10 Zero Waste Ideen für Fortgeschrittene – Tipps & Tricks für deinen Zero Waste Lifestyle

Auch beim Müllfreileben gibt es einige Lifehacks und tolle Zero Waste Ideen, die du unbedingt kennen solltest. 10 davon stellen wir dir heute vor. Viele dieser Tipps & Tricks sind ganz einfach umzusetzen, wenn du ein wenig Motivation und Durchhaltevermögen mitbringst. Am besten du suchst dir eine oder zwei unserer Ideen aus und probierst sie aus. Du musst keineswegs alles sofort umsetzen. Denk daran: jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung zählt und kann bereits einen großen Einfluss haben. Du kannst jeden Tag neu entscheiden, wie du dazu beitragen möchtest unsere Welt zu einem müllfreieren Ort zu machen. :)

1) Kaufe noch bewusster ein

Sicherlich kaufst du bereits sehr nachhaltig ein und wählst ganz sorgfältig die Produkte aus, die du letztendlich mit nach Hause nimmst. Vielleicht kennst du die folgenden Zero Waste Ideen noch nicht und kannst damit dein Kaufverhalten noch bewusster gestalten: Nimm einzelne Bananen mit. Oftmals kaufen Leute die Bananen im Bündel und so bleiben einzelne Bananen liegen und werden anschließend entsorgt, weil sie keiner kauft, du kannst hier also Gutes tun, indem du sie „rettest“. Schau am besten auch, ob ggf. Sachen in deinem Biomarkt oder Supermarkt reduziert sind, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum bald abläuft. Oft gibt es ein extra „Fach“ im Regal für solche Produkte. Dadurch hast du die Möglichkeit Lebensmittel zu retten und noch dazu etwas Geld zu sparen.
Du gehst regelmäßig auf dem Wochenmarkt einkaufen? Dann bring doch die Eierkartons und Obstschalen zu deinem Händler des Vertrauens zurück, sodass er sie wiederverwenden kann.

2) Optimiere deinen Haushalt

Du hast bestimmt bei deiner Umstellung auf Zero Waste peu à peu deine alten Tupperdosen und auch sonstige Plastikartikel aus deinem Haushalt verbannt, aber hast du schon von folgenden Zero Waste Ideen gehört, um deinen Haushalt noch müllfreier zu gestalten? Warum nicht einfach einen Bidet-Aufsatz an deiner Toilette montieren? Dadurch sparst du Unmengen von Klopapier. Solche Aufsätze gibt es in allen möglichen Preisklassen zu erwerben und es ist deine Entscheidung, wie viel Geld du dafür ausgeben kannst und möchtest, google am besten „Bidet Aufsatz“ und such dir ein deinen Vorstellungen entsprechendes Produkt raus. Ein weiterer Haushaltsoptimierungstipp, den wir dir ans Herz legen können: Nutze keine beschichteten Töpfe und Pfannen mehr und tausche diese nach und nach gegen Edelstahl- oder gusseiserne Pfannen aus. Mit der Zeit löst sich nämlich die Beschichtung und gelangt in dein Essen oder aber beim Säubern dann ins Abwasser, sodass daraus Mikroplastikpartikel entstehen.

3) Mache noch mehr Dinge selbst

Wahrscheinlich stellst du bereits dein eigenes Waschmittel her oder du produzierst deine eigene unverpackte Pflanzenmilch. Aber gerade jetzt in dieser Phase unseres Lebens, in der viele von uns mehr Zeit zu Hause verbringen (müssen), bietet es sich doch an, noch ein paar Dinge mehr selber zu machen. Wie wäre es denn mit deinem eigenem Trockenshampoo aus Stärke und Kakaopulver, um die Zeiträume zwischen deinen Haarwäschen zu vergrößern und damit noch mehr Wasser zu sparen? Oder du ziehst einfach mal aus deinen Küchenabfällen Pflanzen? Besonders eignen sich dafür Zwiebeln, Zitronengras, Ingwer, Salat, Fenchel, Knoblauch und noch einige mehr. Am besten du googlest, ob du dein Lieblingsgemüse dafür verwenden kannst.

