Zero Waste Menstruation & Sexualität

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Sex und Menstruation, zwei Themen, mit denen jeder Mensch über kurz oder lang in Berührung kommt. In diesem Artikel soll es darum gehen, wie du deine ganz persönliche Zero Waste Menstruation-Routine entwickelst und wie du bei beiden Themen, Sex und Menstruation Müll vermeiden, bzw. deiner Gesundheit etwas Gutes tun kannst. Wir werden über verschiedene Verhütungsmethoden und unsere eigenen Erfahrungen damit berichten. Auch beim Thema Zero Waste Menstruation gehen wir auf alle, uns bekannten Alternativen ein, die dir bei der Müllvermeidung helfen können und stellen sie dir ausführlich mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Uns ist es wichtig, dass die Periode nicht als etwas Ekliges betrachtet wird, sondern, dass Frauen und Männer sie wieder als das annehmen, was sie ist, nämlich ein natürlicher Vorgang, der weder unhygienisch noch abstoßend ist.

Das Einzige Themengebiet, das wir auslassen, sind die hormonellen Verhütungsmittel. Pille, Hormonspritze und Co. können und möchten wir nicht empfehlen, da sie den Hormonhaushalt einer Frau derart durcheinander bringen und so starke Nebenwirkungen damit einher gehen können, dass wir diese Form der Verhütung nicht „bewerben“ möchten.
Und noch etwas vorneweg: Der Schutz vor Geschlechtskrankheiten ist das A und O, du solltest also außerhalb einer festen Partnerschaft immer ein Kondom verwenden, auch wenn hierbei Müll entsteht, deine Gesundheit ist wichtiger. Welche Marken du wählen kannst, die nachhaltig sind, erläutern wir dir weiter unten.

Zero Waste Sex – Verhütungsmethoden

Wer eine absolut nebenwirkungsfreie Verhütung möchte, ist wohl am besten mit Kondomen, NFP und Diaphragma aufgestellt.

Die müllärmste Verhütungmethode ist NFP. Allerdings ist diese Verhütungsmethode nicht für jede Frau geeignet und definitiv nicht (uneingeschränkt) jungen Mädchen zu empfehlen, da du, um diese Verhütungsmethode sich anwenden zu können, deinen eigenen Körper sehr gut kennen solltest. Wenn du gerne detailliertere Informationen zum Thema Verhütung möchtest, können wir dir Generation Pille sehr ans Herz legen, dort bekommst du zu vielen Themen rund um Verhütung viele Informationen.

Zero Waste Menstruation – Menstruationstasse

Natürlich gibt es zum Thema Zero Waste Menstruation verschiedenste Möglichkeiten der Monatshygiene.
Vorneweg: Wie immer gilt, es gibt keine pauschale Empfehlung für irgendeine der Alternativen. Wir versuchen nur, die Vor- und Nachteile möglichst sachlich nach unseren eigenen Erfahrungen zu bewerten und hoffen, dir so eine Hilfe geben zu können.
Anfangen möchten wir mit der Menstruationstasse (im Weiteren Cup genannt).
Sie ist mittlerweile wohl die bekannteste Alternative zu Tampons und hat definitiv viele Vorteile.
Wichtig ist: Nicht jede Tasse passt jeder Frau, Tests wie z.B. Tassenfinder.de oder die FB Gruppe „Menstruationstasse“ sind Anlaufstellen, die dir helfen können die richtige Tasse für dich zu finden.

Die Anwendung ist theoretisch sehr einfach, erfordert aber, ebenso wie beim Tampon, erst einmal etwas Übung. Bei der Einen dauert das länger, bei der Anderen geht es schnell. Die Cups bestehen aus medizinischem Silikon und sind somit hypoallergen, sehr schadstoff- und risikoarm und können bis zu 10 Jahre verwendet werden. Ein riesiger Vorteil des Cups ist, dass du ihn theoretisch nur 2 Mal am Tag wechseln musst. Morgens nach dem Aufstehen und kann dann bis zu 12 h getragen werden, danach sollte man ihn aus hygienischen Gründen entleeren. Solltest du unterwegs sein, kannst du ihn einfach in einer Toilette ausleeren und wieder einsetzen oder vorher noch mit Toilettenpapier oder Wasser aus einer Wasserflasche säubern.

