Zero Waste Bücher - Unsere Buchempfehlungen

Zero Waste Bücher – Unsere Zero Waste Buchempfehlungen

Dieser Beitrag enthält Werbung, durch Affiliate Links, die mit einem * gekennzeichnet sind.

Unsere Community hat schon oft gefragt, welche Zero Waste Bücher wir denn empfehlen können.
Deshalb soll es in unserem heutigen Artikel auch nur um tolle Zero Waste Bücher und Bücher zum Thema Nachhaltigkeit gehen. Wenn dich eines davon anspricht, dann schau einmal, ob es das vielleicht in deiner Bibliothek gibt. Vielleicht kennst du auch jemanden, der*die es dir ausleihen kann.
Wenn du es gerne selbst zuhause hättest, schau am besten, ob du es gebraucht, in deiner Stadt oder online z.B. bei medimops oder rebuy findest. Wenn du lieber die digitale Version lesen möchtest, kannst du sie dir z.B. bei fairbuch oder dem ecobookstore downloaden.

Nun aber zu unseren Empfehlungen…

­­Zero Waste & Plastik im Blut

Für den Einstieg in das Thema Zero Waste empfehlen wir dir die beiden Bücher, die du oben sehen kannst.
In ihrem Buch „Zero Waste“* macht Shia Su es jedem Menschen möglich, leicht in das Thema Müllvermeidung einzusteigen. Sie teilt viele Rezepte, Tipps und Tricks und erklärt in jedem Kapitel, inwiefern wir unsere Umwelt und unseren Alltag nachhaltiger gestalten können, welchen Nutzen das hat und warum wir das überhaupt tun sollten.

Wenn du insbesondere in das Thema Plastik tiefer eintauchen möchtest, empfehlen wir dir das Buch „Plastik im Blut“ von Heike Schröder. Von der Frage, wie Plastik eigentlich wirkt bzw. warum es so schädlich ist, über worauf man besonders achten sollte, bis hin zu konkreten Tipps für den Alltag ist alles dabei, um sich eine sehr gute Wissensbasis für das Thema Zero Waste anzueignen.

Die grüne Lüge

Kampangen, die das Thema Nachhaltigkeit aufgreifen, gibt es mittlerweile zu Hauf.
Doch sind sie wirklich alle so grün, wie man immer denkt? Leider nein – vielleicht hast du ja auch schon einmal den Begriff Greenwashing gehört? Er wird verwendet, wenn eine Firma versucht sich mit einem scheinbar nachhaltigen Produkt ein grünes Image zu verleihen. Wenn aber das Kerngeschäft des Unternehmens auf Ausbeutung, Lohndumping und Umweltzerstörung beruht, macht eine vermeintlich grüne Kampagne dieses Unternehmen nicht besser, sondern eher extrem unauthentisch. Denn es ist leider wahr, im ersten Moment wirkt es super, wenn eine große Fast Fashion Modemarke damit wirbt, sie würden alte Kleidung vom Kunden annehmen und recyceln, dafür bekommt man sogar 15% Rabatt auf den nächsten Einkauf – siehst du den Fehler? Man wird, aufgrund des Rabattes dazu verleitet wieder neue, billig produzierte Ware zu kaufen, die dem Unternehmen Profit und den Näherinnen im Gegensatz dazu unterirdische Löhne und furchtbare Arbeitsbedingungen einbringt.
Dieses Thema greift Kathrin Hartmann in ihrem Buch „Die grüne Lüge“ auf und beleuchtet sehr eingehend, wie unser Wirtschaftssystem funktioniert und wie große Konzerne versuchen dem Verbraucher vorzugaukeln, dass sie als Unternehmen doch total umweltbewusst sind, während sie tatsächlich der Umwelt und unserer Lebensgrundlage immer mehr Schaden zufügen.
Das Buch ist an manchen Stellen vielleicht etwas zynisch geschrieben, doch wenn man sich in das Thema (noch tiefer) einliest, was anhand der guten Quellen im Anhang auch einwandfrei geht, kann man das der Autorin kaum übel nehmen. Wenn du also gerne noch besser verstehen möchtest, wie die großen Konzerne funktionieren und was du auch als einzelne*r Konsument*in tun kannst, legen wir dir dieses Buch wirklich ans Herz.

Smarticular

Jetzt geht es um die Praxis. Wie du schon an den Titeln siehst, bekommst du in den Büchern von smarticular eine Fülle an einfachen DIY Rezepten für Körper, Haushalt und Co.! Neben diesen gibt es auch zu jedem Rezept noch Infos zu den jeweiligen Wirkstoffen und dir werden mögliche Alternativen vorgestellt. Diese Bücher sind ihr Geld wirklich wert und wir nutzen sie regelmäßig, da sie einfach das perfekte Nachschlagewerk bieten. Mit den Rezepten kannst du zum einen extrem viel Müll vermeiden, teilweise Zeit sparen UND einiges an Geld in deiner Spardose behalten, denn die meisten Zutaten sind wirklich nicht teuer.

Wenn du vielleicht nicht direkt alle Bücher besorgen willst, können wir dir auch die Webseite von smarticular empfehlen, dort findest du ebenso eine Menge an Rezepten, wenn auch nicht so schön übersichtlich, wie in den Büchern.

Kapitalismus vs. Klima

„Kapitalismus vs. Klima“ von Naomi Klein ist ein Buch von etwas anderem Kaliber, als die bisher vorgestellten. Es ist keine Lektüre für mal eben zwischendurch, denn es platzt förmlich vor Informationen uns ist auch relativ anspruchsvoll, was das Leseverständnis angeht. Doch wer sich auf diesen tollen Wälzer einlässt, kann auch hier nochmal einen tiefen Einblick bekommen, wie es (relativ aktuell) eigentlich um die Welt steht, auf der wir leben. Naomi Klein schreibt sehr direkt darüber, wie die Dinge liegen, und dass die Zeit des Wartens vorbei ist – etwas, das langsam jeder Mensch begreifen sollte. Insbesondere wir, die in den reichen Ländern leben und maßgeblich am Klimawandel und Co. beteiligt sind. Auch wenn die Dicke vielleicht auf den ersten Blick abschreckend wirken kann, wir glauben, dass dieses Buch so viele wichtige und gut recherchierte Infos enthält, dass es sich wirklich lohnt es zu lesen.

Einfach öko

Mit dem Buch „Einfach Öko“ von Marcus Franken und Monika Götze bekommst du über 200 tolle Tipps, wie du dein Leben nachhaltiger gestalten kannst, inklusive vieler Hintergrundinformationen. Zuallererst wird die Frage geklärt, wieso wir überhaupt „öko“ werden sollten und im Anschluss daran gibt es eine „Tour durchs Haus“ begonnen in der Küche, über das Wohnzimmer bis hin zum Balkon. Viele Fakten im Buch sind grafisch ansprechend aufbereitet und es gibt auch immer eine „Ampel“ bei den verschiedenen Tipps, die dir zeigt, wie aufwändig UND effektiv eine bestimmte Handlung sein kann. So ist es super einfach herauszufinden, was du als nächstes leicht in deinem Leben verändern kannst und was davon den größten Nutzen für die Welt hat. Mit diesem Buch fällt es wirklich niemandem mehr schwer nachhaltiger zu leben.

Tiere Essen

Hast du schon mal ….überlegt, was deine Ernährung mit deinem ökologischen Fußabdruck zutun hat? Die letzte Buchvorstellung soll sich einmal mit einem Thema befassen, das nur entfernt etwas mit Zero Waste, im Sinne von Müll vermeiden, zutun hat – und zwar geht es um Ernährung. Wir wollen und werden niemanden bekehren, es geht nur darum sich einmal auch über dieses Thema Gedanken zu machen, denn unser ökologischer Fußabdruck ist zu 13,4% von unserer Ernährung abhängig (Quelle: Umweltbundesamt)
In seinem Buch „Tiere essen“ schreibt Jonathan Safran Foer ganz klar darüber, welche ökologischen Auswirkungen unser immenser Konsum an tierischen Lebensmitteln (insbesondere Fleisch) hat.
Er selbst ist Vegetarier (nicht Veganer, wie man vielleicht denken sollte bei der Thematik) und er berichtet sehr sachlich über dieses vermeintlich schwierige Thema.
Wir wissen, dass sich hier die Geister extrem scheiden, deshalb unsere Empfehlung: Lies dir selbst die Infos an, die er teilt (mit sehr guten Quellen).

Wir hoffen ihr konntet in unseren Zero Waste Buchempfehlungen ein wenig Inspiration zum Thema Zero Waste Bücher sammeln. Falls wir ein paar wichtige und tolle Zero Waste Bücher vergessen haben, dann schreibt uns gern ein Kommentar.

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Nachhaltiges Reisen - © Tomáš Malík

Nachhaltiges Reisen & Zero Waste Urlaub

Das Jahr 2019 ist vorbei und vielleicht planst du gedanklich schon den Urlaub für 2020. Stellt sich nur die Frage, wie geht nachhaltiges Reisen überhaupt? Unser heutiger Artikel, soll dir diese Frage beantworten und dir Inspiration für deine nächste nachhaltige Reise liefern.

Allgemeine Tipps für nachhaltiges Reisen

Bevor es ans Eingemachte geht, möchten wir dir ein paar allgemeine Tipps für nachhaltiges Reisen mit auf den Weg geben, die dir dabei helfen beispielsweise die Zero Waste Basics abzudecken:

  • Reise mit leichtem Gepäck:

    Stell dir die Frage, was brauchst du wirklich? Je weniger du mitnimmst, desto weniger CO2 Emission entsteht. Diesbezüglich können dir vielleicht auch die Tipps zum CapsuleWardrobe von the.ognc helfen.
  • ZW Essentials mitnehmen:

    Um auf deiner Reise beim „Auswärts Essen“ keinen unnötigen Müll zu produzieren, empfiehlt es sich, ein paar Dinge, wie Edelstahlstrohhalm, Gabel/Messer (Göffel), Beutel (für Lebensmittel) und eine eigene Trinkflasche oder einen Coffee-to-Go Becher mitzunehmen. Genauso kannst du bei deinen Hygieneartikel darauf achten, diese ohne Müll zu produzieren auszuwählen: Haarseife, Bambuszahnbürste, Toothtabs, Menstruationstasse. Besonders empfehlenswert für Reisen ist die Dr. Bronner Seife, die du für 18 verschiedene Dinge benutzen  kannst, unter anderem als Körperseife, Zahnpasta, zum Waschen und noch vielem mehr. Du bekommst sie auch als Seifenstück.
  • Lieber mit dem Bus/Zug Reisen:

    Wenn du die Möglichkeit hast, dann reise lieber mit dem Bus oder dem Zug, statt mit dem Flugzeug, einem Kreuzfahrtschiff oder dem Auto. Es gibt auch wunderschöne Flecken in Deutschland und unseren Nachbarländern in der EU, die nur darauf warten von dir entdeckt zu werden.  
  • Gute Planung:

    Wenn du dir schon vorher überlegst was du so brauchst vor Ort und was evtl. schwierig zu bekommen ist (z.B. sauberes Trinkwasser), kannst du schon vor der Fahrt überlegen, woher du plastikfreie/-arme Alternativen bekommen kannst. Nicht verzweifeln! Es gibt Länder, in denen ist es extrem schwer bzw. gar nicht möglich komplett müll-/plastikfrei zu reisen. Du hast dann die Wahl, entweder ein anderes Reiseziel oder den Müll in Kauf nehmen und zu versuchen ihn später an anderer Stelle zu sparen.
  • Auf die Umwelt achten:

    Deine umweltbewussten Verhaltensweisen von zu Hause, kannst du auch mit in den Urlaub nehmen, indem du künstliche Pools, beschneite Ski-Pisten, Golfplätze oder andere Orte, an denen wahnsinnig viel Wasser für deren Betrieb aufgewendet wird, meidest.
    Wir selbst reisen immer nach dem Motto „Take only memories, leave only footprints“, hinterlasse also weder Müll, noch nimm irgendwelche Naturgegenstände aus dem Urlaub mit, das gilt vor allem dann, wenn du dich in Naturschutzgebieten bewegst.

