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Low Waste vs. Zero Waste

Low Waste, Less Waste, Zero Waste? – Du möchtest im Alltag gern Müll vermeiden und deinen Lebensstil nachhaltiger gestalten, blickst aber im Dschungel der ganzen Zero Waste Begrifflichkeiten noch nicht ganz durch? Dann bist du hier genau richtig, wir erklären dir nämlich im folgenden Artikel, was es genau mit den einzelnen Begriffen auf sich hat, aber auch als Zero Waste Profi bist du herzlich eingeladen weiter zu lesen, denn wir beleuchten Zero Waste auch einmal kritisch und beurteilen seine Sinnhaftigkeit.

Zero WASTE – Was ist das überhaupt?

Vielleicht bist du gerade erst auf das Thema Zero Waste gestoßen und weißt noch nicht so richtig, was überhaupt dahinter steckt. Zero Waste ist ein Lebensstil und Mindset, bei dem es darum geht nachhaltige Kreisläufe zu entwickeln, in denen alle Materialien wiederverwendet werden können, um systematisch die Menge des anfallenden Abfalls zu reduzieren. Es geht also darum Ressourcen zu schützen und zu erhalten und alle „Abfälle“ zu Land, im Wasser, in der Luft, die eine Bedrohung für unseren Planeten, uns Menschen, Tiere und Pflanzen darstellen, langfristig zu eliminieren. Dabei bezieht sich Zero Waste sowohl auf große Unternehmen, als auch auf den Alltag eines Konsumenten, wie du und ich. Leider sind große Unternehmen in der Umsetzung der Zero Waste Philosophie tatsächlich etwas träger, als wir Konsumenten, das heißt, es ist umso wichtiger, dass wir im täglichen Leben mit gutem Beispiel vorangehen und mit unserem Konsumverhalten bzw. unserer Nachfrage wenigstens Einfluss auf das Angebot der Unternehmen nehmen.

Zero Waste heißt nicht, dass du kein einziges Stück Müll mehr produzieren darfst, was so gut wie unmöglich ist, wenn man bedenkt, dass auch Autofahren usw. unter luftverschmutzenden Abfall zählt und dass auch hinter den Kulissen, z.B. in Unverpacktläden weiterhin Abfall anfällt. Stattdessen geht es im Zero Waste Lifestyle eher darum mit großer Motivation nach Alternativen zu suchen, um so wenig Müll wie möglich anfallen zu lassen. Zero Waste bedeutet also zusammengefasst, durch deine verantwortungsbewussten Entscheidungen im täglichen Leben, dich der wichtigen Aufgabe zu stellen keinen Müll mehr zu produzieren.

LOW Waste – Der Unterschied zu Zero Waste

Low Waste ist eine lockerere Bezeichnung für die Zero Waste Bewegung, denn sie nimmt etwas den Druck raus und vermittelt gerade Neulingen in der Zero Waste Thematik, dass es absolut okay ist, den Lebensstil umzustellen, indem man nach und nach immer weniger Müll produziert. Ebenfalls impliziert Low Waste, dass es schon viel bringt, wenn du beispielsweise im Badezimmer komplett auf anfallenden Abfall verzichtest oder in der Küche besonders darauf achtest, keine Wegwerfutensilien mehr zu verwenden oder zum Beispiel Unverpackt einkaufst.

Während beim Klang von Zero Waste immer der erhobene Zeigefinger mitschwingt, hat man beim Umsetzen von Low Waste erst einmal kein schlechtes Gewissen, denn hier gilt: alles, was du tust, um Müll zu vermeiden ist ein Schritt in die richtige Richtung und hilft! Und genau darum geht es. Es kommt nicht darauf an, dass du alles perfekt machst und dich dabei auch noch unter Druck setzt keine Fehler zu machen. Der Verzicht auf Müll soll neben allen positiven Nebeneffekten vor allem eins, nämlich Spaß machen, damit du auch langfristig dran bleibst und diesen neuen Lebensstil besser in deinen Alltag integrieren kannst. Dabei stützt sich Low Waste genau wie Zero Waste auch auf die 5 Rs – Refuse, Reduce, Reuse, Recycle, Rot.

Ist Zero Waste überhaupt sinnvoll?

Eine Frage, die sich viele Menschen stellen „Kann ich denn als Einzelner überhaupt etwas verändern?“ – Ja, das kannst du, denn erstens, bist du nicht allein mit deinem Ansporn etwas an deinem Konsumverhalten und Lebensstil zu verändern und zweitens, hat dein Verhalten, großen Einfluss, wenn du eine tägliche Handlungsweise mal auf 365 Tage im Jahr und die kommenden 10 Jahre hochrechnest. Illustrieren lässt sich dieser Fakt sehr gut mit folgendem Beispiel: stell dir vor du spuckst jeden Tag deinen Kaugummi in den Wald, dann kannst du dir jetzt mal vor deinem geistigen Auge ausmalen, wie die Stelle im Wald in 365 Tagen aussehen wird.
Es ist also jeder noch so kleine Schritt in Richtung eines nachhaltigeren Lebensstils sinnvoll, sei es Low Waste, Zero Waste oder das Vermeiden von Plastikmüll. Und bedenke dabei, dass du mit deiner Verhaltensänderung die Möglichkeit hast, das Zero Waste Samenkorn in den Köpfen deiner Familie, Freunde oder Kollegen zu sein. Mit jeder alltäglichen Verhaltensanpassung, wird dein Umfeld darauf aufmerksam werden, dass sich etwas verändert, sie werden dir Fragen stellen und anfangen selber mehr über ihr Handeln nachzudenken. Selbst wenn sie nicht sofort auf den Zero Waste Zug mit aufspringen, dann hast du sie wenigstens ins Grübeln gebracht, ob es nicht sinnvoll wäre auch etwas an ihrem eigenen Lebensstil zu ändern und das ist doch schon mal ein toller Schritt in die richtige Richtung, nicht wahr?

Die Frage, ob der Verzicht auf Abfall sinnvoll ist, brauchen wir ja fast gar nicht stellen oder? Denn das Einsparen von Verpackungsmaterial bedeutet langfristig auch das Sparen von Ressourcen und somit der Möglichkeit diese später anderweitig zur Verfügung zu haben. Auch für das Recycling von Verpackungsmüll werden Ressourcen, wie Wasser und Strom, in unseren Mülltrennungs- und Aufbereitungsanlagen benötigt. Je weniger unser Mülls dort aufbereitet werden muss, weil wir einfach weniger produzieren, desto mehr Ressourcen können wir also auch dort schonen.