4) Umgebe dich mit Dingen, die ein Leben lang halten

Du kennst sicherlich den Spruch: wer billig kauft, kauft zweimal. Da ist auf jeden Fall etwas Wahres dran. Wahrscheinlich kauft die Person in ihrem Leben nicht nur zweimal, sondern 3, 4 oder sogar 5 Mal das gleiche Produkt. Achte bei deinen zukünftigen Anschaffungen und vielleicht auch bei deinen Wünschen darauf, dass es sich dabei um Gegenstände handelt, die langlebig sind und dein Leben lang halten werden. Das heißt gute Qualität ist also das A und O, egal ob der Preis vielleicht auf den ersten Blick etwas hoch erscheint. Versuche bei deinen Technikprodukten so zu kaufen, dass es dir möglich ist, Akkus auszutauschen oder ggf. Kabel zu ersetzen, damit du nicht gleich ein neues Handy oder einen neuen Laptop kaufen musst. Apropos Kabel, ein weiterer wichtiger Aspekt, den du dir auf jeden Fall zu Herzen nehmen solltest ist der achtsame Umgang mit deinen Besitztümern. Auch wir müssen das in einigen Bereichen noch lernen, wie oft bin ich schon an meinem Kopfhörerkabel irgendwo hängen geblieben, weil ich zu sorglos damit umgegangen bin! Je besser du auf deine Sachen achtest, desto länger werden sie auch halten.

5) Sei perfekt vorbereitet, wenn du unterwegs bist

Geht es dir auch manchmal so, dass du eigentlich Zero Waste bereits in vielen Bereichen super gut umsetzt, aber wenn es darum geht, dass du unterwegs bist, wirst du immer wieder vor Situationen gestellt, die dich aus deinem Zero Waste Flow bringen? Am besten erstellst du dir ein Allround-Zero-Waste-Kit und packst es in deine Tasche, sodass du die nötigsten Utensilien immer dabei hast, im Idealfall auch für dein „unvorbereitetes“ Gegenüber, sodass du auch noch gutes Vorbild für dein näheres Umfeld sein und deine Freunde von Zero Waste begeistern kannst.

6) Achte bewusster auf deinen Wasserverbrauch

Oftmals achten wir nicht bewusst auf unseren Wasserverbrauch, Menschen unter uns, die in Regionen leben, in denen im Sommer das Wasser knapp wird (z.B. Südafrika, Kalifornien etc.), kennen das genaue beobachten des Wasserverbrauchs und auch dessen Einschränkung jedoch sehr gut. Beispielsweise spült man an solchen Orten die Toilette nur noch, wenn es sich um ein „großes“ Geschäft handelt. Alle anderen Male setzt man aus. Achte mal darauf, wie oft du am Tag die Toilettenspülung betätigst und denke darüber nach, ob es sich nicht vielleicht lohnen könnte dein Duschwasser aufzufangen, um damit anschließend deine Toilette zu spülen. Eine tolle Möglichkeit deine Zimmerpflanzen zu düngen und zu wässern in einem ist es, dein Gemüsekochwasser für diesen Zweck zu verwenden. Achte dabei darauf, dass dein Kartoffel-, Brokkoli- oder Spargelwasser nich gesalzen ist.

7) Konzentriere dich auf die Bereiche, in denen noch „Müll“ anfällt

Du hast bereits in sämtlichen Bereichen auf Zero Waste umgestellt und weißt nicht so richtig, wie du jetzt noch weiter machen kannst? Dann schau mal in deinen Briefkasten!
Wenn möglich, dann stell deine Rechnungen auf „Online bzw. papierlos“ um. Bei vielen Banken und anderen offiziellen Anbietern gibt es inzwischen die Möglichkeit deine Rechnungen, Kontoübersichten etc. in einem Online-Postfach zu erhalten, sodass zum einen der Transport über die Post wegfällt und auch der unnötige Papierkram. Automatisch wirst du zu Hause mehr Platz haben, denn du brauchst keine tausend Ordner mehr, in denen du deine Rechnungen abheftest.