Ich packe meinen Koffer – nachhaltiges Reisegepäck

Zero Waste und Minimalismus gehen oft Hand in Hand, und da es besonders auf Reisen hilft, leichtes Gepäck zu haben, solltest du dir beim Packen ganz genau überlegen, was du wirklich mitnehmen möchtest. Gerade, was Kleidung angeht, stellt sich auch die Frage, hast du vor Ort die Gelegenheit zu Waschen, sodass du ggf. weniger Kleidung einpacken musst?
Wie oben bereits angedeutet, kann das vorherige erstellen eines Capsule Wardrobes hier total hilfreich sein, um nicht zu viele Klamotten mitzunehmen. Aber auch, um deine eigene Müllproduktion auf Reisen so gut es geht einzuschränken, ist eine genaue Planung beim Packen ausschlaggebend.

Zum Beispiel beim Thema Essen: Müll kannst du hier besonders vermeiden, indem du auf Einwegbesteck und Co. verzichtest. Dafür sind eine eigene Trinkflasche, ein Coffee-To-Go Becher, eine Brotbox, ein Baumwollbeutel, ein Edelstahl-Trinkhalm und ein Reise-Besteck unerlässlich. In der Box und dem Beutel kannst du Lebensmittel transportieren. In den Becher und die Flasche passt alles Flüssige, von Wasser über Tee, bis hin zu Suppe.
Eines unserer Reise-Essentials sind Stofftaschentücher, egal, ob man Dreck abwischen, sich die Nase putzen oder ein Süßes Teilchen vom Bäcker mitnehmen will, ein Stofftaschentuch kann man immer gut gebrauchen.

Welches Fortbewegungsmittel sollte ich für nachhaltiges Reisen wählen?

Insgesamt wurden durch den kommerziellen Luftverkehr im Jahr 2018 918 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen. Das entspricht 2,5 % der weltweiten CO2-Emissionen. [1 Spiegel.de]
Ein Kreuzfahrtschiff stößt, im Vergleich zu Autos, 5 Millionen mal mehr Schadstoffe aus, auf selber Strecke.
Das CO2 Budget für jeden Menschen beträgt 2300 Kg pro Jahr. Ein Flug von Deutschland nach Mallorca und zurück verbraucht pro Person ca. 925 kg. Das ist, zum Vergleich, fast so viel, wie ein Jahr Autofahren.
Aber auch der Rest so einer Reise hat noch ein Budget, bei 14 Tagen Urlaub werden auf Mallorca im Durchschnitt bis zu weiteren 300 kg CO2 „verbraucht“. Das halbe CO2 Jahresbudget in 14 Tagen, selbst wenn man dann noch so spartanisch den Rest des Jahres leben würde, ginge die Rechnung nie klimaverträglich auf. [2 WWF]
Doch nicht nur Fliegen schadet der Umwelt, Kreuzfahrten sind noch schlimmer, laut Worldwide Fund for Nature verbraucht man allein bei 7 Tagen Kreuzfahrt 1224 kg CO2 (685 kg allein davon fallen aufgrund der Fortbewegung mit dem Schiff an, der Rest teilt sich in Verpflegung, Unterkunft und Aktivitäten auf dem Schiff). Ganz zu schweigen von den enormen Müllmengen, die auf einem Kreuzfahrtschiff entstehen.

Im Vergleich zu diesen beiden Schwergewichten fällt bei allen anderen Fortbewegungsmöglichkeiten bedeutend weniger CO2-Ausstoß an, selbst das Auto ist nur knapp halb so „schlimm“, wie das Fliegen. Bei einem vollbesetzen Auto teilt sich die Emissionszahl durch die Menge der Autoinsassen.  Verglichen hinsichtlich der entstehenden Treibhausgase pro Personenkilometer ist es also immer klimaverträglicher mit mehreren Mitfahrern, als alleine zu fahren. Und was ist nun die nachhaltigste Art zu reisen?
Am besten ist es wohl zu Fuß oder mit dem Fahrrad Weg zurück zu legen, aber das ist natürlich nur selten praktikabel.
Wenn es also doch mal etwas weiter weg gehen soll, bist du gut damit beraten lieber den Reisebus oder die Bahn zu nehmen. PKWs sind gut, wenn sie vollbesetzt sind (hier können Mitfahrgelegenheiten eine super Möglichkeit sein, um flexibel und schnell zu reisen).

CO2 Kompensation, falls du doch mal fliegst

Was immer Sinn macht, insbesondere beim Fliegen, ist die CO2 Kompensation mit Seiten oder Apps wie z.B. atmosfair oder compensio. Hier wird eine gewisse Summe bezahlt, für die dann z.B. Bäume gepflanzt und andere nachhaltige Projekte unterstützt werden.
Das Ganze ist nicht DIE optimale Lösung, denn dadurch wird das CO2 nicht weggezaubert, doch so wird zumindest eine Art Ausgleich zu den entstandenen Emissionen geschaffen.

Nachhaltige Unterkünfte & Reiseanbieter

Um nachhaltige Unterkünfte oder umweltbewusste Reiseanbieter zu finden gibt es ein paar tolle Anbieter, die sich auf die Zertifizierung von Hotels, Reiseveranstaltern etc. spezialisiert haben [3 UBA]:

  • Travelife – zertifiziert Reisebüros & Reiseveranstalter
  • TourCert – zertifizieren Reiseveranstalter, Hotels & andere Tourismusunternehmen sowie sogar Destinationen
  • GreenSign – zertifiziert Hotels
  • Viabono – zertifiziert Unterkünfte, wie Campingplätze, Bauernhöfe, Ferienwohnungen, Pensionen etc.

Zero Waste Reisen – Urlaub ohne Müll

Eine Frage, die von euch besonders oft gestellt wurde war: Wie kann ich im Urlaub so wenig Müll, wie möglich produzieren?
Wir können dir leider keine Liste geben mit allen Läden, Hotels und Co., die ein nachhaltiges Konzept vertreten, aber wir können dir zumindest sagen, wie du deine Reise leichter so planen kannst, dass sie möglichst Müll-frei wird.
Fangen wir vielleicht mit dem eventuell Schwierigsten an: Wasser.
In vielen Ländern ist das Leitungswasser nicht trinkbar, Alternativen werden nur in Plastik verkauft, was also tun?

  • Direkt ein Reiseziel aussuchen, wo du weißt, dass das Wasser trinkbar ist.
  • Nach sogenannten Refill-Stationen suchen (zum Beispiel mit der App „Refill my Bottle“)
  • Vor Ort nachfragen, ob das Wasser trinkbar ist.
  • Wenn du im Restaurant isst, frag auch, ob dein bestelltes Wasser aus einer Glasflasche kommt oder, ob du auch Leitungswasser haben könntest.
  • Bleiben wir doch gleich beim Essen. Besonders nachhaltig ist es vor Ort zu kochen, ob es bei deinem Urlaubsziel auch ZW Läden gibt bzw. Möglichkeiten unverpackt einzukaufen, findest du raus, indem du nach folgenden Dingen suchst (xy steht für die Stadt, in die du reist) Zero waste (shop) xy /unverpackt Laden xy/ farmersmarketxy / Bauernmarkt xy. Du kannst diese Suche auch auf Instagram anwenden, indem du einen Hashtag vor deine Suche setzt, z.B.: #zerowastecroatia. So kann man übrigens auch Leute vor Ort kennenlernen, die dir das Land und seine ZW Besonderheiten zeigen können.
  • Wenn du auswärts isst, macht es Sinn vorher einmal bei tripadvisor oder ähnlichen Anbietern nach Bildern der jeweiligen Location zu suchen, dort siehst du, wie die Gerichte serviert werden und kannst ggf. Servietten, Strohhalme und Co. abbestellen.
  • Mit Apps, wie vanillabean oder happycow kannst du auch gezielt nach veganen und vegetarischen Alternativen suchen.

Fortbewegung vor Ort möglichst CO2-arm

Auch wie du dich vor Ort fortbewegen willst, kannst du schon vorab herausfinden. Suche am besten heraus, wie die Infrastruktur aufgebaut ist, was ein Bus/Bahn Ticket, ein Fahrradverleih oder Ähnliches kostet. So kannst du planen, was in deinem Budget liegt und welche Orte du besuchen kannst.

Nachhaltiges Reisen in Deutschland & Europa

Wohin kann ich denn jetzt überhaupt noch reisen, wenn Fliegen sozusagen „tabu“ ist? Diese Frage hast du dir vielleicht auch gestellt, als du jetzt hier gelesen hast, dass Fliegen absolut nicht die nachhaltigste Reisemöglichkeit ist. Natürlich schreiben wir Niemandem etwas vor, wir möchten nur Anregungen schaffen. Wir glauben nämlich: Das Gute liegt so nah!
Und da es wirklich extrem viele tolle Reiseziele in Deutschland und der EU gibt, haben wir zwei Webseiten für dich, auf denen du richtig tolle Ideen sammeln kannst:

wirsindanderswo.de – hier findest du Tipps für viele mögliche Reiseformen, egal, ob Single, Familie, Aktiv oder lieber Wellness, fast jedes Bedürfnis wird abgedeckt

forumandersreisen.de – stellt Informationen zum Thema „anders“ Reisen zusammen, hier musst du gezielt nach Reisetipps für Deutschland oder Europa suchen


FairReisen – Buchempfehlung

Wie du vielleicht selbst schon bemerkt hast, ist das Thema Reisen ziemlich komplex. Denn es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, wie man seinen Urlaub verbringen kann.
Manche machen aus dem Urlaub auch gleich mehrere Monate oder sogar Jahre, was nochmal eine andere Art der Vorbereitung benötigt.
Dazu kommt, dass es sehr viele verschiedene Länder gibt mit unterschiedlichen Kulturen, Gesetzen, Hygienestandards und Co.
Da wir das nicht alles aufgreifen können, möchten wir dir heute ein Buch vorstellen, dass sehr umfassend über nachhaltiges Reisen informiert und somit ein super gutes Nachschlagwerk bietet. Egal, ob du nur einen Kurztrip oder doch eine längere Reise planst.