Low Waste oder Zero Waste – Was du tun kannst

Mal davon abgesehen, dass jeder noch so kleine Verzicht auf das Produzieren von Müll ein super Beitrag zur Zero Waste Bewegung ist, gibt es noch einige andere Dinge, die du neben der Umstellung deines Lebensstils hin zum Abfall vermeiden, tun kannst:

  1. Gehe Wählen: Wann immer du die Gelegenheit dazu hast für deine Stadt, dein Bundesland oder gar auf nationaler Ebene wählen zu gehen, dann tu es bitte und wähle Menschen, die sich für die Umwelt und strengere Regularien von Müll einsetzen.
  2. Verlange von Politiker(Inne)n stärkeren Einsatz gegen Einweg-Plastik: Du hast also deinen Wunschkandidat(inn)en im günstigsten Fall in den Stadtrat deiner Stadt gewählt, das ist toll. Kontaktiere sie/ihn und fordere stärkeren Einsatz gegen Einweg-Plastik.
  3. Kontaktiere deine Lieblingsgetränke- und -essensmarken: Schreibe eine E-Mail, einen Brief oder nutze deine Social Media Kanäle, um bei deinen Lieblingsmarken in Erfahrung zu bringen, was genau sie tun, um Müll zu vermeiden. Wenn möglich dann mache diese Kontaktaufnahmen öffentlich, sodass möglichst viele Leute davon lesen. Du kannst ebenfalls Unternehmen anschreiben, deren Müll du nicht mehr sehen kannst, wie beispielsweise McDonalds, Starbucks, Nestle usw.
  4. Unterstütze Vereine und Organisationen, die sich für strengere Regularien einsetzen: Es gibt zahlreiche Organisationen, die sich für eine bessere Umwelt einsetzen oder beispielsweise gegen die Verschmutzung unserer Ozeane kämpfen. Such dir am besten eine Organisation aus, die am ehesten deine Vision vertritt und unterstütze sie.
  5. Trage deinen Zero Waste Lebensstil nach außen: Wie bereits oben angedeutet, du hast die Möglichkeit das Samenkorn im Kopf anderer Menschen zu sein, wenn es darum geht die Zero Waste Idee weiter zu verbreiten. Es ist wichtig, dass du dich auch außerhalb der „Zero Waste Bubble“ mit Menschen unterhältst, die noch keinen nachhaltigen Lebensstil führen. Höre ihnen vor allem zu und bringe in Erfahrung, was ihnen helfen würde den Einstieg in einen Low Waste oder Zero Waste Lebensstil zu finden.

Zero Waste mit Kindern

In diesem Artikel dreht sich alles um das Thema Zero Waste mit Kindern. Auch wenn wir selbst noch keine haben, sehen wir das Zero Waste Leben mit Kindern als einen extrem wichtigen Punkt, da unsere Kinder letztendlich die Welt bewohnen werden, wenn wir nicht mehr da sind. Und dazu gehört für uns auch, dass sie wissen, wie man einen möglichst nachhaltigen Lebensstil führen kann.

Die Vorteile von Zero Waste mit Kindern

Doch welche Vorteile bringt ein müllärmeres Leben mit Kindern?

1. Minimalismus

Wenn du mit Kindern müllarm leben willst, kommt es über kurz oder lang dazu, dass du bestimmte Dinge einfach nicht mehr kaufst und sie dementsprechend nicht zu Hause zur Verfügung stehen. Diese Form des Minimalismus hilft, dass Kinder (und Erwachsene) wieder kreativer werden, was sie mit ihrer Zeit anfangen könnten. Denn anstatt wieder ein neues Spielzeug nach kurzer Zeit in die Ecke zu schmeißen, wird einfach aus dem Vorhandenen etwas „Neues“ gemacht.

2. Bewusstsein

Kinder können oft so viel mehr, als wir ihnen zutrauen. Wenn du ihnen kindgerecht erklärst, wieso du z.B. keine Plastikflaschen kaufst, können sie dieses Wissen auch auf andere Dinge übertragen (z.B. auf Spielsachen, die sie gerne hätten). Sicherlich, das wird nicht immer so laufen, doch wenn du Kindern vorlebst, dass es auch andere Wege gibt und sie dabei liebevoll mitnimmst, fühlen sie sich angenommen und wollen auch etwas tun, dass ihnen und der Umwelt gut tut.
Ein kurzes Beispiel illustriert diese Tatsache vielleicht ganz gut: die 8 Jährige Tochter einer Freundin hat einen Ausflug in den Unverpackt Laden gemacht, dort wurde den Kindern erklärt, wieso Plastik schlecht für die Umwelt ist. 2 Monate später hatte sie Geburtstag und war super stolz, dass sie dieses Mal nichts aus Plastik bekommen bzw. sich gewünscht hatte.

3. Zeit statt Zeug

Anstatt Kinder mit Süßigkeiten, Spielzeug oder Ähnlichem zu belohnen, kannst du auch einen schönen Ausflug machen. Das kann auch einfach nur ein Waldspaziergang sein, bei dem die Kinder z.B. schauen, wie viele verschiedene Bäume sie entdecken. Dadurch vertiefen sich die Beziehungen und die Kinder bekommen eine Verbindung zur Natur, die so heute leider eher selten geworden ist.
Es muss aber nicht immer außer Haus sein, man kann auch Spielzeug selber machen (z.B. Knete, das Rezept liefern wir noch nach), vorlesen, malen oder Ähnliches, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

4. Gesundheit

Es liegt eigentlich auf der Hand, je weniger Kinder mit Plastik, Alu und Co. in Berührung kommen, desto besser. Auch bei Kleidung, Kinderkosmetik, Spielzeug und Co. macht es Sinn, darauf zu achten, da über die Haut auch viele Schadstoffe aufgenommen werden können. Ein letzter Tipp noch, den wir bei @simplyzero_de gefunden haben: Wenn dein Kind etwas bei Freunden ganz toll findet (z.B. das Trampolin),  nutze diese Begeisterung doch, um diese Freunde öfter zu besuchen. So bleibt das Trampolin etwas Besonderes und man verbringt mehr Zeit mit den Menschen, die einem wichtig sind.

Tipps für Minimalismus mit Kindern

Das ist ja alles schön und gut, doch wie lässt sich Minimalismus oder Zero Waste mit Kindern jetzt tatsächlich in die Tat umsetzen? Minimalismus mit Kindern – klingt erst einmal ein bisschen wie ein Widerspruch in sich, oder? Es ist allerdings tatsächlich möglich!
Unsere heutigen Tipps haben wir auf dem Blog „Hinterland“ von Namika gefunden.
Sie hat selbst eine vierjährige Tochter und weiß also definitiv, wovon sie spricht.
Folgende Ideen teilt sie zum Thema „Minimalismus mit Kind“:
Ganz vorn an stellt Namika, das Element der „Kommunikation“. Sie ist überzeugt davon, dass Reden extrem hilfreich ist, besonders dann, wenn man dem Kind die Hintergründe erklärt, weshalb es auf eine bestimmte Weise handeln sollte, denn ihrer Erfahrung nach sind Kinder viel verständnisvoller, als du es oft erwartest, wichtig ist hierbei sie ernst zu nehmen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.

