Für alle Zero Waste Neulinge lohnt sich ein Blick in diese Kategorie unseres Magazins, in der wir Zero Waste Basics erläutern und Grundlagen erklären.

Low Waste vs. Zero Waste

Low Waste, Less Waste, Zero Waste? – Du möchtest im Alltag gern Müll vermeiden und deinen Lebensstil nachhaltiger gestalten, blickst aber im Dschungel der ganzen Zero Waste Begrifflichkeiten noch nicht ganz durch? Dann bist du hier genau richtig, wir erklären dir nämlich im folgenden Artikel, was es genau mit den einzelnen Begriffen auf sich hat, aber auch als Zero Waste Profi bist du herzlich eingeladen weiter zu lesen, denn wir beleuchten Zero Waste auch einmal kritisch und beurteilen seine Sinnhaftigkeit.

Zero WASTE – Was ist das überhaupt?

Vielleicht bist du gerade erst auf das Thema Zero Waste gestoßen und weißt noch nicht so richtig, was überhaupt dahinter steckt. Zero Waste ist ein Lebensstil und Mindset, bei dem es darum geht nachhaltige Kreisläufe zu entwickeln, in denen alle Materialien wiederverwendet werden können, um systematisch die Menge des anfallenden Abfalls zu reduzieren. Es geht also darum Ressourcen zu schützen und zu erhalten und alle „Abfälle“ zu Land, im Wasser, in der Luft, die eine Bedrohung für unseren Planeten, uns Menschen, Tiere und Pflanzen darstellen, langfristig zu eliminieren. Dabei bezieht sich Zero Waste sowohl auf große Unternehmen, als auch auf den Alltag eines Konsumenten, wie du und ich. Leider sind große Unternehmen in der Umsetzung der Zero Waste Philosophie tatsächlich etwas träger, als wir Konsumenten, das heißt, es ist umso wichtiger, dass wir im täglichen Leben mit gutem Beispiel vorangehen und mit unserem Konsumverhalten bzw. unserer Nachfrage wenigstens Einfluss auf das Angebot der Unternehmen nehmen.

Zero Waste heißt nicht, dass du kein einziges Stück Müll mehr produzieren darfst, was so gut wie unmöglich ist, wenn man bedenkt, dass auch Autofahren usw. unter luftverschmutzenden Abfall zählt und dass auch hinter den Kulissen, z.B. in Unverpacktläden weiterhin Abfall anfällt. Stattdessen geht es im Zero Waste Lifestyle eher darum mit großer Motivation nach Alternativen zu suchen, um so wenig Müll wie möglich anfallen zu lassen. Zero Waste bedeutet also zusammengefasst, durch deine verantwortungsbewussten Entscheidungen im täglichen Leben, dich der wichtigen Aufgabe zu stellen keinen Müll mehr zu produzieren.

LOW Waste – Der Unterschied zu Zero Waste

Low Waste ist eine lockerere Bezeichnung für die Zero Waste Bewegung, denn sie nimmt etwas den Druck raus und vermittelt gerade Neulingen in der Zero Waste Thematik, dass es absolut okay ist, den Lebensstil umzustellen, indem man nach und nach immer weniger Müll produziert. Ebenfalls impliziert Low Waste, dass es schon viel bringt, wenn du beispielsweise im Badezimmer komplett auf anfallenden Abfall verzichtest oder in der Küche besonders darauf achtest, keine Wegwerfutensilien mehr zu verwenden oder zum Beispiel Unverpackt einkaufst.

Während beim Klang von Zero Waste immer der erhobene Zeigefinger mitschwingt, hat man beim Umsetzen von Low Waste erst einmal kein schlechtes Gewissen, denn hier gilt: alles, was du tust, um Müll zu vermeiden ist ein Schritt in die richtige Richtung und hilft! Und genau darum geht es. Es kommt nicht darauf an, dass du alles perfekt machst und dich dabei auch noch unter Druck setzt keine Fehler zu machen. Der Verzicht auf Müll soll neben allen positiven Nebeneffekten vor allem eins, nämlich Spaß machen, damit du auch langfristig dran bleibst und diesen neuen Lebensstil besser in deinen Alltag integrieren kannst. Dabei stützt sich Low Waste genau wie Zero Waste auch auf die 5 Rs – Refuse, Reduce, Reuse, Recycle, Rot.