Und zwar geht es um das Buch „FAIRreisen“ von Frank Hartmann.
Es liefert dir jede Menge Infos darüber, welche Fortbewegungsart am grünsten ist, ob CO2 Kompensationen Ablasshandel sind, wie man anderen Kulturen respektvoll begegnet, worauf du bei der Reise-Planung achten solltest, wo du wichtige Infos bekommst und noch vieles mehr!
Was wir besonders gut finden an dem Buch ist, dass es auch ein extra Kapitel gibt, wie man bestimmte Reiseformen (wie z.B. Geschäftsreisen und Reisen als Mensch mit Beeinträchtigung) nachhaltiger gestalten kann.
Vielleicht gibt es das ja sogar in deiner Bibliothek, ansonsten kannst du auch mal bei rebuy oder medimops vorbei schauen, dort gibt es sehr viele gute Bücher gebraucht.

Wir hoffen du konntest dir ein paar unserer Tipps für nachhaltiges Reisen mitnehmen und deiner Reiseplanung für 2020 steht nun nichts mehr im Wege.

Dein Nachhaltiges Zero Waste Silvester 2019

*unbezahlte Werbung // alle verlinkten Seiten, dienten der Recherche*

Wie jedes Jahr, steht uns am 31.12. der größte Feuerwerks-Wahnsinn des Jahres bevor. Doch laute Böller, Feinstaub in der Luft und Müllberge auf den Straßen sind schon lange nicht mehr zeitgemäß. Um ehrlich zu sein, haben wir die Böllerei an Silvester noch nie gemocht und „die tollste Party des Jahres“ in der Vergangenheit oft als die „schlimmste Party des Jahres“ in Erinnerung, deshalb möchten wir dir heute ein paar Gründe ans Herz legen, weshalb es absolut Sinn macht, den Silvester Abend nachhaltiger zu gestalten und dir gleichzeitig ein paar Tipps geben, wie du dieses Jahr ein Zero Waste Silvester verbringen kannst.

5 Gründe – wieso du dein Silvester dieses Jahr nachhaltiger gestalten solltest

Dass das jährliche Feuerwerk an Silvester nicht unbedingt gesundheitsfördernd, sondern eher schädlich ist, dürfte inzwischen allseits bekannt sein, dennoch möchten wir dir heute ein paar konkrete Zahlen und Fakten aufzeigen, die illustrieren, was eigentlich wirklich alles hinter der Knallerei am 31.12. steckt.

1. Konsum & Kosten:

Bereits in der Weihnachtszeit, angeführt vom „Schwarzen Freitag“ Ende November, stürzen sich die Deutschen genüsslich in den Konsum von Weihnachtsgeschenken, Deko-Artikeln und gegen Jahresende von Feuerwerkskörpern und das nicht zu knapp.
Zwischen 100 und 150 Millionen Euro investieren die Deutschen zum Jahreswechsel in ihr Feuerwerk [1: Umweltbundesamt].
Würden diese 150 Millionen Euro stattdessen für das Pflanzen von Bäumen innerhalb des Projektes Plant-My-Tree verwendet, dann wäre es möglich 12,5 Millionen Bäume zu pflanzen.

2. Umwelt- & Tierbelastung:

Wer von euch Haustiere hat, wird wissen, wie sehr unsere vierbeinigen Freunde an Silvester unter dem Lärm der Böller leiden. Während ihr dafür sorgen könnt, dass es euren Tieren zu Hause an diesem Abend so gut wie möglich geht, so sehr leiden jedoch auch unsere Wildtiere in Parks, menschnahen Waldgebieten und Zoos. Da sie ein deutlich empfindsameres Gehör haben, als der Mensch, ist der Böller-Lärm für sie also viel schlimmer, als für uns Menschen, so können zum Beispiel starke Explosionen von Böllern ihren Orientierungssinn beeinträchtigen oder Schockzustände auslösen. [2 NABU]
Wenn du also ein großes Herz für Tiere hast, dann empfiehlt es sich wirklich dieses Jahr auf Feuerwerk zu verzichten, um mit positivem Beispiel voran zugehen.
Leider bleibt es nicht bei der Lärmbelastung durch Feuerwerkskörper, denn auch rund     4 500 Tonnen Feinstaub werden am 31.12. in die Luft gepulvert, was wiederum etwa 15,5% der jährlich im Straßenverkehr freigesetzten Menge an Feinstaub entspricht. [3 Umweltbundesamt]
An EINEM Abend. Wahnsinn oder? Doch das ist leider immer noch nicht alles, was wir unserer Umwelt an diesem Abend an Schlechtem antun. Die zurückbleibenden Verpackungen bzw. Böllerreste enthalten Chemikalien, die, wenn sie vom Regen- oder Schmelzwasser weggespült werden unsere Böden und unser Grundwasser verschmutzen. [4 NABU]

3. Gesundheitsgefährdung:

Wenn Feuerwerkskörper mit ihrem Feinstaub und den enthaltenen Chemikalien für unsere Umwelt schädlich sind, dann haben sie auf die menschliche Gesundheit ebenfalls keine gute Wirkung. Das Einatmen von Feinstaub beispielsweise hat eine Reihe verschiedener Auswirkungen, die von kurzfristigen Beeinträchtigungen der Atemwege bis zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen reichen. Von den Verletzungen, die sich Menschen jedes Jahr an Silvester zuziehen ganz zu schweigen.
Verbrennungen, Hörschäden oder Augenverletzungen sind am 31.12. in der Notaufnahme Spitzenreiter. [5 Umweltbundesamt]
Wie viele Menschen langfristig gesundheitliche Schäden durch die im Feuerwerk enthaltenen Stoffe, wie z.B. Metallsalzverbindungen, davontragen, wird kaum erforscht und ist weitgehend unbekannt.

4. Ausbeutung in der Produktion

China ist weltweit der größte Produzent von Feuerwerkskörpern, dicht gefolgt von Indien. In beiden Ländern, werden in den Produktionsstätten Kinder beschäftigt, die wiederum lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind, da kaum Sicherheitsbestimmungen existieren oder missachtet werden. Abgesehen von zahlreichen Unfällen, die aufgrund der fehlenden Sicherheitskontrollen geschehen, ist auch der gesundheitliche Allgemeinzustand der Fabrikarbeiter sehr schlecht. Jeder 9. leidet unter Asthma, Tuberkulose oder anderen Atemwegserkrankungen, die durch den direkten Kontakt mit chemischen Substanzen wie Schwefel, Schwarz- und Aluminium-Pulver entstehen. [6 Utopia]

5. Zero Waste Silvester? – Müll am Neujahrstag

Neben der hohen Feinstaubbelastung am Neujahrstag, bleiben auch Unmengen an Verpackungsmüll sowie Böller- und Raketenreste als hässliche Überbleibsel der rauschenden Silvesternacht auf unseren Straßen zurück. 350 Kubikmeter Müll sammelte die Berliner Stadtreinigung am 1.1.2019 ein. [7 bz berlin] Bei einer Tonnen-Größe von 120l, füllt dieser Müll rund 2 900 Mülltonnen.
Zwar droht den Müll-Verursachern in einigen Städten ein hohes Bußgeld von bis zu 100 000€ , wenn sie ihren Müll nicht selbst beseitigen, dennoch lassen sich Müllverursacher in der Silvesternacht nicht so leicht ermitteln, sodass es hier oft an der Umsetzung der Bußgeldregelung scheitert. [8 Stadt Leipzig]

5 Tipps – wie du dein Silvester nachhaltiger gestalten kannst

Nachdem wir dir nun allerhand Gründe genannt haben, weshalb du an Silvester unbedingt auf Feuerwerk verzichten solltest, geben wir dir in diesem Teil des Artikels nun einen positiven Ausblick darauf, wie du deinen Silvesterabend nachhaltiger oder sogar Zero Waste gestalten kannst.

1. Verzicht auf Feuerwerk

Zero Waste Silvester feiern in böllerfreien Stadtgebieten

Tipp Nummer 1 – der Verzicht auf Feuerwerk, liegt ja nun sicherlich auf der Hand, nachdem wir dir ausführlich die negativen Auswirkungen von Böllern & Co. am Silvesterabend geschildert haben. Aber wie lässt sich dieses Vorhaben am besten umsetzen und welche Alternativen zu Feuerwerkskörpern gibt es? Tatsächlich verbieten inzwischen einige deutsche Städte in bestimmten Zonen das private Knallen und Böllern an Silvester, sodass du mancherorts einen entspannten Abend mit weniger Lärm- und Feinstaubbelastung verbringen kannst. Anbei eine kleine Liste deutscher Städte, in denen Gebiete eingerichtet wurden, wo privates Feuerwerk inzwischen verboten ist:

  • Augsburg
  • Bamberg
  • Berlin
  • Braunschweig
  • Dortmund
  • Düsseldorf
  • Freising
  • Fürth
  • Göttingen
  • Hamburg
  • Hannover
  • Ingolstadt
  • Karlsruhe
  • Köln
  • Landshut
  • Lüneburg
  • München
  • Nürnberg
  • Passau
  • Stuttgart
  • Timmendorfer Strand
  • Wiesbaden
  • Würzburg
Feuerwerk Alternativen Zero Waste Silvester
© Schaloko

Alternativen zum Feuerwerk

Kennst du den eigentlichen Grund, weshalb wir an Silvester Unmengen an Feuerwerkskörpern lautkrachend in die Luft schießen? Genau! Unsere Tradition geht auf heidnische Bräuche zurück,  die Silvesternacht war gefürchtet und die Menschen versuchten die Geister und die Dunkelheit, mit viel Lärm, Feuer und Licht zu vertreiben. Basierend auf diesem Brauchtum, fallen uns gleich zahlreiche Feuerwerksalternativen ein, die um einiges nachhaltiger sind, als Feuerwerkskörper.
So kann zum Beispiel eine Feuertonne im Garten die dunkle Nacht erhellen und als Ort zum Verbrennen von vorher geschriebenen Wunschzetteln fürs neue Jahr genutzt werden. In Regionen, wo du dich über weißes Silvester mit Schnee freuen kannst, bietet es sich an, kleine Schneehöhlen zu bauen und diese mit Kerzen zu füllen. Für Kinder kannst du handliche Krachmacher selber herstellen, um die bösen Geister zu vertreiben. Nutzen kannst du dafür alte Blechdosen, die du anschließend mit rohen Erbsen oder Bohnen füllst, um sie zu Rasseln umzufunktionieren. Auch ein Laternen- oder Fackelumzug ist eine tolle Alternative zum Feuerwerk, um Mitternachts das neue Jahr freudig zu begrüßen.