8) Achte noch bewusster auf deine Ernährung

Auch im Bereich Ernährung kannst du deinen Zero Waste Lifestyle noch weiter vorantreiben. Versuche zum Beispiel einen Tag in der Woche auf Fleisch zu verzichten, wenn du dich bereits vegetarisch ernährst, dann baue doch einen veganen Tag in der Woche ein. Du lebst sogar schon vegan? Wie wäre es denn dann, wenn du mal versuchst einen Tag pro Woche komplett auf Weizenprodukte zu verzichten, um den exzessiven Getreideanbau etwas weniger zu unterstützen oder in Zukunft wirklich keine Produkte mit Palmöl mehr verwendest? Du siehst du kannst hier sicherlich kreativ mit deinen Ernährungsgewohnheiten jonglieren und immer wieder neue Herausforderungen setzen.

9) Lege deinen Fokus auf Erlebnisse statt Dinge

Statt permanent Produkte zu konsumieren, kannst du deinen Alltag auch immer mehr dahin ausrichten deine Lebensenergie aus Erlebnissen zu ziehen. Plane gemeinsame Ausflüge mit deiner Familie und Freunden. Besuche Workshops und Veranstaltungen, um dein Wissen zu erweitern. Oder veranstalte selbst kleine Feste, Ausstellungen usw.. Deiner Kreativität ist auch hier keine Grenzen gesetzt. Auch wenn es aktuell nur erst einmal an die gedankliche Planung gehen kann, wenn Corona vorbei ist, wird die Umsetzung umso schöner.

10) Visualisiere deinen Erfolg

Wahnsinn, wie viel du bereits erreicht hast. Das solltest du dir wahrhaftig mal vor Augen halten und auch immer wieder bewusst machen. Deshalb ist es besonders hilfreich, wenn du dir kleine wöchentliche oder monatliche Zero Waste Ziele setzt oder sogar ein großes Jahresziel vor Augen hast, das du gern erreichen möchtest. Vielleicht belohnst du dich auch für deine erreichten Zwischenziele mit einem schönen Erlebnis?
Wir sind gespannt davon in den Kommentaren zu lesen. :)

Zero Waste Leben – So startest du in den Zero Waste Lifestyle

Immer wieder wird uns die Frage gestellt: „Müllfrei leben? Ist das denn nicht schwer umsetzbar?“ und wir können sie immer wieder nur mit „Nein. Es ist eigentlich ganz leicht.“ Beantworten.
Was genau hinter dem Begriff „Zero Waste“ steckt und vor allem, welche Vorteile ein Zero Waste Leben mit sich bringt und vor allem, wie du deinen Einstieg in den Zero Waste Lifestyle gestalten kannst, darum soll es im Folgenden gehen.

Die Philosophie hinter Zero Waste

Wer denkt hinter Zero Waste verbirgt sich nur ein neuer hipper Öko-Trend, der liegt falsch, denn Zero Waste sollte eigentlich jeden etwas angehen. Die Antwort auf die Frage „Was ist Zero Waste eigentlich?“ ist simpel. Zero Waste hat das Ziel im Alltag Müll zu vermeiden , dabei stützt sich die Zero Waste Bewegung auf 5 Rs:

  1. Refuse: Verzichte auf das, was du nicht wirklich brauchst
  2. Reduce: Reduziere, die Dinge, die du konsumierst
  3. Reuse: Verwende so viel wie möglich wieder
  4. Recycle: Recycle nur das Nötigste
  5. Rot: Kompostiere die Abfälle, die nicht anderweitig verwendet werden können

Ok, so weit, so gut. Das sieht erstmal einfach aus, aber was steckt noch dahinter?