Ist Zero Waste überhaupt sinnvoll?

Eine Frage, die sich viele Menschen stellen „Kann ich denn als Einzelner überhaupt etwas verändern?“ – Ja, das kannst du, denn erstens, bist du nicht allein mit deinem Ansporn etwas an deinem Konsumverhalten und Lebensstil zu verändern und zweitens, hat dein Verhalten, großen Einfluss, wenn du eine tägliche Handlungsweise mal auf 365 Tage im Jahr und die kommenden 10 Jahre hochrechnest. Illustrieren lässt sich dieser Fakt sehr gut mit folgendem Beispiel: stell dir vor du spuckst jeden Tag deinen Kaugummi in den Wald, dann kannst du dir jetzt mal vor deinem geistigen Auge ausmalen, wie die Stelle im Wald in 365 Tagen aussehen wird.
Es ist also jeder noch so kleine Schritt in Richtung eines nachhaltigeren Lebensstils sinnvoll, sei es Low Waste, Zero Waste oder das Vermeiden von Plastikmüll. Und bedenke dabei, dass du mit deiner Verhaltensänderung die Möglichkeit hast, das Zero Waste Samenkorn in den Köpfen deiner Familie, Freunde oder Kollegen zu sein. Mit jeder alltäglichen Verhaltensanpassung, wird dein Umfeld darauf aufmerksam werden, dass sich etwas verändert, sie werden dir Fragen stellen und anfangen selber mehr über ihr Handeln nachzudenken. Selbst wenn sie nicht sofort auf den Zero Waste Zug mit aufspringen, dann hast du sie wenigstens ins Grübeln gebracht, ob es nicht sinnvoll wäre auch etwas an ihrem eigenen Lebensstil zu ändern und das ist doch schon mal ein toller Schritt in die richtige Richtung, nicht wahr?

Die Frage, ob der Verzicht auf Abfall sinnvoll ist, brauchen wir ja fast gar nicht stellen oder? Denn das Einsparen von Verpackungsmaterial bedeutet langfristig auch das Sparen von Ressourcen und somit der Möglichkeit diese später anderweitig zur Verfügung zu haben. Auch für das Recycling von Verpackungsmüll werden Ressourcen, wie Wasser und Strom, in unseren Mülltrennungs- und Aufbereitungsanlagen benötigt. Je weniger unser Mülls dort aufbereitet werden muss, weil wir einfach weniger produzieren, desto mehr Ressourcen können wir also auch dort schonen.

Low Waste oder Zero Waste – Was du tun kannst

Mal davon abgesehen, dass jeder noch so kleine Verzicht auf das Produzieren von Müll ein super Beitrag zur Zero Waste Bewegung ist, gibt es noch einige andere Dinge, die du neben der Umstellung deines Lebensstils hin zum Abfall vermeiden, tun kannst:

  1. Gehe Wählen: Wann immer du die Gelegenheit dazu hast für deine Stadt, dein Bundesland oder gar auf nationaler Ebene wählen zu gehen, dann tu es bitte und wähle Menschen, die sich für die Umwelt und strengere Regularien von Müll einsetzen.
  2. Verlange von Politiker(Inne)n stärkeren Einsatz gegen Einweg-Plastik: Du hast also deinen Wunschkandidat(inn)en im günstigsten Fall in den Stadtrat deiner Stadt gewählt, das ist toll. Kontaktiere sie/ihn und fordere stärkeren Einsatz gegen Einweg-Plastik.
  3. Kontaktiere deine Lieblingsgetränke- und -essensmarken: Schreibe eine E-Mail, einen Brief oder nutze deine Social Media Kanäle, um bei deinen Lieblingsmarken in Erfahrung zu bringen, was genau sie tun, um Müll zu vermeiden. Wenn möglich dann mache diese Kontaktaufnahmen öffentlich, sodass möglichst viele Leute davon lesen. Du kannst ebenfalls Unternehmen anschreiben, deren Müll du nicht mehr sehen kannst, wie beispielsweise McDonalds, Starbucks, Nestle usw.
  4. Unterstütze Vereine und Organisationen, die sich für strengere Regularien einsetzen: Es gibt zahlreiche Organisationen, die sich für eine bessere Umwelt einsetzen oder beispielsweise gegen die Verschmutzung unserer Ozeane kämpfen. Such dir am besten eine Organisation aus, die am ehesten deine Vision vertritt und unterstütze sie.
  5. Trage deinen Zero Waste Lebensstil nach außen: Wie bereits oben angedeutet, du hast die Möglichkeit das Samenkorn im Kopf anderer Menschen zu sein, wenn es darum geht die Zero Waste Idee weiter zu verbreiten. Es ist wichtig, dass du dich auch außerhalb der „Zero Waste Bubble“ mit Menschen unterhältst, die noch keinen nachhaltigen Lebensstil führen. Höre ihnen vor allem zu und bringe in Erfahrung, was ihnen helfen würde den Einstieg in einen Low Waste oder Zero Waste Lebensstil zu finden.

Zero Waste mit Kindern

In diesem Artikel dreht sich alles um das Thema Zero Waste mit Kindern. Auch wenn wir selbst noch keine haben, sehen wir das Zero Waste Leben mit Kindern als einen extrem wichtigen Punkt, da unsere Kinder letztendlich die Welt bewohnen werden, wenn wir nicht mehr da sind. Und dazu gehört für uns auch, dass sie wissen, wie man einen möglichst nachhaltigen Lebensstil führen kann.

Die Vorteile von Zero Waste mit Kindern

Doch welche Vorteile bringt ein müllärmeres Leben mit Kindern?

1. Minimalismus

Wenn du mit Kindern müllarm leben willst, kommt es über kurz oder lang dazu, dass du bestimmte Dinge einfach nicht mehr kaufst und sie dementsprechend nicht zu Hause zur Verfügung stehen. Diese Form des Minimalismus hilft, dass Kinder (und Erwachsene) wieder kreativer werden, was sie mit ihrer Zeit anfangen könnten. Denn anstatt wieder ein neues Spielzeug nach kurzer Zeit in die Ecke zu schmeißen, wird einfach aus dem Vorhandenen etwas „Neues“ gemacht.

2. Bewusstsein

Kinder können oft so viel mehr, als wir ihnen zutrauen. Wenn du ihnen kindgerecht erklärst, wieso du z.B. keine Plastikflaschen kaufst, können sie dieses Wissen auch auf andere Dinge übertragen (z.B. auf Spielsachen, die sie gerne hätten). Sicherlich, das wird nicht immer so laufen, doch wenn du Kindern vorlebst, dass es auch andere Wege gibt und sie dabei liebevoll mitnimmst, fühlen sie sich angenommen und wollen auch etwas tun, dass ihnen und der Umwelt gut tut.
Ein kurzes Beispiel illustriert diese Tatsache vielleicht ganz gut: die 8 Jährige Tochter einer Freundin hat einen Ausflug in den Unverpackt Laden gemacht, dort wurde den Kindern erklärt, wieso Plastik schlecht für die Umwelt ist. 2 Monate später hatte sie Geburtstag und war super stolz, dass sie dieses Mal nichts aus Plastik bekommen bzw. sich gewünscht hatte.