Nutze dein Geld anderweitig

Du verzichtest also dieses Jahr bewusst auf Feuerwerkskörper, sodass du automatisch ein wenig Geld für tolle Projekte übrig hast? Es gibt so viele Aktionen oder Initiativen, denen du dich anschließen kannst und bei denen dein Geld besser angelegt ist, als in einem Einkaufskorb voller Böller.
Beispielsweise rief der Tourismusverband Mecklenburg Vorpommern in den letzten Jahren mit der Aktion „Bäume statt Böller“ zum Kauf von „Waldaktien“ auf, um in den Klimaschutz und die Umweltbildung zu investieren. Eine tolle Idee, die du auch für dich selbst in deinem Garten umsetzen kannst, pflanze am Silvesterabend gemäß dem Motto „Blüten statt Böller“ ein paar Blumenzwiebeln, sodass du dein ganz persönliches Blütenfeuerwerk dann im Frühling erleben kannst.

2. Selbermachen statt Kaufen

Dein nächster Schritt in Richtung nachhaltigem Zero Waste Silvester ist auf jeden Fall der Verzicht auf gekauftes Party-Zubehör, denn vieles davon kannst du ganz einfach selber machen.

DIY „Knallbonbons“

Deine Gäste kannst du dieses Jahr mit selbsgemachten Silvester-Accessoires überraschen. Die traditionellen Knallbonbons, lassen sich nämlich in „nicht-knallender-Form“ ganz leicht selbst herstellen. Was du benötigst:

  • Leere Klopapierrollen
  • Papier für außen, bspw. Zeitungspapier
  • Bänder zum Zuschnüren (z.B. aus alten Stoffresten)
  • Füllmaterial (Laub-Konfetti, Zettel mit schönen Sprüchen, etc.)

Ökokonfetti aus Laub

Zum Befüllen deiner Knallbonbons wunderbar geeignet ist „Ökokonfetti“ aus Laub. Einfach getrocknete Blätter vom Laubbaum aus dem Garten mit dem Locher zu Konfetti verarbeiten und fertig ist dein Ökokonfetti, welches dann sogar biologisch abbaubar ist.

Neujahrs-Orakel – Wachsgießen / Kaffeesatzlesen und DIY Glückskekse statt Bleigießen

Statt gesundheitsschädlichem Bleigießen, empfehlen wir dir Wachsgießen oder Kaffeesatzlesen, um bei deiner Silvester-Party trotzdem in die Zukunft blicken zu können. Für das Wachsgießen, eignen sich besonders gut alte Kerzenreste, die du einfach auf einem Löffel über einer Kerze erwärmst und dann einfach in ein Schälchen mit kaltem Wasser tropfen lässt, so wie beim Bleigießen normalerweise auch.  Wenn du gern bäckst, dann kannst du für deine Silvester-Gäste auch ganz individuelle Glückskekse backen. Ein tolles veganes Glückskeksrezept findest du auf bio-blog.de.

© cottonbro

3. Zero Waste Silvester Party ausrichten

Wenn du dieses Jahr der Gastgeber für die Silvesterparty in deinem Freundeskreis bist, dann versuch dich doch einmal daran, diese so Zero Waste wie möglich auszurichten. Wir haben auch hier wieder einige tolle Tipps für dich:

BYO Geschirr

Etabliere die Regel für deine Gäste à la „bring your own dishes“. Jeder deiner Gäste sollte also sein eigenes Geschirr mitbringen und im Anschluss an die Party auch wieder mitnehmen, um unnötigen Papiertellerbergen vorzubeugen  und dir einen Haufen Abwasch zu ersparen.

Veganes Essen & regional, saisonal

Könntest du dir vorstellen dieses Jahr bei der Wahl deines Silvester-Menüs mal auf Fleisch zu verzichten oder es sogar ganz vegan zu kochen? Viele tolle vegane Rezepte von fingerfood über Fondues bis hin zu Buffets findest du auf veganblatt.com, mit denen du deine Gäste begeistern wirst. Wichtig beim Einkauf deiner Zutaten ist es wie immer darauf zu achten, dass du möglich regional und saisonal kaufst. Jetzt im Winter bietet sich natürlich Wintergemüse wie Wurzeln und Kohl an, einen genauen Überblick findest du im Saisonkalender von regional-saisonal.de.

Sekt

Sicherlich darf bei einer Silvester-Party der Sekt nicht fehlen. Wenn möglich, dann schau auch hier, ob du regionale Alternativen zum herkömmlichen Supermarkt-Sekt mit Plastikkorken vielleicht von einem Winzer aus deiner Region bekommen kannst. Denn, so paradox es auch klingen mag, die Verwendung von echten Korken aus Kork, sichert den Lebensraum von zahlreichen Tierarten in Portugal. Kork wird nämlich aus der Rinde der portugiesischen Korkeiche gewonnen. Die Korkeichenwälder bieten vor allem Vögeln einen sicheren Lebensraum. Die Nutzung von Kork in der Flaschenproduktion sichert also langfristig die nachhaltige Bewirtschaftung der Korkeichenwälder und erhält diese damit. [7 NABU]
Achtest du bei deiner Sekt oder Weinauswahl also auf echte Korken, kannst du unserer Umwelt dadurch doppelt etwas gutes tun.
Die Korken und Korkenkörbchen kann man anschließend wunderbar zum Basteln verwenden.
Als alkoholfreie Sektalternative, die du auch noch selbermachen kannst, empfehlen wir dir Kombucha, der ist jedoch Geschmackssache, entweder du liebst ihn oder du hasst ihn. Zahlreiche tolle Kombucha-Rezepte findest du auf fairment.de.

Nutze so viel Wiederverwendbares, wie möglich

Bei der Deko, den Servietten und auch anderen Partyutensilien, wie Strohhalmen, kannst du auf wiederverwendbare Artikel zurückgreifen, wie Glas- oder Aluminiumstrohhalme, Stoffservietten und Stoffgirlanden.

Reste an Gäste bzw. Foodsharing

Alles, was an Essen übrig bleibt, kannst du deinen Gästen mit nach Hause geben, wenn du ihnen vorab ankündigst, dass sie doch sicherheitshalber ein Transportgefäß mitbringen sollen.
Wenn zu viel übrig bleibt oder deine Gäste die Essensreste nicht mitnehmen wollen, dann ist Foodsharing eine wunderbare Möglichkeit um das Wegwerfen von Essen zu verhindern.

4. Entspannter Abend statt rauschende Party

Für alle, die es lieber gemütlich mögen, empfiehlt sich ein entspannter Silvester-Abend ohne großen Party-Trubel. Wie wäre es denn mit einem entspannten Wellness-Abend gemeinsam mit deinem Partner, an dem ihr euch gegenseitig massiert und verwöhnt?
Wenn du eher auf Aktivität, als Gemütlichkeit schwörst, dann ist eine winterliche Wanderung in der Natur sicher das Richtige für dich, im Idealfall kannst du dich im Anschluss in einer Sauna oder einem warmen Kachelofen aufwärmen. Es gibt noch so viele Möglichkeiten, wie du deinen Silvesterabend anders, als mit einer großen Party verbringen kannst. Hast du selber noch tolle Ideen? Dann hinterlasse uns gern ein Kommentar.

5. Zero Waste Silvester – Grüne Vorsätze fürs neue Jahr fassen

Jedes Jahr aufs Neue fassen wir an Silvester gute Vorsätze fürs neue Jahr, von denen wir, wenn überhaupt nur die Hälfte einhalten. Du hast noch keine guten Vorsätze für 2020? Vielleicht können wir dich mit den folgenden Ideen ein wenig inspirieren und vielleicht, vielleicht, setzt du einen dieser grünen Vorsätze im neuen Jahr, ja tatsächlich um?

  1. Zu einem Ökostromanbieter wechseln
  2. Leitungswasser trinken
  3. Weniger Fleisch essen
  4. Weniger heizen
  5. Den eigenen CO2-Abdruck reduzieren
  6. Plastikmüll reduzieren
  7. Regional & saisonal essen
  8. Mehr verzichten oder selber machen statt kaufen

In diesem Sinne wünschen wir euch eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten, nachhaltigen Rutsch ins Jahr 2020!

Zero Waste Weihnachten

Zero Waste Weihnachten – geht das?

Weihnachten, kommt alle Jahre wieder und bringt leider nicht immer nur schöne Gefühle mit sich. Denn gerade wenn man selbst versucht einen nachhaltigeren Lebensweg zu gehen, kann man in dieser Zeit besonders bei Familie und Co. vermehrt auf Widerstand treffen.
Zero Waste Weihnachten? Geht das überhaupt und was sind die wichtigsten Dinge auf, die du achten kannst?

Wie du dem Konsumwahnsinn an Weihnachten liebevoll entgegenwirken kannst, um ein Stück weiter in Richtung Zero Waste Weihnachten zu rücken und vielleicht sogar das ein oder andere Familienmitglied vom nachhaltigen Lebensstil mitzubegeistern, liest du in unserem heutigen Artikel.

Inspirieren statt Missionieren –
Unsere Zero Waste Weihnachten – Tipps

Bevor es losgeht, möchten wir noch ein paar Worte über derlei Tipps und, was vielleicht der ein oder andere Mensch jetzt erwarten könnte, verlieren:
Grundsätzlich gilt: Jeder Mensch ist unendlich individuell, genauso wie jede Familie.

Wir können folgende Dinge nicht für dich tun:

1. Jede nur erdenkliche Möglichkeit aufzählen für ein Zero Waste Weihnachten.
2. Eine allgemeingültige Lösung vorstellen, mit der du deine Familie überzeugst, ebenfalls ein nachhaltigeres Weihnachten zu verbringen, denn die gibt es nicht.

Was wir aber stattdessen tun können ist:

1. Dir Ideen geben, was du tun kannst und dir zeigen, wo du noch mehr davon findest
(Bsp.: Mygreenhomemag , Pinterest etc.)
2. Dir von unseren Erfahrungen berichten.
3. Dir die Möglichkeit geben, dich in unserer Instagram-Community mit Anderen auszutauschen und dort auch deine eigenen Ideen zu teilen.

Ein Grundsatz, den wir an Weihnachten (und auch im Rest des Jahres) verfolgen ist: Inspirieren statt Missionieren. Indem wir vorleben, was wir für richtig halten und auf Nachfrage auch offen darüber sprechen, konnten wir schon die eine oder andere Person in unserem Umfeld zum Nachdenken anregen.
Natürlich sprechen wir manche Dinge auch mal direkt an, ohne erst extra danach gefragt zu werden, aber wir versuchen dies immer möglichst freundlich zu tun, um unser Gegenüber langsam für das Thema Nachhaltigkeit zu öffnen.

Zero Waste Weihnachtsgeschenke – Was soll ich mir wünschen?