Bei Zero Waste geht es auch darum unser wirtschaftliches System neu zu definieren. Momentan leben wir in einer linearen Wirtschaft, in der wertvolle Ressourcen für die Produktion von Einwegverpackungen verwendet werden, die dann wiederum auf der Müllkippe landen.

Das Ziel von Zero Waste ist es, einen Schritt weiter in Richtung Kreislaufwirtschaft zu gehen, in der alles was produziert wird, auch für irgendeinen Zweck im System wiederverwendet werden kann und dadurch kein Müll mehr existiert. Die Kreislaufwirtschaft orientiert sich dabei am Kreislauf der Natur.

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Zero Waste ist das Hinterfragen des eigenen Konsumverhaltens. Wie oft kaufen wir Dinge, die wir am Ende kaum oder sogar ungenutzt wieder wegschmeißen?

Es geht um das Bewusstwerden über unsere Bedürfnisse und wie wir diese möglichst umweltschonend erfüllen können ohne selbst im Mangel zu leben. Das heißt wir sollten alle täglich unseren Konsum hinterfragen. Es geht nicht darum perfekt zu sein, sondern darum bessere Entscheidungen zu treffen. Stell dir am besten immer die Frage, was ist die bessere Wahl für unseren Planeten, bevor du etwas kaufst und versuch so oft es geht lokal, regional und vor allem saisonal einzukaufen. Denn „verpackungsfrei“ ist nicht zwangsweise immer die umweltschonendste Alternative, wenn du beispielsweise zwei Produkte zur Auswahl hast, das eine zwar verpackt, aber lokal zu erwerben ist und das unverpackte Produkt erst aus den USA nach Deutschland transportiert werden müsste.


Vergiss bei all deinen Bemühungen um ein müllfreies Leben nicht, dass Zero Waste auch Spaß machen soll und ein Zero Waste Lifestyle nicht heißt, dass du auf alles, was luxuriös ist, verzichten musst.

Die ersten Schritte ins Zero Waste Leben – So gelingt dir der Einstieg

Am besten gelingt dir der Einstieg in dein Zero Waste Leben, wenn du dir erstmal ein Zimmer heraussuchst, bei dem du mit der Umstellung deines Lebensstils beginnen möchtest. Wir empfehlen dazu gern das Badezimmer, da vielen dort der Verzicht auf verpackte Produkte sehr leicht fällt. Duschbad aus der Plastikflasche lässt sich leicht mit einem Stück Seife ersetzen, das Shampoo mit einem Shampoobar und der Einwegrasierer mit einem Rasierhobel.

Wo wir auch schon direkt beim nächsten Thema sind, welches dir den Einstieg ins Zero Waste Leben noch leichter macht, nämlich einfache Zero Waste Swaps, d.h. Dinge, die ganz einfach durch nachhaltigere, unverpackte Alternativen auszutauschen sind. Beispiele sind die oben genannte Seife, oder aber der Verzicht auf Küchentüchern aus Papier und deren Ersatz durch wiederverwendbare Lappen oder aber das Verwenden von klassischen Stoffbeuteln beim Einkaufen statt Wegwerfplastiktüten.

Empfehlenswert für den Beginn ist auch der Besuch in einem Unverpacktladen in deiner Nähe, um dir ein Bild und Gefühl dafür zu verschaffen, dass es tatsächlich so gut wie alles unverpackt zu kaufen gibt. Wenn du keinen Unverpacktladen in deiner direkten Nähe hast, dann versuche möglichst auf Märkten den Großteil deiner frischen Lebensmittel unverpackt zu kaufen. Manchmal haben auch Bioläden eine kleine Abteilung, in der du Unverpackte Produkte erhalten kannst.

