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10 Zero Waste Fails & wie du sie vermeidest

Hast du manchmal das Gefühl, dass du es niemals schaffen wirst deinem Zero Waste Lifestyle vollkommen gerecht zu werden und ein müllfreies Leben zu gestalten? Vielleicht fällt es dir sogar schwer, überhaupt erst einmal anzufangen, dein Leben auf Zero Waste umzustellen. Keine Sorge, das ist ganz normal und uns ging es ganz genauso. Auch wir haben anfangs einige Zero Waste Fails durchleben müssen, bis wir die für uns besten Routinen und Herangehensweisen entwickelt haben. Wir stellen dir heute 10 Zero Waste Fails vor, die dir auf deinem Weg vielleicht begegnen werden und zeigen dir, wie du sie vermeiden kannst.

10 klassische Zero Waste Fails

1. Alles aus Plastik wegwerfen

Viele Zero Waste Anfänger überkommt am Anfang das Gefühl, sich von sämtlichen Gegenständen in ihrem Haushalt, die aus Plastik bestehen trennen zu müssen. Auch uns ging es am Anfang so, dass wir Tupperdosen, Shampooflaschen & Co einfach gedankenlos weggeworfen haben, bevor wir eigentlich begriffen, worum es bei Zero Waste überhaupt geht. Wenn du beginnst Zero Waste zu leben, dann musst du nicht alle Plastik Gegenstände aus deinem Leben verbannen. Im Gegenteil, mache dir Gedanken, welche Gegenstände du wirklich nicht mehr nutzen möchtest und verschenke diese über eine „Zu Verschenken“- Kiste oder einschlägige und regionale Facebookgruppen. Alle anderen Produkte, die du noch zu Hause hast, die in einer Plastikverpackung stecken, solltest du unbedingt aufbrauchen. Das kann manchmal auch Jahre dauern, bis du wirklich alle deine Cremes, Kosmetik und Shampoos aufgebraucht hast.

2. Kilometerweit fahren, um im Unverpackt Laden einzukaufen

Zu Beginn deiner Zero Waste Reise ist alles noch sehr aufregend und neu. Du musst erst die richtigen Routinen entwickeln, um entspannt einkaufen zu können. Klar ist es verlockend, im nächsten Unverpacktladen seine Einkäufe zu machen. Allerdings lohnt sich das absolut nicht, wenn du dafür mehrere Kilometer mit dem Auto durch die Gegend fahren musst, denn dabei pustest du jede Menge CO2 in die Luft, was im Vergleich zum vielleicht anfallenden Verpackungsmüll, noch viel schlimmer ist. Lies dir am besten unseren Artikel zum Thema „Zero Waste ohne Unverpackt Laden“ durch, darin erhältst du Tipps, wie du einen Zero Waste Lebensstil etablieren kannst, ohne, dass du einen Unverpackt Laden in deiner Nähe hast.

3. Alles auf einmal umstellen wollen

We feel you! Damals als wir mit Zero Waste angefangen haben, waren wir euphorisch und Feuer und Flamme. Das Gefühl, dass wir sofort alles komplett auf Zero Waste umstellen wollen, trieb uns an und überforderte uns gleichzeitig. Um ein Haar hätten wir wieder aufgegeben, weil es uns als eine zu große Aufgabe erschien, einen kompletten Haushalt Zero Waste zu führen. Unser Tipp an dich also: Nimm dir zuerst einmal einen Raum in deiner Wohnung vor, bei dem du beginnst, alles auf Zero Waste umzustellen. Das kann zum Beispiel die Küche oder dein Badezimmer sein. Wichtig ist, dass du dich am Anfang nicht überforderst, da du sonst schneller das Handtuch wirfst, als dir lieb ist. Rufe dir immer wieder in Erinnerung, dass jeder kleine Schritt in ein müllfreieres Leben ein Schritt in die richtige Richtung ist.