3. Zeit statt Zeug

Anstatt Kinder mit Süßigkeiten, Spielzeug oder Ähnlichem zu belohnen, kannst du auch einen schönen Ausflug machen. Das kann auch einfach nur ein Waldspaziergang sein, bei dem die Kinder z.B. schauen, wie viele verschiedene Bäume sie entdecken. Dadurch vertiefen sich die Beziehungen und die Kinder bekommen eine Verbindung zur Natur, die so heute leider eher selten geworden ist.
Es muss aber nicht immer außer Haus sein, man kann auch Spielzeug selber machen (z.B. Knete, das Rezept liefern wir noch nach), vorlesen, malen oder Ähnliches, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

4. Gesundheit

Es liegt eigentlich auf der Hand, je weniger Kinder mit Plastik, Alu und Co. in Berührung kommen, desto besser. Auch bei Kleidung, Kinderkosmetik, Spielzeug und Co. macht es Sinn, darauf zu achten, da über die Haut auch viele Schadstoffe aufgenommen werden können. Ein letzter Tipp noch, den wir bei @simplyzero_de gefunden haben: Wenn dein Kind etwas bei Freunden ganz toll findet (z.B. das Trampolin),  nutze diese Begeisterung doch, um diese Freunde öfter zu besuchen. So bleibt das Trampolin etwas Besonderes und man verbringt mehr Zeit mit den Menschen, die einem wichtig sind.

Tipps für Minimalismus mit Kindern

Das ist ja alles schön und gut, doch wie lässt sich Minimalismus oder Zero Waste mit Kindern jetzt tatsächlich in die Tat umsetzen? Minimalismus mit Kindern – klingt erst einmal ein bisschen wie ein Widerspruch in sich, oder? Es ist allerdings tatsächlich möglich!
Unsere heutigen Tipps haben wir auf dem Blog „Hinterland“ von Namika gefunden.
Sie hat selbst eine vierjährige Tochter und weiß also definitiv, wovon sie spricht.
Folgende Ideen teilt sie zum Thema „Minimalismus mit Kind“:
Ganz vorn an stellt Namika, das Element der „Kommunikation“. Sie ist überzeugt davon, dass Reden extrem hilfreich ist, besonders dann, wenn man dem Kind die Hintergründe erklärt, weshalb es auf eine bestimmte Weise handeln sollte, denn ihrer Erfahrung nach sind Kinder viel verständnisvoller, als du es oft erwartest, wichtig ist hierbei sie ernst zu nehmen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.

1. Nicht alles sofort wollen – Menschen sind Gewohnheitstiere, so müssen sich auch Kinder in Ruhe an etwas Neues gewöhnen können, dadurch kann es den Wandlungsprozess aktiv miterleben und als nützlich für sich annehmen.

2. Das Spielverhalten beobachten – Fällt dir beim Beobachten des Spielverhalten deines Kindes auf, dass es mit einigen Gegenständen besonders gern spielt und dafür andere links liegen lässt, dann hast du hier schon eine Stelle, an der du in Sachen Minimalismus ansetzen kannst.

3. Das Tauschregal – Wenn du dir wirklich ganz sicher sein möchtest, was für dein Kind wichtig ist und auf welche Spielzeuge es gut und gern verzichten könnte, dann lege mit ihm gemeinsam ein Tauschregal an. Während einige Spielsachen immer zur Verfügung stehen, werden andere ins Tauschregal gelegt. Möchte dein Kind mit einem Gegenstand aus dem Tauschregal spielen, legt es dafür ein anderes Spielzeug aus seinem Zimmer hinein. Wenn manche Tauschregalbewohner nach zwei, drei Monaten nie getauscht wurden, dann können sie ohne schlechtes Gewissen weggegeben werden.

4. Die Bibliothek – dieser Begriff ist an dieser Stelle doppeldeutig gemeint. Zum Einen kannst du auch mit Büchern eine Art „Tauschregal“ erstellen, das vom Prinzip her genauso funktioniert, zum Anderen ist es durchaus sinnvoll in die städtische Bibliothek zu gehen und sich dort Bücher auszuleihen, als wirklich jedes Kinderbuch selbst besitzen zu müssen.