Das wohl wichtigste beim Einsteigen in den Zero Waste Lebensstil ist das Wissen darum, dass du nicht perfekt sein musst und dass jeder kleine Schritt den du tust, ein Schritt in die richtige Richtung ist. Es ist bei weitem wertvoller, wenn du Spaß am Zero Waste Leben hast und es dafür, vielleicht nicht perfekt, aber langfristig durchziehst, als wenn du minutiös auf jede Kleinigkeit achtest und dich selbst verurteilst, wenn du doch mal Müll produziert hast, dann aber nach 1 Monat die Lust daran verlierst so zu leben und alles wieder über den Haufen wirfst.

Diese Vorteile Bringt dir ein Leben ohne Müll

Natürlich bringt das Zero Waste Leben viele wunderbare Vorteile mit sich:

Minimalismus – Wenn du dich dazu entschließt Zero Waste zu leben, dann befreist du dich automatisch von unnötigem Ballast. Du wirst sicherlich anfangen Dinge auszusortieren und bei erneuten Kaufentscheidungen genau überlegen, was du wirklich brauchst. Aus unserer Erfahrung heraus führt Zero Waste durchaus  zu einem minimalistischerem Lebensstil, da der massenhafte Konsum von Kleidung, Technik etc. nicht mehr im Vordergrund steht

back to the roots – Wer Zero Waste lebt, wird automatisch wieder mehr selber machen, da sprechen wir aus eigener Erfahrung. Das Schöne daran ist, du wirst unabhängiger von gängigen Konsumgütern. Du wolltest schon immer ein Waschmittel mit deinem Lieblingsduft? Super, denn das kannst du dir ganz einfach aus ein paar Zutaten selbst herstellen. Zero Waste führt also dazu, dass wir uns wieder auf alte Rezepte und Verfahrensweisen besinnen, sei es sein Brot selbst zu Backen, dein eigenes Sauerkraut zu fermentieren, dir Stofftaschentücher zu nähen oder deine Zahnpasta selbst zu machen. Du wirst sehen, oft braucht es dafür nur ganz simple Zutaten.

Entfalte deine Kreativität  – Da nicht immer alle Produkte, die du dir so vielleicht wünschst in deiner Nähe unverpackt angeboten werden, wird Zero Waste langfristig dazu führen, dass du kreativer wirst und dir eigene Alternativen ausdenkst oder erschaffst, es lässt dich also über den Tellerrand schauen und ganz neue Lösungen entdecken, die dir so früher nie in den Sinn gekommen wären.

Spare Geld  – Wenn du deinen Konsum wirklich überdenkst, wirst du automatisch weniger kaufen und dadurch sparst du logischerweise Geld. Zwar sind vielleicht einige Unverpackte Lebensmittel teurer, als im normalen Supermarkt, aber auch die Dinge, die du selbst herstellst, werden dich nur einen Bruchteil davon kosten, von herkömmlichen industriell hergestellten Produkten.

Deine Gesundheit im Fokus – Durch den Verzicht auf verpackte Fertigprodukte, wird automatisch dazu führen, dass du öfter selber kochst und frische Lebensmittel in deine Ernährung integrierst, das heißt ein weiterer positiver Nebeneffekt von Zero Waste ist also, dass du gesünder lebst und deinem Körper etwas Gutes tust. Auch deshalb, weil du ihn nicht länger den in Plastikverpackungen enthaltenen Giftstoffen aussetzt.

Für eine gemeinsame Zukunft – Wenn du müllfrei lebst, tust du etwas für die Gemeinschaft und vor allem unseren Planeten.  Du übernimmst eine Vorbildfunktion für unsere Kinder aber auch für alle anderen Menschen in deinem Umfeld, die sich vorher noch nie mit Zero Waste beschäftigt haben. Du bist sozusagen das Samenkorn, was den Gedanken von einer müllfreieren Welt in viele weitere Köpfe sähen kann. Vielen Dank dafür :)

Zero Waste Dokus & Dokumentationen zum Thema Nachhaltigkeit

Oft kam in unserer Instagram-Community schon die Frage auf, welche Zero Waste Dokus und Bücher wir empfehlen können, gerade auch in Bezug darauf, um andere Menschen an das Thema Nachhaltigkeit/Zero Waste heranzuführen.
Bücher haben wir euch bereits vorgestellt, deshalb soll es diesmal um Dokumentationen gehen.