Wenn deine Tage vorbei sind, reinige den Cup gründlich mit Wasser. Grundsätzlich wird empfohlen, dass man ihn auch in heißem Wasser abkochen soll. Im Gegensatz zum Tampon, werden beim Cup die Schleimhäute nicht ausgetrocknet und auch die Gefahr von Bakterien, die in der Vagina nichts zu suchen haben, ist geringer aufgrund des nicht vorhandenen Rückholfadens.

Der Preis für solche Cups geht weit auseinander, manche sind ab 10 € zu bekommen, andere kosten 40€. Wer sich für diese Methode entscheidet, sollte aber nicht am Preis sparen.

Bei Frauen mit Endometriose und Kupferball/-spirale/-kette wird davon abgeraten den Cup zu verwenden. Frage hier am besten den*die Gynäkologen*in deines Vertrauens um Rat.

Zero Waste Menstruation – Binden & Schwämmchen

Eine weitere Alternative zu Tampons und für die konventionellen Wegwerfbinden stellen die waschbaren Binden und Menstruationsschämmchen dar. Auch bei diesen beiden gibt es Vor- und Nachteile.
Fangen wir mit den Binden an. Die, die wir dir oben verlinkt haben sind von Kulmine.de, aber es gibt mittlerweile viele verschiedene Anbieter. Wichtig ist, dass sie aus 100% Bio-Baumwolle bestehen. Selbstverständlich kannst du dir deine eigenen waschbaren Binden auch selber nähen, eine Anleitung mit Schnittmuster dafür findest du in unserer Bibliothek.

Benutzt werden sie wie normale Binden auch, du legst sie einfach in deine Unterhose ein (manche sind mit einem Druckknopf fixierbar). Je nach gewählter Stärke, halten die Binden auch starke Blutungen für ein paar Stunden durch.

Wenn du sie unterwegs wechseln willst, bietet es sich an, immer einen feuchtigkeitsabweisenden Beutel zu verwenden, in dem du die Binden aufbewahrst, bis du wieder zuhause bist (manche benutzen hierfür extra Wetbags, doch eine alte Plastiktüte oder eine Dose tut es auch und spart Geld). Zuhause kannst du sie dann einfach in kaltem Wasser einweichen und später in der Waschmaschine waschen.

Eine weitere Alternative sind die Menstruationsschwämmchen. Sie bestehen aus Naturschwämmen (also nicht vegan) und werden vor der levantinischen Küste im Meer geerntet. Wichtig ist beim Kauf solcher Schwämme darauf zu achten, dass sie handgepflückt werden und aus nachhaltig bewirtschafteten und kontrollierten Zuchtgebieten kommen. Nur so kann ein Nachwachsen der gekauften Schwämme sichergestellt werden. Die Schwämme selbst funktionieren wie Tampons, man führt sie ein und sie saugen dann das Blut auf. Sobald sie voll sind, nimmt man sie raus und wäscht sie einfach mit kaltem Wasser aus. Es wird empfohlen noch eine wiederverwendbare Slip-Einlage oder Binde zusätzlich zu verwenden. Für leichte bis mittelschwere Tage sind sie super (auch ohne zusätzlichen Schutz), sehr starke Tage aber schafften sie bei uns nur maximal 2,5 h, bevor dann auch Blut in der Unterhose landete.
Ein riesen Vorteil der Schwämmchen gegenüber Tampons ist, dass sie die Schleimhäute nicht austrocknen, super angenehm zu tragen sind und bedeutend weniger Müll und Chemieverbrauch durch sie anfällt.
Ihre Reinigung nach der Periode ist auch sehr simpel. Entweder du legst die Schwämmchen für ein paar Stunden in Essigwasser ein, oder in Wasser mit einigen Tropfen Teebaumöl. Aufbewahren kannst du sie, nach dem Trocknen in einem Behälter oder Baumwollsäckchen. So sind sie garantiert hygienisch sauber bei der nächsten Periode.

