Für alle Zero Waste Neulinge lohnt sich ein Blick in diese Kategorie unseres Magazins, in der wir Zero Waste Basics erläutern und Grundlagen erklären.

Geld Sparen mit Zero Waste – Teil 2

In unserem Magazin-Artikel „Mit Zero Waste Geld Sparen – Teil 1“ ging es in erster Linie darum, wie du im Hinblick auf Lebensmittel Geld sparen kannst. Das Thema Geld Sparen mit Zero Waste lässt sich jedoch noch auf weitere Lebensbereiche ausweiten, beispielsweise Kleidung, Bücher, Einrichtungsgegenstände und überhaupt alle Dinge, die du konsumierst und genau darum soll es in unserem zweiten Teil dieser Artikel Reihe gehen.

Second Hand: Gebraucht einkaufen

Die Idee ist nicht neu. Im Gegenteil, jedoch war es lange Zeit vor allem bei Kleidung verpöhnt gebraucht einzukaufen. Glücklicherweise hat sich diese weitverbreitete Meinung durch Vintage- und Retro-Trends in den vergangenen Jahren etwas gelockert, sodass es nun sogar trendy und äußerst beliebt ist auf Flohmärkten nach gebrauchten Schätzen Ausschau zu halten. Online-Plattformen, wie ebay, Kleiderkreisel usw. haben ihren Teil dazu beigetragen, dass Second Hand Shopping wieder beliebter wurde.
Das Prinzip des gebraucht Kaufens lässt sich auf so gut wie alle Lebensbereiche ausweiten. Speziell Bücher lassen sich wunderbar gebraucht kaufen, richtige Adressen sind hierfür ebaykleinanzeigen, medimops oder rebuy.
Aber auch bei Technikgegenständen jeglicher Art kann der Erwerb gebrauchter Ware sinnvoll sein, um viel Geld zu sparen. Oftmals wurden technische Gegenstände nur spärlich verwendet und werden dann erneut online über Plattformen wie ebaykleinanzeigen zum Verkauf angeboten mit drastisch reduzierten Preisen im Vergleich zum neuwertigen Produkt und sogar vorhandener Garantie bzw. Kassenzettel. Hier lohnt es sich jedenfalls die Augen über einen längeren Zeitraum gezielt offen zu halten und im richtigen Moment zuzuschlagen, anstatt blind einfach ein neuwertiges Gerät zu kaufen.

Selber machen statt kaufen

Wie du vielleicht schon gesehen hast, haben wir euch bereits einige Rezepte vorgestellt, mit denen du Alltagsdinge ganz einfach selbst herstellen kannst. Vielleicht ist dir dabei auch aufgefallen, dass die meisten Zutaten sehr günstig sind.  
 
Indem du Dinge wie Haushaltsreiniger und Co. selber machst, kannst du ebenfalls sehr viel Geld sparen. 
 
Denn anstatt 2-4 Euro für einen Reiniger (,der nur ein paar  Wochen oder Monate hält) auszugeben, kaufst du dir einen kleinen Vorrat an Grundzutaten (,die alle sehr günstig zu haben sind) und kannst daraus dann (,je nachdem wie viel du kaufst) Reiniger für Monate oder Jahre herstellen.  Nebenbei schonst du die Umwelt, weil du kaum bis gar kein Verpackungsmaterial verbrauchst und keine giftigen Chemikalien benutzt.

Diese Grundzutaten sind: Soda, Natron, Citronensäure, Essig und Kernseife (vorzugsweise ohne Palmöl und Glycerin). Wer mag kann auch noch ätherische Öle kaufen. 
 
Mit diesen 5 Hausmitteln kannst du wirklich alles im Haus reinigen, du brauchst keine Chemiekeulen o.Ä. mehr!   