1. Nicht alles sofort wollen – Menschen sind Gewohnheitstiere, so müssen sich auch Kinder in Ruhe an etwas Neues gewöhnen können, dadurch kann es den Wandlungsprozess aktiv miterleben und als nützlich für sich annehmen.

2. Das Spielverhalten beobachten – Fällt dir beim Beobachten des Spielverhalten deines Kindes auf, dass es mit einigen Gegenständen besonders gern spielt und dafür andere links liegen lässt, dann hast du hier schon eine Stelle, an der du in Sachen Minimalismus ansetzen kannst.

3. Das Tauschregal – Wenn du dir wirklich ganz sicher sein möchtest, was für dein Kind wichtig ist und auf welche Spielzeuge es gut und gern verzichten könnte, dann lege mit ihm gemeinsam ein Tauschregal an. Während einige Spielsachen immer zur Verfügung stehen, werden andere ins Tauschregal gelegt. Möchte dein Kind mit einem Gegenstand aus dem Tauschregal spielen, legt es dafür ein anderes Spielzeug aus seinem Zimmer hinein. Wenn manche Tauschregalbewohner nach zwei, drei Monaten nie getauscht wurden, dann können sie ohne schlechtes Gewissen weggegeben werden.

4. Die Bibliothek – dieser Begriff ist an dieser Stelle doppeldeutig gemeint. Zum Einen kannst du auch mit Büchern eine Art „Tauschregal“ erstellen, das vom Prinzip her genauso funktioniert, zum Anderen ist es durchaus sinnvoll in die städtische Bibliothek zu gehen und sich dort Bücher auszuleihen, als wirklich jedes Kinderbuch selbst besitzen zu müssen.

5. Veranstalte Spielzeug-Tausch-Nachmittage – Was die Mamas als Klamotten-Tausch-Parties kennen, kannst du auch für deine Kinder für deren Spielzeuge mit Freunden im gleichen Alter organisieren. Du schlägst hier zwei Fliegen mit einer Klappe, dein Kind wird Abwechslung in seiner Spielkiste erhalten und gleichzeitig verbringt es einen schönen Nachmittag mit seinen Freunden. Besonders toll ist auch er Aspekt, dass die Kinder dabei gleich das Teilen bzw. Tauschen lernen.

6. Gib nicht sofort alles weg. – Taste dich langsam ran und lege Stück für Stück mal ein paar Sachen zur Seite. Manchmal fällt das auf und dein Kind holt sich die Sachen zurück, dann weißt du, dass du sie (noch) nicht weggeben kannst.

Noch mehr Ideen und Inspirationen findest du auf Namikas Blog.

DIY – Zero Waste Knetmasse

Das heutige Rezept haben wir von dem Blog zerowastefamilie.de und wir können ihn insbesondere für Familien empfehlen, die auf dem Land leben, denn genau dort wohnt die vierköpfige Familie.
Das Rezept ist wirklich simpel und der große Vorteil: die Knete ist nachhaltig (ohne Paraffin, Erdöl, Plastik oder ähnlichem) und durch die Zitronensäure trocknet sie auch nicht so schnell aus und ist dennoch genauso elastisch und gut nutzbar wie die, die man im Laden kaufen kann.

Für alle, die keine Lebensmittelfarbe nutzen wollen, gibt es verschiedene natürliche Färbemittel:
rot: Rote-Beete-Saft
dunkelrot: gekochter Holunderbeersaft
blau: Blaubeerensaft gelb: Kurkuma

Die Knetmasse sollte sich in luftdichten Gefäßen und gekühlt mehrere Wochen halten.
Du kannst allerdings auch erst einmal den Teig so formen, wie du ihn gerne hättest und dann lässt du ihn trocknen (oder bei 140 Grad für 45 min im Ofen ausbacken). Die festen Kunstwerke, kann man dann mit Wasserfarben bemalen und z.B. für den Kaufmannsladen oder andere Spielmöglichkeiten nutzen. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

DIY Zero Waste Feuchttücher

Feuchttücher sind eines der Produkte, die zum Einen sehr praktisch, zum Anderen aber auch wieder sehr umweltbelastend sind. Nicht nur Aufgrund der Verpackung oder dem anfallenden Müll, sondern auch wegen der Inhaltstoffe, die nicht bei jedem Anbieter natürlich und umweltschonend sind. Das dachte sich auch der Blog zerowastegroßfamilie.blogspot.com und hat deshalb eine gute Alternative vorgestellt.
Sie ist simpel und günstig. Man schneidet ein (altes) Flanelltuch in 12×12 cm große Stücke (mit der Zick-Zack Schere wird das Ausfransen eingedämmt) und dann mischt man noch 100ml abgekochtes Wasser mit einem nativen Öl in einer Sprühflasche. Bei Bedarf wird dann einfach der Babypo großzügig eingesprüht und mit einem der Tücher abgewischt. Die benutzten Tücher kommen dann in einen dafür vorgesehenen Eimer und werden beim nächsten Waschgang mit gewaschen.
Eine weitere (oder auch zusätzliche) Alternative hat Olga von zerowastelifestyle.de vorgestellt. Hierfür benötigst du lediglich ein wenig Platz im Bad, sodass du dort den Wickelplatz nahe dem Waschbecken einrichten kannst. So benötigst du gar keine Tücher, sondern kann das Baby direkt im Waschbecken mit Wasser säubern.

Zero Waste Kindergarten

Der Kindergarten ist ein Ort, an dem viele Kinder einen großen Teil ihrer Zeit verbringen, und der auch einen erheblichen Einfluss auf ihr Weltverständnis haben kann. So kann eben hier auch schon ein Grundstein für ein Nachhaltigkeitsbewusstsein gelegt werden. Zum Einen, indem man die Kleinen liebevoll und altersgerecht an das Thema heranführt, zum Anderen aber auch, indem man ihnen direkt ein umweltbewusstes Verhalten vorlebt. Egal, ob Eltern oder Erzieher, jeder kann hier seinen Teil beitragen und ganz wichtig ist es auch, dass man in Kommunikation miteinander tritt.

Sicherlich kann man keine Pauschalaussagen treffen, was Kindergärten alles umsetzen können, doch ein paar Ideen wollen wir gerne heute mit euch teilen:

1. Schmierpapier – zum Malen und Klecksen kann man einfach überschüssige Fehldrucke und anderes einseitig bedrucktes Papier verwenden, welches sonst im Müll landen würde. Man kann auch einen Aufruf unter den Eltern starten und bitten, dass jeder regelmäßig solches Papier mitbringt.

2. Großpackungen kaufen und nichts einzeln Verpacktes (z.B. bei Lebensmitteln, Kleber, Stiften und Co.)

3. wenn etwas neu gekauft werden muss, zuerst einmal nach nachhaltigen Alternativen Ausschau halten (z.B. bei Farbe, Stiften, Windeln etc.)