Nachhaltige Tampons & MenstruationsUnterwäsche

Es gibt immer wieder Frauen, die aus den verschiedensten Gründen nicht auf die bisher genannten Alternativen umsteigen möchten oder können und lieber bei den konventionellen Tampons bleiben wollen. Auch hierfür gibt es mittlerweile einige nachhaltige Alternativen.
So z.B. die Tampons von Einhorn Period. Sie bieten faire Tampons aus 100% Bio-Baumwolle, ohne Plastiküberzug und chlorfrei gebleicht an.

Eine weitere Variante, die wir euch nicht vorenthalten wollen, ist sogenannte Menstruationsunterwäsche. Das sind Höschen, die wie Slips aussehen, aber im Schritt verstärkt und darauf ausgelegt sind deine Blutung aufzufangen.

Die bisher nachhaltigste Marke, die wir dazu finden konnten, ist Ooshi. Ihre Hosen bestehen aus Merinowolle (ohne Mulesing), Baumwolle, Elasthan, Polyamid und noch einigen anderen synthetischen Stoffen.
Sie tragen auf jeden Fall zur Müllvermeidung bei, da sie aber zum einen nicht vegan sind, und zum anderen auch (sicher produktbedingt) nicht ohne Kunststoffe auskommen, sind sie für uns nicht der Favorit.

Aber wenn du damit gut fährst, ist es (aus Zero Waste und gesundheitlicher Sicht) immer noch besser als konventionelle Tampons oder Binden zu verwenden (so denken wir).

Wenn du gerne noch mehr zu den beiden Alternativen erfahren willst, schau dir unbedingt die verlinkten Webseiten an, dort findest du transparent sehr viele Informationen zu Herstellung, Materialien und Co.
Und wenn du schon mit dem ein oder anderen Erfahrung gemacht hast, oder einfach allgemein deine Meinung zum Thema Monatshygiene teilen willst, schreib das gerne in die Kommentare, sodass wir uns austauschen können.

Gleitgel & Nachhaltiges Sexspielzeug

Sex sollte etwas Wunderschönes sein und wir Menschen haben oft Lust, uns neben einem oder mehreren Partner*innen auch noch andere Utensilien mit dazu zu holen. Wichtig ist dabei immer auf die eigene Sicherheit und die der*des Anderen zu achten.
Nicht nur, was das Schützen vor sexuell übertragbaren Krankheiten angeht (Kondome/Lecktuch), sondern auch in Bezug auf  Spielzeug und Gleitgel. Das Schöne ist, Gesundheit und Nachhaltigkeit gehen hierbei Hand in Hand, denn die Produkte, die der Gesundheit zuträglich sind, sind auch oft besonders nachhaltig.

Insbesondere billige Toys aus Kunststoff enthalten oft vielerlei Schadstoffen, Weichmacher, Flammschutzmittel und andere Chemikalien lösen sich aus ihnen und werden über unsere Schleimhäute aufgenommen.

Die gute Alternative, sind z.B. Naturprodukte wie Holz, Glas, Halb-Edelsteinen oder Naturkautschuk. Sie sind im Toys Bereich keine Seltenheit mehr und viele können auch wieder aufgeladen werden, sodass du keine Ersatzbatterien benötigst.
Insbesondere Glas und Holz sind sehr umweltschonende Produkte, da sie gut recycelt werden können. Vor Splittern und Co. muss man keine Angst haben, denn diese Produkte sind natürlich besonders für den Gebrauch in empfindlichen Körperregionen konstruiert. Entsprechendes findest du z.B. auf Amorelie.de