5. Veranstalte Spielzeug-Tausch-Nachmittage – Was die Mamas als Klamotten-Tausch-Parties kennen, kannst du auch für deine Kinder für deren Spielzeuge mit Freunden im gleichen Alter organisieren. Du schlägst hier zwei Fliegen mit einer Klappe, dein Kind wird Abwechslung in seiner Spielkiste erhalten und gleichzeitig verbringt es einen schönen Nachmittag mit seinen Freunden. Besonders toll ist auch er Aspekt, dass die Kinder dabei gleich das Teilen bzw. Tauschen lernen.

6. Gib nicht sofort alles weg. – Taste dich langsam ran und lege Stück für Stück mal ein paar Sachen zur Seite. Manchmal fällt das auf und dein Kind holt sich die Sachen zurück, dann weißt du, dass du sie (noch) nicht weggeben kannst.

Noch mehr Ideen und Inspirationen findest du auf Namikas Blog.

DIY – Zero Waste Knetmasse

Das heutige Rezept haben wir von dem Blog zerowastefamilie.de und wir können ihn insbesondere für Familien empfehlen, die auf dem Land leben, denn genau dort wohnt die vierköpfige Familie.
Das Rezept ist wirklich simpel und der große Vorteil: die Knete ist nachhaltig (ohne Paraffin, Erdöl, Plastik oder ähnlichem) und durch die Zitronensäure trocknet sie auch nicht so schnell aus und ist dennoch genauso elastisch und gut nutzbar wie die, die man im Laden kaufen kann.

Für alle, die keine Lebensmittelfarbe nutzen wollen, gibt es verschiedene natürliche Färbemittel:
rot: Rote-Beete-Saft
dunkelrot: gekochter Holunderbeersaft
blau: Blaubeerensaft gelb: Kurkuma

Die Knetmasse sollte sich in luftdichten Gefäßen und gekühlt mehrere Wochen halten.
Du kannst allerdings auch erst einmal den Teig so formen, wie du ihn gerne hättest und dann lässt du ihn trocknen (oder bei 140 Grad für 45 min im Ofen ausbacken). Die festen Kunstwerke, kann man dann mit Wasserfarben bemalen und z.B. für den Kaufmannsladen oder andere Spielmöglichkeiten nutzen. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

DIY Zero Waste Feuchttücher

Feuchttücher sind eines der Produkte, die zum Einen sehr praktisch, zum Anderen aber auch wieder sehr umweltbelastend sind. Nicht nur Aufgrund der Verpackung oder dem anfallenden Müll, sondern auch wegen der Inhaltstoffe, die nicht bei jedem Anbieter natürlich und umweltschonend sind. Das dachte sich auch der Blog zerowastegroßfamilie.blogspot.com und hat deshalb eine gute Alternative vorgestellt.
Sie ist simpel und günstig. Man schneidet ein (altes) Flanelltuch in 12×12 cm große Stücke (mit der Zick-Zack Schere wird das Ausfransen eingedämmt) und dann mischt man noch 100ml abgekochtes Wasser mit einem nativen Öl in einer Sprühflasche. Bei Bedarf wird dann einfach der Babypo großzügig eingesprüht und mit einem der Tücher abgewischt. Die benutzten Tücher kommen dann in einen dafür vorgesehenen Eimer und werden beim nächsten Waschgang mit gewaschen.
Eine weitere (oder auch zusätzliche) Alternative hat Olga von zerowastelifestyle.de vorgestellt. Hierfür benötigst du lediglich ein wenig Platz im Bad, sodass du dort den Wickelplatz nahe dem Waschbecken einrichten kannst. So benötigst du gar keine Tücher, sondern kann das Baby direkt im Waschbecken mit Wasser säubern.

Zero Waste Kindergarten

Der Kindergarten ist ein Ort, an dem viele Kinder einen großen Teil ihrer Zeit verbringen, und der auch einen erheblichen Einfluss auf ihr Weltverständnis haben kann. So kann eben hier auch schon ein Grundstein für ein Nachhaltigkeitsbewusstsein gelegt werden. Zum Einen, indem man die Kleinen liebevoll und altersgerecht an das Thema heranführt, zum Anderen aber auch, indem man ihnen direkt ein umweltbewusstes Verhalten vorlebt. Egal, ob Eltern oder Erzieher, jeder kann hier seinen Teil beitragen und ganz wichtig ist es auch, dass man in Kommunikation miteinander tritt.