4. Mittagessen – viele Kitas engagieren Catering-Services für das Essen, hier gibt es viele Möglichkeiten etwas nachhaltiger zu sein z.B. auf Bio achten, viele vegetarische Gerichte

5. Selbermachen – Süßigkeiten, Haushaltsreiniger, Brotaufstriche etc. Es gibt viele Dinge, die man im Kindergarten (mit den Kindern) selbst und kostengünstig herstellen kann.

6. Materialien bei Eltern einsammeln – wie beim Schmierpapier, kann man auch vieles, das man zum Basteln braucht von den Eltern erbitten (Schraubgläser, Zeitungen, Klopapierrollen etc.)

7. Die Eltern bitten, den Kindern keine verpackten Snacks/Süßigkeiten mitzugeben und selber auch keine verteilen.

Es gibt natürlich noch viele weitere Ideen, nicht alles wird für jeden KiGa umsetzbar, doch jeder kann etwas tun. Wie schon gesagt, wichtig ist es, dass die Kommunikation zwischen Eltern und Erziehern stimmt. Und wenn man auch hier respektvoll und freundlich miteinander umgeht, kann man sicherlich gemeinsam vieles erreichen.

Wir wissen, dass diese Vorschläge sehr allgemein gehalten sind. Falls du noch Fragen zu einem bestimmten Punkt hast, schreib ihn gerne in die Kommentare.

Nachhaltige Kindermode

Mode ist sicherlich ein Thema, das stark polarisieren kann. Doch worin wir uns wahrscheinlich alle einig sind, ist wohl, dass sie mit so wenig Leid und Naturzerstörung, wie möglich hergestellt werden sollte.
Nun wachsen Kinder oft sehr schnell, deshalb macht es bei ihnen tatsächlich Sinn, hauptsächlich Second Hand zu kaufen, da so der Geldbeutel geschont wird und nicht immer wieder neue Ressourcen verbraucht werden. Oder vielleicht hast du ja auch die Möglichkeit mit anderen Eltern in deiner Umgebung Kleidung zu tauschen, je nachdem welche Größe gerade benötigt wird?
Hier nochmal auf einen Blick, weshalb Second Hand Klamotten für Kinder so toll sind:

1) die Sachen werden mehrfach wiederverwendet
2) Keine (erneute) Ausbeutung der Arbeiter*innen
3) Enorme Ressourceneinsparungen
4) Schädliche Chemikalien wurden durch das häufige Waschen bereits rausgewaschen
5) Geld sparend
6) Du leihst/kaufst nur das, was du wirklich brauchst

Neu kaufen muss also im Grunde nicht sein, doch manchmal findet man vielleicht nicht das passende Kleid oder eine schöne Winterjacke und dann muss man nun mal doch nach anderen Alternativen Ausschau halten. Ja, die Preise sind höher, als die bei den gewohnten Modemarken. Das liegt vor allem daran, dass faire Produktionen und Biozertifizierte Rohstoffe ihren Preis haben. Wenn man diesen aber einmal auf lange Zeit betrachtet, kostet ein nachhaltig produziertes Shirt nicht mehr, als ein Billiges. Das liegt daran, dass wir in Zukunft für die Verschmutzung und Zerstörung unserer Umwelt ganz anders „drauf“ zahlen müssen, wenn wir so weiter konsumieren, wie bisher. Dieses Geld ist aber natürlich nicht in die 5 Euro eingerechnet, die man beim Billighersteller bezahlt.


Zero Waste Bücher - Unsere Buchempfehlungen

Zero Waste Bücher – Unsere Zero Waste Buchempfehlungen

Dieser Beitrag enthält Werbung, durch Affiliate Links, die mit einem * gekennzeichnet sind.

Unsere Community hat schon oft gefragt, welche Zero Waste Bücher wir denn empfehlen können.
Deshalb soll es in unserem heutigen Artikel auch nur um tolle Zero Waste Bücher und Bücher zum Thema Nachhaltigkeit gehen. Wenn dich eines davon anspricht, dann schau einmal, ob es das vielleicht in deiner Bibliothek gibt. Vielleicht kennst du auch jemanden, der*die es dir ausleihen kann.
Wenn du es gerne selbst zuhause hättest, schau am besten, ob du es gebraucht, in deiner Stadt oder online z.B. bei medimops oder rebuy findest. Wenn du lieber die digitale Version lesen möchtest, kannst du sie dir z.B. bei fairbuch oder dem ecobookstore downloaden.

Nun aber zu unseren Empfehlungen…

­­Zero Waste & Plastik im Blut

Für den Einstieg in das Thema Zero Waste empfehlen wir dir die beiden Bücher, die du oben sehen kannst.
In ihrem Buch „Zero Waste“* macht Shia Su es jedem Menschen möglich, leicht in das Thema Müllvermeidung einzusteigen. Sie teilt viele Rezepte, Tipps und Tricks und erklärt in jedem Kapitel, inwiefern wir unsere Umwelt und unseren Alltag nachhaltiger gestalten können, welchen Nutzen das hat und warum wir das überhaupt tun sollten.

Wenn du insbesondere in das Thema Plastik tiefer eintauchen möchtest, empfehlen wir dir das Buch „Plastik im Blut“ von Heike Schröder. Von der Frage, wie Plastik eigentlich wirkt bzw. warum es so schädlich ist, über worauf man besonders achten sollte, bis hin zu konkreten Tipps für den Alltag ist alles dabei, um sich eine sehr gute Wissensbasis für das Thema Zero Waste anzueignen.

Die grüne Lüge

Kampangen, die das Thema Nachhaltigkeit aufgreifen, gibt es mittlerweile zu Hauf.
Doch sind sie wirklich alle so grün, wie man immer denkt? Leider nein – vielleicht hast du ja auch schon einmal den Begriff Greenwashing gehört? Er wird verwendet, wenn eine Firma versucht sich mit einem scheinbar nachhaltigen Produkt ein grünes Image zu verleihen. Wenn aber das Kerngeschäft des Unternehmens auf Ausbeutung, Lohndumping und Umweltzerstörung beruht, macht eine vermeintlich grüne Kampagne dieses Unternehmen nicht besser, sondern eher extrem unauthentisch. Denn es ist leider wahr, im ersten Moment wirkt es super, wenn eine große Fast Fashion Modemarke damit wirbt, sie würden alte Kleidung vom Kunden annehmen und recyceln, dafür bekommt man sogar 15% Rabatt auf den nächsten Einkauf – siehst du den Fehler? Man wird, aufgrund des Rabattes dazu verleitet wieder neue, billig produzierte Ware zu kaufen, die dem Unternehmen Profit und den Näherinnen im Gegensatz dazu unterirdische Löhne und furchtbare Arbeitsbedingungen einbringt.
Dieses Thema greift Kathrin Hartmann in ihrem Buch „Die grüne Lüge“ auf und beleuchtet sehr eingehend, wie unser Wirtschaftssystem funktioniert und wie große Konzerne versuchen dem Verbraucher vorzugaukeln, dass sie als Unternehmen doch total umweltbewusst sind, während sie tatsächlich der Umwelt und unserer Lebensgrundlage immer mehr Schaden zufügen.
Das Buch ist an manchen Stellen vielleicht etwas zynisch geschrieben, doch wenn man sich in das Thema (noch tiefer) einliest, was anhand der guten Quellen im Anhang auch einwandfrei geht, kann man das der Autorin kaum übel nehmen. Wenn du also gerne noch besser verstehen möchtest, wie die großen Konzerne funktionieren und was du auch als einzelne*r Konsument*in tun kannst, legen wir dir dieses Buch wirklich ans Herz.