Und bei einigen Dingen, kannst du sogar auf diese Zutaten verzichten, indem du z.B. Efeu benutzt.  Daraus kannst du, unter anderem, einfach und schnell Waschmittel, Spüli und Glasreiniger herst
ellen. Efeu wächst meist überall und du kannst ihn kostenlos sammeln.
Wie du mit Efeu wäscht, verraten wir dir bald in einem weiteren Magazin-Artikel.


Wir hoffen, dass wir dir nochmal ein paar Ideen geben konnten, wie du in Zukunft Geld sparen und dabei die Umwelt schonen kannst.  

Foto: Rawpixel

Mikroplastik – eine unsichtbare Gefahr?

Zero Waste Lifestyle im Badezimmer

Diese Woche zeigen wir dir Alternativen und Rezepte fürs Bad, die du leicht umsetzen kannst.
Doch zuvor ein wenig Theorie.

Ein wichtiger Punkt, an den wir oft nicht denken, ist, dass Plastik nicht nur in Verpackungen vorkommt sondern auch IN vielen Produkten, als Mikroplastik.

Was ist Mikroplastik eigentlich?

Mikroplastik sind Kunststoffe, die kleiner als 5mm sind.
Zum einen werden sie explizit hergestellt, um z.B. in Kosmetika wie Mascara, Seife, Zahnpasta und Co. (als Schleifmittel, Füllmittel etc.) verwendet zu werden, zum anderen entsteht Mikroplastik auch beim Zerfall größerer Kunststoffteile, durch Witterung wie Sonneneinstrahlung, Wasser und Co.

Wie gefährlich ist Mikroplastik wirklich?

Beide Formen bleiben über Jahrzehnte im Meer und verbreiten sich dort.
Ein großer Irrglaube ist dabei, dass nach ein paar Hundert Jahren Plastik zersetzt wird, im Sinne von dann ist Mikroplastik „nicht mehr schädlich“. Dem ist aber, aller Wahrscheinlichkeit nach, leider nicht so. Plastik wird lediglich immer kleiner (aufgrund von Witterung etc.) verschwindet aber nie ganz. Deshalb ist es auch so unendlich wichtig, dass wir unsere Plastikproduktion soweit reduzieren, wie nur irgend möglich.


Ein weiterer wichtiger Punkt: Je kleiner Plastik ist, desto höher ist die Anzahl der betroffenen Tiere, die es mit ihrer Nahrung aufnehmen. Dadurch verhungern viele Lebewesen, da ihre Mägen nicht zwischen Nahrung und Plastik unterschieden können.

Wie kann ich meinen Plastikverbrauch im Badezimmer verringern?

Eine Möglichkeit den eigenen Plastikverbrauch zu reduzieren sind z.B. bestimmte Kosmetikprodukte zu meiden.
Über unser Abwasser gelangt das Miktoplastik in die lokalen Kläranlagen, welche diese kleinen Partikel nicht filtern können. Dadurch gelangen diese in Flüsse und Meere und führen so Zu einer globalen Verschmutzung.

Der BUND hat einen Einkaufsratgeber zusammengestellt, die dir verschiedene Kunststoffe sowie ihre Abkürzungen zusammenfasst, die du nach Möglichkeit vermeiden solltest.

Indem du deine Kosmetikartikel selbst herstellst, kannst du ebenfalls Mikroplastik im Badezimmer vermeiden.
Wir haben für dich beispielsweise ein Rezept für Zahnpasta in unserem Magazin veröffentlicht.
In unserem Katalog findest du ebenfalls Marken, die ihre Kosmetikprodukte lediglich aus natürlichen Zutaten herstellen.

Außerdem kannst du dich in unserem Artikel über Mikroplastik beim Wäsche Waschen darüber informieren, wie du beim Waschen deiner Kleidung verhindern kannst, dass Mikroplastikpartikel in unsere Gewässer gelangen.

Wir wünschen dir einen wunderschönen Tag!
Dein @zero_waste_deutschland Team

Photo: Catia Matos / Pexels