4. Unzählige Zero Waste Utensilien kaufen

Einige Zero Waste Anfänger glauben, sie benötigen besondere Utensilien, um Zero Waste in ihrem Leben umsetzen zu können. Also kaufen sie Metall-Strohhalme, Holz-Besteck und Glas-Trinkflaschen, obwohl das vielleicht überhaupt nicht nötig wäre. Prüfe bevor du dir Zero Waste Produkte kaufst, ob du sie wirklich benötigst oder gegebenenfalls durch andere Utensilien, die sich bereits in deinem Haushalt befinden ersetzen kannst.

5. Das Zero Waste Kit oder die Stoffbeutel vergessen

Jeder Zero Wastler kennt es. Man steht beim Einkaufen und hat den Stoffbeutel vergessen. Das kann vor allem zu Beginn sehr nervig sein, da es deine Abläufe im Alltag durcheinanderbringt, du manchmal extra nochmal zuiück nach Hause gehst und viel Zeit verlierst. Unser Tipp an dich ist, dass du dir mehrere Stoffbeutel in deinen verschiedenen Taschen deponierst, damit du, auch wenn du einmal deine Tasche wechselst, sichergehst, dass du immer einen Stoffbeutel dabei hast. Gleiches gilt für dein Zero Waste Kit, mit deinem Besteck und Metall-Trinkhalm. Wenn du weißt, dass du viel unterwegs bist, dann packe es morgens immer in deine Tasche, für den Fall, dass du es am Tag benötigst.

6. Dein Hinweis auf deinen verpackungsfreien Lebensstil wurde vergessen

Manchmal passiert es, dass du eine Bedienung darauf hinweist, dass du den eingeschweißten Keks oder das Päckchen Zucker zu deinem Kaffee nicht benötigst und es später trotzdem auf deinem Teller liegt. In einer solchen Situation brauchst du dich nicht weiter zu ärgern, es lohnt sich allerdings, wenn du den Kontakt zur Bedienung suchst und ihr die verpackten Produkte wieder zurückgibst. So können diese für andere Gäste verwendet werden und du machst sie auf das Thema Zero Waste aufmerksam. Vielleicht fruchten deine Worte und bei den nächsten Gästen passiert ein solcher Fehler nicht mehr.

7. Essen wegwerfen

Auch uns ist dieser Zero Waste Fail am Anfang manchmal passiert. Du achtest penibel auf ein müllarmes Leben und verzichtest bereits weitestgehend auf Verpackungsmüll, wirfst aber ständig Essen weg, weil du zu viel eingekauft und es nicht rechtzeitig verwertet hast. Damit dir sowas nicht passiert, kannst du über Foodsharing Facebookgruppen oder Apps dein Essen mit anderen Menschen teilen, bevor es schlecht wird. Wenn du nicht genau einschätzen kannst, wie viel Essen du pro Woche benötigst, dann ist es sinnvoll dir einen konkreten Speiseplan mit Gerichten für die Woche zu erstellen, nach dem du anschließend einkaufst. So verwertest du alle Zutaten und wirfst kein Essen mehr weg.

8. Alles richtig machen wollen und sich unter Druck setzen

Unser Anspruch an uns selbst, war vor allem zu Beginn sehr hoch, wir wollten alles richtig machen und auf keinen Fall einen Zero Waste Fail begehen. Es ging sogar soweit, dass wir uns an der Supermarkt-Kasse schämten, wenn ein verpacktes Produkt auf dem Band landetet. „Hoffentlich sieht das keiner.“, war ein Gedanke, der sich im Kopf breitmachte, gepaart mit einem unguten Gefühl im Bauch. Du darfst Fehler machen! Erinnere dich immer wieder daran. Du musst dich nicht schuldig fühlen, wenn du doch mal ein verpacktes Produkt kaufst. Nobody is perfect und das ist auch nicht der Anspruch. Wir brauchen nicht wenige Leute, die Zero Waste perfekt umsetzen, sondern wir benötigen viele viele Menschen, die es unperfekt, aber langfristig in ihr Leben integrieren. Es bringt nichts, wenn du dich unter Druck setzt und deshalb deinen Zero Waste Lebensstil schnell wieder an den Nagel hängst.