„Welches Gleitgel?“ ist auch noch eine Frage, die unsere Community uns öfter gestellt hat. Tatsächlich gibt es ein Rezept zum selber machen, wir haben es euch in der Story verlinkt, aber noch nicht selbst getestet. Wer lieber auf vorgefertigte Texturen vertrauen möchte, kann das Gel von BIOglide verwenden. Dieses ist zwar nicht plastikfrei, aber immerhin 100% biologisch und sogar essbar. Wichtig ist natürlich immer, wenn du entsprechende Dinge verwenden willst: Sprich mit deinem Partner*deiner Partnerin darüber und klärt auch ab, wer was möchte und erleben will. Nein, heißt nein und niemand sollte zu irgendetwas überredet werden. Sex soll schließlich allen Beteiligten Spaß machen.

Zero Waste mit Kindern

In diesem Artikel dreht sich alles um das Thema Zero Waste mit Kindern. Auch wenn wir selbst noch keine haben, sehen wir das Zero Waste Leben mit Kindern als einen extrem wichtigen Punkt, da unsere Kinder letztendlich die Welt bewohnen werden, wenn wir nicht mehr da sind. Und dazu gehört für uns auch, dass sie wissen, wie man einen möglichst nachhaltigen Lebensstil führen kann.

Die Vorteile von Zero Waste mit Kindern

Doch welche Vorteile bringt ein müllärmeres Leben mit Kindern?

1. Minimalismus

Wenn du mit Kindern müllarm leben willst, kommt es über kurz oder lang dazu, dass du bestimmte Dinge einfach nicht mehr kaufst und sie dementsprechend nicht zu Hause zur Verfügung stehen. Diese Form des Minimalismus hilft, dass Kinder (und Erwachsene) wieder kreativer werden, was sie mit ihrer Zeit anfangen könnten. Denn anstatt wieder ein neues Spielzeug nach kurzer Zeit in die Ecke zu schmeißen, wird einfach aus dem Vorhandenen etwas „Neues“ gemacht.

2. Bewusstsein

Kinder können oft so viel mehr, als wir ihnen zutrauen. Wenn du ihnen kindgerecht erklärst, wieso du z.B. keine Plastikflaschen kaufst, können sie dieses Wissen auch auf andere Dinge übertragen (z.B. auf Spielsachen, die sie gerne hätten). Sicherlich, das wird nicht immer so laufen, doch wenn du Kindern vorlebst, dass es auch andere Wege gibt und sie dabei liebevoll mitnimmst, fühlen sie sich angenommen und wollen auch etwas tun, dass ihnen und der Umwelt gut tut.
Ein kurzes Beispiel illustriert diese Tatsache vielleicht ganz gut: die 8 Jährige Tochter einer Freundin hat einen Ausflug in den Unverpackt Laden gemacht, dort wurde den Kindern erklärt, wieso Plastik schlecht für die Umwelt ist. 2 Monate später hatte sie Geburtstag und war super stolz, dass sie dieses Mal nichts aus Plastik bekommen bzw. sich gewünscht hatte.

3. Zeit statt Zeug

Anstatt Kinder mit Süßigkeiten, Spielzeug oder Ähnlichem zu belohnen, kannst du auch einen schönen Ausflug machen. Das kann auch einfach nur ein Waldspaziergang sein, bei dem die Kinder z.B. schauen, wie viele verschiedene Bäume sie entdecken. Dadurch vertiefen sich die Beziehungen und die Kinder bekommen eine Verbindung zur Natur, die so heute leider eher selten geworden ist.
Es muss aber nicht immer außer Haus sein, man kann auch Spielzeug selber machen (z.B. Knete, das Rezept liefern wir noch nach), vorlesen, malen oder Ähnliches, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

4. Gesundheit

Es liegt eigentlich auf der Hand, je weniger Kinder mit Plastik, Alu und Co. in Berührung kommen, desto besser. Auch bei Kleidung, Kinderkosmetik, Spielzeug und Co. macht es Sinn, darauf zu achten, da über die Haut auch viele Schadstoffe aufgenommen werden können. Ein letzter Tipp noch, den wir bei @simplyzero_de gefunden haben: Wenn dein Kind etwas bei Freunden ganz toll findet (z.B. das Trampolin),  nutze diese Begeisterung doch, um diese Freunde öfter zu besuchen. So bleibt das Trampolin etwas Besonderes und man verbringt mehr Zeit mit den Menschen, die einem wichtig sind.