Smarticular

Jetzt geht es um die Praxis. Wie du schon an den Titeln siehst, bekommst du in den Büchern von smarticular eine Fülle an einfachen DIY Rezepten für Körper, Haushalt und Co.! Neben diesen gibt es auch zu jedem Rezept noch Infos zu den jeweiligen Wirkstoffen und dir werden mögliche Alternativen vorgestellt. Diese Bücher sind ihr Geld wirklich wert und wir nutzen sie regelmäßig, da sie einfach das perfekte Nachschlagewerk bieten. Mit den Rezepten kannst du zum einen extrem viel Müll vermeiden, teilweise Zeit sparen UND einiges an Geld in deiner Spardose behalten, denn die meisten Zutaten sind wirklich nicht teuer.

Wenn du vielleicht nicht direkt alle Bücher besorgen willst, können wir dir auch die Webseite von smarticular empfehlen, dort findest du ebenso eine Menge an Rezepten, wenn auch nicht so schön übersichtlich, wie in den Büchern.

Kapitalismus vs. Klima

„Kapitalismus vs. Klima“ von Naomi Klein ist ein Buch von etwas anderem Kaliber, als die bisher vorgestellten. Es ist keine Lektüre für mal eben zwischendurch, denn es platzt förmlich vor Informationen uns ist auch relativ anspruchsvoll, was das Leseverständnis angeht. Doch wer sich auf diesen tollen Wälzer einlässt, kann auch hier nochmal einen tiefen Einblick bekommen, wie es (relativ aktuell) eigentlich um die Welt steht, auf der wir leben. Naomi Klein schreibt sehr direkt darüber, wie die Dinge liegen, und dass die Zeit des Wartens vorbei ist – etwas, das langsam jeder Mensch begreifen sollte. Insbesondere wir, die in den reichen Ländern leben und maßgeblich am Klimawandel und Co. beteiligt sind. Auch wenn die Dicke vielleicht auf den ersten Blick abschreckend wirken kann, wir glauben, dass dieses Buch so viele wichtige und gut recherchierte Infos enthält, dass es sich wirklich lohnt es zu lesen.

Einfach öko

Mit dem Buch „Einfach Öko“ von Marcus Franken und Monika Götze bekommst du über 200 tolle Tipps, wie du dein Leben nachhaltiger gestalten kannst, inklusive vieler Hintergrundinformationen. Zuallererst wird die Frage geklärt, wieso wir überhaupt „öko“ werden sollten und im Anschluss daran gibt es eine „Tour durchs Haus“ begonnen in der Küche, über das Wohnzimmer bis hin zum Balkon. Viele Fakten im Buch sind grafisch ansprechend aufbereitet und es gibt auch immer eine „Ampel“ bei den verschiedenen Tipps, die dir zeigt, wie aufwändig UND effektiv eine bestimmte Handlung sein kann. So ist es super einfach herauszufinden, was du als nächstes leicht in deinem Leben verändern kannst und was davon den größten Nutzen für die Welt hat. Mit diesem Buch fällt es wirklich niemandem mehr schwer nachhaltiger zu leben.

Tiere Essen

Hast du schon mal ….überlegt, was deine Ernährung mit deinem ökologischen Fußabdruck zutun hat? Die letzte Buchvorstellung soll sich einmal mit einem Thema befassen, das nur entfernt etwas mit Zero Waste, im Sinne von Müll vermeiden, zutun hat – und zwar geht es um Ernährung. Wir wollen und werden niemanden bekehren, es geht nur darum sich einmal auch über dieses Thema Gedanken zu machen, denn unser ökologischer Fußabdruck ist zu 13,4% von unserer Ernährung abhängig (Quelle: Umweltbundesamt)
In seinem Buch „Tiere essen“ schreibt Jonathan Safran Foer ganz klar darüber, welche ökologischen Auswirkungen unser immenser Konsum an tierischen Lebensmitteln (insbesondere Fleisch) hat.
Er selbst ist Vegetarier (nicht Veganer, wie man vielleicht denken sollte bei der Thematik) und er berichtet sehr sachlich über dieses vermeintlich schwierige Thema.
Wir wissen, dass sich hier die Geister extrem scheiden, deshalb unsere Empfehlung: Lies dir selbst die Infos an, die er teilt (mit sehr guten Quellen).

Wir hoffen ihr konntet in unseren Zero Waste Buchempfehlungen ein wenig Inspiration zum Thema Zero Waste Bücher sammeln. Falls wir ein paar wichtige und tolle Zero Waste Bücher vergessen haben, dann schreib uns gern ein Kommentar.
Noch mehr spannende Ideen un ein kleines Interview mit uns findest du hier:

Mit Zero Waste Geld Sparen – Teil 1

Als ich mich das erste Mal mit dem Thema Zero Waste beschäftigte, wusste ich nicht, dass man mit Zero Waste Geld sparen kann. Im Gegenteil, ich war besorgt, dass am Ende des Monats zu wenig Geld übrig sei und ich meinen Lebensstandard enorm einschränken müsste, damit ich Zero Waste leben kann. Dabei handelt es sich hierbei lediglich um ein weitverbreitetes Klischée, dass das Leben als Zero Wasteler teurer ist, wieso an dieser These nichts dran ist, lest ihr in unserem heutigen Artikel.

Wie genau und wodurch kann ich mit Zero Waste Geld sparen?

Der erste Schritt ist tatsächlich weniger Konsum.
Die zwei ersten Ansätze des Zero Waste Lebensstils sind refuse und reduce – auf gut Deutsch also ablehnen und reduzieren. Das bedeutet etwas pauschaler gesprochen, den eigenen Konsum (also, wie viel und was wir kaufen) zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen.

Unsere Gesellschaft lebt im Überfluss, dieser kommt allerdings nur zustande weil Menschen dafür in anderen Ländern schuften, leiden und oft auch sterben.
Dazu kommt noch, dass in vielen Produkten neben dem Leid von Tier und Mensch auch oft Fette, Konservierungsstoffe, Chemikalien und andere Stoffe enthalten sind, die unserem Körper langfristig schaden können. Oft sind diese vor allem in verpackten Produkten zu finden.