Wenn dieses Jahr wieder die Frage nach den Geschenken kommt, haben wir folgende 1. Idee für dich: Überlege dir schon vorher, welche nachhaltigen Dinge dir Freude bereiten würden, wünsche dir diese und erklär auch gleich noch, wieso du gerade diese gerne haben möchtest.
Am besten verwendest du bei deiner Erklärung sogenannte „Ich-Sätze“, damit sich dein Gegenüber nicht von dir belehrt fühlt.

Bsp.: „Ich wünsche mir dieses Jahr ein Buch, wie man Haushaltsreiniger selber macht, weil ich gerne weniger Chemikalien in meinem Haushalt verwenden würde.“ Oder „Ich wünsche mir eine Brotbox aus Edelstahl weil, darin mein Brot nicht mehr den Geschmack des Plastiks annimmt.“

Aber bleiben wir mal bei dem Thema: Welche nachhaltigen Dinge kann ich mir zu meinem Zero Waste Weihnachten wünschen und wie bringe ich das meiner Familie bei?
Diese Frage ist zum Einen eigentlich sehr einfach, zum Anderen auch gar nicht so leicht zu beantworten, denn sie ist extrem individuell!

1. Überlege dir: Was brauchst du?
Vielleicht bist du erst Zero Waste Anfänger*in, dann fehlen dir vielleicht ein paar Dinge zur Grundauststattung, die du gerne hättest. Mach dir davon eine Liste und suche dann in deiner Umgebung oder online nach Produkten, die dir zusagen. (Bsp.: Haarwaschseife/festes Shampoo, Edelstahldosen/-strohhalme, einen nachhaltigen Kalender, ein Buch zum Thema ZW etc.)

Falls du diesbezüglich schon alles hast, wünsche dir Zeit! Mein Papa hat sich dieses Jahr genau das von mir gewünscht, indem er sagte: „Das Einzige, was ich mir von dir wünsche, ist ein Tag mit dir, egal ob wir Bummeln gehen, was Essen oder in die Sauna, ich möchte einfach Zeit mit dir verbringen.“ Wenn du das so sagst, dann geht wahrscheinlich den meisten Menschen das Herz auf. Mir ging es zumindest so. :)

Es macht wirklich Sinn genau zu recherchieren, welches Produkt du haben möchtest, denn so ist es auch für deine Verwandten leichter dem nachzukommen, wenn sie genaue Vorgaben haben.

2. Formuliere deinen Wunsch nachvollziehbar
Am Besten formulierst du deinen Wunsch so, dass die schenkende Person auch gut nachvollziehen kann, wieso dir dieser Wunsch wichtig ist: „Ich wünsche mir dieses Jahr ein Buch wie man Haushaltsreiniger selber macht, weil ich gerne weniger Chemikalien in meinem Haushalt verwenden würde.“

3. Thema Süßigkeiten
Manche Verwandte möchten unbedingt auch etwas Süßes schenken. Du kannst sie dann entweder bitten, etwas selbst zu machen und dir in einer hübschen Dose zu schenken (die kannst du im Zweifelsfall auch weiterverschenken, oder du suchst nachhaltige Süßigkeiten raus, die dir schmecken und von denen du ihnen vorschwärmst. :)
Bsp.: „Oh man diese Schokolade aus unserem Unverpackt Laden ist so lecker! Wenn du mir was Süßes schenken willst, dann bitte nur noch die, die ist einfach so gut!“ (Es gibt übrigens auch Schokolade, die in kompostierbare Folie verpackt ist. Nicht die beste Lösung aber besser als einzeln eingeschweißte Süßigkeiten oder ähnliches allemal.

4. Die Verpackung
Du kannst auch immer nochmal ganz klar sagen, dass du dir wünschst, dass deine Geschenke, nicht in Plastik eingepackt werden, da du gelesen hast, dass das sehr ungesund ist, weil das Plastik auch in unseren Körper gelangt. (Natürlich gibt es noch mehr Argumente wie den Umweltaspekt, aber von dem fühlen sich viele einfach nicht so sehr betroffen)

Je nachdem, wie offen deine Familie ist, kannst du natürlich noch viel mehr sagen, wie z.B. dass deine Geschenke auch gern 2nd Hand sein dürfen, bitte möglichst regional produziert oder vegan sein sollten. Überleg dir einfach, was dir besonders wichtig ist und teile das deiner Familie auch auf freundliche Weise mit.

Auch wenn wir wissen, dass es immer Menschen geben wird, die auf den zu Beschenkenden keine Rücksicht nehmen wollen, wir hoffen, dass dir diese 4 Punkte etwas helfen konnten und du damit wirklich nur die Dinge bekommst, die du dir wünschst.

Zero Waste Weihnachtsgeschenke
© Luzie Liz

Zero Waste Weihnachtsgeschenke – Was schenke ich meiner Familie und Freunden?

Sicher ist es dir auch wichtig, dass die Geschenke für deine Liebsten so Zero Waste, wie möglich sind und du ihnen dadurch gleichzeitig einen nachhaltigeren Lebensstil liebevoll vermitteln kannst.
Auch hier gibt es natürlich wieder unglaublich viele Möglichkeiten, abhängig von Alter, Vorlieben, Bedürfnissen, Umgebung, dem eigenen Budget und Co., deshalb halten wir diese Tipps auch sehr allgemein.

1. Zeit schenken:
Für uns persönlich ist Zeit immer das schönste Geschenk. Das kann ein Kinobesuch, ein Picknick, ein Saunaabend, gemeinsam Kochen oder Ähnliches sein.
Wenn du nicht ganz mit „leeren Händen“ dastehen möchtest, kannst du passend zum Thema auch noch etwas Nachhaltiges dazu schenken.
Entscheidest du dich zum Beispiel für einen gemeinsamen Kochabend als Geschenk, könntest du eine selbstgemachte Gewürzmischung in einem hübschen Glas verschenken. Für ein gemeinsames Picknick mit Freunden, könnte ein Edelstahlbehälter/-flasche für die Snacks eine tolle Geschenkidee sein.

2. Was wird wirklich benötigt? – das perfekt zugeschnittene Geschenk
Wenn du doch lieber etwas Materielles und Nachhaltiges schenken willst, solltest du dir vorher immer erstmal überlegen, was diese Person WIRKLICH gebrauchen könnte und welche nachhaltige Alternative dafür gut geeignet wäre. Wenn der zu Beschenkende gern Cocktailparties veranstaltet, sind sicherlich einige Glas-/Edelstahlstrohhalme, sowie nachhaltig produzierte Zutaten für die Cocktails ein wunderbares Geschenk.

3. Second Hand Verschenken
Für die Kleinsten etwas zu finden, ist es wahrscheinlich noch am Einfachsten, denn hier gibt es tolle Bücher, Kleidung, CDs, DVDs etc., die du 2nd Hand  kaufen kannst. (Auch zum Thema Nachhaltigkeit gibt es schöne Kinderbücher z.B. „Plastian – der kleine Fisch“)

4. Wissen Verschenken
Allgemein kannst du natürlich auch immer Bücher oder DVDs zu dem Thema Nachhaltigkeit schenken. Hier kann es aber schnell passieren, dass sich die beschenkte Person belehrt fühlt und sich das jeweilige Geschenk dann überhaupt nicht mehr ansieht. Es macht also Sinn, hier wirklich mit Bedacht auszuwählen.

5. Zero Waste Weihnachtsgeschenke selber machen
Du kannst übrigens auch deiner gesamten Familie eine nachhaltige Freude machen, indem du z.B. das Festtagsessen übernimmst und es nachhaltig gestaltest. Auch das Selbermachen von Geschenken bietet dir unglaublich viele Möglichkeiten deine Liebsten nachhaltig zu Beschenken. Selbstgemachte Bienenwachstücher, die sie in der Küche als Ersatz für Frischhaltefolie verwenden können, ist nur eine von tausenden Ideen, die du umsetzen kannst.

6. Für einen guten Zweck Spenden
Inzwischen gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten statt eines Materiellen Geschenks, gezielt Geldspenden für gemeinnützige Organisationen zu verschenken. Ist der zu Beschenkende beispielsweise sehr tierlieb, kannst du zum Beispiel eine Tierpatenschaft verschenken. Aber auch Aufforstungsprojekte, bei denen du Bäume verschenken kannst oder Spenden für Organisationen, die sich mit der Reinigung unserer Ozeane auseinandersetzen, sind tolle Ideen, um deine Liebsten nachhaltig zu beschenken.

Falls du noch mehr Zero Waste Weihnachtsgeschenk-Ideen hast, schreib sie gerne unten in die Kommentare!

Zero Waste Geschenkverpackungen

Zero Waste Weihnachtsgeschenkverpackungen

Wenn du dann alle deine Zero Waste Weihnachtsgeschenke beisammen hast, stellt sich natürlich die Frage, wie werden die Geschenke nun verpackt ohne unnötig Müll zu produzieren?

Hier gibt es wieder unzählige Möglichkeiten, von denen wir dir gern 5 vorstellen möchten. Wenn du noch eine besonders schöne Idee hast, schreib sie gerne in die Kommentare!

1. Zeitungspapier – das sieht besonders aus, ist mehr oder weniger kostenlos und passt selbst um das größte Geschenk

2. Stoffreste – funktioniert im Grunde genauso, wie das Zeitungspapier und kann sogar immer wieder verwendet werden.

3. Hals-/Geschirrtücher – das macht nur Sinn, wenn der Beschenkte da noch einen Mangel hat oder leidenschaftlich Halstücher trägt ;)

4. Alte Kinderzeichnungen – diesen Tipp haben wir von einer unserer treuen Instagram FollowerInnen erhalten, oft bringen Kinder im Laufe ihrer Kindergartenzeit sehr viele Kunstwerke mit, die auf Dauer nur verstauben, so bekommen sie nochmal einen schönen Sinn.

5. Baumwollsäckchen – der Vorteil an diesen ist, dass man sie auch immer wiederverwenden kann, im Zweifelsfall auch beim Einkaufen.

Wenn du einen der Tipps zu Weihnachten umsetzt, schick uns gern ein Foto davon! Wir freuen uns immer, wenn wir sehen, dass unsere Ideen auch umgesetzt werden. :)

Zero_waste_Weihnachtsbaum
© Irina Iriser

Zero Waste Weihnachtsbaum, Adventskranz & Deko

Eine häufige Frage, die im letzten Jahr in unserer Instagram Community aufkam, war auch, wie du Weihnachtsbaum, Adventskranz und Deko nachhaltig gestalten kann.

Grundsätzlich müssen wir leider sagen, echte Weihnachtsbäume sind, wenn sie nur für ein paar Wochen in der Wohnung stehen, um danach entsorgt zu werden, nicht wirklich nachhaltig. Denn hier wird ein Baum großgezogen, nur um gefällt zu werden.
Zum Glück gibt es auch wieder zahlreiche Alternativen, die du für dein Zero Waste Weihnachten nutzen kannst.
Vor kurzem erreichte uns der Hinweis auf ein wunderbares StartUp aus dem Raum Leipzig und Dresden: Baumkind bietet lebende Weihnachtsbäume im Topf an, die nach dem Weihnachtsfest wieder abgeholt und zur Aufforstung genutzt werden.