Tipps für Minimalismus mit Kindern

Das ist ja alles schön und gut, doch wie lässt sich Minimalismus oder Zero Waste mit Kindern jetzt tatsächlich in die Tat umsetzen? Minimalismus mit Kindern – klingt erst einmal ein bisschen wie ein Widerspruch in sich, oder? Es ist allerdings tatsächlich möglich!
Unsere heutigen Tipps haben wir auf dem Blog „Hinterland“ von Namika gefunden.
Sie hat selbst eine vierjährige Tochter und weiß also definitiv, wovon sie spricht.
Folgende Ideen teilt sie zum Thema „Minimalismus mit Kind“:
Ganz vorn an stellt Namika, das Element der „Kommunikation“. Sie ist überzeugt davon, dass Reden extrem hilfreich ist, besonders dann, wenn man dem Kind die Hintergründe erklärt, weshalb es auf eine bestimmte Weise handeln sollte, denn ihrer Erfahrung nach sind Kinder viel verständnisvoller, als du es oft erwartest, wichtig ist hierbei sie ernst zu nehmen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.

1. Nicht alles sofort wollen – Menschen sind Gewohnheitstiere, so müssen sich auch Kinder in Ruhe an etwas Neues gewöhnen können, dadurch kann es den Wandlungsprozess aktiv miterleben und als nützlich für sich annehmen.

2. Das Spielverhalten beobachten – Fällt dir beim Beobachten des Spielverhalten deines Kindes auf, dass es mit einigen Gegenständen besonders gern spielt und dafür andere links liegen lässt, dann hast du hier schon eine Stelle, an der du in Sachen Minimalismus ansetzen kannst.

3. Das Tauschregal – Wenn du dir wirklich ganz sicher sein möchtest, was für dein Kind wichtig ist und auf welche Spielzeuge es gut und gern verzichten könnte, dann lege mit ihm gemeinsam ein Tauschregal an. Während einige Spielsachen immer zur Verfügung stehen, werden andere ins Tauschregal gelegt. Möchte dein Kind mit einem Gegenstand aus dem Tauschregal spielen, legt es dafür ein anderes Spielzeug aus seinem Zimmer hinein. Wenn manche Tauschregalbewohner nach zwei, drei Monaten nie getauscht wurden, dann können sie ohne schlechtes Gewissen weggegeben werden.

4. Die Bibliothek – dieser Begriff ist an dieser Stelle doppeldeutig gemeint. Zum Einen kannst du auch mit Büchern eine Art „Tauschregal“ erstellen, das vom Prinzip her genauso funktioniert, zum Anderen ist es durchaus sinnvoll in die städtische Bibliothek zu gehen und sich dort Bücher auszuleihen, als wirklich jedes Kinderbuch selbst besitzen zu müssen.

5. Veranstalte Spielzeug-Tausch-Nachmittage – Was die Mamas als Klamotten-Tausch-Parties kennen, kannst du auch für deine Kinder für deren Spielzeuge mit Freunden im gleichen Alter organisieren. Du schlägst hier zwei Fliegen mit einer Klappe, dein Kind wird Abwechslung in seiner Spielkiste erhalten und gleichzeitig verbringt es einen schönen Nachmittag mit seinen Freunden. Besonders toll ist auch er Aspekt, dass die Kinder dabei gleich das Teilen bzw. Tauschen lernen.

6. Gib nicht sofort alles weg. – Taste dich langsam ran und lege Stück für Stück mal ein paar Sachen zur Seite. Manchmal fällt das auf und dein Kind holt sich die Sachen zurück, dann weißt du, dass du sie (noch) nicht weggeben kannst.