9. Du versuchst andere zu missionieren

Einer der größten Zero Waste Fails überhaupt ist der Versuch andere Menschen in deinem Umfeld zu missionieren. Klar ist es wichtig, deine Mitmenschen an deinem neuen Lebensstil teilhaben zu lassen und sie auf das Thema aufmerksam zu machen, aber das sollte auf keinen Fall mit einem erhobenen Zeigefinger passieren. Am besten verbreitest du den Zero Waste Lifestyle, indem du ihn einfach vorlebst, Alternativen aufzeigst und bereitwillig mit anderen ins Gespräch kommst, wenn es sich ergibt. Respektiere die Standpunkte Anderer immer und versuche ihnen nicht deine Meinung aufzuzwingen. Jede(r) tut so viel, wie sie oder er kann.

10. Viel zu viel konsumieren

Zero Waste beschränkt sich nicht nur auf die Reduktion von Verpackungsmüll, sondern bezieht sich auch auf das Hinterfragen deines eigenen Konsums. Ein weiterer Zero Waste Fail ist also, weiterhin so zu konsumieren, wie bisher und die eigenen Kaufentscheidungen nicht zu hinterfragen. Es ist wichtig, dass du dir angewöhnst, dir vor jedem Kauf die Frage zu stellen: Brauche ich das jetzt wirklich? Nimm dir für deine Entscheidungen Zeit. Bei vielen Käufen handelt es sich um Impulskäufe, die auf einer unüberlegten Entscheidung beruhen.

Zero Waste ist eine Reise, kein Ziel

Es wird nicht der Tag kommen, an dem du sagst: „So jetzt lebe ich vollständig Zero Waste.“ und darum geht es auch nicht, denn Zero Waste ist kein Ziel, sondern eine Reise. Diese Reise kannst du ganz in deinem Tempo gestalten. Wir versprechen dir es wird aufregend, neu und du wirst eine Menge über dich selbst und unsere Gesellschaft lernen. Wir hoffen, dass dir unser Artikel dabei hilft, einige Zero Waste Fails von Beginn zu vermeiden. Für alle, die bereits etwas länger Zero Waste leben: Welche Zero Waste Fails habt ihr durchlebt? Teilt sie gern mit uns in den Kommentaren.

Zero Waste ohne Unverpackt Laden: So schaffst du es trotzdem, Müll zu vermeiden

In vielen deutschen Groß- und Kleinstädten gibt es inzwischen Unverpacktläden, in denen du Lebensmittel und Hygiene-Artikel unverpackt kaufen kannst. Aber nicht überall hast du die Möglichkeit so unproblematisch unverpackt einzukaufen. Wie du Zero Waste ohne Unverpackt Laden umsetzen kannst und es schaffst Müll zu vermeiden, erklären wir dir im heutigen Artikel.

Zero Waste Lebensmittel kaufen ohne Unverpackt Laden

Besonders, wenn du in einer eher ländlicheren Region lebst und nur die herkömmlichen Supermärkte in deinem näheren Umfeld hast, bedarf es schon einiger Tricks und Kniffe, um Zero Waste auch ohne Unverpackt Laden umsetzen zu können. Mit den folgenden 7 Tipps schaffst du es auch ohne Lose-Laden, Müll zu vermeiden:

  • Kaufe regionales Bio-Gemüse und -Obst, zum Beispiel auf Märkten oder, indem du eine Bio-Kiste bestellst. Suche einfach mal mit der Suchmaschine deiner Wahl nach Ökokiste + dein Ort
  • Bestelle deine Lebensmittel über die Online-Angebote von „Unverpackt für alle“ oder „Unverpackt Versand“
  • Rette Lebensmittel, auch wenn diese meistens verpackt sind. Bei Rübenretter, Sirplus, veggie specials & Co kannst du unterschiedlichste Produkte retten
  • Nutze Food-Sharing Angebote in deiner Region, wie beispielsweise in Facebook-Gruppen, Ebay-Kleinanzeigen oder nebenan.de
  • Verzichte beim Bäcker auf Papiertüten, sondern bring deine eigenen Stoffbeutel mit
  • Sammle Kräuter und Beeren in der Natur
  • Baue Obst, Gemüse und Kräuter in deinem eigenen Garten an