Sicherlich kann man keine Pauschalaussagen treffen, was Kindergärten alles umsetzen können, doch ein paar Ideen wollen wir gerne heute mit euch teilen:

1. Schmierpapier – zum Malen und Klecksen kann man einfach überschüssige Fehldrucke und anderes einseitig bedrucktes Papier verwenden, welches sonst im Müll landen würde. Man kann auch einen Aufruf unter den Eltern starten und bitten, dass jeder regelmäßig solches Papier mitbringt.

2. Großpackungen kaufen und nichts einzeln Verpacktes (z.B. bei Lebensmitteln, Kleber, Stiften und Co.)

3. wenn etwas neu gekauft werden muss, zuerst einmal nach nachhaltigen Alternativen Ausschau halten (z.B. bei Farbe, Stiften, Windeln etc.)

4. Mittagessen – viele Kitas engagieren Catering-Services für das Essen, hier gibt es viele Möglichkeiten etwas nachhaltiger zu sein z.B. auf Bio achten, viele vegetarische Gerichte

5. Selbermachen – Süßigkeiten, Haushaltsreiniger, Brotaufstriche etc. Es gibt viele Dinge, die man im Kindergarten (mit den Kindern) selbst und kostengünstig herstellen kann.

6. Materialien bei Eltern einsammeln – wie beim Schmierpapier, kann man auch vieles, das man zum Basteln braucht von den Eltern erbitten (Schraubgläser, Zeitungen, Klopapierrollen etc.)

7. Die Eltern bitten, den Kindern keine verpackten Snacks/Süßigkeiten mitzugeben und selber auch keine verteilen.

Es gibt natürlich noch viele weitere Ideen, nicht alles wird für jeden KiGa umsetzbar, doch jeder kann etwas tun. Wie schon gesagt, wichtig ist es, dass die Kommunikation zwischen Eltern und Erziehern stimmt. Und wenn man auch hier respektvoll und freundlich miteinander umgeht, kann man sicherlich gemeinsam vieles erreichen.

Wir wissen, dass diese Vorschläge sehr allgemein gehalten sind. Falls du noch Fragen zu einem bestimmten Punkt hast, schreib ihn gerne in die Kommentare.

Nachhaltige Kindermode

Mode ist sicherlich ein Thema, das stark polarisieren kann. Doch worin wir uns wahrscheinlich alle einig sind, ist wohl, dass sie mit so wenig Leid und Naturzerstörung, wie möglich hergestellt werden sollte.
Nun wachsen Kinder oft sehr schnell, deshalb macht es bei ihnen tatsächlich Sinn, hauptsächlich Second Hand zu kaufen, da so der Geldbeutel geschont wird und nicht immer wieder neue Ressourcen verbraucht werden. Oder vielleicht hast du ja auch die Möglichkeit mit anderen Eltern in deiner Umgebung Kleidung zu tauschen, je nachdem welche Größe gerade benötigt wird?
Hier nochmal auf einen Blick, weshalb Second Hand Klamotten für Kinder so toll sind:

1) die Sachen werden mehrfach wiederverwendet
2) Keine (erneute) Ausbeutung der Arbeiter*innen
3) Enorme Ressourceneinsparungen
4) Schädliche Chemikalien wurden durch das häufige Waschen bereits rausgewaschen
5) Geld sparend
6) Du leihst/kaufst nur das, was du wirklich brauchst

Neu kaufen muss also im Grunde nicht sein, doch manchmal findet man vielleicht nicht das passende Kleid oder eine schöne Winterjacke und dann muss man nun mal doch nach anderen Alternativen Ausschau halten. Ja, die Preise sind höher, als die bei den gewohnten Modemarken. Das liegt vor allem daran, dass faire Produktionen und Biozertifizierte Rohstoffe ihren Preis haben. Wenn man diesen aber einmal auf lange Zeit betrachtet, kostet ein nachhaltig produziertes Shirt nicht mehr, als ein Billiges. Das liegt daran, dass wir in Zukunft für die Verschmutzung und Zerstörung unserer Umwelt ganz anders „drauf“ zahlen müssen, wenn wir so weiter konsumieren, wie bisher. Dieses Geld ist aber natürlich nicht in die 5 Euro eingerechnet, die man beim Billighersteller bezahlt.