Noch mehr Ideen und Inspirationen findest du auf Namikas Blog.

DIY – Zero Waste Knetmasse

Das heutige Rezept haben wir von dem Blog zerowastefamilie.de und wir können ihn insbesondere für Familien empfehlen, die auf dem Land leben, denn genau dort wohnt die vierköpfige Familie.
Das Rezept ist wirklich simpel und der große Vorteil: die Knete ist nachhaltig (ohne Paraffin, Erdöl, Plastik oder ähnlichem) und durch die Zitronensäure trocknet sie auch nicht so schnell aus und ist dennoch genauso elastisch und gut nutzbar wie die, die man im Laden kaufen kann.

Für alle, die keine Lebensmittelfarbe nutzen wollen, gibt es verschiedene natürliche Färbemittel:
rot: Rote-Beete-Saft
dunkelrot: gekochter Holunderbeersaft
blau: Blaubeerensaft gelb: Kurkuma

Die Knetmasse sollte sich in luftdichten Gefäßen und gekühlt mehrere Wochen halten.
Du kannst allerdings auch erst einmal den Teig so formen, wie du ihn gerne hättest und dann lässt du ihn trocknen (oder bei 140 Grad für 45 min im Ofen ausbacken). Die festen Kunstwerke, kann man dann mit Wasserfarben bemalen und z.B. für den Kaufmannsladen oder andere Spielmöglichkeiten nutzen. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

DIY Zero Waste Feuchttücher

Feuchttücher sind eines der Produkte, die zum Einen sehr praktisch, zum Anderen aber auch wieder sehr umweltbelastend sind. Nicht nur Aufgrund der Verpackung oder dem anfallenden Müll, sondern auch wegen der Inhaltstoffe, die nicht bei jedem Anbieter natürlich und umweltschonend sind. Das dachte sich auch der Blog zerowastegroßfamilie.blogspot.com und hat deshalb eine gute Alternative vorgestellt.
Sie ist simpel und günstig. Man schneidet ein (altes) Flanelltuch in 12×12 cm große Stücke (mit der Zick-Zack Schere wird das Ausfransen eingedämmt) und dann mischt man noch 100ml abgekochtes Wasser mit einem nativen Öl in einer Sprühflasche. Bei Bedarf wird dann einfach der Babypo großzügig eingesprüht und mit einem der Tücher abgewischt. Die benutzten Tücher kommen dann in einen dafür vorgesehenen Eimer und werden beim nächsten Waschgang mit gewaschen.
Eine weitere (oder auch zusätzliche) Alternative hat Olga von zerowastelifestyle.de vorgestellt. Hierfür benötigst du lediglich ein wenig Platz im Bad, sodass du dort den Wickelplatz nahe dem Waschbecken einrichten kannst. So benötigst du gar keine Tücher, sondern kann das Baby direkt im Waschbecken mit Wasser säubern.

Zero Waste Kindergarten

Der Kindergarten ist ein Ort, an dem viele Kinder einen großen Teil ihrer Zeit verbringen, und der auch einen erheblichen Einfluss auf ihr Weltverständnis haben kann. So kann eben hier auch schon ein Grundstein für ein Nachhaltigkeitsbewusstsein gelegt werden. Zum Einen, indem man die Kleinen liebevoll und altersgerecht an das Thema heranführt, zum Anderen aber auch, indem man ihnen direkt ein umweltbewusstes Verhalten vorlebt. Egal, ob Eltern oder Erzieher, jeder kann hier seinen Teil beitragen und ganz wichtig ist es auch, dass man in Kommunikation miteinander tritt.

Sicherlich kann man keine Pauschalaussagen treffen, was Kindergärten alles umsetzen können, doch ein paar Ideen wollen wir gerne heute mit euch teilen:

1. Schmierpapier – zum Malen und Klecksen kann man einfach überschüssige Fehldrucke und anderes einseitig bedrucktes Papier verwenden, welches sonst im Müll landen würde. Man kann auch einen Aufruf unter den Eltern starten und bitten, dass jeder regelmäßig solches Papier mitbringt.