Wo finde ich Zero Waste Dokus?

Einige findest du auf Netflix, andere musst du dir online ausleihen oder im Laden kaufen.
Ja, es gibt auch Amazon Prime, doch Amazon hat für uns nichts mit Nachhaltigkeit zu tun, deshalb empfehlen wir es nicht. Das ist übrigens auch der Grund, wieso du bei uns niemals Amazon Affiliate Links finden wirst.

Plastic Planet

Die erste der Zero Waste Dokus, die wir dir heute empfehlen möchten heißt „Plastic Planet“ von Werner Boote. Er wurde 2009 veröffentlicht, aber ist trotzdem immer noch sehr aktuell. Du kannst ihn in der Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung sehen.
Gib einfach „bpbplasticplanet“ bei ecosia ein und du findest ihn.

Dieser Film kann ein sehr guter und vor allem auch bildstarker Einstieg in das Thema „Plastikmüll und wieso wir ihn vermeiden sollten“ sein, ohne das Thema künstlich zu  überdramatisieren.

A PlasticOcean

Wusstest du, dass es in unseren Meeren mittlerweile mehr Plastik gibt, als Plankton?
Und, dass viele Tiere diese unverdaulichen Teile mit ihrer natürlichen Nahrungsquelle verwechseln und deshalb sterben?
Falls nicht, oder du das nicht glauben kannst, empfehlen wir dir die Doku „A PlasticOcean“, die 2017 erschienen ist. Die Doku ist also super aktuell und zeigt noch eindeutiger als „Plastic Planet“, welche verheerenden Auswirkungen Plastik auf unseren Planeten hat.
Der Fokus geht in dieser Zero Waste Doku davon weg zu zeigen, wie sich Plastik auf unseren Körper auswirkt, sondern macht vor allem deutlich, welche Konsequenzen es für Tiere und Menschen hat, die nicht unsere Nachbarn sind.
Zudem versorgt dich die Doku mit unmissverständlichen Zahlen darüber, wie viel Plastik eigentlich so anfällt, und zwar in der Zeit, in der du sie siehst.
Wenn du also die Bedeutung von Plastik für uns und andere verstehen möchtest, dann nimm dir die 1,5 h Zeit und sieh dir diese Doku an. Du kannst sie auf Netflix schauen oder auch auf YouTube.

The Green Lie

In „The green lie“ geht es weniger um Müllvermeidung, sondern ums nachhaltige Leben im Allgemeinen. Denn nachhaltige Produkte sprießen förmlich überall aus dem Boden und es scheint förmlich ein Trend zu sein, „nachhaltiger zu leben“.
Jedes Unternehmen springt auf den Nachhaltigkeitszug mit auf, zumindest lassen sie es uns, die Konsumenten, glauben.
So bekommen wir jetzt auch bei Billigmodeketten Biobaumwollshirts und generell steht überall „fair/sustainable/vegan etc.“ drauf.
Doch leider trügt der Schein öfter, als man glauben sollte. Das Wort für diese scheinheiligen Produkte heißt #greenwashing.
Greenwashing trifft zu, wenn ein Unternehmen versucht, sich mit kleinen nachhaltigen Aktionen ein grünes Image zu geben, obwohl es im Kern seines Geschäfts alles andere als nachhaltig ist (Stichwort: Raubbau, Ausbeutung, Kinderarbeit etc.)

Natürlich muss niemand perfekt sein, auch Unternehmen können das selten gewährleisten, es geht bei Greenwashing wirklich darum, ob das Kernkonzept nachhaltig ausgerichtet ist, oder, ob es eigentlich nur um möglich leichte Profitsteigerung (ungeachtet der Konsequenzen für Mensch, Tier und Umwelt) geht. Die Doku „The Green Lie“ ist eine super Ergänzung zu dem gleichnamigen Buch (Auf deutsch: Die grüne Lüge), welches wir dir bereits einmal vorgestellt haben.