Geld Sparen mit Zero Waste – Teil 2

In unserem Magazin-Artikel „Mit Zero Waste Geld Sparen – Teil 1“ ging es in erster Linie darum, wie du im Hinblick auf Lebensmittel Geld sparen kannst. Das Thema Geld Sparen mit Zero Waste lässt sich jedoch noch auf weitere Lebensbereiche ausweiten, beispielsweise Kleidung, Bücher, Einrichtungsgegenstände und überhaupt alle Dinge, die du konsumierst und genau darum soll es in unserem zweiten Teil dieser Artikel Reihe gehen.

Second Hand: Gebraucht einkaufen

Die Idee ist nicht neu. Im Gegenteil, jedoch war es lange Zeit vor allem bei Kleidung verpöhnt gebraucht einzukaufen. Glücklicherweise hat sich diese weitverbreitete Meinung durch Vintage- und Retro-Trends in den vergangenen Jahren etwas gelockert, sodass es nun sogar trendy und äußerst beliebt ist auf Flohmärkten nach gebrauchten Schätzen Ausschau zu halten. Online-Plattformen, wie ebay, Kleiderkreisel usw. haben ihren Teil dazu beigetragen, dass Second Hand Shopping wieder beliebter wurde.
Das Prinzip des gebraucht Kaufens lässt sich auf so gut wie alle Lebensbereiche ausweiten. Speziell Bücher lassen sich wunderbar gebraucht kaufen, richtige Adressen sind hierfür ebaykleinanzeigen, medimops oder rebuy.
Aber auch bei Technikgegenständen jeglicher Art kann der Erwerb gebrauchter Ware sinnvoll sein, um viel Geld zu sparen. Oftmals wurden technische Gegenstände nur spärlich verwendet und werden dann erneut online über Plattformen wie ebaykleinanzeigen zum Verkauf angeboten mit drastisch reduzierten Preisen im Vergleich zum neuwertigen Produkt und sogar vorhandener Garantie bzw. Kassenzettel. Hier lohnt es sich jedenfalls die Augen über einen längeren Zeitraum gezielt offen zu halten und im richtigen Moment zuzuschlagen, anstatt blind einfach ein neuwertiges Gerät zu kaufen.

Selber machen statt kaufen

Wie du vielleicht schon gesehen hast, haben wir euch bereits einige Rezepte vorgestellt, mit denen du Alltagsdinge ganz einfach selbst herstellen kannst. Vielleicht ist dir dabei auch aufgefallen, dass die meisten Zutaten sehr günstig sind.  
 
Indem du Dinge wie Haushaltsreiniger und Co. selber machst, kannst du ebenfalls sehr viel Geld sparen. 
 
Denn anstatt 2-4 Euro für einen Reiniger (,der nur ein paar  Wochen oder Monate hält) auszugeben, kaufst du dir einen kleinen Vorrat an Grundzutaten (,die alle sehr günstig zu haben sind) und kannst daraus dann (,je nachdem wie viel du kaufst) Reiniger für Monate oder Jahre herstellen.  Nebenbei schonst du die Umwelt, weil du kaum bis gar kein Verpackungsmaterial verbrauchst und keine giftigen Chemikalien benutzt.

Diese Grundzutaten sind: Soda, Natron, Citronensäure, Essig und Kernseife (vorzugsweise ohne Palmöl und Glycerin). Wer mag kann auch noch ätherische Öle kaufen. 
 
Mit diesen 5 Hausmitteln kannst du wirklich alles im Haus reinigen, du brauchst keine Chemiekeulen o.Ä. mehr!   