2. Großpackungen kaufen und nichts einzeln Verpacktes (z.B. bei Lebensmitteln, Kleber, Stiften und Co.)

3. wenn etwas neu gekauft werden muss, zuerst einmal nach nachhaltigen Alternativen Ausschau halten (z.B. bei Farbe, Stiften, Windeln etc.)

4. Mittagessen – viele Kitas engagieren Catering-Services für das Essen, hier gibt es viele Möglichkeiten etwas nachhaltiger zu sein z.B. auf Bio achten, viele vegetarische Gerichte

5. Selbermachen – Süßigkeiten, Haushaltsreiniger, Brotaufstriche etc. Es gibt viele Dinge, die man im Kindergarten (mit den Kindern) selbst und kostengünstig herstellen kann.

6. Materialien bei Eltern einsammeln – wie beim Schmierpapier, kann man auch vieles, das man zum Basteln braucht von den Eltern erbitten (Schraubgläser, Zeitungen, Klopapierrollen etc.)

7. Die Eltern bitten, den Kindern keine verpackten Snacks/Süßigkeiten mitzugeben und selber auch keine verteilen.

Es gibt natürlich noch viele weitere Ideen, nicht alles wird für jeden KiGa umsetzbar, doch jeder kann etwas tun. Wie schon gesagt, wichtig ist es, dass die Kommunikation zwischen Eltern und Erziehern stimmt. Und wenn man auch hier respektvoll und freundlich miteinander umgeht, kann man sicherlich gemeinsam vieles erreichen.

Wir wissen, dass diese Vorschläge sehr allgemein gehalten sind. Falls du noch Fragen zu einem bestimmten Punkt hast, schreib ihn gerne in die Kommentare.

Nachhaltige Kindermode

Mode ist sicherlich ein Thema, das stark polarisieren kann. Doch worin wir uns wahrscheinlich alle einig sind, ist wohl, dass sie mit so wenig Leid und Naturzerstörung, wie möglich hergestellt werden sollte.
Nun wachsen Kinder oft sehr schnell, deshalb macht es bei ihnen tatsächlich Sinn, hauptsächlich Second Hand zu kaufen, da so der Geldbeutel geschont wird und nicht immer wieder neue Ressourcen verbraucht werden. Oder vielleicht hast du ja auch die Möglichkeit mit anderen Eltern in deiner Umgebung Kleidung zu tauschen, je nachdem welche Größe gerade benötigt wird?
Hier nochmal auf einen Blick, weshalb Second Hand Klamotten für Kinder so toll sind:

1) die Sachen werden mehrfach wiederverwendet
2) Keine (erneute) Ausbeutung der Arbeiter*innen
3) Enorme Ressourceneinsparungen
4) Schädliche Chemikalien wurden durch das häufige Waschen bereits rausgewaschen
5) Geld sparend
6) Du leihst/kaufst nur das, was du wirklich brauchst

Neu kaufen muss also im Grunde nicht sein, doch manchmal findet man vielleicht nicht das passende Kleid oder eine schöne Winterjacke und dann muss man nun mal doch nach anderen Alternativen Ausschau halten. Ja, die Preise sind höher, als die bei den gewohnten Modemarken. Das liegt vor allem daran, dass faire Produktionen und Biozertifizierte Rohstoffe ihren Preis haben. Wenn man diesen aber einmal auf lange Zeit betrachtet, kostet ein nachhaltig produziertes Shirt nicht mehr, als ein Billiges. Das liegt daran, dass wir in Zukunft für die Verschmutzung und Zerstörung unserer Umwelt ganz anders „drauf“ zahlen müssen, wenn wir so weiter konsumieren, wie bisher. Dieses Geld ist aber natürlich nicht in die 5 Euro eingerechnet, die man beim Billighersteller bezahlt.