir auch wichtig, dass die Geschenke für deine Liebsten so Zero Waste, wie möglich sind und du ihnen dadurch gleichzeitig einen nachhaltigeren Lebensstil liebevoll vermitteln kannst.
Auch hier gibt es natürlich wieder unglaublich viele Möglichkeiten, abhängig von Alter, Vorlieben, Bedürfnissen, Umgebung, dem eigenen Budget und Co., deshalb halten wir diese Tipps auch sehr allgemein.

1. Zeit schenken:
Für uns persönlich ist Zeit immer das schönste Geschenk. Das kann ein Kinobesuch, ein Picknick, ein Saunaabend, gemeinsam Kochen oder Ähnliches sein.
Wenn du nicht ganz mit „leeren Händen“ dastehen möchtest, kannst du passend zum Thema auch noch etwas Nachhaltiges dazu schenken.
Entscheidest du dich zum Beispiel für einen gemeinsamen Kochabend als Geschenk, könntest du eine selbstgemachte Gewürzmischung in einem hübschen Glas verschenken. Für ein gemeinsames Picknick mit Freunden, könnte ein Edelstahlbehälter/-flasche für die Snacks eine tolle Geschenkidee sein.

2. Was wird wirklich benötigt? – das perfekt zugeschnittene Geschenk
Wenn du doch lieber etwas Materielles und Nachhaltiges schenken willst, solltest du dir vorher immer erstmal überlegen, was diese Person WIRKLICH gebrauchen könnte und welche nachhaltige Alternative dafür gut geeignet wäre. Wenn der zu Beschenkende gern Cocktailparties veranstaltet, sind sicherlich einige Glas-/Edelstahlstrohhalme, sowie nachhaltig produzierte Zutaten für die Cocktails ein wunderbares Geschenk.

3. Second Hand Verschenken
Für die Kleinsten etwas zu finden, ist es wahrscheinlich noch am Einfachsten, denn hier gibt es tolle Bücher, Kleidung, CDs, DVDs etc., die du 2nd Hand  kaufen kannst. (Auch zum Thema Nachhaltigkeit gibt es schöne Kinderbücher z.B. „Plastian – der kleine Fisch“)

4. Wissen Verschenken
Allgemein kannst du natürlich auch immer Bücher oder DVDs zu dem Thema Nachhaltigkeit schenken. Hier kann es aber schnell passieren, dass sich die beschenkte Person belehrt fühlt und sich das jeweilige Geschenk dann überhaupt nicht mehr ansieht. Es macht also Sinn, hier wirklich mit Bedacht auszuwählen.

5. Zero Waste Weihnachtsgeschenke selber machen
Du kannst übrigens auch deiner gesamten Familie eine nachhaltige Freude machen, indem du z.B. das Festtagsessen übernimmst und es nachhaltig gestaltest. Auch das Selbermachen von Geschenken bietet dir unglaublich viele Möglichkeiten deine Liebsten nachhaltig zu Beschenken. Selbstgemachte Bienenwachstücher, die sie in der Küche als Ersatz für Frischhaltefolie verwenden können, ist nur eine von tausenden Ideen, die du umsetzen kannst.

6. Für einen guten Zweck Spenden
Inzwischen gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten statt eines Materiellen Geschenks, gezielt Geldspenden für gemeinnützige Organisationen zu verschenken. Ist der zu Beschenkende beispielsweise sehr tierlieb, kannst du zum Beispiel eine Tierpatenschaft verschenken. Aber auch Aufforstungsprojekte, bei denen du Bäume verschenken kannst oder Spenden für Organisationen, die sich mit der Reinigung unserer Ozeane auseinandersetzen, sind tolle Ideen, um deine Liebsten nachhaltig zu beschenken.

Falls du noch mehr Zero Waste Weihnachtsgeschenk-Ideen hast, schreib sie gerne unten in die Kommentare!