Zero Waste Hygiene-Artikel fürs Bad ohne Unverpackt Laden

Auch im Bad fällt bekanntlich viel Plastik-Müll an, umso leichter ist es aber für dich auch ohne Unverpackt Laden dein Badezimmer in eine Zero Waste Oase zu verwandeln. Mit den folgenden Tipps gelingt die Müll-Vermeidung:

  • Stelle dir deine Kosmetikprodukte selbst her. Vor allem Reiniger und Waschmittel kannst du ganz leicht selbermachen. Im Internet findest du zahlreiche Rezepte, wie es dir gelingt deine eigenen Hygiene-Artikel herzustellen
  • Nutze Online-Angebote von Marken, wie Sauberkasten, ultra-green und Co., um deine Hygiene-Produkte fürs Bad zu bestellen
  • Hinterfrage deinen Konsum. Benötigst du wirklich 10 Cremes und 5 verschiedene Shampoos? Vielleicht reicht tatsächlich ein Stück Seife zum Waschen deines Körpers aus und deine Haare wäschst du mit der No-Poo-Methode.

Was du sonst noch tun kannst, um Zero Waste ohne Unverpackt Laden zu leben

Zu guter letzt haben wir noch ein paar allgemeine Tipps und Tricks für dich, die du umsetzen kannst, um auch ohne Unverpackt Laden, so gut es eben geht, Zero Waste zu leben:

  • Frage dich vor jedem Kauf, ob du das gewünschte Produkt wirklich brauchst. So verhinderst du Impuls-Käufe und lernst dein Konsum-Verhalten zu reflektieren
  • Tausche oder leihe Dinge in deinem Freundeskreis. Du musst nicht immer alles selbst besitzen. Gerade bei Gegenständen, die du eher selten verwendest, lohnt es sich, diese bei deinen Freunden zu leihen.
  • Kaufe Second Hand statt neu. Wenn du etwas doch unbedingt selbst kaufen musst, dann versuche es Second Hand zu erwerben, anstatt es neu zu kaufen, damit verhinderst du die Verschwendung wertvoller Ressourcen.
  • Repariere deine Sachen, bevor du sie einfach wegwirfst und etwas neues kaufst.
  • Wenn du etwas online bestellst, dann schließe dich mit Nachbarn oder Freunden zusammen. Vermeide Retouren und verwende ggf. Verpackungsmaterial, wie Kartons ein zweites Mal. Achte ebenfalls darauf, dass du nur bei nachhaltigen Unternehmen bestellst.

Abschließend bleibt uns nur noch zu sagen, dass du auf einem guten Weg bist und dir nicht zu viel Druck machen solltest, wenn du versuchst Zero Waste ohne Unverpackt Laden umzusetzen. Bereits wenn du in einigen Bereichen auf einen nachhaltigen Konsum achtest und deine Kauf-Entscheidungen hinterfragst, machst du einen großen Schritt in die richtige Richtung hin zu einem grüneren Lifestyle, mit dem du hoffentlich viele weitere Menschen anstecken wirst.

DIY Zero Waste Waschmittel

Nachhaltiges Zero Waste Waschmittel selbermachen

Heute ist Waschtag bei uns! Für Körper und Haare haben wir euch nun schon müllarme Alternativen vorgestellt. In unserer Zero Waste Checkliste fürs Badezimmer findest du außerdem nochmal einen Überblick über Zero Waste Alternativen im Bad.

Aber wie wäscht man am besten Zero Waste seine Kleidung?

Dafür ist folgendes DIY Zero Waste Waschmittel Rezept bestens geeignet:

Es ist leicht herzustellen, schont die Umwelt, kostet wenig und riecht so, wie du es haben möchtest.

Zutaten:

  • 30gr Kernseife
  • 4 EL Waschsoda
  • 2l heißes Wasser
  • 10 Tropfen ätherisches Öl

 

Zubereitungssschritte

Fange am besten damit an die Kernseife zu raspeln.
Vermische dann einfach all die tockenen Zutaten, gieße heißes Wasser drüber und rühre dann so lange, bis sich alles aufgelöst hat. Nach 2 h ruhen können auch noch ätherische Öle hinzugefügt werden. Dann kommt alles in ein Gefäß deiner Wahl und fertig ist dein persönliches Waschmittel.