Und bei einigen Dingen, kannst du sogar auf diese Zutaten verzichten, indem du z.B. Efeu benutzt.  Daraus kannst du, unter anderem, einfach und schnell Waschmittel, Spüli und Glasreiniger herst
ellen. Efeu wächst meist überall und du kannst ihn kostenlos sammeln.
Wie du mit Efeu wäscht, verraten wir dir bald in einem weiteren Magazin-Artikel.


Wir hoffen, dass wir dir nochmal ein paar Ideen geben konnten, wie du in Zukunft Geld sparen und dabei die Umwelt schonen kannst.  

Foto: Rawpixel

Mikroplastik – eine unsichtbare Gefahr?

Zero Waste Lifestyle im Badezimmer

Diese Woche zeigen wir dir Alternativen und Rezepte fürs Bad, die du leicht umsetzen kannst.
Doch zuvor ein wenig Theorie.

Ein wichtiger Punkt, an den wir oft nicht denken, ist, dass Plastik nicht nur in Verpackungen vorkommt sondern auch IN vielen Produkten, als Mikroplastik.

Was ist Mikroplastik eigentlich?

Mikroplastik sind Kunststoffe, die kleiner als 5mm sind.
Zum einen werden sie explizit hergestellt, um z.B. in Kosmetika wie Mascara, Seife, Zahnpasta und Co. (als Schleifmittel, Füllmittel etc.) verwendet zu werden, zum anderen entsteht Mikroplastik auch beim Zerfall größerer Kunststoffteile, durch Witterung wie Sonneneinstrahlung, Wasser und Co.

Wie gefährlich ist Mikroplastik wirklich?

Beide Formen bleiben über Jahrzehnte im Meer und verbreiten sich dort.
Ein großer Irrglaube ist dabei, dass nach ein paar Hundert Jahren Plastik zersetzt wird, im Sinne von dann ist Mikroplastik „nicht mehr schädlich“. Dem ist aber, aller Wahrscheinlichkeit nach, leider nicht so. Plastik wird lediglich immer kleiner (aufgrund von Witterung etc.) verschwindet aber nie ganz. Deshalb ist es auch so unendlich wichtig, dass wir unsere Plastikproduktion soweit reduzieren, wie nur irgend möglich.


Ein weiterer wichtiger Punkt: Je kleiner Plastik ist, desto höher ist die Anzahl der betroffenen Tiere, die es mit ihrer Nahrung aufnehmen. Dadurch verhungern viele Lebewesen, da ihre Mägen nicht zwischen Nahrung und Plastik unterschieden können.

Wie kann ich meinen Plastikverbrauch im Badezimmer verringern?

Eine Möglichkeit den eigenen Plastikverbrauch zu reduzieren sind z.B. bestimmte Kosmetikprodukte zu meiden.
Über unser Abwasser gelangt das Miktoplastik in die lokalen Kläranlagen, welche diese kleinen Partikel nicht filtern können. Dadurch gelangen diese in Flüsse und Meere und führen so Zu einer globalen Verschmutzung.

Der BUND hat einen Einkaufsratgeber zusammengestellt, die dir verschiedene Kunststoffe sowie ihre Abkürzungen zusammenfasst, die du nach Möglichkeit vermeiden solltest.

Indem du deine Kosmetikartikel selbst herstellst, kannst du ebenfalls Mikroplastik im Badezimmer vermeiden.
Wir haben für dich beispielsweise ein Rezept für Zahnpasta in unserem Magazin veröffentlicht.
In unserem Katalog findest du ebenfalls Marken, die ihre Kosmetikprodukte lediglich aus natürlichen Zutaten herstellen.

Außerdem kannst du dich in unserem Artikel über Mikroplastik beim Wäsche Waschen darüber informieren, wie du beim Waschen deiner Kleidung verhindern kannst, dass Mikroplastikpartikel in unsere Gewässer gelangen.

Wir wünschen dir einen wunderschönen Tag!
Dein @zero_waste_deutschland Team

Photo: Catia Matos / Pexels