Die Konsumfalle: wir kaufen zu viel und zu oft

Durch Werbung, schöne Verpackungen, Preisnachlässe und Co. werden wir animiert immer mehr zu kaufen. Auch Gratisproben & Co. sind oft sinnlos und aufwändig verpackt und somit echte Müllschleudern.

Uns wird eingeredet, wir müssten Bedürfnisse erfüllen, von denen wir vorher nicht mal wussten. Hinter nahezu jedem tollen Angebot steckt ein Industriezweig, der sich vor allem um eines kümmert: seinen eigenen Profit. Und durch geschicktes Marketing, geben wir beim allwöchentlichen Einkauf dann eben gerne mal mehr aus, weil uns noch ein paar tolle neue Produkte ins Auge gesprungen sind.  

Man gönnt sich ja sonst nichts, richtig? Und das denken wir uns mehrere Dutzend Mal pro Monat.
Da kommt dann doch ziemlich schnell viel unnötiger Müll zusammen.

Der Konsumfalle entgehen und mit Zero Waste Geld sparen

Doch wir haben die Möglichkeit, all diese Produkte abzulehnen bzw. zu reduzieren, wenn wir uns selbst eine Strategie zurechtlegen. Beispielsweise indem wir lernen, Dinge selber zu machen, Zeit als hohen Wert zu betrachten und lieber tauschen oder gebraucht, anstatt etwas neu zu kaufen.

Wenn wir uns also entscheiden, wieder zu einer natürlicheren Lebensweise zurück zu kommen, kann jeder von uns einiges an Geld sparen. Wir wissen, dass es eine große Umstellung ist, gerade unser Konsumverhalten wird von klein auf extrem geprägt. Doch es ist nicht unmöglich und es macht auch Spaß, sich bewusst damit auseinanderzusetzen, wie man sich selbst zu einem gesünderen, müllärmeren UND nachhaltigeren Leben verhelfen kann.

Geh raus – deine Stadt ist essbar

Um uns herum wachsen immer eine Fülle an Lebensmitteln, die wir im Grunde einfach nur sehen und einsammeln müssen, um sie zu nutzen. Auch in Städten gibt es viele Pflanzen, die Früchte tragen, Pilze, Kräuter und Nüsse, die wir ernten können. Was du alles direkt in deiner Nähe finden kannst, erfährst du  bei Mundraub.org.

So kannst du dir sparen, teure und oftmals verpackte Lebensmittel mit Zauberwirkung zu kaufen, denn sie gibt es, in ähnlicher Form, schon direkt vor deiner Haustür.

Weniger/keine Tierprodukte & regional sowie saisonal Einkaufen

Am Essen soll man nicht sparen heißt es, und dem stimmen wir mit einer kleinen Einschränkung zu: Es ist auch möglich sich wirklich gut zu versorgen, und dennoch den Geldbeutel ein wenig zu schonen.

Auch beim wöchentlichen Einkauf kannst du Geld und Verpackungen sparen und zwar, indem du auf saisonale und regionale Produkte zurückgreifst. Diese werden oftmals unverpackt und auf Wochenmärkten angeboten. Durch den geringen Transportweg weisen sie auch relativ geringe CO2 Emissionen auf. Außerdem kannst du so regionale Bauern oder Unternehmen unterstützen.

Eine weitere Möglichkeit weniger Müll zu produzieren und die Umwelt zu schonen ist, so viele pflanzliche, unbearbeitete Lebensmittel wie möglich zu essen. D.h. je weniger Fleisch, Milchprodukte und Eier wir essen, desto besser ist es für die Umwelt. Denn allein für z.B. ein Kilo Rindfleisch  werden ca 15.000 l Wasser benötigt und ca. 2,6 kg Futtermittel.  Auch im Preisvergleich ist hochwertiges Fleisch deutlich teurer, als dieselbe Menge an Obst/Gemüse, Getreide und Co.

Übrigens, wann welches Lebensmittel bei uns in Deutschland  Saison hat erfährst du durch sogenannte Saisonkalender. Dafür gibt es z.B. die kostenlose App „GrünZeit“.
So wird es super einfach für dich herauszufinden, welche Lebensmittel gerade besonders nachhaltig zu bekommen sind.

 

Viele weitere tolle Tipps, wie du mit Zero Waste Geld sparen kannst, findest du nächste Woche in unserem Teil 2 unserer Reihe „Mit Zero Waste Geld sparen“.

Photo: Maja Petric von Unsplash

 

 

Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer

Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer

Als ich begann mich mit Zero Waste auseinander zu setzen, war ich erschrocken, wie viel Plastik sich in meinem Badezimmer befand. Dabei ist es so einfach all diese bösen Plastikverpackungen komplett aus dem Bad zu verbannen. Welche Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer es gibt, stellen wir dir im Folgenden gern näher vor.

 

(Dieser Beitrag enthält Werbung durch sogenannte Affiliate Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, wenn du mehr über Affiliate Links auf unserer Webseite erfahren möchtest kannst du unter „Was sind Affiliate Links?“ nachlesen.)

Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer – Bambuszahnbürste statt Plastikzahnbürste

Ein Bild, das mir bis heute nicht aus dem Kopf geht, sind Plastikzahnbürsten, die in Mitten von anderen Plastikteilchen wie ausgespuckt, vom Ozean, am Strand in der Sonne liegen. Kurz darauf bin ich also losgezogen und habe mir meine erste Bambuszahnbürste von HYDROPHIL gekauft und bin nun seit langem sehr zufrieden damit.
Auch wenn die Borsten immer noch aus Nylon bestehen, ist es grundsätzlich ein großer Schritt in die richtige Richtung, den wir jedem nur ans Herz legen können.

 

Rasierhobel Alternative für Einwegrasierer

Einwegrasierer Adieu – plastikfreies Rasieren mit dem Rasierhobel

Der Rasierer ist wohl einer der Gegenstände, die man in so ziemlich jedem Haushalt findet. Sowohl Männer als auch Frauen benutzen ihn.
Meistens finden dann allerdings doch nur die Einwegrasierer, die man nach einem Mal benutzen wegschmeißt, Verwendung. Selbst wenn man einen mit auswechselbarer Klinge benutzt, sind diese doch unverhältnismäßig teuer und auch wieder mit Plastik umgeben, das nicht recyclebar ist.
Die einfachste, und tatsächlich auch günstigste, Lösung ist der Rasierhobel (siehe Bild). Und auch wenn der Name erstmal etwas grausam klingt, ist das wirklich eine unglaublich tolle Erfindung, die sich auch bei uns sehr bewährt hat!
Rasierhobel kosten zwischen 20 bis 40 EUR, bestehen zu 100% aus rostfreiem Edelstahl und werden mit einer Rasierklinge versehen, welche bis zu zwei Monate genutzt werden kann. (Nach unserer eigenen Erfahrung)
Nachkaufen muss man nur (knapp einmal im Jahr) die Klingen, welche es für ein paar Euro, in Pappe verpackt, zu kaufen gibt.