Nicht wundern, falls die Masse nach dem Abkühlen etwas Geleeartig ist. Schüttel einfach den Behälter, in den du das Waschmittel gefüllt hast und es sieht wieder aus, wie das Flüssigwaschmittel, das man so kennt.

Was gibt es noch zu beachten mit deinem DIY Zero Waste Waschmittel?

Wichtig zu beachten ist, dass man dieses Waschmittel nicht für Seide oder Wolle benutzen sollte.
Für diese Wäsche kann man ein Seifen/Wassergemisch herstellen (beides zusammen kochen, bis alles aufgelöst ist). Im Anschluss wird dieses mit Brennspiritus versetzt und fertig ist das Feinwaschmittel.
Zutaten hierfür:

  • 50 g Kernseife
  • 250ml Wasser
  • 100ml Brennspiritus

Gibt es auch DIY Zero Waste Weichspüler?

Als Weichspüler kannst du einfach einen guten Schuss Tafelessig verwenden. Keine Sorge, genauso wie bei den Haaren riecht auch die Wäsche nach dem trocken nicht danach.

Einfach mit Natron Waschen

Wer es ganz einfach haben möchte kann auch einfach 4-8 EL (je nach Härtegrad des Wassers) Natron in die Wäsche geben. Dessen Reinigungskraft reicht für leicht bis mäßig stark verschmutzte Wäsche auch aus.

Was ist dein Favorit beim Waschmittel und hast du evt. sogar schon Erfahrungen gemacht mit selbst Hergestelltem? Wir freuen uns auf deinen Bericht, schreib uns gern ein Kommentar.

Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer

Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer

Als ich begann mich mit Zero Waste auseinander zu setzen, war ich erschrocken, wie viel Plastik sich in meinem Badezimmer befand. Dabei ist es so einfach all diese bösen Plastikverpackungen komplett aus dem Bad zu verbannen. Welche Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer es gibt, stellen wir dir im Folgenden gern näher vor.

 

(Dieser Beitrag enthält Werbung durch sogenannte Affiliate Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, wenn du mehr über Affiliate Links auf unserer Webseite erfahren möchtest kannst du unter „Was sind Affiliate Links?“ nachlesen.)

Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer – Bambuszahnbürste statt Plastikzahnbürste

Ein Bild, das mir bis heute nicht aus dem Kopf geht, sind Plastikzahnbürsten, die in Mitten von anderen Plastikteilchen wie ausgespuckt, vom Ozean, am Strand in der Sonne liegen. Kurz darauf bin ich also losgezogen und habe mir meine erste Bambuszahnbürste von HYDROPHIL gekauft und bin nun seit langem sehr zufrieden damit.
Auch wenn die Borsten immer noch aus Nylon bestehen, ist es grundsätzlich ein großer Schritt in die richtige Richtung, den wir jedem nur ans Herz legen können.

 

Rasierhobel Alternative für Einwegrasierer

Einwegrasierer Adieu – plastikfreies Rasieren mit dem Rasierhobel

Der Rasierer ist wohl einer der Gegenstände, die man in so ziemlich jedem Haushalt findet. Sowohl Männer als auch Frauen benutzen ihn.
Meistens finden dann allerdings doch nur die Einwegrasierer, die man nach einem Mal benutzen wegschmeißt, Verwendung. Selbst wenn man einen mit auswechselbarer Klinge benutzt, sind diese doch unverhältnismäßig teuer und auch wieder mit Plastik umgeben, das nicht recyclebar ist.
Die einfachste, und tatsächlich auch günstigste, Lösung ist der Rasierhobel (siehe Bild). Und auch wenn der Name erstmal etwas grausam klingt, ist das wirklich eine unglaublich tolle Erfindung, die sich auch bei uns sehr bewährt hat!
Rasierhobel kosten zwischen 20 bis 40 EUR, bestehen zu 100% aus rostfreiem Edelstahl und werden mit einer Rasierklinge versehen, welche bis zu zwei Monate genutzt werden kann. (Nach unserer eigenen Erfahrung)
Nachkaufen muss man nur (knapp einmal im Jahr) die Klingen, welche es für ein paar Euro, in Pappe verpackt, zu kaufen gibt.