Aber es gibt noch mehr Möglichkeiten: Vom selbstgemachten Baum aus Holz von @rooferdaddy, über einen Filzbaum, den du an die Tür hängen kannst, gibt es nahezu alles, was man sich (nicht) vorstellen kann.
Damit du die für dich perfekte Alternative findest, empfehlen wir dir mal DIY Weihnachtsbaum/Christmastree bei Pinterest einzugeben.
Dasselbe kannst du übrigens auch für Adventskränze, -kalender oder Deko machen. :)

Was wir uns allerdings auch gefragt haben, als wir eure Nachrichten gelesen haben: Kauft ihr jedes Jahr neue Deko?
Vielleicht ist das der erste Schritt zu einer nachhaltigeren Gestaltung deiner weihnachtlichen Wohnung: Das verwenden, was schon da ist und nicht erst neue Weihnachtsdeko kaufen.

Bei Deko, kannst du auch viele schöne Dinge aus der Natur nutzen, wie z.B. Holz, Tannenzapfen, Nüsse etc.

Hast du Lust uns von deinem diesjährigen nachhaltigen Weihnachts-DIY-Projekt zu berichten? Wir freuen uns über deine Kommentare.

Zero Waste Festival Guide

Ihr habt uns einiges gefragt zum Thema, wie man Müll vermeiden kann auf einem Festival und deswegen findest du in diesem Artikel praktische Informationen rund um das Thema: Zero Waste Festival
Ganz unten sind noch ein paar nachhaltige Festivals verlinkt die du dir ansehen kannst.

Dieser Artikel enthält Werbung, da einige der gezeigten Produkte PR-Samples sind. Diese sind mit einem * markiert.

Grundsätzlich gilt:

Zelte, Kleidung, Campingausstattung etc. immer ausleihen oder Second Hand kaufen und wieder mitnehmen  um sie wiederzuverwenden.

Für den Rest haben wir hier noch mehr Tipps:

Zero Waste Essen auf dem Festival

Fangen wir doch direkt einmal mit dem vielleicht Wichtigsten an, dem Essen. 😋 
Natürlich ist die Umsetzbarkeit der folgenden Tipps auch immer etwas von den Festivals (und ihrer Dauer) abhängig. Was für dich bzw. das Event deiner Wahl am besten geeignet ist findest du auch leicht heraus, indem du dir die FAQ des jeweiligen Festivals online ansiehst.

Uns ist bewusst, dass nicht alles davon extrem gesund ist, doch das ist bei Festivals auch nicht unbedingt der Anspruch, oder? ;)

Los geht’s mit den Tipps: 

1. Vorgeschnittenes Brot und süße Aufstriche – Beides hält sich auch ohne Kühlschrank mehrere Tage. Das Brot kann man in einem Baumwollbeutel aufbewahren. Wenn du noch eine zweite Stoffschicht (z.B. eienn Pulli) drumrum legst, wird es auch nicht so schnell hart. 

2. Couscous und Gemüse – Couscous lässt sich mit heißem Wasser extrem schnell zubereiten und Gemüse wie Paprika, Tomaten und Co. kann man roh dazu schnippeln.  
Tipp: Den trockenen Couscous schon vorher mit Gewürzen, Salz und Pfeffer vermischen. Transportieren kannst du ihn in allem was dicht ist. ;) (Behälter kannst du dir auch von Freunden/Familie leihen) 

3. Gerettete Fertiggerichte (z.B. von SIRPLUS*) da hast du zwar auch Müll, sparst aber Ressourcen, da diese Lebensmittel sonst, samt Verpackung, im Abfall gelandet wären 

4. Zum Snacken – Gemüse und Obst, dass sich ein paar Tage hält, die kann man auch ohne Probleme aufs Festivalgelände nehmen (Paprika, Tomaten, Äpfel, Bananen etc.) 

5. Zum Snacken – Nüsse und lose Süßigkeiten (die nicht schmelzen), gibt es im Unverpacktladen oder auch bei mein.muesli.laden. Tipp: die kann man einfach in kleinen Zuziehbeuteln oder Brotdosen transportieren und so auch mit aufs Festivalgelände nehmen.  

6. Wiederverwendbare Behälter aus Edelstahl o. Plastik für das Essen vom Foodtruck (hier unbedingt erkundigen, welche Materialien erlaubt sind), oder die Speisen auf die Hand nehmen (wenn möglich) 

7. Besteck selber mitbringen, z.B. aus der eigenen Besteckschublade, einen Göffel oder auch aus Holz 

Du siehst also, es ist gar nicht so schwer müllarm auf einem Festival zu essen. :)

Müllfreie Getränke auf Festivals – umsetzbar oder schwierig? 

Wir denken auch hier kommt es wieder ein bisschen auf das Festival an, in den jeweiligen FAQs deines Festivals erfährst du online auch einfach, was erlaubt ist und was nicht. 
Dennoch haben wir ein paar Tipps, die sicherlich vielerorts umsetzbar sind. 
 
1. Eine eigene Flasche (Aus Edelstahl, Glas oder auch Plastik, je nachdem, was erlaubt ist) 

2. Ein eigener Becher (gibt es auch mit Haken, sodass man sie am Gürtel o.Ä. befestigen kann – wie so etwas aussehen kann findest du heraus wenn du online einmal nach Campingbecher suchst) So kannst du Plastikbecher vermeiden wenn du dir vor Ort Getränke kaufst. 

3. Ein eigener Wassertank – zwar sind sie oft aus Plastik, doch man kann sie immer wiederverwenden. Wassertanks, die mehrere Liter Wasser aufnehmen können, kann man leicht im Zelt aufbewahren und auch beim Festival auffüllen. Vielleicht kennst du ja auch jemanden, der dir so einen Tank ausleiht. 

4, Bierfässer statt Bierdosen – Wer in der Gruppe das Festival unsicher macht, und nicht auf Bier verzichten will, kann mit einem Bierfass nicht nur Geld sonder auch Müll sparen. #sharingiscaring
Die meisten großen Bierfässer sind Pfandbehälter die sich im Gastronomiebedarf wieder zurück bringen lassen. So Spart man die ganzen Dosen und ist der King auf dem Gelände, denn: Wer kommt sonst noch mit Bierfass aufs Festival?
 
Wichtig ist, wie so oft, bevor du etwas neues kaufst, schau doch erst einmal, ob du das jeweilige nicht bereits hast oder dir ausleihen kannst. Auch gebraucht bekommt man viele Dinge, damit sparst du Geld und Ressourcen. 
 
Wenn du selbst auch noch Tipps hast wie man Getränkemüll vermeiden kann auf Festivals schreib sie gerne in die Kommentare.

Zero Waste Festival Glitzer

Glitzer kann man sehr gut als Make Up Ersatz einsetzen! Aber:
er besteht oft aus Kunststoff und landet als Mikroplastik im (Grund)wasser das möchten wir natürlich nicht (ganz zu schweigen davon, ob du wirklich Plastik auf deiner Haut und ggf. sogar in deinen Augen haben möchtest). Die ganz einfache nachhaltige und plastikfreie Alternative ist der auf Zellulose  basierende Glitzer von nature glitz*
Perfekt zum Start in die Festival Saison möchten wir dir damit ein kleines Start Up Produkt vorstellen, dass wir gerne unterstützen und super zu Festivals passt🙂  
Und zwar handelt es sich um den wundervollen Glitzer von
nature glitz* 💫  
Genauso wie uns ist es den beiden Gründerinnen Tamara und Susanna wichtig, auf das große Plastikproblem in unserer Welt aufmerksam zu machen und Nachhaltigkeit ist dabei ihr höchstes Gebot 😊💚 Im Gegensatz zu anderen Glitzer Herstellern ist dieses Produkt zu 100% biologisch abbaubar, wird in Deutschland hergestellt und ist vegan. Der Hauptbestandteil des Glitters ist Zellulose, welches sich ohne weiteres kompostieren lässt. Verpackt ist er in einem Schraubglas, das bedeutet, auch hier wird kein Plastik benötigt. 💪  
Getestet haben wir den Glitzer natürlich auch schon, und was sollen wir sagen? Er hält super gut mit Aloe Vera Gel, strahlt in aller Pracht. Nach dem Festival bekommt man ihn auch schnell wieder ab, indem man ihn mit Wasser abwäscht 💧.  

Mit ihm kannst du also dein Festivalerlebnis noch ein wenig strahlender und bunter machen.

Sex und Zero Waste

Ja, ganz ehrlich, wir wissen alle was auf Festivals passieren kann egal ob geplant oder nicht ;)  
 
Und auch wenn hier Müll entsteht, unserer Meinung nach hört der Zero Waste Gedanke auf, wenn es um die eigene Sicherheit und die von anderen geht. 
Deshalb sagen wir grundsätzlich ja zu Kondomen, doch das heißt ja nicht, dass man dieses Thema nicht auch nachhaltiger gestalten kann. 
 
Das ist auch der Grund, wieso wir dir hier auch ein weiteres Mal die nachhaltigen Kondome von @Einhorn Kondome und Fair squared empfehlen möchten.

Diese sind vegan, fair und teilweise sogar in Deutschland hergestellt. Wenn du noch mehr über ihre Nachhaltigkeit erfahren willst, schau unbedingt einmal auf den jeweiligen Webseiten vorbei, besonders Einhorn Kondome hat ein wirklich wunderschönes Schaubild darüber veröffentlicht. 
 
Und ganz wichtig: Nein heißt nein und überreden ist auch doof, also macht es wie die Schweden und achtet auf das gegenseitige Einverstädnnis. 
Denn am Ende soll ein Festival, und alles was dabei passiert, jedem in schöner Erinnerung bleiben. Oder nicht? 

Nachhaltige Pflaster für das Festival Medizinköfferchen

Was tun, wenn man sich verletzt? 
Genauso wie beim Thema Sex ist auch Wundversorgung ein Thema, bei dem der müllfreie Gedanke in den Hintergrund rücken darf.  
Doch ebenso ist es möglich solche Situationen etwas nachhaltiger zu gestalten (je nach Grad der Verletzung)
So kannst du z.B. bei der Wahl deiner Pflaster auch nachhaltiger sein indem du z.B. die veganen, fairen und biologisch abbaubaren von Patch* verwendest.

Diese Pflaster bestehen aus Bio-Bambus und ihr Klebefilm aus natürlichem PSA und auch ihre Umverpackung ist nachhaltiger hergestellt, aus Reispapier und Biokunsstoff. 

Wenn es also um kleine Schrammen und Schnitte geht sind sie eine gute Wahl – ebenso, wie der Wunde genug Luft zu lassen, nicht alles muss sofort abgeklebt werden. 
Vielleicht hast du ja auch noch Tipps zum Thema Wundversorgung auf Festivals und Co.? Wenn ja, dann teile sie gerne mit uns, in den Kommentaren.