Mit einem Rasierhobel hat man also einen Rasierer, der ein Leben lang halten kann und keine Schadstoffe hinterlässt, welcher Rasierer kann das schon von sich behaupten?
Dazu kommt noch, dass die Klingen bedeutend schärfer sind als die von herkömmlichen Rasierern, sodass die Haut weniger gereizt wird.
Man kann mit dieser Alternative also enorm viel Plastikmüll einsparen und seiner Haut etwas Gutes tun!

Sicherlich ist die Anwendung zu Beginn eine Gewöhnungssache, aber auch dafür gibt es auf Youtube wunderbare Tutorials.

Das einfachste Deo der Welt – Natron

Selbstverständlich gibt es die unterschiedlichsten DIY Rezepte für Zero Waste Deos mit denen du dir dein eigenes Deo mischen kannst, doch so kompliziert musst du es dir garnicht machen.
Genau genommen brauchst du nämlich nur eine Zutat und das ist: Natron!
Verblüffend, aber es funktioniert. Man nimmt einfach ein bisschen Natronpulver zwischen den Fingerspitzen auf und tupft es sich auf die Achselhöhlen.
Tada – kein unangenehmer Schweißgeruch hat mehr eine Chance!  Ja es kann so einfach sein!
Das Einzige, was du beachten solltest ist, dass Natron nicht auf frisch rasierter haut aufgetragen werden sollte. Sonst wirst du mit unangenehmen Reizungen gestraft.

Wenn du Düfte magst, gibt es natürlich unzählige Naturkosmetik Deos, die ebenso wirksam sind. Einige, von denen wir selbst überzeugt sind, haben wir in unserem Produkt-Katalog für dich gelistet, zum Beispiel die Deocreme von Nelumbo Naturkosmetik, Lamazuna oder Wolkenseifen.

Back to the roots – Seife statt Duschbad in Plastikflaschen

Früher war (all)es besser! Ein Satz, dem man sicherlich nicht uneingeschränkt zustimmen kann.
Bei folgendem Tipp für Zero Waste Alternativen im Badezimmer allerdings schon.

Und zwar heißt es: Back to the roots! Das bedeutet in diesem Fall: Zurück zu fester Seife und Seifensäckchen.
Feste Seife ist schon lange nicht mehr uncool, denn es gibt sie in mindestens genauso vielen verschiedenen Geruchsrichtungen sowie für die verschiedensten Hauttypen, genau wie ihre flüssigen Vertreter.Der Vorteil bei fester Seife liegt allerdings auf der Hand: Bedeutend weniger Verpackungsmüll und oft auch bessere Inhaltsstoffe! Außerdem kann man sie ohne Probleme bis auf den letzten Rest verbrauchen (anders als bei den Flaschen die man erst Tage über Kopf stehen lassen oder ausspülen muss).
Wenn überhaupt wird feste Seife in Papier eingepackt, ganz selten in Plastik (und das sind meistens auch die Marken, deren Inhaltststoffe und Herstellungsprozesse nicht so berauschend sind.)Welche Seife man nehmen möchte, ist jedem selbst überlassen. Genauso wie bei Flüssigseife heißt es, probieren geht über studieren. Allerdings empfehlen wir eher Seife aus dem Reformhaus/Biomarkt/Unverpackt Laden eures Vertrauens, da hier oft ein besonderes Augenmerk auf die Herstellung und Inhaltstoffe gelegt wird.
Oft werden diese Seifen auch in Deutschland hergestellt, sind vegan, bio und/oder fair gehandelt.Um auch wirklich das Beste aus deiner festen Seife herausholen zu können, empfehlen wir zudem ein Sisal Säckchen zu benutzen.
Es peelt nicht nur ganz sanft die Haut, sondern es hilft auch zuverlässig jedes Seifenstück zur Gänze zu verbrauchen. Dieses Säckchen bekommt ihr z.B. in eurem Unverpackt Laden oder auch im Online Shop von Original Unverpackt (dort bekommt ihr übrigens auch viele verschiedene Seifensorten). (unbezahlte Werbung)

Zero Waste Alternativen im Badezimmer Menstruationstasse

Die beste Entscheidung – Menstruationstasse statt Tampon

Auch im Bereich Hygieneartikel fällt im Bad einiges an Müll an, und zwar geht es um unsere Mensturation.
Nicht das beliebteste Thema, doch definitiv ein Wichtiges auch in Bezug auf Müll und Gesundheit.
Wenn man sich nicht gerade dafür entscheidet alles frei laufen zu lassen, benutzt man als Frau entweder Binden oder Tampons.
Beides ist gesundheitlich mehr oder weniger bedenklich da sich in Tampons teilweise fiese Bakterien sammeln können und auch Binden durch ihre Plastikbeschichtung das Vermehren von Bakterien begünstigen.
(Dasselbe gilt übrigens auch für Slipeinlagen und Unterwäsche mit hohem Polyesteranteil)

Neben diesem Aspekt zählt für uns natürlich auch insbesondere der Müllfaktor. Tampons sind immer einzeln eingeschweißt und auch Binden kommen nicht ohne Verpackungen aus. Doch auch dafür gibt es Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer.
Eine gute Alternative bieten beispielsweise dafür sogenannte Menstruationstassen* und waschbare Stoffbinden*/Slipeinlagen.  Zwar sind beide Varianten in der Anschaffung etwas teurer lohnen sich aber auf Dauer definitiv, da man sowohl sich selbst als auch der Umwelt etwas Gutes tut.
Wem eine müllfreie Tamponalternative lieber ist, der kann die naturbelassenen Menstruationsschwämmchen* von Kulmine ausprobieren.
Es gibt viele verschiedene Anbieter für diese Menstruationstassen und Stoffbinden, manche engagieren sich auch noch in einem sozialen Projekt, welches Mädchen in Entwicklungsländern eine Menstruationstasse/Stoffbinde pro Kauf spendet. (Dazu gehören z.B. Ecofemme und Rubycup)
Bei den Menstruationstassen sollte sich jede Frau vorher individuell kundig machen, da es verschiedene Größen und Formen gibt.
So oder so, mit diesen Alternativen tut man sowohl sich selbst als auch der Umwelt etwas Gutes und kann sicher die eigene Periode durchleben, ohne Sorge um verschmutze Unterwäsche und einen wachsenden Müllberg zu haben.

 

Kennt ihr noch mehr Zero Waste Alternativen fürs Badezimmer, von denen wir unbedingt berichten sollten? Dann schreibt uns ein Kommentar.