Mit einem Rasierhobel hat man also einen Rasierer, der ein Leben lang halten kann und keine Schadstoffe hinterlässt, welcher Rasierer kann das schon von sich behaupten?
Dazu kommt noch, dass die Klingen bedeutend schärfer sind als die von herkömmlichen Rasierern, sodass die Haut weniger gereizt wird.
Man kann mit dieser Alternative also enorm viel Plastikmüll einsparen und seiner Haut etwas Gutes tun!

Sicherlich ist die Anwendung zu Beginn eine Gewöhnungssache, aber auch dafür gibt es auf Youtube wunderbare Tutorials.

Das einfachste Deo der Welt – Natron

Selbstverständlich gibt es die unterschiedlichsten DIY Rezepte für Zero Waste Deos mit denen du dir dein eigenes Deo mischen kannst, doch so kompliziert musst du es dir garnicht machen.
Genau genommen brauchst du nämlich nur eine Zutat und das ist: Natron!
Verblüffend, aber es funktioniert. Man nimmt einfach ein bisschen Natronpulver zwischen den Fingerspitzen auf und tupft es sich auf die Achselhöhlen.
Tada – kein unangenehmer Schweißgeruch hat mehr eine Chance!  Ja es kann so einfach sein!
Das Einzige, was du beachten solltest ist, dass Natron nicht auf frisch rasierter haut aufgetragen werden sollte. Sonst wirst du mit unangenehmen Reizungen gestraft.

Wenn du Düfte magst, gibt es natürlich unzählige Naturkosmetik Deos, die ebenso wirksam sind. Einige, von denen wir selbst überzeugt sind, haben wir in unserem Produkt-Katalog für dich gelistet, zum Beispiel die Deocreme von Nelumbo Naturkosmetik, Lamazuna oder Wolkenseifen.

Back to the roots – Seife statt Duschbad in Plastikflaschen

Früher war (all)es besser! Ein Satz, dem man sicherlich nicht uneingeschränkt zustimmen kann.
Bei folgendem Tipp für Zero Waste Alternativen im Badezimmer allerdings schon.

Und zwar heißt es: Back to the roots! Das bedeutet in diesem Fall: Zurück zu fester Seife und Seifensäckchen.
Feste Seife ist schon lange nicht mehr uncool, denn es gibt sie in mindestens genauso vielen verschiedenen Geruchsrichtungen sowie für die verschiedensten Hauttypen, genau wie ihre flüssigen Vertreter.Der Vorteil bei fester Seife liegt allerdings auf der Hand: Bedeutend weniger Verpackungsmüll und oft auch bessere Inhaltsstoffe! Außerdem kann man sie ohne Probleme bis auf den letzten Rest verbrauchen (anders als bei den Flaschen die man erst Tage über Kopf stehen lassen oder ausspülen muss).
Wenn überhaupt wird feste Seife in Papier eingepackt, ganz selten in Plastik (und das sind meistens auch die Marken, deren Inhaltststoffe und Herstellungsprozesse nicht so berauschend sind.)Welche Seife man nehmen möchte, ist jedem selbst überlassen. Genauso wie bei Flüssigseife heißt es, probieren geht über studieren. Allerdings empfehlen wir eher Seife aus dem Reformhaus/Biomarkt/Unverpackt Laden eures Vertrauens, da hier oft ein besonderes Augenmerk auf die Herstellung und Inhaltstoffe gelegt wird.
Oft werden diese Seifen auch in Deutschland hergestellt, sind vegan, bio und/oder fair gehandelt.Um auch wirklich das Beste aus deiner festen Seife herausholen zu können, empfehlen wir zudem ein Sisal Säckchen zu benutzen.
Es peelt nicht nur ganz sanft die Haut, sondern es hilft auch zuverlässig jedes Seifenstück zur Gänze zu verbrauchen. Dieses Säckchen bekommt ihr z.B. in eurem Unverpackt Laden oder auch im Online Shop von Original Unverpackt (dort bekommt ihr übrigens auch viele verschiedene Seifensorten). (unbezahlte Werbung)