Ein paar nachhaltige Festivals

Hier wollen wir mal anfangen eine Sammlung mit den themenspezifischen Zero Waste Festivals geben. Diese Liste ist höchstwahrscheinlich nicht vollständig, also falls du noch ein Festival hast was besonders nachhaltig oder sogar komplett Müllfrei ist, melde dich gern!

Wundaplunda
Fairstival
Foodsharing-Festival

Du kennst noch weitere Tipps und Ideen hast wie man Festivalaufenthalte müllfrei und nachhaltig gestalten kann? Dann schreib sie wie immer gerne in die Kommentare!

Atlantic City Hotel Bremerhaven

Grün reisen und dabei Lebensmittel retten, so kann das gehen am Beispiel des ATLANTIC Hotel Sail City (Anzeige)

Auf Instagram haben wir es schon manches Mal angesprochen, reisen geht auch in nachhaltig und grün. Heute möchten wir dir eine Möglichkeit dazu genauer vorstellen.

Wie du vielleicht schon weißt, mittlerweile gibt es die verschiedensten nachhaltigen Angebote für schöne Unterkünfte und das ATLANTIC Hotel Sail City in Bremerhaven ist eins davon.
Das Hotel hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, bis 2020 vollkommen klimaneutral zu sein.

Doch fangen wir am Anfang an, wieso waren wir überhaupt in Bremerhaven?

Vom Resteessen und was es damit auf sich hat

Gemeinsam mit United Against Waste, hat uns das ATLANTIC Hotel Sail City eingeladen an ihrem 3. Resteessen teilzunehmen.

Das ist ein Event, bei dem eine Gesellschaft von knapp 60 Personen mit leckeren Gerichten verköstigt wird, welche überwiegend aus Lebensmittelüberproduktion entstanden sind.
Heraus kamen dabei unter anderem Kartoffelchips (aus Schalen), Karottenessenz (aus den Möhrenstumpen) und Sorbet mit Obstsalat (welcher vom Frühstücksbuffet bereits vorbereitet wurde).

Alles in allem eine super leckere Angelegenheit, die deutlich gemacht hat, dass auch „Lebensmittelreste“ sehr lecker verwertet werden können.
(Dieses Event kann man übrigens auch für Firmenveranstaltungen oder privat buchen.)

Was ist das Problem mit weggeworfenen Lebensmitteln?

Hier ein paar Fakten:

  • jährlich landen weltweit 1,3 Milliarden Tonnen auf dem Müll

Menge an verpackten Lebensmitteln in Deutschland…

  • 800.000 Tonnen verpackte Lebensmittel wandern in Deutschland ungeöffnet/unberührt in den Müll 
  • pro Kopf werden in Europa durchschnittlich 105 kg Lebensmittel im Jahr weggeworfen
  • zum Vergleich: in Süd- und Südostasien sind es nur knapp 7 kg p.P./Jahr
  • 48 % der weggeworfenen Lebensmittel sind Obst/Gemüse
  • 70 % der befragten Haushalte planen nicht, was sie in der nächsten Woche kochen möchten bevor sie einkaufen
  • dabei könnten 50% der weggeworfenen Lebensmittel vermieden werden, wenn die Konsument*innen ihre Einkäufe besser Planen und im Anschluss angemessen lagern würden
  • so könnten im Jahr um die 300€ p.P/Jahr gespart werden

Die Zahlen beruhen auf Angaben der Ernährungs-und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Save Food-Studie des FolienherstellersCofresco und des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV).

Was das Hotel noch zu bieten hat   

Nicht nur bei diesem Event setzt sich das ATLANTIC Hotel Sail City gegen die Verschwendung von Lebensmitteln ein.

Gemeinsam mit United Against Waste, haben sie es auch geschafft die Quote in Bezug auf Essen, welches im Hotelbetrieb weggeworfen werden muss, deutlich zu reduzieren! 

So gibt es aktuell anstatt durchschnittlich 136 g pro Person und Gericht nur noch zwischen 70-81 g Tellerrücklauf (Essen, das in der Tonne landet).
Das erreichen sie z.B. durch kleinere Portionen und einem Frühstücksbüffet, dass so strukturiert ist, dass die noch nicht verwendeten Lebensmittel auch später noch verkocht werden können – so wie es dann auch bei unserem Resteessen der Fall war. Für ein Hotel, das immer gut kalkulieren muss, zwischen Ressourcenschonung und einem zufriedenen Gast, ist das wirklich eine sehr gute Veränderung.
Hier findet ihr noch weitere Maßnahmen zur Verbesserung durch das Green Sail-Konzept.

Gut zu wissen: Gerade was die kleinen Portionen und das gute Planen von Essen angeht, kannst du auch bei dir zu Hause einiges gegen Verschwendung tun! Denn besonders bewusster Konsum verhindert oft das Wegwerfen von Lebensmitteln.

Es gibt aber noch mehr, was das ATLANTIC Hotel Sail City zu einer grünen Alternative macht:

So bezieht das Hotel z.B. 100% Ökostrom, bietet digitale Zeitschriften an (anstatt Printmedien), einen grünen Service, reduziert die Lebensmittelverschwendung am Büffet, hat die Hotelinternen Papierabfälle durch Digitalisierung stark reduzieren können und noch vieles mehr.

Das Ganze funktioniert vor allem deshalb so gut, weil alle Mitarbeiter gut informiert und entsprechend ausgebildet werden.

Alles in allem verfolgt das Hotel ein ganzheitliches Konzept, dabei sind sie noch nicht perfekt, doch deutlich ist, dass sich das Hotel immer weiter zu noch weniger Müll und noch mehr Umweltfreundlichkeit entwickelt.


Und was gibt es da noch außer ein grünes Hotel?

Doch wieso überhaupt nach Bremerhaven reisen?

Neben dem Hotel, welches direkt an der Weser liegt und somit eine wunderschöne Aussicht mitbringt gibt es noch eine andere besondere Attraktion die uns begeistert hat – das Klima Haus Bremerhaven 8° Ost.

Auf 5000 qm kannst du die verschiedenen Klimazonen unserer Welt auf vielfältige Art und Weise erleben. Anders als in gewöhnlichen Museen, bietet das Klima Haus Bremerhaven 8° Ost eine interaktive Landschaft mit vielen kleinen und großen Dingen die zum Staunen anregen. Hier kannst du die einzelnen Zonen wirklich mit Haut und Haar erleben (und das ist nicht untertrieben!)

Von wechselnden Temperaturen und Luftfeuchtigkeit über Miniaturfeeling im hohen Gras wird unheimlich viel geboten. Nebenbei wird man auf sanfte Weise über den Klimawandel aufgeklärt und erfährt wie die Menschen in anderen Klimagebieten leben und mit den bisherigen Auswirkungen unserer sich verändernden Welt umgehen.

Das ganze Haus zu besichtigen braucht mindestens einen Tag, besser zwei, wenn man wirklich alle Eindrücke wahrnehmen möchte – und ja, auch für die Kleinen kann das ein wirklich spannendes Erlebnis sein!

Noch ein paar abschließende Worte

…zum Hotel.

Natürlich gab es auch ein paar Dinge, die nicht ganz unseren persönlichen Zero Waste Vorstellungen entsprachen. Doch wie der Hoteldirektor Tim Oberdieck treffend gesagt hat: „Man darf auch mal scheitern.“

Es muss nicht immer alles sofort 100% perfekt sein, wichtig ist, dass man sich stets weiter entwickelt, konstruktiv mit Feedback umgeht und das Ziel im Blick behält – langfristig ein rundum nachhaltiges Hotel zu sein.

Und dafür, so finden wir, befindet sich das ATLANTIC Hotel Sail City bereits auf einem sehr guten Weg.

Wenn du also demnächst mal wieder ein Wochenende oder ein paar Tage ausspannen möchtest, könnte Bremerhaven ein möglicher Zielort sein, für uns ist auf jeden Fall klar, wir kommen wieder! Schon allein, weil wir uns nochmal ausführlich Zeit für das Klima Haus Bremerhaven 8° Ost nehmen möchten. Besonders tolle Angebote gibt es Dank der „Ab in den Norden“ – Aktion der ATLANTIC Hotels und ist ja vielleicht sogar eine grüne Alternative für den Sommerurlaub bzw. den Wochenendtrip.

PS.: Wenn du noch mehr lesen willst zu diesem Thema, dann schau auch einmal bei Jenni von Mehralsgrünzeug vorbei, sie war mit Inga vor Ort und hat auf ihrem Blog auch ausführlich berichtet von dem Erlebnis.

Zero Waste Kids - weltweit erste Zero Waste Zeichentrickserie

The Zero Waste Kids – Weltweit erste Zero Waste Zeichentrickserie

Zero Waste bald als Serie im Fernsehen?

Das könnte bald Wirklichkeit werden, denn das aktuelle Projekt des französischen Animationsstudios SUPERPROD, soll die erste Zeichentrickserie weltweit über Zero Waste werden – The Zero Waste Kids.

Begonnen hat alles im Jahr 2014, als sich die „Famille(presque) ZéroDéchet“ (die fast Zero Waste Familie) dazu entschloss, ihr Zero Waste Abenteuer zu beginnen. Sie schafften es, ihren gesamten Müll auf ein Vorratsglas pro Jahr zu verringern. Doch ihre Geschichte geht noch weiter, sie veröffentlichten im März 2016 das Buch „La FamillepresqueZéroDéchet“ (Die fast Zero Waste Familie) und anschließend im November 2016 das Kinderbuch „LesZenfants (presque) ZéroDéchet“(Die (fast) Zero Waste Kinder) mit Tipps für Zero Waste mit Kindern. Carole Brin, Produzentin von SUPERPROD und persönliche Zero Wastelerin, entwickelte die Idee, dieses Kinderbuch in eine Zeichentrickserie für Kinder von 6-10 Jahren zu verwandeln.

Geplant sind 52 Folgen mit viel Humor, einer riesigen Portion an Selbstironie und dennoch wissenschaftlich geprüften Inhalten. Hauptcharaktere sind die zwei Kinder der Familie, Mali und Dia. Die beiden treffen in den Episoden auf verschiedene Zero Waste Probleme,  für die sie dann mit Hilfe von  drei Superhelden, Slipman, Kompostman und Greengirl eine Lösung finden. Aber das ist noch lange nicht alles. Ziel der Serie ist es, dem Konsumenten äußerst lehrreiche aber vor allem auch interaktive Inhalte zur Verfügung zu stellen,  so stehen außerdem 52 thematisch auf den Episoden basierende live Tutorien auf dem Plan, die dazu anregen Zero Waste in die Praxis umzusetzen (z.B. selbstgemachte Zahnpasta, dein selbstgemachter Snack, deine Zero Waste Geburtstagsparty uvm.). Diese entstehen in Mitarbeit von Zero Waste Initiativen weltweit. Als Partner hat die Zero Waste Kids Serie ZERO WASTE FRANCE, für die es selbstverständlich war, das Projekt zu unterstützen, „weil es die erste Zeichentrickserie ist, die Kinder für Zero Waste sensibilisiert.“

Doch um all dies möglich zu machen, benötigt SUPERPROD momentan den Zuspruch von möglichst vielen Menschen weltweit. Mitte Januar startete ihre Crowdfunding Kampagne, um die erste Basis der Serie zu schaffen und vor allem, um zu beweisen, dass diese Serie nötig und gewollt ist. Denn die Message der Serie ist schlicht und einfach: Jeder kann ein Zero Waste Hero sein!
Selbstverständlich wird SUPERPROD alle Einnahmen dieser Serie ökologischen Zwecken widmen: beispielsweise in Form von Spenden an Vereine, die im Sinne der Ökologie handeln. Wir finden es ist eine tolle Sache und unterstützen dieses Projekt sehr gern. Wenn auch du SUPERPROD bei der Finanzierung der weltweit ersten Zero Waste Zeichentrickserie unterstützen willst, dann schau doch mal auf Ulule und ihrer Crowdfunding Kampagne vorbei, die noch bis zum 7. März laufen wird.