Zero Waste Geschenkverpackungen

Zero Waste Weihnachtsgeschenkverpackungen

Wenn du dann alle deine Zero Waste Weihnachtsgeschenke beisammen hast, stellt sich natürlich die Frage, wie werden die Geschenke nun verpackt ohne unnötig Müll zu produzieren?

Hier gibt es wieder unzählige Möglichkeiten, von denen wir dir gern 5 vorstellen möchten. Wenn du noch eine besonders schöne Idee hast, schreib sie gerne in die Kommentare!

1. Zeitungspapier – das sieht besonders aus, ist mehr oder weniger kostenlos und passt selbst um das größte Geschenk

2. Stoffreste – funktioniert im Grunde genauso, wie das Zeitungspapier und kann sogar immer wieder verwendet werden.

3. Hals-/Geschirrtücher – das macht nur Sinn, wenn der Beschenkte da noch einen Mangel hat oder leidenschaftlich Halstücher trägt ;)

4. Alte Kinderzeichnungen – diesen Tipp haben wir von einer unserer treuen Instagram FollowerInnen erhalten, oft bringen Kinder im Laufe ihrer Kindergartenzeit sehr viele Kunstwerke mit, die auf Dauer nur verstauben, so bekommen sie nochmal einen schönen Sinn.

5. Baumwollsäckchen – der Vorteil an diesen ist, dass man sie auch immer wiederverwenden kann, im Zweifelsfall auch beim Einkaufen.

Wenn du einen der Tipps zu Weihnachten umsetzt, schick uns gern ein Foto davon! Wir freuen uns immer, wenn wir sehen, dass unsere Ideen auch umgesetzt werden. :)

Zero_waste_Weihnachtsbaum
© Irina Iriser

Zero Waste Weihnachtsbaum, Adventskranz & Deko

Eine häufige Frage, die im letzten Jahr in unserer Instagram Community aufkam, war auch, wie du Weihnachtsbaum, Adventskranz und Deko nachhaltig gestalten kann.

Grundsätzlich müssen wir leider sagen, echte Weihnachtsbäume sind, wenn sie nur für ein paar Wochen in der Wohnung stehen, um danach entsorgt zu werden, nicht wirklich nachhaltig. Denn hier wird ein Baum großgezogen, nur um gefällt zu werden.
Zum Glück gibt es auch wieder zahlreiche Alternativen, die du für dein Zero Waste Weihnachten nutzen kannst.
Vor kurzem erreichte uns der Hinweis auf ein wunderbares StartUp aus dem Raum Leipzig und Dresden: Baumkind bietet lebende Weihnachtsbäume im Topf an, die nach dem Weihnachtsfest wieder abgeholt und zur Aufforstung genutzt werden.

Aber es gibt noch mehr Möglichkeiten: Vom selbstgemachten Baum aus Holz von @rooferdaddy, über einen Filzbaum, den du an die Tür hängen kannst, gibt es nahezu alles, was man sich (nicht) vorstellen kann.
Damit du die für dich perfekte Alternative findest, empfehlen wir dir mal DIY Weihnachtsbaum/Christmastree bei Pinterest einzugeben.
Dasselbe kannst du übrigens auch für Adventskränze, -kalender oder Deko machen. :)

Was wir uns allerdings auch gefragt haben, als wir eure Nachrichten gelesen haben: Kauft ihr jedes Jahr neue Deko?
Vielleicht ist das der erste Schritt zu einer nachhaltigeren Gestaltung deiner weihnachtlichen Wohnung: Das verwenden, was schon da ist und nicht erst neue Weihnachtsdeko kaufen.

Bei Deko, kannst du auch viele schöne Dinge aus der Natur nutzen, wie z.B. Holz, Tannenzapfen, Nüsse etc.

Hast du Lust uns von deinem diesjährigen nachhaltigen Weihnachts-DIY-Projekt zu berichten? Wir freuen uns über deine Kommentare.