 

Unsere Kleidung landet im Meer: Mikroplastikfasern in den Ozeanen können, wir sie vermeiden?

Noch katastrophaler als die Millionen Mikroplastik-Partikel, die mittlerweile in den Weltmeeren schwimmen, sind die künstlichen Fasern aus den Stoffen unserer Jacken, Hosen und Lieblings-T-Shirts. Zahllose Mikroplastikfasern aus unserer Kleidung gelangen täglich über unser Waschmaschinen-Abwasser in die Ozeane. Doch wie können wir Mikroplastikfasern vermeiden?

 

In Zeiten von schnelllebiger Mode zum Schleuderpreis aus Stoffen wie Polyester, Nylon, Viskose und Elasthan, lösen sich jedes Mal, wenn wir unsere Kleidung waschen, synthetische Fasern aus unserer Kleidung und gelangen ins Abwasser, später unsere Flüsse und schließlich in die Ozeane.

Mikroplastikfasern zum Abendessen: Wie Plastik zurück auf unsere Teller gelangt

Zahlreiche Studien ermittelten, dass Mikroplastikfasern den Großteil der in Ozeanen, Flüssen und Seen befindlichen Mikroplastik ausmachen. Als Quelle dieses Übels, wurde ohne Zweifel unsere Kleidung aus synthetischen Stoffen identifiziert. Mikroplastikfasern, wie ihr Name bereits andeutet, sind so klein, sogar kleiner als rote Blutkörperchen, dass sie problemlos durch Kläranlagenfilter schwimmen und so ungebremst in unsere Wasserläufe gelangen können. Anders als natürliche Fasern, wie Baumwolle oder Wolle, sind Mikroplastikfasern nicht biologisch abbaubar und tendieren dazu sich chemische Giftstoffen, zum Beispiel Pestizide aus dem Abwasser aufzunehmen. Forscher stellten außerdem gesundheitliche Probleme bei Mikroorganismen, wie Plankton, die Mikrofasern mit der Nahrung aufnahmen, fest. Diese kranken Mikroorganismen wiederum dienen Fischen als Nahrungsquelle, sodass sich all die Mikroplastikfasern, beinahe unbemerkt zurück auf unseren Teller schmuggeln. In Fischen und Muscheln stellten die Wissenschaftler erschreckend hohe Zahlen von Mikrofasern fest.

Was können wir dagegen tun, dass Mikrofasern aus unserer Kleidung ins Wasser gelangt?

Inzwischen gibt es Unternehmen deren Produkte uns Möglichkeiten bieten Mikroplastikfasern zu vermeiden oder wenigstens ihre Menge zu reduzieren, die mit unserer Wäsche in die Wasserläufe gerät zu beeinflussen.

Guppy Friend: Wäschesack gegen Mikrofasern

Guppy-Friend, ein Wäschesack aus feinem Nylon-Netz, wurde explizit dafür designt, um die Fasern, die sich aus unseren Stoffen lösen aufzufangen und zu verhindern, dass diese ins Abwasser geraten. Er bietet der Kleidung zusätzlich Schutz vor dem Abrieb von Mikroplastikfasern, durch die raue Oberfläche der Wäschetrommel.

 

Mikroplastikfasern auffangen, wie Korallen: Cora Ball

Die Erfinder aus den USA vom Cora Ball haben sich an der Natur und Korallen orientiert und einen Ball entwickelt, der Mikroplastikfasern in der Waschmaschine auffängt. Er besteht aus 100% recyceltem und hitzebeständigem Plastik. Bis zu 35% der entstehenden Mikrofasern pro Waschladung verfangen sich im Coral Ball und werden darin, je nach Menge nach der Wäsche sichtbar. Manchmal dauert es mehrere Wäschen, bis Fussel zu sehen sind.

Ein Filter für die Waschmaschine ist längst fällig: PlanetCare Filter

Dennoch stellte ich mir die Frage, ob nicht Filter für die komplette Waschmaschine oder gar Klärwerke noch sinnvoller wären und stieß dabei auf folgenden Waschmaschinenfilter:
den PlanetCare Filter, einen Filter für Waschmaschinen, der über 80% der Mikrofasern aus der Waschladung filtern kann. Zur Zeit befindet sich das Produkt noch in der Launch-Phase und ist für den Verbraucher noch nicht erhältlich.

Kleidung verantwortungsbewusster auswählen – mehr natürliche Fasern tragen

Aber müsste nicht eigentlich das Problem bei der Wurzel gepackt werden und grundsätzlich die Bekleidungshersteller mit einem Verzicht auf künstliche Fasern in unserer Kleidung reagieren? Bisher gibt es wenig Initiativen oder Reaktionen bekannter Bekleidungshersteller auf das weltbekannte Problem um Mikrofasern in unseren Gewässern.
Es empfiehlt sich also als Konsument wieder mal selbst aktiv zu werden und beim Kauf neuer oder gebrauchter Kleidung auf deren Zusammensetzung zu achten.
Viele nachhaltige Bekleidungsmarken bieten Kleidung aus natürlichen Fasern an, die unproblematisch für unsere Wasserläufe sind.
Vorsicht ist auch bei Kleidung aus recycletem Plastik geboten, wie es von vielen grünen Marken zur Herstellung von Mode verwendet wird. Zwar ist deren Intention der Müllreduzierung sehr löblich, allerdings spült man mit solcher Kleidung ebenso Mikrofasern ins Abwasser.

Was wir sonst noch tun können: Art des Waschmittels ist entscheidend

Wissenschaftler des MERMAIDS Projekts haben herausgefunden, dass auch das Waschmittel Einfluss auf den Abrieb der Mikrofasern beim Waschgang hat. So führt Pulver-Waschmittel beispielsweise zu mehr Mikrofasern im Abwasser, als sein flüssiges Equivalent. Ebenso begünstigt ein langer Waschgang bei hoher Temperatur das Entstehen von Mikrofasern im Wasser. Der Einsatz von Weichspüler und spezielle Feinwaschmittel hingegen reduzieren die Freisetzung der Fasern. Außerdem solltest die Waschmaschine bis zum Maximum gefüllt werden.

Mikrofasern vermeiden: Alle Tipps auf einen Blick.

  1. Flüssigwaschmittel statt Pulver verwenden
  2. Waschmaschine bis zum Maximum befüllen
  3. Lange und heiße Wäschen vermeiden
  4. Weichspüler verwenden
  5. Guppyfriend/Cora Ball/Waschmaschinen Filter verwenden
  6. Keine synthetische Kleidung mehr kaufen

 

Quellen: https://oceancleanwash.org/solutions/
Photo:

Hinweis: Alle in diesem Beitrag erwähnten Produkte empfehlen wir aus eigener Überzeugung heraus. Wir haben keinerlei Vergütung für das Verfassen dieses Beitrags erhalten.

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