Zero Waste Alternativen im Badezimmer Menstruationstasse

Die beste Entscheidung – Menstruationstasse statt Tampon

Auch im Bereich Hygieneartikel fällt im Bad einiges an Müll an, und zwar geht es um unsere Mensturation.
Nicht das beliebteste Thema, doch definitiv ein Wichtiges auch in Bezug auf Müll und Gesundheit.
Wenn man sich nicht gerade dafür entscheidet alles frei laufen zu lassen, benutzt man als Frau entweder Binden oder Tampons.
Beides ist gesundheitlich mehr oder weniger bedenklich da sich in Tampons teilweise fiese Bakterien sammeln können und auch Binden durch ihre Plastikbeschichtung das Vermehren von Bakterien begünstigen.
(Dasselbe gilt übrigens auch für Slipeinlagen und Unterwäsche mit hohem Polyesteranteil)

Neben diesem Aspekt zählt für uns natürlich auch insbesondere der Müllfaktor. Tampons sind immer einzeln eingeschweißt und auch Binden kommen nicht ohne Verpackungen aus. Doch auch dafür gibt es Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer.
Eine gute Alternative bieten beispielsweise dafür sogenannte Menstruationstassen* und waschbare Stoffbinden*/Slipeinlagen.  Zwar sind beide Varianten in der Anschaffung etwas teurer lohnen sich aber auf Dauer definitiv, da man sowohl sich selbst als auch der Umwelt etwas Gutes tut.
Wem eine müllfreie Tamponalternative lieber ist, der kann die naturbelassenen Menstruationsschwämmchen* von Kulmine ausprobieren.
Es gibt viele verschiedene Anbieter für diese Menstruationstassen und Stoffbinden, manche engagieren sich auch noch in einem sozialen Projekt, welches Mädchen in Entwicklungsländern eine Menstruationstasse/Stoffbinde pro Kauf spendet. (Dazu gehören z.B. Ecofemme und Rubycup)
Bei den Menstruationstassen sollte sich jede Frau vorher individuell kundig machen, da es verschiedene Größen und Formen gibt.
So oder so, mit diesen Alternativen tut man sowohl sich selbst als auch der Umwelt etwas Gutes und kann sicher die eigene Periode durchleben, ohne Sorge um verschmutze Unterwäsche und einen wachsenden Müllberg zu haben.

 

Kennt ihr noch mehr Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer, von denen wir unbedingt berichten sollten? Dann schreibt uns ein Kommentar.

 

DIY Zahnpasta Rezept Zero Waste

DIY Zahnpasta Rezept – Zahncreme selbst herstellen

Hast du schon einmal selbst Zahnpasta hergestellt?

Unser Rezept für deine erste DIY Zahnpasta dauert gerade mal 5 Minuten und die Zutaten sind auch nicht besonders schwer zu bekommen.

Natron in Großpackungen kann man z.b. bei originalunverpackt online kaufen oder direkt in deinem Unverpacktladen.
Falls du planst viele deiner Hausmittel selbst zu machen, macht das Sinn.

Natürlich gibt es viele verschiedene Rezepte für DIY Zahnpasta. Dieses hier ist allerdings Ingas Lieblingsrezept.

Wenn du das Rezept ausprobierst teile es gerne mit uns auf Instagram, indem du @zero_waste_deutschland unter dem entsprechenden Bild markierst.

Schreib uns auch gern ein Kommentar ob und wenn ja welche weiteren Rezepte dich interessieren würden!

 

Zutaten:

2 EL Kokosöl

1 EL Natron

1 TL Xylithol

15-20 Tropfen Pfefferminzöl

Am besten verwendest du das Kokosöl für deine DIY Zahnpasta, wenn es Zimmertemperatur hat. Dann kannst du alle Zutaten vermischen und verühren, bis sie cremig sind.

Da Kokosöl als Grundlage für die Zahnpasta fungiert und sehr temperaturempfindlich ist, solltest du die Zahnpasta in den Sommermonaten besser im Kühlschrank aufbewahren, damit sie nicht zu flüssig ist bei der Anwendung.

Frohes Rühren!

Dein @zero_waste_deutschland Team ?

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