Geld Sparen mit Zero Waste – Teil 2

In unserem Magazin-Artikel „Mit Zero Waste Geld Sparen – Teil 1“ ging es in erster Linie darum, wie du im Hinblick auf Lebensmittel Geld sparen kannst. Das Thema Geld Sparen mit Zero Waste lässt sich jedoch noch auf weitere Lebensbereiche ausweiten, beispielsweise Kleidung, Bücher, Einrichtungsgegenstände und überhaupt alle Dinge, die du konsumierst und genau darum soll es in unserem zweiten Teil dieser Artikel Reihe gehen.

Second Hand: Gebraucht einkaufen

Die Idee ist nicht neu. Im Gegenteil, jedoch war es lange Zeit vor allem bei Kleidung verpöhnt gebraucht einzukaufen. Glücklicherweise hat sich diese weitverbreitete Meinung durch Vintage- und Retro-Trends in den vergangenen Jahren etwas gelockert, sodass es nun sogar trendy und äußerst beliebt ist auf Flohmärkten nach gebrauchten Schätzen Ausschau zu halten. Online-Plattformen, wie ebay, Kleiderkreisel usw. haben ihren Teil dazu beigetragen, dass Second Hand Shopping wieder beliebter wurde.
Das Prinzip des gebraucht Kaufens lässt sich auf so gut wie alle Lebensbereiche ausweiten. Speziell Bücher lassen sich wunderbar gebraucht kaufen, richtige Adressen sind hierfür ebaykleinanzeigen, medimops oder rebuy.
Aber auch bei Technikgegenständen jeglicher Art kann der Erwerb gebrauchter Ware sinnvoll sein, um viel Geld zu sparen. Oftmals wurden technische Gegenstände nur spärlich verwendet und werden dann erneut online über Plattformen wie ebaykleinanzeigen zum Verkauf angeboten mit drastisch reduzierten Preisen im Vergleich zum neuwertigen Produkt und sogar vorhandener Garantie bzw. Kassenzettel. Hier lohnt es sich jedenfalls die Augen über einen längeren Zeitraum gezielt offen zu halten und im richtigen Moment zuzuschlagen, anstatt blind einfach ein neuwertiges Gerät zu kaufen.

Selber machen statt kaufen

Wie du vielleicht schon gesehen hast, haben wir euch bereits einige Rezepte vorgestellt, mit denen du Alltagsdinge ganz einfach selbst herstellen kannst. Vielleicht ist dir dabei auch aufgefallen, dass die meisten Zutaten sehr günstig sind.  
 
Indem du Dinge wie Haushaltsreiniger und Co. selber machst, kannst du ebenfalls sehr viel Geld sparen. 
 
Denn anstatt 2-4 Euro für einen Reiniger (,der nur ein paar  Wochen oder Monate hält) auszugeben, kaufst du dir einen kleinen Vorrat an Grundzutaten (,die alle sehr günstig zu haben sind) und kannst daraus dann (,je nachdem wie viel du kaufst) Reiniger für Monate oder Jahre herstellen.  Nebenbei schonst du die Umwelt, weil du kaum bis gar kein Verpackungsmaterial verbrauchst und keine giftigen Chemikalien benutzt.

Diese Grundzutaten sind: Soda, Natron, Citronensäure, Essig und Kernseife (vorzugsweise ohne Palmöl und Glycerin). Wer mag kann auch noch ätherische Öle kaufen. 
 
Mit diesen 5 Hausmitteln kannst du wirklich alles im Haus reinigen, du brauchst keine Chemiekeulen o.Ä. mehr!   

Und bei einigen Dingen, kannst du sogar auf diese Zutaten verzichten, indem du z.B. Efeu benutzt.  Daraus kannst du, unter anderem, einfach und schnell Waschmittel, Spüli und Glasreiniger herst
ellen. Efeu wächst meist überall und du kannst ihn kostenlos sammeln.
Wie du mit Efeu wäscht, verraten wir dir bald in einem weiteren Magazin-Artikel.


Wir hoffen, dass wir dir nochmal ein paar Ideen geben konnten, wie du in Zukunft Geld sparen und dabei die Umwelt schonen kannst.  

Foto: Rawpixel

Mit Zero Waste Geld Sparen – Teil 1

Als ich mich das erste Mal mit dem Thema Zero Waste beschäftigte, wusste ich nicht, dass man mit Zero Waste Geld sparen kann. Im Gegenteil, ich war besorgt, dass am Ende des Monats zu wenig Geld übrig sei und ich meinen Lebensstandard enorm einschränken müsste, damit ich Zero Waste leben kann. Dabei handelt es sich hierbei lediglich um ein weitverbreitetes Klischée, dass das Leben als Zero Wasteler teurer ist, wieso an dieser These nichts dran ist, lest ihr in unserem heutigen Artikel.

Wie genau und wodurch kann ich mit Zero Waste Geld sparen?

Der erste Schritt ist tatsächlich weniger Konsum.
Die zwei ersten Ansätze des Zero Waste Lebensstils sind refuse und reduce – auf gut Deutsch also ablehnen und reduzieren. Das bedeutet etwas pauschaler gesprochen, den eigenen Konsum (also, wie viel und was wir kaufen) zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen.

Unsere Gesellschaft lebt im Überfluss, dieser kommt allerdings nur zustande weil Menschen dafür in anderen Ländern schuften, leiden und oft auch sterben.
Dazu kommt noch, dass in vielen Produkten neben dem Leid von Tier und Mensch auch oft Fette, Konservierungsstoffe, Chemikalien und andere Stoffe enthalten sind, die unserem Körper langfristig schaden können. Oft sind diese vor allem in verpackten Produkten zu finden.

Die Konsumfalle: wir kaufen zu viel und zu oft

Durch Werbung, schöne Verpackungen, Preisnachlässe und Co. werden wir animiert immer mehr zu kaufen. Auch Gratisproben & Co. sind oft sinnlos und aufwändig verpackt und somit echte Müllschleudern.

Uns wird eingeredet, wir müssten Bedürfnisse erfüllen, von denen wir vorher nicht mal wussten. Hinter nahezu jedem tollen Angebot steckt ein Industriezweig, der sich vor allem um eines kümmert: seinen eigenen Profit. Und durch geschicktes Marketing, geben wir beim allwöchentlichen Einkauf dann eben gerne mal mehr aus, weil uns noch ein paar tolle neue Produkte ins Auge gesprungen sind.  

Man gönnt sich ja sonst nichts, richtig? Und das denken wir uns mehrere Dutzend Mal pro Monat.
Da kommt dann doch ziemlich schnell viel unnötiger Müll zusammen.

Der Konsumfalle entgehen und mit Zero Waste Geld sparen

Doch wir haben die Möglichkeit, all diese Produkte abzulehnen bzw. zu reduzieren, wenn wir uns selbst eine Strategie zurechtlegen. Beispielsweise indem wir lernen, Dinge selber zu machen, Zeit als hohen Wert zu betrachten und lieber tauschen oder gebraucht, anstatt etwas neu zu kaufen.

Wenn wir uns also entscheiden, wieder zu einer natürlicheren Lebensweise zurück zu kommen, kann jeder von uns einiges an Geld sparen. Wir wissen, dass es eine große Umstellung ist, gerade unser Konsumverhalten wird von klein auf extrem geprägt. Doch es ist nicht unmöglich und es macht auch Spaß, sich bewusst damit auseinanderzusetzen, wie man sich selbst zu einem gesünderen, müllärmeren UND nachhaltigeren Leben verhelfen kann.

Geh raus – deine Stadt ist essbar

Um uns herum wachsen immer eine Fülle an Lebensmitteln, die wir im Grunde einfach nur sehen und einsammeln müssen, um sie zu nutzen. Auch in Städten gibt es viele Pflanzen, die Früchte tragen, Pilze, Kräuter und Nüsse, die wir ernten können. Was du alles direkt in deiner Nähe finden kannst, erfährst du  bei Mundraub.org.

So kannst du dir sparen, teure und oftmals verpackte Lebensmittel mit Zauberwirkung zu kaufen, denn sie gibt es, in ähnlicher Form, schon direkt vor deiner Haustür.

Weniger/keine Tierprodukte & regional sowie saisonal Einkaufen

Am Essen soll man nicht sparen heißt es, und dem stimmen wir mit einer kleinen Einschränkung zu: Es ist auch möglich sich wirklich gut zu versorgen, und dennoch den Geldbeutel ein wenig zu schonen.

Auch beim wöchentlichen Einkauf kannst du Geld und Verpackungen sparen und zwar, indem du auf saisonale und regionale Produkte zurückgreifst. Diese werden oftmals unverpackt und auf Wochenmärkten angeboten. Durch den geringen Transportweg weisen sie auch relativ geringe CO2 Emissionen auf. Außerdem kannst du so regionale Bauern oder Unternehmen unterstützen.

Eine weitere Möglichkeit weniger Müll zu produzieren und die Umwelt zu schonen ist, so viele pflanzliche, unbearbeitete Lebensmittel wie möglich zu essen. D.h. je weniger Fleisch, Milchprodukte und Eier wir essen, desto besser ist es für die Umwelt. Denn allein für z.B. ein Kilo Rindfleisch  werden ca 15.000 l Wasser benötigt und ca. 2,6 kg Futtermittel.  Auch im Preisvergleich ist hochwertiges Fleisch deutlich teurer, als dieselbe Menge an Obst/Gemüse, Getreide und Co.

Übrigens, wann welches Lebensmittel bei uns in Deutschland  Saison hat erfährst du durch sogenannte Saisonkalender. Dafür gibt es z.B. die kostenlose App „GrünZeit“.
So wird es super einfach für dich herauszufinden, welche Lebensmittel gerade besonders nachhaltig zu bekommen sind.

 

Viele weitere tolle Tipps, wie du mit Zero Waste Geld sparen kannst, findest du nächste Woche in unserem Teil 2 unserer Reihe „Mit Zero Waste Geld sparen“.

Photo: Maja Petric von Unsplash