Wenn du also gerne noch besser verstehen möchtest, wie die großen Konzerne funktionieren, dann können wir dir diese Doku nur ans Herz legen.

Hast du von Greenwashing schon mal gehört oder ist dir vielleicht schon Mal so ein Produkt aufgefallen?
Schreib uns deine Erfahrungen gerne ein Kommentar.

Hope for all

Wir haben es schon einmal angesprochen: Durch deine Ernährung kannst du deinen ökologischen Fußabdruck enorm beeinflussen.
Dazu gibt es bereits viele Dokus, doch die meisten spielen in anderen Ländern und das macht es unserem Hirn leicht zu sagen „Ach, wir sind ja in Deutschland, da ist sowieso alles ganz anders und viel besser!“ Wenn du also einmal sehen möchtest, wie die Tierhaltung hier in Deutschland aussieht und welche Auswirkungen unser Konsum tierischer Lebensmittel auf das Klima und die Umwelt hat, dann empfehlen wir dir die Dokumentation „Hope for All“.
Nein, wir verlangen nicht, dass jetzt jeder sofort vegan werden soll, doch wir denken, dass du, wenn du bewusste Entscheidungen treffen möchtest, dich auch unbedingt damit auseinander setzen solltest, wie (also unter welchen Umständen) die Dinge um dich herum entstehen. Sei es nun Umweltverschmutzung oder eben der Käse/die Wurst auf deinem Teller.

Taste the Waste

Heute geht es einmal um eine Art von Müll, von der wir oft noch weniger mitbekommen, als von Verpackungen und Co.: Nämlich Lebensmittelverschwendung.
Allein in Deutschland werden pro Minute ca. eine LKW Ladung Lebensmittel weggeworfen.
Und dabei geht es nicht um vergammelte Orangen oder schlecht gewordenen Joghurt, sondern um absolut genießbare Lebensmittel, die teilweise noch nicht einmal ihr MHD überschritten haben.
In der Doku „Taste the Waste“ wird gezeigt, wieso so viel weggeworfen wird und sie macht deutlich, warum wir lernen sollten unsere Lebensmittel wieder mehr zu schätzen. Denn hinter einer weggeworfenen Tomate stehen noch viele Liter Wasser, Sonnenenergie und Lebenszeit die aufgebracht wurde, um die Tomatenpflanze großzuziehen.
Das Schöne ist, gegen Lebensmittelverschwendung kann jede*r von uns etwas tun.

So kannst du z.B. einfach bewusster/weniger einkaufen oder auch direkt Lebensmittel retten (z.B. bei SIRPLUS, Etepetete Rübenretter, the Good Food oder über foodsharing/fairteiler und als foodsaver.)

Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen

Wir wissen, die meisten Dokus, die es so gibt zum Thema Nachhaltigkeit und Umwelt machen alles Andere als fröhlich, so ist das leider, die Wahrheit ist oft nicht besonders schön.
ABER es ist nicht so, als ob wir jetzt alle dem Untergang geweiht sind und keine Alternative haben, als dem Ganzen einfach nur machtlos zusehen zu müssen! Und genau das zeigt die Doku „Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen“

In ihr siehst du, was Menschen schaffen können, wenn sie gemeinsam ein Ziel anstreben. Und dafür muss man noch nicht mal alle 80 Mio. Deutsche mobilisieren. Manchmal reichen schon ein paar Menschen aus, um große Veränderungen zu bewirken.

Diese Doku zeigt in welche Richtungen man denken kann und macht Mut, groß zu träumen sowie die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Denn jeder Schritt zählt und aus kleinen Dingen können große Veränderungen hervorgehen.

Also sag uns doch bitte einmal: Was kannst du tun, um unsere Welt ein wenig nachhaltiger zu machen?